Magdeburger Fussballforum



Presse Jan.. 2017

Fußball: Ernst verlässt den FCM, Weil kommt




30.01.2017,

Zitat:


Sebastian Ernst verlässt den 1. FC Magdeburg und geht zu den Würzburger Kickers. Von dort wurde im Gegenzug Richard Weil verpflichtet.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg I Beim Drittligisten 1. FC Magdeburg hat sich vor dem Ende der Transferphase am Dienstag doch noch etwas getan. Mittelfeldspieler Sebastian Ernst
verlässt den Club mit sofortiger Wirkung und wechselt zum Zweitligisten Würzburger Kickers. Ernst war vor fast exakt einem Jahr von Hannover 96 II nach
Magdeburg gewechselt und lief beim FCM auch am vergangenen Sonnabend beim 1:2 bei Fortuna Köln noch von Beginn an im offensiven Mittelfeld auf.

Im Gegenzug wurde von den Kickers aus Würzburg der Verteidiger Richard Weil verpflichtet. Er erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018. Weil wurde in Frankfurt
am Main geboren und war unumstrittener Stammspieler in Würzburg. Mit den Kickers stieg er in der vergangenen Saison in die 2. Bundesliga auf. In dieser
Spielzeit kam er allerdings nur auf sieben Einsätze.


Fußball: Kath kämpft sich in den Vordergrund



31.01.2017

Zitat:



Florian Kath gehört zu den wenigen Gewinnern beim 1. FC Magdeburg nach dem missglückten Rückrundenauftakt in der 3. Liga.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Schwer bepackt verließ Florian Kath nach dem 1:2 bei Fortuna Köln die Kabine. Neben seiner Tasche war er auch für den Transport der Taktiktafel
zuständig. Trotz der Niederlage konnte der 22-Jährige zumindest ein bisschen lächeln. Kath gehört zu den wenigen Gewinnern beim FCM am ersten
Rückrundenspieltag. Von Trainer Jens Härtel wurde er in der Startelf neben Christian Beck aufgeboten, bekam den Vorzug vor Julius Düker und enttäuschte die
Erwartungen nicht. „Florian hat das gut gemacht. Er war sehr fleißig, ist viel gelaufen und hat auch überzeugt, als er nach der Einwechselung von Julius Düker
etwas tiefer spielte“, sagte Härtel.

Der Gelobte selbst sprach zunächst lieber über die Mannschaftsleistung, fand diesbezüglich auch klare Worte: „Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen und
haben speziell bei Standardsituationen zu viele Fehler gemacht. Wir haben auch zu viele Zweikämpfe verloren, das wurde dann erst in der Schlussphase besser.
“ In den kommenden Tagen bis zum Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den FSV Zwickau gelte es, die Partie in Köln aufzuarbeiten und an die letzten 15 Minuten
anzuknüpfen.

Kath dürfte am Sonntag gute Chancen haben, erneut von Beginn an aufzulaufen. Der Offensivspieler bot in Köln eine gute Partie und spielte besonders in der
zweiten Halbzeit seine Stärken aus. „Eine meiner Stärken ist, dass ich viel laufen kann. Ich versuche, defensiv so gut wie möglich mitzuhelfen“, sagte er.
„Speziell in der Schlussphase hatte ich noch ein, zwei vielversprechende Aktionen, aber ich hätte lieber weniger gut gespielt, wenn wir einen Punkt geholt hätten“,
sagte er.

Der 22-Jährige gibt sich beim Blick auf einen Stammplatz aber noch zurückhaltend. „Sicherlich freue ich mich, dass ich nach der Vorbereitung jetzt zum Auftakt
in der Startelf stand. Das zeigt, dass ich in den vergangenen Wochen nicht so viel falsch gemacht habe. Jetzt gilt es aber, das zu bestätigen“, betonte Kath.

Auch Härtel sieht bei allen positiven Ansätzen noch Potenzial. „Florian sollte noch effizienter werden, er müsste auch mal ein Tor schießen“, sagte der Coach.
Vermutlich wird er schon in Zwickau die Gelegenheit bekommen, seine Torgefahr zu zeigen.



TV-Vertrag Wie HFC und FCM auf den Telekom-Deal reagieren





Zitat:



🔘 Der neue TV-Vertrag spült den Klubs voraussichtlich eine Viertelmillion Euro mehr in die Kassen.

🔘 Ein Grund für Freudensprünge? Mitnichten.

Halle (Saale)/Magdeburg -

Mario Kallnik schmunzelte. Und Jörg Sitte tat es ihm gleich. Gratulation zu den zusätzlichen 250.000 Euro, die der neuen Fernsehvertrag für die dritte Liga den
Vereinen in die Kassen spülen wird? Sowohl der Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg als auch der Vizepräsident des Halleschen FC arbeiten lange genug im Geschäft,
um sich nicht locken zu lassen.

„Wir müssen bei der Bewertung vorsichtig sein“, sagt Kallnik. Und Sitte erklärt: „Da alle Drittligisten gleichermaßen an den designierten Mehreinnahmen
partizipieren, ergibt sich für uns keine Verbesserung der Wettbewerbsposition.“ Kompliziert formuliert, aber wahr.

Telekom zahlt 16 Millionen für TV-Rechte

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Exklusiv-Rechte im Fernsehbereich ab der Saison 2018/2019 an die Telekom verkauft. Der neue Rechteinhaber wird alle
380 Ligaspiele sowie die Aufstiegsspiele von der Regionalliga zur dritten Liga übertragen - plus Zusammenfassungen. Der neue TV-Deal gilt für vier Jahre,
einschließlich Saison 2021/2022.

Der „Kicker“ berichtete am Freitag über die Summe von 16 Millionen Euro, die die Telekom jährlich an den DFB überweisen würde. Allein das würde mindestens
800.000 Euro in die Kassen der Teams spülen. Weil die U-23-Teams nicht beteiligt werden, könnte es sogar noch mehr werden. Auch die ARD hat sich ein
Rechtepaket gesichert. Das ist zwar kleiner als zuletzt. Doch im mittleren bis hohen siebenstelligen Bereich sollte es noch immer liegen.

Raiko Richter, Sportchef des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), erklärte in einem Radiointerview, dass die TV-Einnahmen pro Verein von derzeit etwa 750 000
Euro auf gut eine Million Euro steigen könnten. Ergebe eine Viertelmillion mehr pro Jahr. Toll, oder?

Wieso die Vereine zurückhaltend reagieren

Nein. Denn der neue TV-Vertrag ist mehr Schein als Sein. Ja: „Es spricht für das gestiegene Interesse und die hohe Wertigkeit der Liga, dass es künftig erstmals
einen eigenen TV-Vertrag für die dritthöchste Spielklasse gibt“, wie HFC-Vizepräsident Sitte sagt. Doch werden eben alle Drittligisten gleichermaßen beteiligt.
Kein Vorteil also. „Schon gar nicht im Vergleich zur zweiten Liga“, sagt Sitte.

Die Kluft zwischen den Spielklasse ist groß. Als Schlusslicht der Fernsehtabelle erhält Zweitliga-Aufsteiger Würzburg in dieser Saison mehr als fünf Millionen Euro.
Bei Spitzenreiter Hannover 96 sind es sogar knapp zwölf Millionen. „Natürlich ist es schön, dass die Drittligisten mehr Geld durch den neuen TV-Vertrag erhalten
sollen“, sagt Mario Kallnik, Geschäftsführer des FCM, aber: „Die Lücke zwischen zweiter und dritter Liga bleibt trotzdem riesig. Das ändert sich dadurch nicht.“
Weil auch die TV-Einnahmen der zweithöchsten Spielklasse, wo der Bezahlsender „Sky“ umfangreich live überträgt, stetig steigen.

Fans müssen Abo für Drittliga-Übertragungen abschließen

Und die Zuschauer? Die müssen Kunde des Telekom TV-Angebotes Entertain sein, um das Angebot kostenfrei nutzen zu können. Andere müssen zahlen. Wie viel,
ist noch offen. Zum Vergleich: Das Monatsabo im Basketball kostet bei Telekom aktuell 14,95, im Eishockey sogar 16,95 Euro im Monat. Beide Ligen überträgt
das Unternehmen live, liefert zudem eine umfangreiche Hintergrund-Berichterstattung.

„Wir hatten bis jetzt eine Wahnsinnspräsenz im Fernsehen“, weiß auch Jens Härtel, der Trainer des FCM. „Das ist sensationell, wie die dritte Liga beim MDR
abgebildet wird. Wir hoffen, dass sich das positiv entwickelt. Für die Fans wird es aber vielleicht ein bisschen schwieriger, das Ganze zu verfolgen.“

Was der MDR künftig noch übertragen darf

MDR-Sportchef Richter erklärte zwar, die dritte Liga würde weiterhin eine große Rolle spielen. Allerdings darf die ARD in ihren dritten Programmen ab 2018 nur
noch 86 der 380 Partien live ausstrahlen. Wenngleich die Highlight-Berichterstattung im gewohnten Umfang bestehen bleibt.

Doch bedeutet weniger Partien im frei empfangbaren Fernsehen auch mehr Zuschauer in den Stadien? „Welche Auswirkungen die veränderte Fernsehpräsenz auf
das Konsumverhalten von Fans bei der Entscheidung zwischen Stadion und Couch haben könnte, hängt wohl nicht zuletzt von den noch nicht näher definierten
Angeboten des Rechteverwerters Telekom ab“, meint Jörg Sitte. Davon also, wie die dritte Liga bei Telekom präsentiert wird und was sie den Fan kosten wird.
Bis das klar ist, kann viel passieren.

Und vor dem Rückrundenstart schielen der FCM als Zweiter und der HFC als Vierter nach oben. Und sollte der Zweitliga-Aufstieg am Saisonende tatsächlich
gelingen, würde dort ohnehin erst einmal das ganz große Geld winken.

– Quelle: http://www.mz-web.de/25626564 ©2017



Fußball: FCM wacht viel zu spät auf




30.01.2017

Zitat:



Der 1. FC Magdeburg musste ohne Punkte nach Hause fahren. Zum Rückrundenauftakt der 3. Liga stand ein 1:2 (1:1) bei Fortuna Köln.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Es hätte so schön sein können. Mit einem lauten Schrei drehte Felix Schiller in der 26. Minute ab. Er bejubelte gerade das 1:1, das er selbst nach
einer verlängerten Ecke von Nico Hammann erzielte. Ausgerechnet Schiller. Für ihn war das Spiel in Köln ganz besonders. Zog er sich doch am 25. August 2015
die bisher schwerste Verletzung seiner Karriere zu – Achillessehnenriss. Es folgte eine lange Pause, er kämpfte sich zurück. Erstmals seit diesem Rückschlag
war Schiller jetzt am Sonnabend wieder in Köln und durfte dann sogar ein Tor bejubeln.

Trotzdem mussten Schiller und der FCM nach dem 1:2 null Punkte und einen verpatzten Rückrundenstart verdauen. „Der Nachmittag hatte mit meinem Treffer
gut begonnen. Jetzt stehen wir aber ohne Punkte da, das ist natürlich ein schlechtes Gefühl“, ärgerte er sich. „Erstaunlich ist, dass wir die Tugenden, die uns
eigentlich stark machen, erst wieder nach dem 1:2 abgerufen haben.“
Immer einen Schritt langsamer

Zuvor nahm der FCM die entscheidenden Zweikämpfe nicht an. „Fortuna Köln war immer einen Schritt schneller und giftiger“, so Schiller. „Wenn wir unsere
Stärken nicht so schnell wie möglich wieder zeigen, wird es schwierig, eine ähnliche Serie wie vor der Winterpause zu starten.“

Besonders in der ersten Halbzeit und vor dem 1:2 dominierte Fortuna und hätte durchaus mehr Treffer erzielen können. Hamdi Dahmani (37.), Selcuk Alibaz (61.)
und Christopher Theisen (63.) trafen jeweils Aluminium. Das 0:1 war aus Magdeburger Sicht unglücklich. Nachdem Marius Sowislo Cédric Mimbala im Strafraum
zu Fall brachte, entschied Schiedsrichter Arne Aarnink auf Elfmeter (23.). Cauly Oliveira Souza schoss gegen den linken Pfosten, von dort sprang die Kugel aber
gegen den Rücken des neuen FCM-Stammkeepers Leopold Zingerle ins eigene Tor. „Das war ärgerlich für Leopold. Er hat aber insgesamt eine gute Partie gemacht
und auch einige Paraden gezeigt“, sagte Club-Trainer Jens Härtel nach der Partie.

Ärgerlich war auch das 1:2. Nach einem langen Freistoß von Markus Pazurek verwandelte Mimbala mit dem Kopf (63.). Bei jenem Mimbala war sich Fortuna-Coach
Uwe Koschinat eigentlich vor dem Spiel gar nicht sicher, ob er ihn spielen lassen soll. „Cédric hat keine gute Vorbereitung gehabt, aber gegen den FCM zweimal
spektakulär gerettet sowie entscheidenden Anteil an den Toren. Er hat gezeigt, dass er da ist, wenn wir ihn brauchen“, betonte der Trainer.
Gute Schlussphase

Der positive Ansatz für das kommende Heimspiel des 1. FC Magdeburg am Sonntag (14 Uhr) gegen den FSV Zwickau ist die Schlussphase in Köln. „Wir müssen
so weitermachen, wie wir in den letzten 15 Minuten in Köln gespielt haben. Wir dürfen einfach nicht so oft die zweiten Bälle verlieren“, sagte Schiller. Härtel betonte,
dass die Schlussphase bei Fortuna der Maßstab sein wird. Der Coach merkte an: „In Köln war der Platz gefroren, es war für die Jungs nicht einfach.“

Es gilt jetzt aber für den FCM, solche Begleitumstände beiseite zu schieben. Bei diesem Unterfangen wird Felix Schiller am Sonntag fehlen – er kassierte in Köln
seine fünfte Gelbe Karte und muss deshalb einmal aussetzen.



FCM verliert in Köln Magdeburger Fehlstart zum Jahresauftakt





28.01.17

Zitat:


Köln -

Der 1. FC Magdeburg hat den Auftakt ins Drittliga-Jahr 2017 gründlich verpatzt. Beim 1:2 (1:1) im Südstadion gegen die Kölner Fortuna bekam die Mannschaft
von Trainer Jens Härtel über 90 Minuten keinen Zugriff aufs Spiel. Am Ende nutzten die Kölner eine Standardsituation, um den Siegtreffer zu markieren. Zuvor
hatte Felix Schiller ein unglückliches Eigentor von FCM-Torwart Leopold Zingerle beantwortet.

Ausgangslage

Der FCM hat eine unruhige Vorbereitung hinter sich: In den Testspielen kamen wenig erbauliche Ergebnisse zustande, obendrein sorgte der unerwartete
Torwartwechsel von Jan Glinker zu Leopold Zingerle vor dem ersten Saisonspiel 2017 für Unruhe. Dabei geht es für die Magdeburger im Kölner Südstadtion nicht
nur darum, den zweiten Tabellenplatz zu behaupten, sondern auch, Revanche für die 0:3-Pleite im Hinspiel zu nehmen.

Dieser besagte Auftaktsieg gab den Kölnern damals ordentlich Schwung für die Saisonanfangsphase, in der sie zwischenzeitlich zur Spitzengruppe der Liga gehörten.
Die darauffolgende Krise ließ die Fortuna gegen Ende der Hinrunde hinter sich, aus den letzten fünf Spielen vor der Pause gab es lediglich eine Niederlage bei
Spitzenreiter MSV Duisburg. Vor dem Wiederanpfiff der Saison im neuen Jahr belegt das Team von Trainer Uwe Koschinat einen soliden zehnten Tabellenplatz.

Personal

Neben der angekündigten Veränderung im Tor - wobei Jan Glinker aus persönlichen Gründen ohnehin nicht mit nach Köln reiste - wartete Jens Härtel mit zwei
weiteren Überraschungen auf. So startete vor der erwarteten defensiven Dreier-Abwehrkette nicht Winter-Zugang Charles Elie Laprevotte, sondern Routienier
Jan Löhmannsröben neben Kapitän Marius Sowislo. Im Sturm bekam Florian Kath den Vorzug vor Julius Düker neben Topstürmer Christian Beck.

Bei den Gastgebern fehlten gleich sechs Spieler verletzungsbedingt. „Sorgenkinder gibt es reichlich“, sagt Koschinat. Marc Brasnic, Serhat Koruk und Dennis
Engelman verpassten wegen der Grippewelle fast die gesamte Vorbereitung. Oliver Schröder fällt mit einer Bauchmuskelzerrung aus, Rahn hat Rückenprobleme.
„Er ist über die Schmerzgrenze hinausgegangen, aber irgendwann ging es nicht mehr“, so Koschinat. Auch die Rückkehr von Cédric Mimbala nach seinem
Muskelfaserriss ist nicht nach Wunsch verlaufen. „Erst hat ihn ein Magen-Darm-Infekt und dann ein Pferdekuss zurückgeworfen“, erklärt der Trainer.

1. Halbzeit

Vor der Partie hatte Härtel mit dem Torwartwechsel für Diskussionen gesorgt: Trotz fehlerfreier Hinserie musste Jan Glinker seinen Platz räumen,
für ihn stand Leopold Zingerle erstmals als Nummer eins im Tor. Und das erste Spiel als Stammtorwart begann für den Bajuwaren so unglücklich wie nur möglich:
22 Minuten waren gespielt, der 1. FCM hatte sich sehr schwer getan, da foulte Kapitän Sowislo den Kölner Mimbala im Strafraum. Fortuna-Mittelfeldmann Cauly
Oliveira Souza trat an, schoss den Ball gegen den Pfosten - von wo er Zingerle an den Rücken und von dort ins Tor rollte. Bitter!

Doch der FCM erholte sich schnell von dem Schreck. Nur zwei Minuten später fand eine präzisie Ecke von Nico Hammann den langen Pfosten, wo Verteidiger
Felix Schiller völlig frei einschieben konnte. Der Ausgleich nach 26. Minuten.

Anschließend verflachte die Partie. Beide Teams lieferten sich viele Zweikämpfe, spielerisch ging nur wenig vor beiden Toren vonstatten. Wenn, war es meist
die Fortuna, die die Initiviate ergriff. Dahmani traf nach 35 Minuten aus kurzer Distanz nur den Pfosten, Zingerle wäre chancenlos gewesen. Vom FCM kam
wenig, Trainer Härtel schimpfte an der Seitenlinie, seine Mannschaft war mit dem 1:1-Pausenstand gut bedient.

2. Halbzeit

Trotz der unbefriedenden Leistung in Halbzeit eins ließ Härtel seine Elf bei Wiederanpfiff zunächst ohne Veränderungen. Auch Kölns Uwe Koschinat verzichtete
auf Wechsel. Und auch am Spiel änderte sich zunächst nicht viel: Köln bemühter, Magdeburg zu passiv und zurückhaltend. So brauchte es zehn Minuten in
Halbzeit zwei, ehe der FCM erstmals gefährlich vor das Kölner Tor kam. Kaths Fernschuss aus 18 Metern strich knapp am rechten Pfosten vorbei.

Die besten Chancen hatten aber weiter die Gastgeber, die mit dem schwierigen, durch das kalte Wetter gezeichneten Geläuf besser zurecht kamen. Nach 60
Minuten war Leopold erneut im Aluminium-Glück, als der ein Kölner Schuss nur den Pfosten traf, drei Minuten später reagierte die neue Nummer eins im
FCM-Tor dann glänzend und wehrte einen Kopfball über die Latte ab.

Die Kölner blieben am Drücker - und trafen schließlich nach 66 Minuten verdient zur erneuten Führung. Innenverteidiger Cédric Mimbala war nach einem lang
geschlagenen Freistoß zur Stelle und drückte den Ball zum Entsetzen der 1000 mitgreisten Fans ins FCM-Tor.

Dieses Mal brauchte die Härtel-Truppe länger, um sich vom Gegentor zu erholen. Einzig zwei Freistöße von Nico Hammann sorgten in den folgenden Minuten
für Gefahr. Einmal hielt Poggenborg stark, der zweite Versuch landete am Außennetz. Strittig dabei: War das Foul an Florian Kath vor dem ersten Freistoß nicht
sogar im Strafraum? Schiedsrichter Aarnink entschied zu Ungunsten des 1. FCM.

Die Aktionen belebten das FCM-Spiel noch einmal, die Blau-Weißen waren jetzt angriffslustiger und Trainer Härtel, brachte mit Manuel Pulido für Torschütze
Schiller eine weitere Offensivkraft - die ganz zwingenden Aktionen gelang der Offensive um den extrem blaßen Christian Beck nicht mehr. Stattdessen traf Fortuna
Köln sogar noch ein drittes Mal Aluminium, ehe die Gastgeber den zweiten Saisonsieg gegen die Landeshauptstädter feiern durften.

Fazit

Der FCM enttäuscht auch im zweiten Saisonspiel gegen die Kölner Fortuna, die den Magdeburgern über fast die gesamte Spielzeit den Schneid abkaufte.
Spielerisch hatten die Blau-Weißen dem aggressiven Spiel der Kölner wenig entgegenzusetzen. Beim ersten Gegentor hatte Zingerle im FCM-Tor größtmögliches
Pech, dafür hatte die neue Nummer eins gleich dreimal Glück, als die Kölner nur Latte oder Pfosten trafen. Dem spielentscheidenden Treffer ging ein simpler
Stellungsfehler in der blau-weißen Defensive voraus. Davon erholte sich der bisherige Tabellenzweite nicht mehr. Die Niederlage im ersten Pflichtspiel 2017? Völlig verdient!

Fortuna Köln - 1. FCMagdeburg 2:1 (1:1)

Fortuna Köln: Poggenborg - Flottmann, Uaferro, Mimbala, Kwame - Pazurek, Theisen, Andersen, Alibaz (65. M. Kessel) - Oliveira Souza (77. L. Bender), Dahmani (87. Hörnig)

1. FC Magdeburg: Zingerle - Handke, Hammann, Schiller (77. Farrona-Pulido), Sowislo (87. Düker) - Kath, Butzen, Ernst (65. T. Chahed), Schwede - Beck, Löhmannsröben

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn) - Zuschauer: 3076
Tore: 1:0 Zingerle (24./Eigentor), 1:1 Schiller (26.), 2:1 Mimbala (68.)
Gelbe Karten: M. Kessel (5) / Sowislo (4), Butzen (2), Kath (1), Schiller (5)

– Quelle: http://www.mz-web.de/25620228 ©2017



Fragen und Antworten zur 3. Liga Was bedeutet der neue TV-Deal für Fans und Vereine





27.01.17

Zitat:



Frankfurt/Halle (Saale) -

Noch mehr Live-Fußball - aber nur gegen gutes Geld: Die 3. Liga wird zum Pay-TV-Produkt, die öffentlich-rechtlichen Sender verlieren ihr Exklusivrecht.
So vergab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Medienrechte zwar auch an SportA, den Rechtevermarkter von ARD und ZDF, doch Hauptsender wird fortan
die Deutsche Telekom AG sein, die alle Spiele gegen Bezahlung anbieten wird.

Was bedeutet der neue TV-Deal nun für Fans und Vereine? Die wichtigsten Fragen und was dazu bekannt ist.

🔹 Ab wann überträgt die Telekom die Spiele der 3. Liga?

Der neue TV-Deal tritt zur übernächsten Spielzeit, der Saison 2018/2019 in Kraft. Die aktuelle Rückrunde und auch die nächste Saison werden also noch in Gänze
bei den öffentlich-rechtlichen Sendern der ARD zu sehen sein.

🔹 Für wie viele Jahre hat sich die Telekom die 3. Liga-Rechte gesichert?

Der neue TV-Deal mit dem DFB gilt für vier Jahre, also bis einschließlich der Saison 2021/2022.

🔹 Was genau zeigt die Telekom?

Die Telekom wird alle 380 Ligaspiele sowie die Aufstiegsspiele von der Regionalliga zur 3. Liga übertragen. Außerdem wird es Zusammenfassungen von allen
Spielen geben.

🔹 Welche Rechte hat die ARD erworben?

Gänzlich verschwinden wird die 3. Liga in den dritten Programmen der ARD nicht. Der DFB spricht davon, „eine umfassende Free-TV-Berichterstattung der
Spiele der 3. Liga in der Sportschau sowie in den Dritten Programmen der ARD“ zu gewährleisten. So erwarben die Öffentlich-Rechtlichen die Rechte, pro
Spieltag mindestens zwei Drittliga-Topspiele und pro Saison insgesamt 86 Spiele live in ihren dritten Programmen zu übertragen. Ausschnitte wird es
weiterhin in der Sportschau sowie den regionalen Fußballprogrammen wie „Sport im Osten“ im MDR geben.

🔹 Was wurde für die TV-Rechte der 3. Liga gezahlt?

Der Kicker berichtet am Freitag über die Summe von 16 Millionen Euro, die die Telekom ab 2018 jährlich an den DFB überweist. Laut dem Bericht zahlt die
ARD im Gegenzug weniger als bislang für die Rechte.

🔹 Profitieren die Vereine vom neuen TV-Deal?

Ja, sagt DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius: „Es ist uns gelungen, dank der neuen Vertragssituation ab der Saison 2018/2019 mehr Gelder aus den
Übertragungsrechten an die Klubs der 3. Liga ausschütten zu können.“ MDR-Sportchef Raiko Richter sprach am Donnerstagabend in einem Radio-Interview
davon, dass die TV-Einnahmen pro Verein von 750.000 Euro auf über einer Millionen Euro steigen könnten.

🔹 Wie viel werden Fans künftig bei der Telekom zahlen müssen?

Das hat das Unternehmen bislang noch nicht bekannt gegeben. Aktuell überträgt die Telekom bereits alle Spiele der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und der
Basketball Bundesliga (BBL). Hierfür können Fans verschiedene Abo-Modelle buchen: Das Monatsabo im Basketball kostet 14,95 Euro, im Eishockey sogar
16,95 Euro. Günstiger wird es, wenn der Fan direkt ein Jahresabo abschließt, dann belaufen sich die monatlichen Gebühren auf jeweils 9,95 Euro. Den größten
Vorteil haben Kunden des Telekom-TV-Angebots Entertain. Hier sind die Sport-Angebote bislang kostenlos enthalten.

🔹 Was bietet die Telekom den Sportfans?

Für ihr Eishockey- und Basketball-Angebot hat die Telekom nicht nur eigene TV-Sender für das eigene EntertainTV geschaffen, sondern jeweils eigene Web-Portale
unter telekom-eishockey.de und telekom-basketball.de geschaffen. Hier können die Kunden alle Spiele in HD live oder anschließend in der Wiederholung sowie
in der Zusammenfassung sehen. Darüber hinaus wurden eigene Apps für die Live-Übertragung am Tablet oder Smartphone veröffentlicht.

Ähnliches kündigte die Telekom in einer ersten Pressemitteilung auch für die 3. Liga an. Wörtlich heißt es: „Die Telekom plant künftig alle Spiele der 3. Liga sowie
Topspiele der Frauen-Bundesliga live und in HD unter anderem über das Fernsehangebot EntertainTV sowie online und über Mobilfunk zu zeigen. Näheres zum
Angebot und den Konditionen wird die Telekom zu gegebener Zeit bekannt geben.“

🔹 Sind neben der 3. Liga weitere Fußball-Übertragungen betroffen?

Ja, neben der 3. Liga hat sich die Telekom auch die Rechte an der Frauen-Bundesliga sowie an den Länderspielen der Frauen-Nationalmannschaft gesichert.
Schon zur kommenden Saison 2017/2018 wird die Telekom pro Spieltag ein Frauen-Bundesligaspiel live übertragen – allerdings im Free-TV. Bislang übertrug Sport 1
die Frauen-Bundesliga. (cbo/mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/25624786 ©2017



Fußball: Ernst ist bereit für den nächsten Coup




28.01.2017

Zitat:

Sebastian Ernst will wie vor einem Jahr, als er mit zwei Treffern beim 2:1 in Halle für den FCM debütierte,
auch jetzt in Köln durchstarten.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Für Sebastian Ernst hätte der Einstand beim Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg nicht schöner sein können. Am 24. Januar 2016 lief der von
Hannover 96 II gekommene Ernst zum ersten Mal in einem Pflichtspiel für die Elbestädter auf. Nach nur fünf Minuten erzielte der 21-Jährige die Führung,
in der 68. Minute folgte das entscheidende 2:1. „Das war natürlich ein guter Einstand, aber an das Debüt vor einem Jahr denke ich jetzt nicht mehr“, stellt
Ernst klar.

Fokus auf die Rückrunde

Der Fokus liegt voll auf dem ersten Rückrundenspiel in der 3. Liga an diesem Sonnabend bei Fortuna Köln (Südstadion, 14 Uhr, live in WDR und MDR). Als
Tabellenzweiter braucht sich der FCM vor dem Zehnten sicherlich nicht zu verstecken, der direkte Vergleich (0:3, 0:0, 1:2) der vergangenen Partien zeigt
aber, dass die Kölner der Truppe von Trainer Jens Härtel überhaupt nicht liegen.

Wenn es jetzt um einen der begehrten Plätze in der Anfangsformation geht, führt der Weg am technisch versierten Ernst kaum vorbei. Dabei sah es im
Verlauf des Trainingslagers gar nicht so gut aus. Grippegeschwächt verpasste er einen Großteil der Einheiten in Spanien und musste sich erst wieder an
die Mannschaft herankämpfen. „Vor einer Woche war ich noch nicht bei hundert Prozent. Jetzt bin ich aber bereit für die Startelf“, sagt der 21-Jährige.
„Wir sind alle froh, dass es wieder losgeht. Das Hinspiel gegen Köln war bitter.“

Bitterer Saisonauftakt

Dabei musste sich Ernst den 0:3-Saisonauftakt gegen Fortuna angeschlagen aus der Ferne anschauen. Im Verlauf der Vorrunde und vor allem in den Wochen
vor der Winterpause zeigte der ehemalige Hannoveraner aber, dass er im zentralen offensiven Mittelfeldspieler enorm wertvoll ist. Die Rolle hinter den
beiden Spitzen gefällt Ernst auch mit Abstand am besten: „Ich sehe mich nicht auf dem Flügel, sondern zentral. Das 3-5-2-System passt sehr gut zu mir.“

Am Saisonende läuft der Vertrag des FCM-Spielers mit der Nummer 25 wie bei vielen seiner Kollegen aus. Diesen Umstand blendet er aber momentan aus.
„Das spielt jetzt gerade keine Rolle. Wir haben in der Vorbereitung gut gearbeitet und sind bereit für die anstehende Rückrunde“, sagt der 21-Jährige.


Offiziell! Telekom zeigt ab 2018/19 alle Drittliga-Spiele live

Von Julian Koch



Zitat:



Die Überraschung ist perfekt: Ab der Saison 2018/19 wird die "Telekom" alle Drittliga-Spiele live und in voller Länge im Pay-TV übertragen.
Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag offiziell bekannt. Damit verliert die ARD die Exklusiv-Rechte,
geht aber nicht vollständig leer aus. Mit der Neuvergabe der TV-Rechte steigen unterdessen die Fernsehgelder.


ARD darf nur noch 86 Spiele pro Saison zeigen

Gemäß des neuen TV-Vertrages, der von 2018 an für insgesamt vier Spielzeiten bis 2022 gilt, darf die ARD mit ihren Dritten Programmen mindestens zwei
Drittliga-Topspiele pro Spieltag zeigen, maximal aber 86 Partien pro Saison sowie die Aufstiegsspiele zur 3. Liga. DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius
spricht von einem "zukunftweisenden TV-Abschluss für unsere 3. Liga" und betont: "Dem DFB war es auch im Interesse der Vereine wichtig, dass eine
ausführliche Berichterstattung im frei empfangbaren Fernsehen garantiert ist. Vor allem über die ARD-Sportschau mit ihrer konstant hohen Reichweite." Für
die Fans der 3. Liga sei es ein tolles Angebot, "fortan alle Partien ihrer Teams live über die Angebote der Telekom verfolgen zu können." Wie die Telekom
bekanntgab, sollen alle Spiele (in HD) im Fernsehangebot "EntertainTV" sowie online und über Mobilfunk gezeigt werden. Die genauen Konditionen werde man
zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Bei vielen Telekom-Kunden ist "EnterainTV" bereits enthalten.

TV-Gelder steigen an

Laut dem "Kicker" lässt sich die Telekom die Rechte jährlich 16 Millionen Euro kosten, was die ARD ab 2018 zahlt, ist bislang noch nicht bekannt. Sicher ist dagegen:
Die Fernsehgelder werden mit der Saison 2018/19 in jedem Fall ansteigen. Über die konkrete Verteilung will der Verband in den kommenden Wochen entscheiden.
Zum Vergleich: Bislang zahlt die ARD für die TV-Rechte jährlich 12,8 Millionen Euro, sodass jeder Verein in der aktuellen Saison genau 711.111 Euro erhält (U23-Teams
bleiben beim TV-Geld außen vor). In der Hinrunde wurden 118 der 190 Spiele live gezeigt, was somit einer Quote von 62 Prozent entspricht. Neben der 3. Liga zeigt
die Telekom künftig auch ausgewählte Spiele der Frauen-Bundesliga (ab 2017/18). Bereits im Angebot enthalten sind die Basketball-Bundesliga (BBL)
und die Deutsche Eishokey-Liga (DEL).

ARD nicht enttäuscht – Sportschau-Berichterstattung bleibt

Bei der ARD zeigt man sich in einer Pressemitteilung derweil nicht enttäuscht, die Exklusiv-Rechte an der 3. Liga verloren zu haben. Stattdessen betont Ulrich Wilhelm,
Intendant des Bayerischen Rundfunks und ARD Sportrechte-Intendant: "Wir freuen uns über die Fortsetzung unserer langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit
mit dem DFB. Damit ist langfristig sichergestellt, dass die Programme und Angebote der ARD auch weiterhin kompetent sowie frei empfangbar über die 3. Liga berichten
können." Programmdirektor Volker Herres hebt zudem die Berichterstattung im Rahmen der Sportschau hervor: "Durchschnittlich mehr als drei Millionen Zuschauer
verfolgen die ‚Sportschau 3. Liga‘. Das entspricht einem Marktanteil von annähernd 20 Prozent. Davon profitieren die Marke 3. Liga und die Clubs erheblich. Schön,
dass dies langfristig so bleibt." Laut Herres habe die ARD die 3. Liga – auch im europäischen Vergleich – "groß gemacht und ihr zu einer beispiellosen medialen Präsenz verholfen."


FußballFCM-Keeper Glinker in Köln nicht dabei




26.01.2017

Zitat:



Aufgrund eines "schweren Zwischenfalls" in der Familie ist der Keeper Jan Glinker vom 1. FC Magdeburg freigestellt worden.
Von Daniel Hübner ›

Magdeburg l Der 1. FC Magdeburg muss zum Rückrundenauftakt in der 3. Liga am Sonnabend bei Fortuna Köln (14 Uhr) auf Keeper Jan Glinker verzichten.
Wie der Club am Donnerstagabend in einer Pressemitteilung erklärte, ist Glinker "aufgrund eines schweren Zwischenfalls im eigenen familiären Umfeld bis auf Weiteres"
vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt worden.

Der Verein bat zudem, auf weitere Rückfragen zu den genauen Umständen des Zwischenfalls zu verzichten und erklärte: "Die FCM-Familie steht voll und ganz hinter seinem
Torhüter und wünscht zunächst alles Gute."


Fußball: Personalpuzzle beim FCM vor Auftakt





27.01.2017

Zitat:


Der 1. FC Magdeburg startet am Sonnabend bei Fortuna Köln in die Drittliga-Rückrunde. Welche Akteure werden in Härtels Startelf stehen?
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l FCM-Trainer Jens Härtel blickt auf eine Vorbereitung mit durchwachsenen Testspielen und zwischenzeitlich vielen grippegeschwächten Spielern zurück.
Mittlerweile hat der Coach aber wieder zahlreiche personelle Alternativen, da nur André Hainault und Niklas Brandt zum Rückrunden-Auftakt am Sonnabend bei
Fortuna Köln (Südstadion, 14 Uhr, live in WDR und MDR) sicher fehlen.

System: Das vor der Winterpause praktizierte 3-5-2 hat sich bewährt. Auch wenn Härtel immer für Überraschungen gut ist,
wäre eine Abkehr von diesem System überraschend.

Tor: Jens Härtel gab seine Entscheidung am Mittwoch bekannt: Der FCM-Trainer wechselt den Stammtorhüter, ab sofort ist Leopold Zingerle die Nummer eins
(Volksstimme berichtete). Jan Glinker ist derweil vom Trainings- und Spielbetrieb „aufgrund eines schweren Zwischenfalls im eigenen familiären Umfeld bis
auf Weiteres freigestellt worden“, erklärte der FCM am Donnerstagabend in einer Pressemitteilung. Glinker wird deshalb in Köln nicht zur Verfügung stehen.


Abwehr:
In der Dreierreihe der Abwehr sollte es keine Überraschungen geben. Nico Hammann ist in der Mitte gesetzt, neben ihm dürften Felix Schiller und
Christopher Handke auflaufen. Der zuvor lange verletzte Moritz Sprenger sowie Lukas Novy, Michel Niemeyer und Steffen Puttkammer müssen sich vermutlich
erst einmal hinten anstellen.

Mittelfeld: Aufgrund der Verletzung von Niklas Brandt ist der Platz im defensiven Mittelfeld neben dem eigentlich gesetzten Marius Sowislo umkämpft.
Winter-Neuzugang Charles Elie Laprevotte enttäuschte im Test gegen Cottbus, Härtel bemängelte zudem fehlende körperliche Präsenz. Genau diese hat Jan
Löhmannsröben und damit auch gute Chancen auf einen Startplatz, da beispielsweise Gerrit Müller in der Offensive seine Stärken hat. Ahmed Waseem Razeek
spielt keine Rolle.

Auf der linken Seite führt kaum ein Weg an Tobias Schwede vorbei, der eine hervorragende Vorrunde gespielt hat. Manuel Farrona Pulido profitierte in der
Vorrunde vom System mit Christian Beck als einzigem Stürmer. Er müsste sich das Spiel bei einer 3-5-2-Grundordnung deshalb vermutlich zunächst von der Bank
anschauen. Offener ist das Rennen auf der rechten Seite. Nils Butzen überzeugte dort vor der Winterpause, hatte in der Vorbereitung aber Trainingsrückstand
nach seinem Handbruch. Und Tarek Chahed war laut Härtel einer der Gewinner der Vorbereitung.

In der Mitte hat sich Sebastian Ernst nach seiner Grippe im Trainingslager wieder zurückgekämpft und zuletzt voll trainiert. Er ist der Favorit,
Außenseiterchancen haben Laprevotte und Müller.

Sturm: An Christian Beck führt kein Weg vorbei. Der Platz neben ihm ist heiß begehrt. Julius Düker überzeugte in der Rolle als zweiter Stürmer vor der Winterpause
und traf auch beim 3:1 in Lotte. Florian Kath hinterließ aber in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck und befindet sich mit Düker auf Augenhöhe.
Maurice Exslager konnte zuletzt nicht auf sich aufmerksam machen und wird es schwer haben, beim FCM noch eine tragende Rolle einzunehmen.





TV-Rechte: Zeigt die "Telekom" ab 2018/19 alle Spiele live?


Zitat:


Im Hinblick auf die TV-Rechte ab der Saison 2018/19 deutet sich offenbar eine große Überraschung an. Wie die "Bild-Zeitung" erfahren haben will, soll die "Telekom"
entsprechende Rechte erworben haben und will über sein kostenpflichtiges "EntertainTV" alle Spiele live übertragen.


ARD-Sender dürfen weniger Spiele live zeigen

Noch bis Juni 2018 liegen die Exklusiv-Rechte bei der ARD, danach könnte es einen Einschnitt geben. Zwar sollen die sogenannten Dritten Programme wie der WDR
und der MDR weiterhin Spiele live zeigen dürfen, aber offenbar nur noch zwei bis drei pro Spieltag. Immerhin: Die Highlight-Rechte sollen bei der ARD bleiben. In
welcher Form die "Telekom" alle 380 Spiele einer Drittliga-Saison zeigen will, ist noch nicht bekannt.

Offizielle Bestätigung steht noch aus

Ebenso offen ist die Frage, inwiefern sich die Fernsehgelder für die Vereine erhöhen. Zum Vergleich: Bislang zahlt die ARD für die TV-Rechte jährlich 12,8 Millionen Euro,
sodass jeder Verein in der aktuellen Saison genau 711.111 Euro erhählt (U23-Teams bleiben beim TV-Geld außen vor). In der Hinrunde wurden 118 der 190 Spiele live
gezeigt, was somit eine Quote von 62 Prozent bedeutet. Gewinnt die "Telekom" nun tatsächlich den Poker um die TV-Rechte der 3. Liga, hätten sie neben der
Basketball-Bundesliga (BBL) und der Deutschen Eishokey-Liga (DEL) bereits das dritte attraktive Sport-Paket im Angebot. Eine offizielle Bestätigung seitens des DFB oder
der "Telekom" steht unterdessen aber noch aus.


1. FC Magdeburg: Pläne für bessere Stadion-Statik bis Mai




25.01.2017

Zitat:



Wie kann die Statik der MDCC-Arena gewährleistet werden? Auf die Antwort müssen Fans des 1. FC Magdeburg noch warten.

Magdeburg (cb/mh) l Für die Fußball-Fans des 1. FC Magdeburg gilt nach wie vor ein Hüpfverbot in der MDCC-Arena. Magdeburgs Stadtverwaltung will bis spätestens
Mai einen Vorschlag vorlegen, wie die Statikprobleme gelöst werden können. Dann soll auch bekanntgegeben werden, mit welchen Kosten zu rechnen ist. Im Sommer
soll Magdeburgs Stadtrat darüber entscheiden.

Bis dahin soll eine Fachfirma prüfen, wie das Stadion des 1. FC Magdeburg hüpffest gemacht und die Standsicherheit gewährleistet werden kann. Zwei Varianten
wurden Vereinsfunktionären und Vertretern der Fußball-Fans nichtöffentlich vorgestellt. Die Planer seien informiert, dass sich Fans im Block  U eine Stehplatztribüne
wünschen, teilt die Pressestelle der Stadt mit. Ob und wie diese zu einem späteren Zeitpunkt gebaut werden könnte, werde ebenfalls untersucht. Aktuell sei kein
Umbau zu einer Stehplatztribüne geplant.

Das Hüpfverbot für die Fan des 1. FC Magdeburg gilt seit November 2016. Seinerzeit war das FCM-Stadion für 31 Millionen Euro gebaut worden.


1. FC Magdeburg: Zingerle macht’s




26.01.2017

Zitat:


Der 1. FC Magdeburg geht überraschend mit einer neuen Nummer eins in die Rückrunde. Leopold Zingerle (22) löst Jan Glinker (33) ab.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Mit Spannung ist die Entscheidung von FCM-Trainer Jens Härtel erwartet worden, wer als Nummer eins beim Rückrundenauftakt der 3. Liga
bei Fortuna Köln am Sonnabend (Südstadion, 14 Uhr, live in WDR und MDR) im Tor stehen wird. Härtel selbst hatte diese Diskussion Ende des vergangenen Jahres
entfacht, als er betonte, dass das Duell zwischen dem bisherigen Stammkeeper Jan Glinker und Herausforderer Leopold Zingerle in der Wintervorbereitung wieder
völlig offen sei.

Gestern um 13 Uhr teilte Härtel vor dem Training seine Entscheidung den beiden Konkurrenten in einem persönlichen Gespräch mit. Zingerle wird als neue Nummer
eins in die Rückrunde gehen und Glinker damit ablösen. „Die Nummer eins ist die Nummer eins“, betonte der Coach und bezog sich auch auf die Trikotnummern.
Da trägt Zingerle bereits die „1“.

Zingerle muss sich beweisen

Zusammen mit Co-Trainer Ronny Thielemann und Torwarttrainer Matthias Tischer hatte sich Härtel zuvor intensiv beraten. Die Vorbereitung habe dabei nicht den
Ausschlag gegeben, da sich beide zuletzt gut präsentiert hätten. „Das Torwartspiel hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Torhüter werden sehr früh unter
Druck gesetzt. Leopold ist mit dem linken und dem rechten Fuß stark und diesbezüglich sehen wir ihn auch deutlich vor Jan.“

Härtel ergänzte, dass man Glinker grundsätzlich keine Vorwürfe machen könne, „weil er das gebracht hat, was wir von ihm erwartet haben“. Auch müsse sich
Zingerle in der neuen Rolle natürlich beweisen. „Es gilt bei uns das Leistungsprinzip. Ein erneuter Wechsel wäre somit nicht völlig ausgeschlossen. Wir gehen aber
davon aus, dass Leopold seine Leistungen aus den Pflichtspielen, die er für uns bisher bestritten hat, bestätigt.“

Verlängerung für Zingerle denkbar

Zingerle präsentierte sich am Mittwochnachmittag natürlich gut gelaunt. „Ich habe mich total gefreut. Das Gespräch ging rund zehn Minuten, und der Trainer
hat seine Entscheidung sachlich begründet. Ich bin froh, dass die Entscheidung gefallen ist, weil ich mir in den vergangenen Tagen viele Gedanken gemacht habe“,
sagte der 22-Jährige. „Es gab ja zunächst keinen klaren Anhaltspunkt, wie sich der Trainer entscheiden wird.“

Nachdem Zingerle jetzt die Nummer eins ist, ist auch eine Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrages wieder ein Thema. „Das habe ich sowieso nicht
ausgeschlossen.“ Allerdings hatte der Keeper zuletzt auch angedeutet, dass er sich mit Abwanderungsgedanken trägt, wenn er weiter auf der Bank sitzen sollte.

Glinker enttäuscht

Der gebürtige Münchner glaubt, dass ihm zugute kommt, dass er viel mitspielt, häufig von den Vorderleuten angespielt wird und der Mannschaft Sicherheit geben kann.

Tief enttäuscht war dagegen Jan Glinker. „So etwas habe ich in 15 Jahren, in denen ich Profifußballer bin, noch nicht erlebt. Nach so einer Hinrunde, die ich
meiner Meinung nach sehr gut gespielt habe und wir Tabellenzweiter sind, werde ich jetzt aus dem Tor genommen. Das hat mich sehr gewundert“, ärgerte sich der
gebürtige Berliner. Und: „Ich muss das jetzt erst mal so hinnehmen.“

Zingerle muss Talent beweisen


Zu seiner weiteren Zukunft und einem möglicherweise kurzfristigen Wechsel wollte der 33-Jährige nichts sagen: „Das ist gerade alles noch zu früh. Fakt ist,
dass ich noch einen Vertrag bis Sommer 2018 habe.“

Genau wie für Glinker gilt es jetzt auch für Zingerle, die Ereignisse rund um die Entscheidung des Trainers erst einmal zu verdauen und sich mental auf die
anstehende Rückrunde vorzubereiten. Für ihn bietet sich jetzt die große Chance, sein Talent über einen längeren Zeitraum auch konstant nachzuweisen.

Hier finden Sie mehr Infos und Videos zum 1. FC Magdeburg.



Fußball: Wo steht der FCM?




25.01.2017

Zitat:

In drei Tagen startet der 1. FC Magdeburg bei Fortuna Köln in die Rückrunde. Wo steht die Mannschaft nach der Vorbereitung?
Von Thomas Juschus ›

■ Die Testspiele: Nach dem 3:1-Erfolg unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Viertligist Viktoria Berlin folgten fünf Spiele ohne Sieg, davon drei in Spanien. Für Ernüchterung sorgte vor allem das 0:2 der vermeintlichen Köln-Startelf am vergangenen Sonnabend bei Regionalligist Energie Cottbus. Beim 2:2 beim VfL Wolfsburg II einen Tag später gab es ebenfalls mehr Schatten als Licht. „Wir stehen erst bei 80 Prozent. Zeit und Bedingungen machen es schwer, bis Köln auf 100 Prozent zu kommen“, sagte Trainer Jens Härtel am Dienstag.

■ Der Kader: Nachdem insbesondere die Vorbereitung im Camp in Spanien durch viele Grippekranke gestört wurde, ist der Kader momentan groß wie lange nicht. Ausnahmen: André Hainault (Hüftbeschwerden) und Niklas Brandt (Knie). Beim Training am Dienstag fehlte auch Ahmed Waseem Razeek (Zeh). Einigen Akteuren fehlt aber nach der holprigen Trainingsphase die körperliche Präsenz und Frische, mit der die Mannschaft insbesondere zum Ende der Hinrunde glänzte und sich mit fünf Siegen in Folge auf den zweiten Tabellenplatz katapultierte.

■ Der Neue: Einziger Winterneuzugang ist bislang der Franzose Charles Elie Laprevotte. Der Mittelfeldspieler kam aus der zweiten Mannschaft des SC Freiburg nach Magdeburg. Beim 90-minütigen Einsatz in Cottbus drängte sich Laprevotte nicht auf. „Da ist noch viel Luft nach oben“, sagte Trainer Härtel. Das Transferfenster ist bis zum 31. Januar geöffnet. Ob der FCM nochmals auf dem Markt aktiv wird, hängt aber wohl maßgeblich davon ab, ob aus dem 26-köpfigen Kader ein Spieler abgegeben werden kann. Kandidaten wie Lukas Novy, Ahmed Waseem Razeek oder auch zwischenzeitlich Steffen Puttkammer gehören aber weiter zum Kader.

■ Das Fragezeichen: Wer steht in Köln im Tor? Jens Härtel hat mit seinen Äußerungen zu Stammtorwart Jan Glinker und Leopold Zingerle den Zweikampf um die Nummer 1 neu entfacht, gleichzeitig aber eine Diskussion ausgelöst, die nicht von allen verstanden wurde. „Es gibt eine Tendenz. Mittwoch informiere ich die Jungs“, kündigte Härtel an. Fakt ist: Glinker hat ein gute Hinrunde gespielt, sich nichts zuschulden kommen lassen. Zingerle war zuverlässiger Vertreter, wenn er gebraucht wurde.

■ Die Ziele: Die offizielle Sprachregelung sind 45 Punkte und damit die sichere sportliche Zukunft für ein weiteres Jahr 3. Liga – 33 Zähler hat der FCM bereits. Den Aufstieg in die 2. Bundesliga hat bisher niemand formuliert. Nach Platz vier zum Ende der Serie 2015/16 und aktuell Tabellenplatz zwei hat die Mannschaft aber eine hohe Erwartungshaltung geschürt – viele Fans träumen schon vom nächsten Aufstieg. „Uns ist schon bewusst, welche Chance die Mannschaft und der Verein in dieser Saison haben. Die wollen wir nicht aus den Augen verlieren. Wir wollen das Maximale erreichen“, sagt Kapitän Marius Sowislo.

■ Der Auftaktgegner: In drei Spielen gegen Fortuna Köln (A: 1:2, H: 1:1, 0:3) ist der FCM bislang sieglos. „Fortuna spielt sehr eklig, sehr robust, für jeden Gegner unangenehm – so wie wir. Es wird darauf ankommen, wer wen mehr beeindruckt“, sagt Abwehrmann Felix Schiller, dem an gleicher Stelle im August 2015 die Achillessehne riss. Der Tabellenzehnte aus Köln gewann seine Liga-Generalprobe am vergangenen Wochenende bei Borussia Mönchengladbachs U 23 (Regionalliga West) mit 2:1.



Fussball: Fahrplan für "Ausgliederung" steht




15.01.2017

Zitat:

Der Fahrplan für die Umstrukturierung des 1. FC Magdeburg steht. Am 19. Februar sollen die Mitglieder über die Zukunft entscheiden.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Der 1. FC Magdeburg will am 19. Februar seine Strukturänderung unter Dach und Fach bringen, um die Zahlungsströme zwischen Verein und
der Stadion- und Sportmarketing GmbH zu harmonisieren. An diesem Tag ist in den Messehallen Magdeburg die entscheidende Abstimmung vorgesehen,
erfuhr die Volksstimme am Sonntag. Der Verein hat zurzeit rund 4000 Mitglieder. Zuvor findet am 31. Januar um 18.30 Uhr in der Einmal-Immer-Lounge
an der MDCC-Arena eine weitere Infoveranstaltung zur Neuausrichtung des FCM statt. Es ist bereits die zweite Veranstaltung des 1. FC Magdeburg zu
diesem Thema. Im Vorfeld können die Mitglieder auf per E-Mail Fragen an den Verein schicken.



Am Sonntag kehrte die Mannschaft nach einem achttägigen Trainingslager an der Atlantik-Küste aus der spannischen Frühlings-Sonne zurück in das
winterliche Mageburg. Bis Mittwoch gab Trainer Jens Härtel seiner Mannschaft frei, dann setzt er die Vorbereitung auf das erste Rückrundenspiel am
28. Januar bei Fortuna Köln fort. Am Sonnabend steht die Generalprobe bei Viertligist Energie Cottbus (Stadion der Freundschaft, 14 Uhr) auf dem Programm.


Sponsoring: Pflege-Firma steht zum Fußballclub





14.01.2017

Zitat:


Die Partnerschaft zwischen Humanas und dem 1. FC Magdeburg ist auf Kritik gestoßen. Die Geschäftsführung bleibt jedoch gelassen.
Von Matthias Stoffregen ›

Magdeburg l Mitte Dezember hat der 1. FC Magdeburg mit dem Colbitzer Unternehmen Humanas einen neuen Hauptsponsor vorgestellt. Die Partnerschaft kostet
Humanas einen niedrigen sechstelligen Betrag. Viel Geld, finden manche Volksstimme-Leser wie Alfons Briza. Sie fragen in Zuschriften, wie es sich ein
Unternehmen aus der Pflegebranche denn leisten könne, den Drittligisten zu sponsern. Sollte es von dem Geld nicht lieber seine Mitarbeiter besser bezahlen?
Die Zeitung hat nachrecherchiert.

Bei Humanas handelt es sich nicht um einen ambulanten Pflegedienst oder Heimbetreiber im klassischen Sinn. Das Unternehmen baut und betreibt Wohnparks in
Sachsen-Anhalt und bietet seinen Bewohnern je nach Bedarf individuelle Pflegeleistungen an. Im Prinzip ist es damit eine Mischung aus Immobilien- und
Pflegeunternehmen. Es generiert seine Einnahmen nicht nur aus Pflege- und Zusatzbeiträgen, sondern auch aus Mieteinnahmen. 2006 haben Ina und Jörg Biastoch
die Firma gegründet – und dabei einen sehr günstigen Zeitpunkt erwischt.

Starkes Firmenwachstum

Weil die Bevölkerung immer stärker altert, wächst seit Jahren der Bedarf an altersgerechtem, barrierefreiem Wohnraum. „Wir waren von unserem Konzept
überzeugt und haben schnell Investoren und Banken für unsere Geschäftsidee begeistern können“, erzählt Jörg Biastoch im Volksstimme-Gespräch. Beschleunigt
wurde das Firmenwachstum nicht nur von der Wohnraum-Nachfrage – in Zeiten niedriger Zinsen ist es für Banken und Privatinvestoren besonders interessant,
Geld in Beton anzulegen.

Inzwischen können die Biastochs auf eine rasante Geschäftsentwicklung zurückblicken: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre haben sie acht Wohnparks im
Norden Sachsen-Anhalts errichten lassen. 170 Beschäftigte zählt das Unternehmen mittlerweile, im vergangenen Jahr lag der Umsatz der Humanas-Gruppe,
die aus einer Bau- und einer Betriebsgesellschaft besteht, bei zehn Millionen Euro.

18 Standorte bis 2021

„Wir sind in unserer Branche deutschlandweit das am schnellsten wachsende Unternehmen gewesen“, erzählt Biastoch. Geht es nach ihm, dann wird die
Entwicklung auch noch ein paar Jahre so weitergehen: „Bis 2021 wollen wir 18 Standorte aufbauen, einen Umsatz von 25 Millionen Euro erwirtschaften und
370 Mitarbeiter beschäftigen.“

Sponsoring betreibt Humanas nicht erst seit Mitte Dezember. „Wir haben bereits vor Jahren angefangen, Vereine in unserer Region zu unterstützen“,
erzählt Jörg Biastoch. Angesichts starker Geschäftszahlen könne sich Humanas dies auch finanziell leisten. „Unsere Sponsoring-Aktivitäten machen gerade
einmal 1,3 Prozent des Umsatzes aus“, betont er.

Auf die Idee, den FCM zu sponsern, sei er nicht von sich aus gekommen. „Ein Freund hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte“, erzählt er. Dass sich
Biastoch darauf einließ, hatte mehrere Gründe. „Uns ist ein gutes Arbeitsklima wichtig“, betont er. „Bei den Veranstaltungen des FCM pflegen wir nicht wie
andere Unternehmen Geschäftskontakte, sondern wir laden Mitarbeiter ein, die sich bei der Arbeit vorbildlich engagiert haben.“

Pfleger erhalten 2252 Euro

Zur Mitarbeiterbindung zählen bei Biastoch auch angemessene Löhne. Eine Pflegefachkraft erhält nach Unternehmensangaben mindestens 2252 Euro monatlich,
wenn sie Vollzeit arbeitet. Hinzu kommen ihm zufolge Zuschläge für Schichtdienste und eine zusätzliche Altersversorgung. Humanas zahlt damit deutlich mehr
als andere Pflegeeinrichtungen. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf Volksstimme-Anfrage mitteilt, verdient eine Pflegefachkraft in der Altenpflege
in Sachsen-Anhalt üblicherweise monatlich 1743 Euro.

Neben Mitarbeiterbindung spielt für die Biastochs beim Sponsoring auch die Fachkräftewerbung eine Rolle. „Wenn wir beim FCM werben, können wir auf unser
Unternehmen aufmerksam machen und vielleicht die ein oder andere Nachwuchskraft anlocken.“ Nicht zuletzt spiele Lokalpatriotismus eine Rolle, „natürlich sind
wir auch Fußballverrückte im positiven Sinne“, sagt er. Mit Blick auf die Kritiker ist ihm auch wichtig zu betonen, dass die Pflegeleistungen nicht teurer sind als
in anderen Einrichtungen. „Wer bei uns Leistungen in Anspruch nimmt, die etwa denen in einer stationären Pflegeeinrichtung entsprechen würden, zahlt etwa
780 bis 800 Euro als Zusatzbeitrag“, berichtet er. Tatsächlich nehmen auch andere Pflegeanbieter um die 1000 Euro als Zusatzbeitrag.

Experte rät zu Transparenz

Bleibt die Frage, ob das FCM-Sponsoring aus Marketing-Sicht geschickt ist. Universitätsprofessor Sebastian Uhrich von der Deutschen Sporthochschule Köln
beschäftigt sich mit Sportsponsoring. „Firmen sollten zunächst überlegen, ob das Sponsoring zu ihrer Strategie und ihrem Image passt“, rät er. „Wenn die Leute
bei einem Fußballverein mit bestimmten Unternehmen nicht rechnen, dann neigen sie eher dazu, sich über das Engagement Gedanken zu machen und der Firma
negative Dinge zuzuschreiben.“ Auch könne es passieren, dass vorbildlich arbeitende Firmen beim Image in Sippenhaft genommen werden, wenn der Ruf der
Branche, in der sie tätig sind, nicht der beste ist.

Uhrich hat dennoch großes Verständnis für das Humanas-Engagement: „Auch für Pflegeunternehmen ist der öffentliche Auftritt sehr wichtig“, betont er.
„Die Unternehmen müssen nur dann darauf achten, dass sie in der Öffentlichkeit klarmachen, warum sie sich engagieren.“


Härtel: „Es gibt einen klaren Fahrplan"




14.01.2017

Zitat:


Einer der Erfolgsgaranten beim Drittligisten 1. FC Magdeburg wartet noch auf seinen neuen Vertrag: Trainer Jens Härtel.
Von Manuel Holscher ›

Novo Sancti Petri l Jens Härtel ist mit dem 1. FC Magdeburg in die 3. Liga aufgestiegen, hat in der vergangenen Saison den Klassenerhalt geschafft und
belegt mit dem Team momentan Rang zwei. Im Volksstimme-Interview spricht der 47-jährige Coach über das Trainingslager, grippegeschwächte Spieler und die 2. Liga.

Volksstimme: Der FCM ist zum dritten Mal in Folge im Trainingslager im spanischen Novo Sancti Petri. Welche Unterschiede gibt es im Vergleich zu den Vorjahren?

Jens Härtel: Die Unterschiede ergeben sich bei den Testspielen. Im ersten Jahr haben wir gegen Cádiz gespielt, im Vorjahr gegen einen unterklassigen Verein.
Diesmal konnten wir Partien gegen den spanischen Drittligisten San Fernando, den Zweitligisten Karlsruher SC und den Liga-Konkurrenten FSV Frankfurt vereinbaren.
Das beeinflusst natürlich auch die Trainingsarbeit. Hinzu kommt, dass wir in diesem Jahr einige grippegeschwächte Spieler haben.

Wie ist die Situation mit den angeschlagenen Spielern?

Das ging schon in Magdeburg los und hat sich in Spanien nahtlos fortgesetzt. Bei den meisten ging es nach ein oder zwei Tagen wieder besser. Sebastian Ernst und
Steffen Puttkammer geht es momentan noch nicht so gut, wir hoffen aber, dass es bald besser wird.

Sie haben 26 Spieler im Kader, bis auf André Hainault sind alle in Spanien dabei. Sind im Winter noch Zu- oder Abgänge geplant?

Ich habe schon viel erlebt. So lange wie das Transferfenster offen ist, kann immer etwas passieren. Niklas Brandt ist beispielsweise mit Knieproblemen angeschlagen.
Bei ihm müssen wir schauen, wie es sich entwickelt. Es kann natürlich auch sein, dass Spieler unzufrieden sind und wechseln wollen. Dann müssten wir noch mal reagieren.


Wäre Aridane Hernández vom FC Cádiz ein Kandidat, der jetzt im Winter kommen könnte?


Das ist völlig ausgeschlossen. Er spielt in der spanischen 2. Liga, warum sollte er in die 3. Liga nach Deutschland gehen? Das ist unrealistisch. Wir haben uns
auch nicht mit ihm beschäftigt.

Welchen Eindruck haben Sie bisher von Neuzugang Charles Elie Laprevotte?

Gegen San Fernando war es in Ordnung, gegen Karlsruhe ist Charles Elie gar nicht ins Spiel gekommen. Er war auch grippegeschwächt, deutet im Training aber an,
was er kann. Erfahrungsgemäß dauert es bei neuen Spielern oft ein bisschen, bis sie unseren Stil verinnerlicht haben. Charles Elie muss die Dinge annehmen,
die wir verlangen, damit er sein fußballerisches Können voll entfalten kann. Dafür werden wir ihm jede Hilfestellung geben.

Er sieht sich selber in der Zentrale, ob defensiv oder offensiv. Wo sehen Sie ihn? Zuletzt durfte er zweimal hinter den Spitzen ran.

Er ist ein Zwischenspieler, hat auf beiden Positionen seine Stärken, ist aber kein klassischer Offensiv- oder Defensiv-akteur. Einen solchen Spieler haben wir gesucht.

Steffen Puttkammer hat vor Weihnachten um die Freigabe im Falle eines Interessenten gebeten? Geht er noch im Winter?

Die Initiative ging von Steffen aus. Er hat gesagt, dass es nicht sein Anspruch ist, zwischen Bank und Tribüne zu pendeln. Es geht bei uns aber um Leistungssport
und in der Hinrunde waren aus meiner subjektiven Trainersicht die anderen einen Tick besser. Deshalb hat er nicht mehr Spielzeit bekommen.

Auch Ihr Vertrag läuft aus. Verlängern Sie und wenn ja, wann?

Es gab einen klaren Fahrplan, der auch kommuniziert wurde. Daran hat sich nichts geändert. Wir haben gesagt, dass wir uns im Winter zusammensetzen,
und der Winter dauert ja noch etwas. Es kann aber auch ganz schnell gehen. Ich will zwar nicht vorgreifen, bin aber bezüglich der Verlängerung guter Dinge.

Es gibt auch viele Argumente, die für eine Verlängerung sprechen.

Man darf das aber nicht nur vom Tabellenplatz abhängig machen. Der Schlüssel für einen Verein ist immer, dass er sich weiterentwickelt. Stillstand ist Rückschritt.
Ich denke, dass der FCM gut aufgestellt ist und seine Hausaufgaben gemacht hat.

In der 3. Liga belegt der FCM den zweiten Tabellenplatz. Ist das eher Chance oder Hypothek?

Wenn man sieht, dass wir nach sechs Spieltagen im Tabellenkeller waren und alles infrage gestellt wurde, dann ist die Situation jetzt im Vergleich sehr entspannt.
Es ist kein Druck da, alles ist positiv. Wir genießen das und wollen weiterhin in der Situation bleiben, in der wir jetzt sind.

Was ist in dieser Saison für den 1. FC Magdeburg möglich?

In der 3. Liga ist vieles möglich. Wichtig ist, dass wir uns nicht verrückt machen lassen. Eine Prognose abzugeben, ist schwierig.
Als Tabellenzweiter möchte man aber eher nach oben schauen.

Welche Spieler haben noch Nachholbedarf?

Die Spieler, die grippegeschwächt waren oder sind, haben natürlich Nachholbedarf. Bei ihnen ist einiges verloren gegangen, das sie wieder aufholen müssen.
Die Physis spielt gerade in der 3.Liga eine große Rolle.

Die Wintervorbereitung ist wie im Vorjahr sehr kurz? Zu kurz?

Für einen Trainer ist die Vorbereitung immer zu kurz. Optimal wäre es gewesen, wenn die Jungs noch eine Woche länger Zeit zum Regenerieren gehabt hätten und
danach fünf bis sechs Wochen Vorbereitung. Das gibt der Zeitplan aber nicht her. Wir sind aber froh, dass es in Deutschland überhaupt noch eine Winterpause
gibt und wir nicht durchspielen müssen.



Fußball: FCM verliert ersten Test




11.01.2017

Zitat:


Der 1. FC Magdeburg hat im ersten Trainingslager-Testspiel gegen CD San Fernando mit 3:4 (2:2) verloren.

Novo Sancti Petri (mo/ju) l Das erste Testspiel im Rahmen des Trainingslager in Spanien hat der 1. FC Magdeburg verloren. Der Tabellenzweite der 3. Liga
unterlag am Mittwoch auf dem Trainingsplatz in Novo Sancti Petri dem spanischen Drittligisten CD San Fernando mit 3:4 (2:2). Felix Schiller (16. Minute),
Maurice Exslager (37.) und Marius Sowislo (52.) erzielten die Treffer für die Blau-Weißen. Espinar erzielte in der 79. Minute den Siegtreffer für die Spanier.

Im Tor der Magdeburger stand Lukas Cichos, der wie Moritz Sprenger komplett durchspielte. Ansonsten tauschte Trainer Jens Härtel in der zweiten Halbzeit
komplett. Nicht dabei waren Steffen Puttkammer, Sebastian Ernst (beide Grippe) und Nils Butzen (Handbruch). Am Donnerstag testet des FCM ein zweites
Mal, dann in Estepona gegen den Zweitligisten Karlsruher SC.


Jens Härtel Vertragsverlängerung nach dem Trainingslager?





11.01.17

Zitat:



Novo Sancti Petri -

Seit Wochen spekulieren die FCM-Fans in den Internet-Foren: Wer bleibt, wer geht - und vor allem: Was passiert mit Erfolgscoach Jens Härtel? 16
Spielerverträge laufen zum Saisonende aus, am wichtigsten scheint Anhängern und Offiziellen des 1. FC Magdeburg aber die Trainerpersonalie.

Denn auch Härtels Arbeitspapier endet am 30. Juni 2017. Noch zum Jahreswechsel verkündete Geschäftsführer Mario Kallnik in der MZ: „Wir befinden uns
bereits seit zwei Monaten in Gesprächen und haben gemeinsam einen klaren Fahrplan umrissen.“ Seine unmissverständliche Botschaft damals: „Wir wollen
mit Jens Härtel weiterarbeiten und würden uns sehr freuen, wenn das funktioniert.“

Jens Härtel zur Vertragsverlängerung: "Es kann alles ganz schnell gehen"

Nun meldete sich Härtel selbst via Bild-Zeitung zu Wort und erklärte: "Obwohl wir sportlich im Fahrwasser sind, war bisher nicht der Zeitpunkt, um sich zu
entscheiden." Doch Unruhig müssen die FCM-Fans wohl nicht werden, so lässt der 47-Jährige bereits durchklingen, dass es nach dem Trainingslager im
spanischen Novo Sancti Petri schnell gehen könnte. Bis Sonntag, 15. Januar, sind die Blau-Weißen dort noch vor Ort. "Das warten wir jetzt erst mal ab,
danach kann alles ganz schnell gehen. Es gibt nichts was gegen Magdeburg spricht", so Härtel. Auch andere Angebote gebe es nicht.

Der Trainer möchte seine Mannschaft auf die Rückrunde in der dritten Liga vorbereiten, bevor er sich um sich selbst kümmert. Auch das hatte Kallnik
bereits vor dem Jahreswechsel angekündigt: "Der Trainer will erst einmal gut die Vorbereitung durchstehen und dann gut in die ersten Spiele reinkommen“,
erzählt der Manager und sagt: „Das ist ein Zeitrahmen, mit dem wir leben können.“

In Magdeburg träumen sie nach einer überragenden Hinrunde und dem zweiten Tabellenplatz vom Aufstieg in die zweite Liga. (cbo/mz)
– Quelle: http://www.mz-web.de/25519002 ©2017


Fußball: FCM mal wieder dran, Germania will Hattrick




05.01.2017

Zitat:

Am Freitag ab 17 Uhr wird in der Hermann-Gieseler-Halle die 17. Auflage des Hallenfußballturniers um den Kroschke-Cup ausgespielt.
Von Hans-Joachim Malli ›

Magdeburg l Zehn Mannschaften aus der Region spielen um den Pokalsieg. Oberligist Germania Halberstadt strebt nach den Erfolgen 2015 und 2016 den
Titelhattrick an, muss sich in der Vorrundengruppe B mit Ligakonkurrent FSV Barleben, dem MSV Börde, MSC 1899 Preussen und TuS 1860 Magdeburg auseinandersetzen.

Gastgeber 1. FC Magdeburg, der in der Gruppe A auf den SV Fortuna, VfB Ottersleben , die FCM-Traditionsmannschaft und den SSV Besiegdas trifft, hofft,
nach achtjähriger Pause am Ende endlich wieder einmal ganz vorn zu stehen. Heiner Laugisch, langjähriger Cheforganisator der vergangenen Turniere,
machte schon kurz nach der Auslosung noch im alten Jahr keine Mördergrube aus seinem Herzen, meinte: „Ich hoffe, dass der Club endlich einmal wieder den Cup gewinnt.“

Ob ihm die Schützlinge von FCM-Trainer Jens Härtel bei ihrem einzigen Hallenauftritt den Gefallen tun, bleibt abzuwarten. Der 47-Jährige ist ohnehin
kein Anhänger des Hallenfußballs, vielmehr ist das Turnier um den Kroschke-Cup ein lästiger Pflichttermin, bei dem manch etablierter Stammspieler nur Zuschauer ist.
Andererseits ist das Turnier der einzige Termin der Wintervorbereitung vor eigenem Publikum. Am Sonnabend testen die Härtel-Schützlinge noch beim
FC Viktoria Berlin (14 Uhr, Stadion Lichterfelde), bleiben anschließend gleich in der Bundeshauptstadt, um Sonntagfrüh von Tegel aus ins Trainingslager
nach Andalusien zu fliegen.

Um 17.41 Uhr steigen die Blau-Weißen in den Kroschke-Cup ein, treffen in ihrem ersten Gruppenspiel auf den SV Fortuna Magdeburg. Erstmals nimmt auch die
Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg am Turnier teil. Christian Beer, Frank Siersleben, Christian Prest, Dirk Hannemann und Co werden für den Club auflaufen,
sind einen Tag später schon wieder beim Hallenturnier in Aschersleben aktiv.

Neben dem Turniersieger werden auch wieder der beste Spieler, beste Torschütze und der beste Torhüter gesucht und geehrt.

Die Tageskasse an der Gieselerhalle öffnet heute um 16 Uhr, dann ist auch Einlassbeginn für das Hallenturnier, welches offiziell um 17 Uhr beginnt. Die Tickets
kosten acht Euro, ermäßigt sechs Euro. Ermäßigung erhalten Schüler, Studenten, Rentner, ALG-II-Empfänger, Schwerbehinderte sowie Mitglieder und
Dauerkarteninhaber des 1. FC Magdeburg.



Fußball: FCM-Neuzugang Laprevotte gibt gleich Gas





05.01.2017

Zitat:

Mit Neuzugang Charles Elie Laprevotte, aber ohne Nils Butzen startete Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg am Mittwoch in die Rückrunde.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l 24 Spieler nahmen vormittags am Laktat-Test teil, der unter der bewährten Leitung von Dr. Mathias Neumann stand und den Fitnesszustand des
jeweiligen Akteurs ermittelt.

Überraschend nicht dabei war Nils Butzen. Der 23-Jährige hatte sich in Ischgl (Österreich) im Skiurlaub beim Rodeln die rechte Mittelhand gebrochen. Trainer
Jens Härtel: „Ärgerlich, aber solche Dinge passieren. Tobias Schwede hatte sich in der Vorbereitung dieselbe Verletzung zugezogen.“ Der Coach hält nichts
davon, den Spielern Skiurlaub generell zu untersagen: „Mit Verboten ist das immer so eine Sache.“ Und: „Ich bin selber leidenschaftlicher Skifahrer, kann die
Jungs irgendwie verstehen.“

Dafür konnte er seinen Neuzugang begrüßen – Charles Elie Laprevotte. Der gebürtige Franzose ist nach Florian Kath der zweite Spieler vom SC Freiburg.
„,Flo‘ hat mir schon viel Positives erzählt. Ich bin sicher, den richtigen Schritt gemacht zu haben“, sagte der 24-Jährige in gut verständlichem Deutsch.

Laprevotte, der die Nummer 23 trägt, weiter: „Magdeburg hat sich schnell in der 3. Liga etabliert und eine Menge Potenzial. Sie sind kompakt, robust,
läuferisch stark – genauso muss man spielen, um erfolgreich zu sein. Live habe ich sie auch schon einmal gesehen – beim 1:0 im Derby gegen Halle.“

Der Neuzugang fühlt sich nach eigener Aussage im defensiven Mittelfeld am wohlsten, möchte die dreiwöchige Vorbereitung nutzen, um sich anzubieten,
und weiß, dass er „vorm gegnerischen Tor noch kaltschäuziger werden muss“. Den zweiten Platz will er indes nicht überbewerten, denkt dabei an seine
Ausleihzeit bei Preußen Münster zurück: „Da standen wir auch lange oben und sind dann abgesackt.“

Auf alle Fälle stößt der Neue auf harte Konkurrenz. Denn bis auf Butzen und André Hainault (Hüftprobleme) sind wieder alle Spieler einsatzbereit. So auch
Mittelfeld-Routinier Gerrit Müller („Mir geht es sehr gut, ich bin jetzt auf einem anderen Leistungsniveau und will angreifen“), Abwehrrecke Moritz Sprenger
(„Es ist alles wieder o. k. Ich habe keine Meniskusbeschwerden mehr“) oder Linksverteidiger Michel Niemeyer („Eine Maske ist nicht mehr nötig. Nach einer
extrem unglücklich verlaufenen Hinrunde, bei der ich manchmal schon ins Grübeln gekommen bin, will ich jetzt vor allem eins – gesund bleiben“).

Voller Tatendrang sind auch Felix Schiller („Der Trip nach New York über Weihnachten war megageil, aber jetzt hoffe ich auf eine verletzungsfreie Vorbereitung“)
und Christian Beck: „Die kurze Pause tat ganz gut. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngs- te ... Nun konzentrieren wir uns voll auf Fortuna Köln. Mit denen
haben wir ja noch mehr als eine Rechnung offen.“

Weitere Informationen: http://www.volksstimme.de/fcm


Fußball: Es geht wieder los




04.01.2017

Zitat:



Mit Neuzugang Charles Elie Laprevotte startet der 1. FC Magdeburg am heutigen Mittwoch in die Vorbereitung auf die Rückrunde in der 3. Liga.
Von Thomas Juschus ›

Magdeburg l Seit Montag ist Trainer Jens Härtel zurück an seinem Arbeitsplatz, schmiedet zusammen mit Co-Trainer Ronny Thielemann in seinem
Arbeitszimmer im „Bauch“ der MDCC-Arena Pläne für die Rückrunden-Vorbereitung des 1. FC Magdeburg. Zum Auftakt trifft sich der Kader heute zum
Laktattest in der Laufhalle am Olympiastützpunkt, ehe am Nachmittag die erste Trainingseinheit ansteht.

Nach der Teilnahme am Kroschke-Cup am Donnerstag (Gieselerhalle, ab 17 Uhr) sowie einem Testspiel am Sonnabend beim Regionalligisten Viktoria Berlin
(Stadion Lichterfelde, Anstoß 14 Uhr) reist die Mannschaft am Sonntag in aller Frühe mit dem Flieger nach Malaga, um die letzten rund 200 Kilometer bis
zum Ziel in Novo Sancti Petri mit dem Bus zurückzulegen. Im kleinen Ort an der Atlantikküste unweit von Cadiz herrschen derzeit frühlingshafte
Temperaturen mit bis zu 20 Grad.

Bei Sonne, Strand und Palmen legt der FCM mit bis zu drei Trainingseinheiten am Tag schon zum dritten Mal in Folge die Grundlagen für die zweite Saisonhälfte.
„Dazu gehören auch die physischen Dinge wie Kondition, Kraft und Athletik. Natürlich werden wir auch taktisch arbeiten und einige Dinge verfeinern.
Und natürlich das eine oder probieren. Dazu ist Vorbereitung auch immer da“, sagte Härtel.

Einziger Neuer im Kader ist der Franzose Charles Elie Laprevotte, den der FCM bis zum 30. Juni 2018 vom SC Freiburg II verpflichtet hat und der den
Konkurrenzkampf im Mittelfeld anheizen soll. „Ein neuer Spieler verursacht automatisch immer ein bisschen Reibung, da gilt es für alle, sich neu zu orientieren.
Damit sind wir bisher gut gefahren“, sagte Härtel. Den 24-Jährigen, der in der vergangenen Saison als Leihspieler bei Preußen Münster seine Drittliga-Reife bewies,
sieht Härtel als „Zwischenspieler“. „Laprevotte ist kein reiner Sechser, aber auch kein reiner Zehner. Eher ein Achter. Wir haben schon in puncto Ballsicherheit
und Kreativität auch gute Spiele gemacht, aber nicht durchgängig. Er bringt aufgrund seiner Ausbildung in Frankreich und Freiburg gute Voraussetzungen mit,
hat auch starke physische Grundlagen“, sagte Härtel.

Nicht mit ins Trainingslager nach Spanien reist dagegen André Hainault, dessen Verletzungsmisere genau vor einem Jahr dort begann und der seitdem nur noch
zwei Punktspiele für den FCM bestreiten konnte. Seit Mitte September laboriert Hainault, der in diesen Tagen mit seiner Frau Catherine sein zweites Kind erwartet,
an einer Verletzung an der Hüfte. „Es gibt nach wie vor keine Besserung. Das hatten wir anders erwartet“, erklärte Härtel.

Alle anderen 25 Spieler aus dem Kader – auch die zwischenzeitlich als Abgänge gehandelten Steffen Puttkammer, Lukas Novy und Ahmed Waseem Razeek – werden
dagegen am Sonntag mit in den Air-Berlin-Flieger steigen. Änderungen im Kader sind aber weiterhin möglich, zumal das Tranferfenster bis zum 31. Januar geöffnet ist.
Eine weitere Vergrößerung des Kaders dürfte aber unwahrscheinlich sein.

Sportlich geht es in der Rückrunde, die für den FCM am 28. Januar mit dem Auswärtsspiel bei Fortuna Köln beginnt, darum, die gute Ausgangsposition zu verteidigen.
Mit 33 Punkten stehen die Blau-Weißen zwei Punkte hinter Zweitliga-Absteiger MSV Duisburg auf dem zweiten Platz – einem direkten Aufstiegsplatz. Die 2. Bundesliga
ist aber in Härtels Gedankenwelt noch ganz weit weg. „Es war trotz aller Widrigkeiten hintenraus eine gute Halbserie. Die 33 Punkte kann uns keiner nehmen.
Dass jetzt Träumereien aufkommen, kann ich nicht verhindern. Das hat für uns aber nicht Priorität. Priorität hat für uns das erste Punktspiel gegen Fortuna Köln.“
Und dafür wird ab heute gearbeitet.



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