MDFF - das Magdeburger Fussballforum

Presse Nov. 2016

Fußball: Sowislo nach Tor des Tages vom Platz




28.11.2016

Zitat:


Marius Sowislo vom 1. FC Magdeburg avancierte trotz Platzverweis zum Matchwinner gegen den HFC.
Von Thomas Juschus ›

Magdeburg l Während seine Mitspieler noch in die warme Kabine hasteten, betrat FCM-Kapitän Marius Sowislo schon frisch geduscht die Mixed-Zone
und stand den wartenden Journalisten Rede und Antwort – gut gelaunt, trotz Platzverweis. Denn dank seines verwandelten Foulelfmeters aus der neunten
Minute verließ der FCM nach einer Abwehrschlacht nicht unverdient als 1:0 (1:0)-Sieger vom Platz.

Äußerlich ganz cool ging der 34-Jährige zum Punkt, schickte HFC-Keeper Fabian Bredlow in die falsche Ecke und traf zum Tor des Tages.
„Zweifel habe ich nie - mein Leben lang noch nicht. Natürlich war ich mir der Verantwortung bewusst, aber der stelle ich mich gern“, sagte der Kapitän.

War der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Patrick Ittrich nach einem Gezerre zwischen Florian Kath und Stefan Kleine-heismann aus Sicht des HFC umstritten,
so sorgte die Gelb-Rote Karte (73.) für Sowislo für Diskussionen beim Club. „Der Kontakt war da, es sieht auch blöd aus, aber ich bin nicht als unfairer Spieler
bekannt. Es tut mir leid, dass ich der Mannschaft die letzte Viertelstunde nicht helfen konnte. Aber sie haben das auch ohne mich sehr gut gemacht“,
lobte Sowislo seine Kollegen, die nach Gelb-Rot gegen Halles Royal-Dominique Fennell (85.) in der Schlussphase wieder numerische Gleichzahl auf dem Feld erreichte.

Halles Rico Schmitt haderte nicht nur mit dem Elfmeterpfiff, hatte auch gegen den früh verwarnten Jan Löhmannsröben schon einen Platzverweis ausgemacht.
„Die Schiedsrichter-Entscheidungen waren ein Skandal. Dass das Spiel durch die Spielleitung mit entschieden wird, hatte das Derby nicht verdient“,
grollte der HFC-Trainer, um aber trotzdem dem FCM fair zum Derbysieg zu gratulieren.


Fußball: Schunkeln statt Hüpfen




28.11.2016

Zitat:


Beim Sachsen-Anhalt-Derby gegen den Halleschen FC mussten die Fans des 1. FC Magdeburg erstmalig stillstehen.
Von Jörn Wegner ›

Magdeburg l Nichts wackelt, nichts knackt. Beim Sachsen-Anhalt-Derby am Sonnabend in der MDCC-Arena im Magdeburger Osten erleben die Fans des
FCM und des Halleschen FC eine Premiere: Erstmals darf im Stadion nicht gehüpft werden, zumindest nicht alle gleichzeitig und rhythmisch. Das
Hüpfverbot war ein Kompromiss zwischen Oberbürgermeister Lutz Trümper (parteilos) und dem FCM. Trümper hatte zuvor ein komplettes Geisterspiel
angeordnet, denn das Hüpfen auf den Rängen führe zu statischen Problemen.

Ohnehin ist das Spiel etwas Besonderes. Es ist das erste nach dem Tod des FCM-Fans Hannes S., bei dem die Erzrivalen aus Magdeburg und Halle aufeinandertreffen.
Für einen emotionalen Moment noch vor Anpfiff sorgt Hannes’ Bruder Christoph mit einer bewegenden Rede: „Stell dir vor, du glaubst nicht an ein Leben nach dem
Tod, aber du wünschst es dir so sehr.“ Sätze wie diese sorgen für absolute Ruhe im Stadion.

Alle, die bislang noch gesessen haben, stehen nun. FCM-Fans halten ihre blau-weißen Schals in die Luft. Beifall für Christoph S. gibt es am Ende auch von den
wenigen nach Magdeburg angereisten Halle-Fans. „Wir schreien unser Team zum Sieg. Aber ohne dabei den Gegner zu beleidigen, ohne ihn anzugreifen, ohne
ihn zu verletzen“, sagt Hannes’ Bruder zum Schluss seiner Rede. Zur Unterstützung der Familie übergibt die Fanhilfe Magdeburg einen Scheck in Höhe von
knapp 2000 Euro. Fans hatten die Spenden gesammelt.

Der Sieg gehört am Ende dem FCM, das entscheidende Tor fällt nur wenige Minuten nach Anpfiff. Auf den Rängen, auch im Block U, wo die Zuneigung zum
Verein immer noch ein Stück intensiver ist, bleibt es trotz Hüpfverbot nicht bewegungslos. Beim Wechselgesang zwischen den Blöcken, wo traditionell gehüpft
wird, weichen die Fans auf horizontale Bewegung aus: Es wird geschunkelt. „Aktuell ist hier alles sicher“, sagt Stadionsprecher Torsten Rode durch.
Zuvor beeindruckt Block U durch eine Transparent-Choreographie: „Ihr habt zwei Wochen Zeit, uns ein neues Stadion zu bauen“,
„Stadion kaputt, danke Merkel!“ oder auch „Otto hüpft in Block U“, steht auf den Bändern. „Heute wird Rabatz gemacht, bis die ganze Bude kracht“ – an die
Drohung auf einem der Transparente hat sich dann allerdings niemand gehalten. Nach dem Spiel spricht die Polizei ein großes Lob an die Fans aus.
Nicht eine Störung habe es gegeben.

Schon vor dem Anpfiff hatten die Fans deutlich gemacht, dass sie sich ans Hüpfverbot halten werden. „Besser nicht hüpfen, als das ganze Stadion zu sperren“,
sagt etwa Jonas Beiler aus Magdeburg. „Ich finde das total in Ordnung. Nur schade, dass es erst so kurz vor dem Spiel bekannt geworden ist“, sagt FCM-Fan
Thomas Michna aus Schönebeck. Dass aber überhaupt ein Stadion mit diesen Problemen gebaut werden konnte, sei ein Skandal, so die verbreitete Meinung
der Fans. Vor allem zufriedene Gesichter sind nach Abpfiff an den Ausgängen des Stadions zu sehen. Aber die Atmosphäre, so der Tenor der Fans, habe unter
dem Hüpfverbot gelitten. „Die Stimmung kommt einfach nicht rüber“, sagt einer. Warum sich trotzdem fast alle an das Verbot gehalten haben?
„Der Club geht vor. Die Gemeinschaft ist da.“

An das Hüpfverbot müssen sich die Stadionbesucher wohl gewöhnen – solange, bis die Statik-Probleme durch das im Dezember erwartete Gutachten endgültig
genau benannt sind und dann für Abhilfe gesorgt werden kann. Nach dem Spiel gab FCM-Manager Mario Kallnik einen Blick in die Zukunft:
„Die Arena ist sicher, solange die Fans nicht rhythmisch hüpfen. Hüpfen wird es hier nie wieder geben. Das muss man einfach wissen.“


Hüpf-Problem in der MDCC-Arena So machen sich Dynamo- und HFC-Fans über den FCM lustig




Zitat:



Dresden -

Das kam schon fast mit Ansage: "Wer nicht hüpft ist Magdeburger, hey, hey" schallte es am Samstagmittag durch die Dresdener Fußball-Arena. Der K-Block,
die Fankurve des Zweitligisten Dynamo, macht sich über die Stadion-Probleme des Rivalen aus Sachsen-Anhalt lustig.

Der Drittligist 1. FC Magdeburg hatte am Donnerstag zunächst einen Zuschauerausschluss für das Derby gegen den Halleschen FC angekündigt,
nachdem die Stadt das Stadion wegen Statik-Problem schließen lassen wollte. Hintergrund des Problems sollen die hüpfenden Fans des FCM sein,
die den Beton der erst zehn Jahre alten Arena in zu starke Schwingungen bringen.

Erst am Freitag hatten sich Stadt und Verein schließlich doch auf ein Maßnahmenpaket einigen können, die Fans müssen nun gegen den HFC auf
Hüpfeinlagen verzichten. Die rund 300 mitgereisten HFC-Fans ließen es sich natürlich trotzdem nicht nehmen, im Gästeblock geschlossen zu hüpfen
und dabei "Wer nicht hüpft der ist ein Bauer" anzustimmen.

Die Magdeburger Fans ihrerseits nahmen das Problem nach dem Anpfiff mit mehreren Spruchbändern aufs Korn. So hieß es unter anderem:
"Ihr habt zwei Wochen Zeit, uns ein neues Stadion zu bauen" oder auch "wer billig baut, baut zweimal". (mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/25173580 ©2016


Derby in Magdeburg Ein Elfmeter und zwei Platzverweise: FCM bezwingt den HFC!






Zitat:


Magdeburg -

Derbysieg für den 1. FC Magdeburg!
Die Blau-Weißen haben das Drittligaduell mit dem Halleschen FC am Samstagnachmittag vor 19.235 Zuschauern für
sich entschieden. Kapitän Marius Sowislo sorgte mit einem frühen Elfmeter für den Treffer des Tages. Beide Mannschaften beendeten die Partie jeweils nur mit zehn Akteuren.

Personalien

FCM-Coach Jens Härtel hat seine Mannschaft auf zwei Positionen verändert. In der Abwehr musste Steffen Puttkammer trotz seines Tores gegen Großaspach weichen.
Für ihn steht Christopher Handke in der Startelf. Nico Hammann rückt wieder ins Abwehrzentrum, Felix Schiller komplettiert die Dreierkette.
Vorne ersetzt Julius Düker den rotgesperrten Christian Beck.

Überraschung beim HFC: Petar Sliskovic darf von Anfang an stürmen. Der schon als Fehleinkauf abgestempelte Zugang muss sich im Derby beweisen.
Der bisherige Angriffs-Alleinunterhalter Benjamin Pintol rückt nach hinten.

1.Halbzeit

Das Derby begann mit einer unfassbar emotionalen Rede von Christoph Schindler, dem Bruder des verunglückten FCM-Fan Hannes. Seine rührenden Worte wurden
von Fans beider Lager mit großem Applaus gewürdigt.

Nach neun Minuten ging der FCM bereits in Führung: HFC-Verteidiger Stefan Kleineheismann brachte den Magdeburger Angreifer Florian Kath im Strafraum zu Fall.
FCM-Kapitän Marius Sowislo verwandelte den Strafstroß zur frühen Führung.

Der HFC erwischte einen Schlaf-Start. Wer dachte, die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt würde nach zehn Partien ohne Pleite mit breiter Brust auftreten,
wurde zunächst enttäuscht. Der FCM dominierte das Spiel - und erarbeitete sich weitere gute Gelegenheiten.

Nach 20 Minuten erwachte der HFC. Die Schmitt-Elf suchte den Weg nach vorn. Doch Magdeburgs Abwehrverbund stand genau so sicher wie der des HFC.
Gefährlicher wurde es nur, als HFC-Offensivmann Benjamin Pintol und sein FCM-Gegenspieler Tarek Chahed aneinandergerieten. Sie plusterten sich auf.
Sie tauschten unschöne Worte aus. Doch dann konnte es weitergehen.

Besonders erstaunlich: Der FCM spielte den besseren Fußball. Natürlich: Auf schwer bespielbarem Boden wurde vordergründig gebolzt. Die seltenen schönen
Kombinationen hatten aber die Hausherren zu verzeichnen. Beck-Ersatz Julius Düker machte einen starken Job, sicherte die Bälle und war stets anspielbar.

Der HFC hatte zwei aussichtsreiche Kontermöglichkeiten. Doch einmal Sliskovic und einmal Pintol verloren den Ball leichtfertig. Einen Kopfball von
Royal-Dominique Fennell konnte FCM-Keeper Jan Glinker nach 35 Minuten parieren.

Danach wurde das Derby zum Kartenfestival. FCM-Coach Härtel wechselte Jan Löhmannsröben gelbbelastet aus. Sein Ersatmann Niklas Brandt ssah kurz
darauf allerdings ebenfalls Gelb. Genau wie HFC-Kapitän Klaus Gjasula und Magdeburgs Tarek Chahed.

Die Halbzeitführung des FCM hatte bis zur Pause Bestand.

2. Halbzeit

Auch nach der Pause das gleiche Bild: Der FCM besser. Die jungen Wilden um Sebastian Ernst, Florian Kath und Julius Düker wirbelten die hüftsteife
HFC-Abwehr durcheinander. Wenngleich der Abschuss ungenügend war .

Die beste Gelegenheit vergab Fabian Baumgärtel nach einer Stunde. Er knallte einen Freistoß aus 20 Metern in die Mauer. Kurz darauf entschärfte Keeper Glinker
einen scharfen Flugkopfball von Royal-Dominique Fennell.

Der FCM geriet unter Druck. Halle riss das Spiel nun an sich. Nach 73 Minuten der Schock für Magdeburg: Kapitän Marius Sowislo flog nach einem Zweikampf mit
Klaus Gjasula mit Gelb-Rot vom Platz. Es war eine umstrittene Entscheidung.

Nach 80 Minuten hatte Keeper Glinker reichlich Glück: Er traf den Ball nicht richtig, sein katastrophaler Querschläger wurde vom HFC aber nicht genutzt.

Nach 86 Minuten flog dann Royal-Dominique Fennell vom Platz. Erst nach einem Foul seine zweite gelbe Karte des Tages und ging mit Gelb-Rot vorzeitig duschen.

Mit zehn Akteuren auf beiden Seiten passierte in der Schlussphase nicht mehr viel. Und der FCM durfte den Derbysieg bejubeln!
1.FC Magdeburg 1:0 Hallescher FC


1.FC Magdeburg: Glinker - Handke, Hammann, Schiller - Löhmannsröben (37. Brandt), Sowislo - Chahed, Ernst (70. Farrona Pulido), Schwede - Düker (75. Puttkammer), Kath
Hallscher FC: Bredlow - Schilk, Kleineheismann (84. Müller), Franke, Baumgärtel - Fennell, Gjasula - Pintol, Pfeffer (74. Röser), Lindenhahn - Sliskovic (60. Aydemir)
Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)
Tore:1:0 Sowislo (9.)
Gelbe Karten: Löhmannsröben (22.); Chahed (39.); Brandt (43.); Sowislo (57.)/Gjasula (42.); Pintol (65.)

Gelb-Rot: Sowislo (57./79.), Fennell (39./86.)

Zuschauer: 19.235
– Quelle: http://www.mz-web.de/25172118 ©2016


Bewegender Moment vor dem Derby: Bruder des verstorbenen Hannes hält emotionale Rede






Zitat:


Magdeburg -

Gänsehaut vor dem Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC:

Christoph, Bruder des verunglückten FCM-Fans Hannes, trat fünf Minuten vor dem Anpfiff auf den Rasen und hielt eine emotionale Rede.

Zitat:
Auszüge aus der Rede von Hannes' Bruder Christoph

"Stell dir vor, du geht's heute Abend schlafen und wenn du morgen früh wach bist, ist alles anders. Dein Telefon klingelt in der Früh und dir wird gesagt,
dass dein Sohn, dein Freund, Kumpel, dein Bruder mit schweren Kopfverletzungen im Koma liegt, du weißt nicht wirklich, was du fühlst, was du tust, was du machen sollst.

Er ist aufgequollen von Medikamenten, angeschlossen an unzählige Maschinen. Du weiß nicht, was du tun sollst, du weißt nicht, was du sagen sollst, du weiß nicht,
wie du dich verhalten sollst. Du weißt nicht, was gerade geschieht. Sollst du weinen, tust du lieber stark?

Ich glaube, dass wir; wir alle hier; stärker sein können. Stärker als Wut. Stärker als Hass. Und vor allem stärker als Gewalt. Dieser unglaublich tragische Vorfall gibt uns
die Möglichkeit zu zeigen, dass wir es sind, dass wir es sein können, die den Wandel einleiten. Niemand soll vergessen. Niemand soll verzeihen. Aber wir können allen
Menschen da draußen beweisen, dass wir wirklich die größten der Welt sind. Wir unterstützen unseren Club. Wir schreien unser Team zu Sieg. Aber ohne dabei den Gegner
zu beleidigen. Ohne ihn anzugreifen. Ohne ihn zu verletzen. Alles, was hier zählt, ist der sportliche Sieg."

Die FCM-Fans hielten während der Rede ihre blau-weißen Schals hoch, im Anschluss gab es stehende Ovationen von allen Tribünen - auch aus dem Gästeblock mit den rund
300 dann doch angereisten HFC-Fans.

Bereits im Stadionheft hatte er geschrieben: "Die Geschehnisse um meinen Bruder Hannes veränderten alles. Wir sind euch zutiefst für eure Unterstützung dankbar.
Ihr, die blau-weiße Familie, habt uns Halt und Kraft gegeben. Wir sind stolz auf das, was ihr für unseren Sohn, Freund und Bruder getan habt und wie ihm gedacht wurde.
Ich wünsche mir, dass mein Bruder das letzte Opfer dieser Art ist. Ich wünsche mir, dass Hannes der Beginn der Veränderung ist. Ich wünsche mir, dass dieser Vorfall den
Weg für eine Zukunft ohne Wut, ohne Hass und ohne Gewalt ebnet." (dg/mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/25173372 ©2016


Kommentar zur Stadion-Posse: FCM-Fans müssen aus der Verantwortung genommen werden




Zitat:


Magdeburg -

Am Ende des Tages können alle Seiten vorerst beruhigt dem Derby am Sonnabend entgegenfiebern. Die Stadt Magdeburg hat bewiesen, wie ernst ihr das
Problem mit den hüpfenden FCM-Fans in ihrem Stadion ist. Der Verein hatte mit seinem Plan Erfolg, durch einen Zuschauerausschluss in die Offensive zu gehen.

Letztlich werden 22.000 Fans das Spiel zwischen dem 1.FC Magdeburg und dem Halleschen FC in der MDCC-Arena verfolgen können,
dieses Ergebnis schwebt über allem – für den Moment.

Fans in der Rolle als Hauptverantwortliche

Doch es bleiben genug Ungereimtheiten und offene Fragen, viel Kredit und Image haben Stadt und Verein obendrein verspielt. Am Dienstag verkündete die
Landeshauptstadt: Die Tribünen der Arena schwingen zu stark, wenn im „Block U“, auf der Nordtribüne, gehüpft wird. Am Mittwoch stellte man dem Verein
eine Nutzungsuntersagungsverfügung zu. Am Donnerstag schloss der Verein alle Zuschauer für das aus Fansicht wichtigste Heimspiel des Jahres aus. Und am
Freitag trafen beide Seiten dann aufeinander – und das Thema konnte plötzlich und kurzfristig gelöst werden. So einfach kann es sein – wenn man miteinander spricht.

Die Fans gingen bis dahin durch ein Wellenbad der Gefühle und auch jetzt können sie nicht zufrieden sein. Die Freiheit, ihr Team im Stadion nach Kräften zu
unterstützen, wird extrem eingeschränkt. Die komplette Verantwortung wird vorerst auf ihre Schultern abgeladen. Nur allzu verständlich, dass die Ultras
vom Block U unter diesen Umständen keinen Vorsänger und Trommler mehr stellen wollen –sie würden automatisch die Hauptverantwortung tragen.
FCM und Stadt Magdeburg müssen ihre Lehren ziehen

Stattdessen müssen die FCM-Fans das ausbaden, was sich nun offenkundig als Planungsfehler entpuppt – ein Stadion für 31 Millionen Euro mit unzureichender
Statik für hüpfende Fans? Nur ein minimaler Stehplatzbereich in einer Ecke? Schwer zu glauben, dass tatsächlich alle Planer der damaligen Zeit glaubten,
die Fans würden sich hinter dem Tor brav auf ihre Plätze setzen und nur zum Jubeln dann und wann aufstehen. Natürlich herrschte 2004 noch eine andere
Art der Fankultur, doch für ihre brachiale Unterstützung waren die FCM-Fans schon damals bekannt.

Nun ist es an der Stadt als Stadioneigentümer und dem Verein als Hauptmieter, die Fans schnellstmöglich aus der Verantwortung zu nehmen.
Wie die aussehen wird? Vielleicht bringt jenes Gutachten Aufschluss, das nun im Dezember fertiggestellt sein soll.

Hoffnung macht auch, dass beide Seiten ihren Fehler dieser Woche offenbar eingesehen haben. Im Januar will man sich zusammensetzen und das tun,
was frühzeitig auch vor dem HFC-Spiel mit Sicherheit hilfreich gewesen wäre: miteinander sprechen.

– Quelle: http://www.mz-web.de/25171394 ©2016


Ostderby: Riesen-Zoff um Fan-Ausschluss




25.11.2016

Zitat:

Nach dem Hüpfverbot findet das Derby des 1. FC Magdeburg gegen den Halleschen FC vor leeren Rängen statt.
Von Dominik Bath ›
und Thomas Juschus ›

Magdeburg l „Hüpfen ist seit jeher Teil der Fankultur von allen blau-weißen Anhängern“, sagt Mario Kallnik, Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg
am Donnerstagmittag. Für ein Heimspiel ein generelles Hüpfverbot auszusprechen, sei nicht umsetzbar. Das Derby gegen Halle am Sonnabend
(14 Uhr) müsse, so entschied Stadion-Mieter FCM, deshalb unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Der Verein könne die Sicherheit nicht gewährleisten.

Anfang November hatten Messungen beim Heimspiel gegen Hansa Rostock ergeben, dass die von hüpfenden Fans ausgelösten Schwingungen über der
sogenannten Panikgrenze liegen, ab der ein subjektives Gefühl der Unsicherheit erzeugt wird.
FCM soll Hüpfverbot aussprechen


An diesem Mittwoch hatte die 1. FC Magdeburg Stadion- und Sportmarketing GmbH (SSG) als Betreiber der MDCC-Arena Post von der Stadt erhalten.
Darin untersagte das Bauordnungsamt für das Heimspiel gegen Halle das Nutzen der Blöcke auf allen Tribünen. Gleichzeitig bot die Behörde an: Wenn
der FCM Maßnahmen aufzeigen würde, mit denen das Hüpfverbot umzusetzen wäre, könnte das Spiel stattfinden. Darauf reagierte der Verein mit dem
Fan-Ausschluss.

Am Donnerstagnachmittag legt Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (parteilos) nach. Er sei enttäuscht vom Verhalten des Vereins.
„Ich halte die Entscheidung des Clubs für grundlegend falsch“, sagt Trümper. Als Betreiber der Arena hätte der FCM, so Trümper, selbst ein Hüpfverbot
aussprechen sollen. „Das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen, ist keine dauerhafte Lösung“, sagt er.

Vom Verein hatte Trümper konkrete Maßnahmen erwartet wie das Hüpfverbot umzusetzen sei. Bis Freitag hatte die Stadt dem Club Zeit gegeben,
sich zu äußern. Ein entsprechendes Konzept hätte Trümper wohl akzeptiert, deutet er an. Doch halten Fans ausgesprochene Verbote tatsächlich ein?
„Im Notfall muss die Polizei geholt werden, die dafür sorgt, dass das Hüpfen aufhört“, erklärt Trümper.

Der Verein hatte hinter den Kulissen andere Optionen als den Fan-Ausschluss durchgespielt: Das Heimrecht mit dem Halleschen FC zu tauschen,
war nicht möglich. Die Verantwortlichen erwägten auch, die Partie auf einem anderen Platz auszutragen: In die Lizenz-Papiere für die dritte Liga hatte
der FCM das Heinrich-Germer-Stadion als Ausweich-Spielstätte eingetragen. Auch die Idee, das Spiel zu verschieben, verwarfen die FCM-Macher wieder.
Kallnik prüft Schadenersatzforderungen

Der 1. FC Magdeburg steht vor dem Ostderby gegen Halle nun vor einem Scherbenhaufen. Mario Kallnik zeigt sich ratlos: „Wir wissen nicht, wie es weitergeht.
Wir wissen aber um die Existenzbedrohung für den Verein.“ Er deutet an, zu überprüfen, ob möglicherweise Schadenersatzforderungen an die Stadt
gestellt werden könnten.

Magdeburgs Oberbürgermeister weist etwaige Forderungen des Vereins entschieden zurück: „Die Stadt hat bei dem Bau des Stadions nichts falsch gemacht“,
sagt Trümper, der von 2000 bis 2001 auch Präsident des 1. FC Magdeburg war. 2002 und 2003 hatten Planer in enger Absprache mit dem Verein die neue
Arena konzipiert. Im Dezember 2006 wurde der Magdeburger Fußball-Tempel eingeweiht. Fast 28.000 Zuschauer finden in der 30 Millionen Euro teueren Arena Platz.
Professor kritisiert Planer

Trümper sagt, er könne sich während der Planungsphase an keine öffentliche Diskussion zum Thema Fan-Hüpfen erinnern. Der Würzburger Fan-Forscher
Harald Lange hält dagegen: „Diejenigen, die geplant haben, müssen selbstverständlich davon ausgehen, dass während der Spiele gehüpft wird“, sagt der
Wissenschaftler. Ein reines Sitzplatzstadion geplant zu haben, wäre für Deutschland enorm ungewöhnlich gewesen, so Lange.

Lutz Trümper hat für Freitagmorgen zu einem runden Tisch ins Rathaus eingeladen. Doch um langfristig wieder sicher im heimischen Stadion spielen zu können,
hilft nur ein baulicher Eingriff. Trümper wartet ein Gutachten ab, das im Dezember veröffentlicht wird. Erst danach will er über weitere Schritte sprechen.

Die Polizei reagierte auf die neue Situation vor dem Derby zurückhaltend. „Es werden dennoch ausreichend Kräfte im Einsatz sein, um das Spiel und das Umfeld
abzusichern“, sagt ein Sprecher. Einzelheiten will die Polizei am Freitag bekannt geben. Mehr als 20.000 Karten hatte der FCM für das Spiel verkauft.
Wie erworbene Tickets zurückgegeben werden können, war am Donnerstagabend noch nicht klar. Der Magdeburger Zoo hat für geschundene Fan-Herzen aber
eine Alternative parat: Erwachsene kommen bei Vorlage des Stadiontickets für zwei statt 9,50 Euro in den Tierpark.


1. FC Magdeburg: Fans müssen draußen bleiben




Zitat:

Wegen Statikproblemen im Stadion findet das Spiel gegen den Halleschen FC unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Von Thomas Juschus ›

Magdeburg l "Wir haben uns dazu entschlossen, das Spiel gegen den Halleschen FC am Samstag ohne Fans auszutragen", verkündete FCM-Manager
Mario Kallnik am Donnerstag während einer Pressekonferenz. "Der FCM war bestrebt, das Spiel zu verschieben, das war nicht möglich. Die
Unterlassungserklärung der Stadt Magdeburg zwingt den 1. FC Magdeburg zu diesem Schritt. Wir können nicht verhindern, dass auf der Tribüne
gehüpft wird. Hüpfen gehört zum Teil der Fankultur. Wir sehen daher keine andere Möglichkeit, als die geforderte Maßnahme umzusetzen."

Bereits am Mittag tauchte in einem FCM-Fanforum ein Schreiben auf, nach dem der 1. FC Magdeburg beim anstehenden Derby gegen den Halleschen FC
alle Blöcke des Stadions geschlossen halten muss. "Hiermit untersage ich gegenüber Ihrer Gesellschaft für das Heimspiel des 1. FCM am 26.11.2016 mit
sofortiger Wirkung die Nutzung der Blöcke auf allen Tribünen der MDCC-Arena", heißt es in dem Bescheid, den die Stadt dem Klub am Donnerstag zustellte.
Die Echtheit bestätigte Kallnik auf der Pressekonferenz.


FCM-Stadion Fans sollen nicht hüpfen - sonst stürzt irgendwann MDCC-Arena ein




Zitat:


Magdeburg -

Das Hüpf-Problem beim 1. FC Magdeburg geht in die nächste Runde: Nur noch siebeneinhalb Jahre solle die Spielstätte des Drittligisten stehen.
Das wurde im Juli dieses Jahres publik. Schuld seien rhythmisch, gleichzeitig hüpfende Fans. Es folgten Untersuchungen. Und nun wendet sich
die Landeshauptstadt Magdeburg als Eigentümer der MDCC-Arena direkt an den blau-weißen Anhang: „Fans, bitte unterlasst das Hüpfen auf
den Rängen!“, heißt es in einer Erklärung.

"Weit über der Panikgrenze"

Was für ein Timing! Am Sonnabend steht das Derby gegen den Halleschen FC auf dem Drittliga-Spielplan. Die Fans werden sich wohl gerade in dieser
Partie das Hüpfen kaum verbieten lassen. Regelmäßig bringt vor allem der „Block U“ das Stadion zum Beben. Das ergaben nun auch die Messungen
an der Nordtribüne während des Heimspiels gegen den FC Hansa Rostock.

Die beauftragte Ingenieursfirma hätte eine Beschleunigung von 5 m/s² festgestellt. Dies liege deutlich über der Panikgrenze. Dem Gefühl also, angesichts
tatsächlicher oder angenommener Gefahr fliehen zu müssen von 3,0 bis 3,5 m/s². Zum Teil könnten Beschleunigungen von weit über 10 m/s² erreicht werden.

Stärkerer Schaden als bislang angenommen

Übersetzt heißt das: Die hüpfenden FCM-Fans sorgen langsam aber sicher für den Niedergang der MDCC-Arena. Das Hüpfen schade dem Bauwerk stärker
als bislang angemommen. „Da ohne das Gutachten das weitere bauliche Vorgehen noch nicht feststeht, kann nur durch Verhaltensänderungen der Stadionbesucher
eine temporäre Entlastung der Tribüne erreicht werden“, lässt die Landeshauptstadt Magdeburg verlauten. Der Appell geht mit den Worten strikt und
unmissverständlich einher.

Durch das Bauordnungsamt der Stadt werde dem 1. FC Magdeburg als Mieter noch vor dem Derby eine Anordnung zugestellt, die weitere Maßnahmen enthält,
um Personenschäden auszuschließen, heißt es abschließend.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper schätzt die Lage durchaus ernst ein, berichtet die Magdeburger Volksstimme am Mittwoch. Trümper will sich
am Sonnabend als Besucher im Stadion selbst ein Bild machen.

In der Anordnung des Bauordnungsamtes soll das Hüpfverbot klar formuliert werden. Der Verein soll dann in der Pflicht stehen, für eine Umsetzung zu sorgen.
Sollten die Fans trotzdem gleichmäßig hüpfen, sei auch ein Spielabbruch nicht ausgeschlossen, wird Trümper im Bericht zitiert. (mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/25149662 ©2016


Arena Magdeburg

Hüpfen im Stadion: Alles ist viel schlimmer




22.11.2016

Zitat:



Die Schäden durch das Hüpfen in der Magdeburger MDCC-Arena sind schlimmer als bisher gedacht.
Von Rainer Schweingel ›

Magdeburg l Das Hüpfen der Fans in der Magdeburger MDCC-Arena schadet dem Bauwerk stärker als bislang angenommen. Das teilte die Stadtverwaltung
Magdeburg am Dienstag mit. Das geht aus ersten Ergebnissen einer baudynamischen Untersuchung hervor, bei der während des Heimspiels am 5. November
2016 Messungen an der Nordtribüne (Block 3 – 6) vorgenommen wurden.

Damals spielte der 1. FC Magdeburg gegen Hansa Rostock vor nahezu ausverkauftem Haus. Dabei gab es auch eine hervorragende Stimmung, zu der auch
mehrfach das gleichförmige rhythmische Hüpfen gehörte, das die Tribünen stark in Mitleidenschaft zieht. Betroffen ist vor allem die Nordtribüne, auf der
die Ultras zu Hause sind.

Appell an die Fans

Die Ergebnisse der Untersuchung haben offenbar dramatische Folgen. Die Stadtverwaltung hat sich deshalb mit einem Appell an die Fans gewandt. Er lautet daher:
Fans, bitte unterlasst das Hüpfen auf den Rängen!

Nach Angaben der Stadtverwaltung hat die mit den Messungen beauftragte Ingenieursfirma während des Rostock-Spiels aufgrund der hüpfenden Stadionbesucher
Beschleunigungen von 5 m/s² festgestellt. Diese Werte liegen deutlich über der sogenannten Panikgrenze. Damit wird das Gefühl beschrieben, angesichts tatsächlicher
oder angenommener Gefahr, fliehen zu müssen, so die Verwaltung weiter.
Panikgrenze überschritten

Dafür reiche schon ein Wert von 3,0 bis 3,5 m/s² aus. Die Berechnungsergebnisse zeigen laut der Experten aber auch, dass Beschleunigungen weit über 10 m/s²
erreicht werden können, wenn die Hüpffrequenz, z.B. durch die Taktgebung eines Trommlers, nur geringfügig erhöht wird. Zum einen bedeutet das, dass die
Panikgrenze um das Dreifache überschritten wäre, zum anderen können bei solchen Beschleunigungen abhebende Kräfte in der Fertigteil-Konstruktion der Tribünen
auftreten, hieß es weiter.

Die noch vor dem fertiggestellten Gutachten veröffentlichten Zahlen belegen, dass sowohl Panikausbrüche durch stürzende Stadionbesucher als auch das Lösen
eines einzelnen Fertigteils nicht mehr ausgeschlossen werden können. Da ohne das Gutachten das weitere bauliche Vorgehen noch nicht feststeht, kann nur
durch Verhaltensänderungen der Stadionbesucher eine temporäre Entlastung der Tribüne erreicht werden, so die Stadtverwaltung. Deshalb fordert die Stadtverwaltung
von allen Besuchern der MDCC-Arena, das Hüpfen während des Stadionbesuchs strikt zu unterlassen.
Im Sommer gab es erste Hinweise

Im Sommer 2016 hatte die Volksstimme erstmals über Hinweise berichtet, dass sich durch das rhythmische Hüpfen der Magdeburger Fußballfans die Standzeit des
Stadions verringert. Daraufhin hatte der Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement ein Gutachten in Auftrag gegeben, das darstellen soll, wie hoch die
Schwingungen der Tribünen sind, um belegbare Daten für das weitere Vorgehen in Richtung einer Sanierung zu erhalten.

Die Landeshauptstadt Magdeburg stehe mit der Betreibergesellschaft des Stadions, MVGM, und dem 1. FC Magdeburg als Mieter in enger Abstimmung, hieß es weiter.
Durch das Bauordnungsamt der Landeshauptstadt wird derzeit eine Anordnung erstellt, die dem 1. FC Magdeburg vor dem nächsten Heimspiel noch zugestellt wird und
die weitere Maßnahmen enthält, um Personenschäden auszuschließen.


1. FC Magdeburg: FCM-Hooligans kündigen Fahrt nach Halle an




22.11.2016

Zitat:


Ein Gruppe Magdeburger FCM-Hooligans hat in einem anonymen Schreiben den Besuch des Auswärtsspiels in Halle angekündigt.
Von Rainer Schweingel ›
und Stefan Harter ›

Magdeburg l Die Begegnung des 1. FC Magdeburg in Halle steht zwar erst in der Rückrunde der dritten Liga an. Dennoch lässt die anonyme Mitteilung
der sogenannten "Magdeburg Hooligens" aufhorchen, vor allem wegen des am Sonnabend anstehenden Duells gegen den HFC in Magdeburg.

Die Magdeburger Ultras hatten erst vor kurzem gemeinsam mit der Ultraszene des Halleschen Fußballklubs HFC erklärt, gegenseitig auf einen Besuch
des jeweiligen Auswärtsspiels zu verzichten. So werden am kommenden Sonnabend deutlich weniger HFC-Fans als üblich zum Derby in Magdeburg erwartet.
Besuchsverzicht nach Tod eines FCM-Fans

Anlass für den gegenseitigen Besuchsverzicht ist der Tod des FCM-Fans Hannes, der noch nicht aufgeklärt ist. Die Gruppe "Magdeburg Hooligans" fühlt
sich mit ihrer Erklärung weder den Magdeburger Ultras zugehörig noch an das Abkommen mit den HFC Fans gebunden. In dem anonymen Schreiben
heißt es u. a.: "Für uns hat sich zu keinem Zeitpunkt die Frage gestellt, die Anreise nach Halle nicht anzutreten, denn das Derby dieser Mannschaften
stellt eines der Höhepunkte innerhalb der Fußballsaison dar."

Die Gruppe kündigte deshalb an, mit Unterstützern des BFC Dynamo Berlin sowie aus Braunschweig zum Auswärtsspiel nach Halle reisen zu wollen.
Diese Gruppierungen werden dem Vernehmen nach allerdings immer wieder mit rechten Fans in Verbindung gebracht.
Polizei bereitet sich vor
Unterzeichnet ist die Erklärung mit "Magdeburg Hooligans". Die Absenderadresse lautet "Domspatzen". Bereits zu DDR-Zeiten hatte es beim
1. FC Magdeburg einen Fanclub des selben Namens gegeben, der für die damalige Ultraszene stand und häufig in Auseinandersetzungen mit gegnerischen
Fans verwickelt war. Die Echtheit des Schreibens ist im Moment nicht abschließend seriös zu prüfen. Aus dem Block U hieß es auf Volksstimme-Nachfrage,
dass an der Echtheit der Erklärung kaum Zweifel bestehen. Die Ultras kündigten an, den Kontakt zu den Hooligans suchen zu wollen.

Die Polizei sagte auf Anfrage, das man sich ungeachtet des Schreibens intensiv polizeilich auf das Spiel am kommenden Sonnabend vorbereite. Zudem sei
auch nach der Erklärung der Ultras über den Verzicht gegenseitiger Fanbesuche klar gewesen, dass es sich bei den Fangruppierungen nicht um eine homogene
Gemeinde an Fußballanhängern handele, sondern es immer auch Splittergruppen gebe. Eine Einordnung der "Magdeburg Hooligans" konnte die Polizei zunächst nicht geben.



Kallnik hat Angst um FCM



Bildzeitung vom 22, November 2016

by Mirko-FCM.de

Zitat:


  • Heute will das Präsidium die Mitglieder dazu bewegen dem Umbau beim FCM zuzustimmen
  • Kallnik: Der FCM ist im Fußball eher exotisch unterwegs
  • Im Grunde geht es darum die Steuern in die Mannschaft zu investieren
  • und das der AR und das Präsidium keinen Verrat am Fan begehen würden ( beim Thema Investor )


Fußball: Puttkammer (k)ein "Edelreservist"




22.11.2016

Zitat:

Der Innenverteidiger des 1. FC Magdeburg meldet sich mit starker Leistung und einem Kopfballtor zurück.
Von Thomas Juschus ›

Magdeburg l Die Erleichterung bei Steffen Puttkammer war riesengroß. Mit einer starken Leistung in der Abwehrzentrale und einem Kopfballtor meldete
sich der 28-Jährige beim 3:1-Sieg des 1. FC Magdeburg bei der SG Sonnenhof Großaspach zurück, unterstrich nach Wochen auf der Bank seine Ansprüche
auf einen Stammplatz. „Natürlich habe ich eine besondere Anspannung gespürt, habe mich aber schnell gut gefühlt und gefreut, dass mir der Treffer
gelungen ist. Die letzten Jahre habe ich eigentlich immer mal ein Tor gemacht“, freute sich Puttkammer.

Das Spiel in Großaspach war auch mal wieder ein Beleg für die große Breite im FCM-Kader. Trotz Sperren und Verletzungen – es fehlten neun (!) Spieler –
lieferte die Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und wehrte sich nach dem Platzverweis gegen Christian Beck (76. Minute)
erfolgreich gegen den Ausgleich. „Ich bin kein Freund von den Begriffen ,Rumpftruppe‘ oder ,zweite Reihe‘. Die Leute, die auf dem Platz standen,
haben die richtige Anwort gegeben“, sagte Puttkammer.

Aufgrund der Rückkehr von Niklas Brandt und Christopher Handke (Sperren abgelaufen), leichter Entspannung bei den angeschlagenen Spielern sowie der
Rot-Sperre für Beck wird Trainer Jens Härtel im Landesderby gegen den Halleschen FC (MDCC-Arena, Sonnabend, 14 Uhr) erneut zu Umstellungen gezwungen
sein. Nur gegen Rostock begann er mit der gleichen Startformation wie im Spiel zuvor gegen Regensburg.

„Edelreservist“ Puttkammer würde gegen den HFC natürlich am liebsten gleich wieder von Anfang an spielen, schiebt bis zur Winterpause Abschiedsgedanken
deshalb auch zur Seite: „Ich will weiter meine Leistung bringen und möglichst viele Einsatzzeiten haben.
Jeder hat in Großaspach gezeigt, dass er in der ersten Mannschaft stehen kann.“


Fußball: Puttkammer (k)ein "Edelreservist"




22.11.2016

Zitat:

Der Innenverteidiger des 1. FC Magdeburg meldet sich mit starker Leistung und einem Kopfballtor zurück.
Von Thomas Juschus ›

Magdeburg l Die Erleichterung bei Steffen Puttkammer war riesengroß. Mit einer starken Leistung in der Abwehrzentrale und einem Kopfballtor meldete
sich der 28-Jährige beim 3:1-Sieg des 1. FC Magdeburg bei der SG Sonnenhof Großaspach zurück, unterstrich nach Wochen auf der Bank seine Ansprüche
auf einen Stammplatz. „Natürlich habe ich eine besondere Anspannung gespürt, habe mich aber schnell gut gefühlt und gefreut, dass mir der Treffer
gelungen ist. Die letzten Jahre habe ich eigentlich immer mal ein Tor gemacht“, freute sich Puttkammer.

Das Spiel in Großaspach war auch mal wieder ein Beleg für die große Breite im FCM-Kader. Trotz Sperren und Verletzungen – es fehlten neun (!) Spieler –
lieferte die Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und wehrte sich nach dem Platzverweis gegen Christian Beck (76. Minute)
erfolgreich gegen den Ausgleich. „Ich bin kein Freund von den Begriffen ,Rumpftruppe‘ oder ,zweite Reihe‘. Die Leute, die auf dem Platz standen,
haben die richtige Anwort gegeben“, sagte Puttkammer.

Aufgrund der Rückkehr von Niklas Brandt und Christopher Handke (Sperren abgelaufen), leichter Entspannung bei den angeschlagenen Spielern sowie der
Rot-Sperre für Beck wird Trainer Jens Härtel im Landesderby gegen den Halleschen FC (MDCC-Arena, Sonnabend, 14 Uhr) erneut zu Umstellungen gezwungen
sein. Nur gegen Rostock begann er mit der gleichen Startformation wie im Spiel zuvor gegen Regensburg.

„Edelreservist“ Puttkammer würde gegen den HFC natürlich am liebsten gleich wieder von Anfang an spielen, schiebt bis zur Winterpause Abschiedsgedanken
deshalb auch zur Seite: „Ich will weiter meine Leistung bringen und möglichst viele Einsatzzeiten haben.
Jeder hat in Großaspach gezeigt, dass er in der ersten Mannschaft stehen kann.“


Sieglos-Serie beendet FCM gewinnt nach turbulenter zweiter Halbzeit in Aspach




Zitat:


Großaspach -

Der 1.FC Magdeburg hat nach vier Ligaspielen ohne Sieg endlich wieder drei Punkte eingefahren. Bis der 3:1-Sieg bei der SG Sonnenhof Großaspach unter
Dach und Fach war, erlebten die Magdeburger Fans jedoch ein Wechselbad der Gefühle.

Personalien

Bekanntermaßen herrschte beim FCM die große Personalnot. Entsprechend musste Trainer Jens Härtel im Vergleich zum 1:1 gegen Hansa Rostock gleich auf
drei Positionen wechseln: Steffen Puttkammer, Sebastian Ernst und Tarek Chahed ersetzen Christopher Handke (Gelb-Rot-Sperre), Niklas Brandt (fünfte Gelbe)
und Nils Butzen (Rot-Sperre).

Bei den Gastgebern nahm Trainer Oliver Zapel im Vergleich zum 2:0-Sieg bei Schlusslicht Mainz 05 II nur eine Veränderung vor: Sebastian Schiek rückte für
Timo Röttger in die Startformation und ins defensive Mittelfeld.

1.Halbzeit

Zehn Minuten lang passiert in der Mechatronik-Arena ziemlich genau nichts. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld und tasteten sich ab.
Dann ergriff der FCM die Initiative. Zunächst wurde ein Schuss von Florian Kath geblockt, dann aber stand Steffen Puttkammer nach einer Ecke von
Tobias Schwede am lange Pfosten goldrichtig. Freistehend drückte der zuletzt aussortierte Verteidiger den Ball aus kurzer Distanz zur Magdeburger Führung
über die Linie (15.). Und der FCM blieb dran, hielt die Gastgeber vom eigenen Strafraum fern und schlug nur fünf Minuten nach dem ersten Treffer erneut zu.

Wieder war es eine Ecke von links, die Tobias Schwede dieses Mal an den Elfmeterpunkt brachte, wo Kapitän Marius Sowislo mit Wucht ins Kopfballduell ging
und den Ball in die lange Ecke köpfte. 2:0 für den FCM nach 20 Minuten - die Erleichterung war dem blau-weißen Tross deutlich anzumerken.

Insbesondere Defensiv präsentierten sich die Gäste stark, liefen die Aspacher - mit einer der besten Offensiven der Liga - früh an und ließen kaum eine echte
Chance zu. So brauchte es eine extrem starke Aktion von Manfred Osei Kwadwo, um die Gastgeber vor der Pause doch noch zurück ins Spiel zu bringen.
Über die linke Seite bekam der Ghanaer den Ball in den Lauf gespielt und schob aus fünf Metern überlegen an Jan Glinker im FCM-Tor vorbei - nur noch 1:2 nach 39 Minuten.

Schiedsrichter Bläser hatte die Pfeife für den Halbzeitpfiff schon im Mund, da hätten die Magdeburger in Person von Christian Beck den alten Abstand wiederherstellen
müssen. Völlig freistehend war der Torschütze vom Dienst am Elfmeterpunkt an den Ball bekommen, schoss diesen dann aber völlig überhastet in die Arme von
SGA-Torwart Kevin Broll. Anschließend war Pause.

2. Halbzeit

Wer dachte, die Magdeburger könnten nun an den starken ersten Durchgang anknüpfen, der wurde enttäuscht. Die Gastgeber drängten auf den Ausgleich -
und nach 53 Minuten zappelte der Ball auch plötzlich im FCM-Tor. Jeremias Lorch hatte nach einer ganzen Chancen-Kette aus zwölf Metern abgezogen und
Glinker bezwungen - doch der Treffer fand keine Anerkennung. Nico Hammann war zuvor gefoult worden. Großes Glück für die Elf von Jens Härtel.

Die Aspacher blieben das gefährlichere Team, der Ausgleich aber wollte nicht fallen. Glinker rettete mehrfach stark. Nach 75 Minuten rückte dann erneut
Schiedsrichter Bläser in den Fokus. Der schickte nämlich Christian Beck wegen vermeintlichen Nachtretens mit einer glatten roten Karte unter die Dusche.
Eine klare Fehlentscheidung, denn der Magdeburger hatte beim Wegdrehen vom Tor lediglich einen Aspacher Verteidiger gestreift - dieser ließ sich
theatralisch fallen, das Schiedsrichter-Trio fiel darauf rein.

Nun begann endgültig das große Zittern auf Magdeburger Seite, während die Hausherren anliefen. Mit acht Mann hinter der Mittellinie versuchte das
Härtel-Team die Führung über die Zeit zu bringen. Füße, Beine und andere Körperteile blockten Großaspacher Schüsse ab, Pascal Sohm jagte den Ball über
die Latte.

Ins Tor trafen jedoch nur die Magdeburger: In der Nachspielzeit erlief der eingewechselte Julius Düker den Ball, legte für Jan Löhmannsröben quer,
der schob sicher zum 3:1 ein. Dann war Schluss und die Blau-Weißen lagen sich in den Armen.

Fazit

Das war ein hartes Stück Arbeit. Eine ganz starke erste Halbzeit machte sich die Härtel-Truppe durch das späte Anschlusstor fast selbst zu Nichte. Die
zweiten 45 Minuten waren dann vor allem turbulent. Erst der vermeintliche Ausgleich, dann die rote Karte für Beck - und am Ende macht Novy den Sack
zu und lässt Magdeburg jubeln. Mit dieser Kampfleistung dürfte sich der FCM ordentliches Selbstvertrauen für das Derby gegen den HFC nächste
Woche erspielt haben. (cbo/mz)

SG Sonnenhof Großaspach - 1.FC Magdeburg 1:3 (1:2)

SG Sonnenhof Großaspach: Broll - Schiek (88. Lechler), Krause (69. Röttger), Gehring, Leist - Jüllich, Hägele, Lorch - Osei Kwadwo, Sohm (84. Aschauer) - Röser
1.FC Magdeburg: Glinker - Puttkammer, Hammann, Schiller - Sowislo, Löhmannsröben - Chahed, Ernst (70. Razeek), Schwede (90. + 2 Novy) - Kath (85. Düker) - Beck
Schiedsrichter: Bläser (Niederzier)
Tore: 0:1 Puttkammer (15.), 0:2 Sowislo (20.), 1:2 Osei Kwadwo (39.), 1:3 Löhmannsröben (90.)
Gelbe Karten: Jüllich (50.) / - Schwede (57.)
Rote Karte: Beck (74.)
Zuschauer: 2000


Fußball: Hammann hofft auf Vertragsverlängerung




19.11.2016

Zitat:


Aufgrund mehrerer Sperren muss der FCM bei der SGS Großaspach seine Abwehr umbauen. Als Allzweckwaffe hat sich Nico Hammann entpuppt.
Von Thomas Juschus ›

Magdeburg l Außenverteidiger, mal rechts, mal links, Abwehrchef, Nico Hammann hat in der FCM-Defensive schon fast alles gespielt – außer Torwart. Da in Großaspach Steffen Puttkammer in der Mitte spielt, rückt der 28-Jährige wohl wieder auf die Seite. Im Stichwort-Interview mit Thomas Juschus sprach Hammann über...

... Außenverteidiger: „Meine gelernte Position. Zuletzt habe ich da aber eher selten gespielt."

... Abwehrchef: „Ein großer Begriff, aber eine Abwehr besteht nicht aus einem Spieler allein. Auch wir tun gut daran, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen."

... Lieblingsposition: „Habe ich aufgrund der Einsatzzeiten auf vielen Positionen eigentlich nicht.“

... Heimat: „Ich bin in den Jahren ganz schön rumgekommen. Inzwischen ist Magdeburg auch Heimat.“

... SV Sandhausen: „Ein Kapitel, das mir viel Erfahrung gebracht hat, auch wenn es sportlich für mich nicht wie gewünscht gelaufen ist.“

... 1. FC Magdeburg: „Mittlerweile der Verein meines Herzen. Ich fühle mich pudelwohl. Die Rückkehr war für mich der beste Schritt.“

... 3. Liga: „Die erste Etappe zu einem gestandenen Profi-Verein ist zurückgelegt. Ich glaube, dass wir da hingehören. Der letzte Schritt ist aber noch nicht gemacht.“

... Lage: „Es ist eine ganz enge Liga. Wir hätten teilweise besser spielen können, müssen uns aber keine Sorgen machen. Wir sind so gestärkt, dass uns nichts umwirft. Mit einer Serie sind wir wieder oben dran.“

... 2017/18: „Wird auf jeden Fall eine interessante Saison.“

... Vertrag: „Der läuft im Sommer aus. Noch gab es keine konkreten Gespräche. Das passiert im Winter. Aber momentan spricht nichts gegen eine Verlängerung.“


Fußball: FCM streckt Fühler nach Georgien aus




15.11.2016

Zitat:


Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat auf einer Informationsreise seine Fühler nach Georgien ausgestreckt.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Mit vielen neuen Eindrücken und Informationen sind FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik (42) und Assistent Maik Franz (35) von ihrem
viertägigen Trip nach Georgien zurückgekehrt.

Mit Levan Kobiashvili (39/Verbandschef) und dem gleichaltrigen Aleksandre Iashvili (Vize und zuständig für die Nationalmannschaft) haben in Georgien
zwei frühere überaus erfolgreiche Bundesligaspieler (u.a. SC Freiburg, Hertha BSC) die Verantwortung übernommen. Franz kennt sie noch aus seiner
aktiven Zeit („Zwei Supertypen, auf die man sich immer verlassen konnte“), hatte so den Kontakt hergestellt und schwärmte nach der Einladung noch
gestern: „Es waren anstrengende, aber hochspannende Tage, an denen man seinen Horizont erweitert hat.“

So standen neben zahlreichen Gesprächen auch das WM-Qualifiktionsspiel zwischen Georgien und Moldawien (1:1), ein internationales U-19-Turnier mit
Frankreich, Spanien, Niederlande und dem Gastgeber sowie der Besuch der Fußball-Akademie von Dinamo Tiflis auf dem Programm.

„Kobiashvili und Iashvili sind dabei, den georgischen Fußball zu reformieren und neue Strukturen voranzutreiben. Wir durften uns einen Überblick verschaffen
und den Ligabetrieb kennenlernen – natürlich auch mit dem Ziel, vielleicht einmal einen Georgier zum FCM zu lotsen“, sagte Kallnik und fügte hinzu:
„Obwohl Georgien mit rund 3,7 Millionen Einwohnern ein kleines Land ist, gibt es viele gute Fußballer, die als Straßenkicker und einem unbedingten Willen
angefangen haben und auf eine bessere Zukunft hoffen. Die meisten von ihnen wechseln aber meistens nach Russland, weil dort deutlich mehr Geld zu verdienen ist.“

Irgendwelche Kooperationen oder gar Verträge wurden zwar nicht abgeschlossen, doch Franz zog ein positives Fazit: „Man kann sagen, der Anfang ist gemacht.
Denn auch für die Georgier ist der 1. FC Magdeburg ein interessanter Name.“

Der zwei Tage lang getestete vertragslose Probespieler Björn Kopplin (27) wird nicht verpflichtet. Kallnik dazu: „Er hat laut Trainer Jens Härtel
einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, doch Björn ist Rechtsverteidiger und unsere Baustelle die linke Seite.“ Kallnik weiter: „Wir testen vorerst auch keine anderen
Spieler mehr. Es kann aber natürlich sein, dass wir die Situation in der Winterpause neu bewerten.“


Ausschreitungen beim HFC-Spiel Keine Magdeburger in Weißenfels beteiligt




Zitat:


Beim Landespokalspiel des HFC kommt es zu Ausschreitungen.
■ Zunächst wird eine Attacke der FCM-Anhänger vermutet -
■ Doch es waren polnische Hooligans.


Weissenfels/Braunsbedra -

Andreas Wolf hatte sein Telefon am Sonntag lange auf lautlos gestellt. Der Fanbeauftragte des Halleschen FC wollte „mal für ein paar Stunden“
seine Ruhe haben, wie er am Abend schließlich erklärte.

Was verständlich war, denn hinter Wolf lag ein unschön arbeitsreicher Spieltag. Am Sonnabend hatte sich der HFC souverän mit 3:0 im Nachholspiel
der zweiten Runde des Landespokals gegen den 1. FC Weißenfels durchgesetzt. Doch der Fußball geriet dabei zur Nebensache.

Zunächst FCM-Fans als Angreifer vermutet

Während des Pokalspiels war es im Gästebreich zu Ausschreitungen gekommen. Kleine Jagdszenen hatten sich abgespielt. Schnell machten Gerüchte
im Stadion die Runde: Anhänger des 1. FC Magdeburg und des BFC Dynamo sollen den HFC-Fanblock angegriffen haben, hieß es. Was fatal gewesen wäre.

Nach dem tragischen Tod des Magdeburger Fans Hannes S. hatten viele auf Vernunft gehofft. Eine vermeintliche Racheaktion der FCM-Anhänger wäre nun
eine Fortsetzung der Gewaltspirale gewesen. Doch: „Es waren definitiv keine FCM-Fans dabei“, erklärte Andreas Wolf am Tag danach. Und wer dann?
„Es war eine ganz komische Konstellation“, sagte der HFC-Fanbeauftragte.

Während die Mannschaften in der Halbzeitpause in den Kabinen weilten, kam es am Rande des HFC-Fanblocks zu Tumulten. Die Situation war unübersichtlich.
Augenzeugen berichteten zunächst, dass sich schwarz gekleidete „Fans“ im Block neben den Gästeanhängern als Hooligans des BFC Dynamo und des
1. FC Magdeburg zu erkennen gaben.

Polizei und Verein bestätigen: Keine Magdeburger Angreifer

Aber: „Die Polizei hat uns noch am Samstagabend mitgeteilt, dass keine FCM-Anhänger beteiligt gewesen sein sollen“, erklärte Norman Seidler,
Pressesprecher des Drittligisten, am Sonntag am Rande des 4:0-Erfolgs des FCM beim Oberligisten SV Merseburg 99 in Braunsbedra. Dort blieb es friedlich.
Unter den 250 FCM-Fans im Stadion des Friedens war die Ultragruppierung „Block U“ nicht vertreten.

In Weißenfels war es Tags zuvor im Gästebereich zu Provokationen gekommen. Kurz darauf stürmten beide Seiten auf den Bauzaun zu, der die Lager trennte.
Dabei zogen sich nach Polizeiangaben drei Personen Wunden an den Händen zu. „Ein HFC-Fan hat eine ausgekugelte Schlter,
ein anderer Risswunden an beiden Armen“, konkretisierte Andreas Wolf.

Pöbeleien zwischen den Einsatzkräften und HFC-Fans

Als die Polizei heraneilte, flohen die Provokateure, verfolgt von Personen aus dem HFC-Block. Während gespielt wurde, jagten sich die Chaoten abseits
des Platzes. Die Polizei riegelte den Gästeblock ab, um die Kontrolle über die Situation zu erlangen. Dabei kam es zu Pöbeleien zwischen den Einsatzkräften
und HFC-Fans. „Es entstand eine große Aufregung“, sagte Andreas Wolf im Blick zurück auf die unschönen Szenen.

Die Randalierer, die aus dem Block gekommen waren, verfolgten derweil die Hooligans. Es kam zu Schlägereien. Dann verschwanden die Beteiligten.
Doch welchem Lager waren die Angreifer, die sich während der ersten Hälfte noch unauffällig im Sitzplatzbereich aufgehalten hatten,
sich dann durch ihre Maskierung zu erkennen gaben, nun zuzuordnen?

Polnische Hooligans als Angreifer vermutet

„Es waren höchst wahrscheinlich polnische Hooligans“, berichtete Wolf. „Vielleicht wollten sie nach den letzten Schlagzeilen schauen, wie unsere Szene
wirklich drauf ist.“ Oder ihr Schläger-Wochenende begann am Sonnabend in Weißenfels und setzte sich am Sonntag in Leipzig fort. Alles Spekulationen.

Am Rande des HFC-Spiels musste jedenfalls ein Hubschrauber landen, um Medikamente für einen an der Hand verletzten Mann einzufliegen. Gerüchte
um eine vermeintliche Messerstecherei konnte ein Polizeisprecher zurückweisen: „Es gab definitiv keine Stichverletzung.“
Der HFC-Anhänger war vom Zaun gestürzt.

– Quelle: http://www.mz-web.de/25087096 ©2016


Fußball: Beck trifft in Braunsbedra gleich dreimal




14.11.2016

Zitat:

Der 1. FC Magdeburg steht im Halbfinale um den Fußball-Landespokal.
Von Uwe Tiedemann ›

Braunsbedra l Dreimal Christian Beck, einmal Julius Düker – mit einem lockeren 4:0 (1:0) hat der FCM sein nach Braunsbedra verlegtes
Landespokal-Viertelfinale gegen den SV Merseburg 99 gewonnen und die Runde der letzten vier erreicht.

„Wir wussten, dass Merseburg mit viel Selbstvertrauen in die Partie geht, denn sie sind ja in der Oberliga noch ungeschlagen. Wir haben sie gegen
Carl Zeiss Jena II und Rudolstadt zweimal beobachtet. Aber meine Mannschaft hat das über weite Phasen gut bis sehr gut gemacht und unterm
Strich hochverdient gewonnen“, sagte Trainer Jens Härtel, der bei der Aufstellung auf größere Experimente verzichtet hatte.

Letztlich erwies sich Merseburg nicht als der erwartet schwere Gegner, wirkte nervös, zeigte zu viel Respekt und geriet darüber hinaus
schon früh in Rückstand. FCM-Torjäger Beck überlistete nach acht Minuten den ansonsten aufmerksamen 99-Keeper Josip Jokanovic mit einer Bogenlampe.

Auch im weiteren Verlauf behielt der Favorit das Geschehen jederzeit fest in der Hand. Die Gastgeber hatten keine einzige nennenswerte Torchance.
Abräumer Steffen Puttkammer, nach langer Zeit mal wieder 90 Minuten auf dem Platz, meinte: „Wir haben von Anfang an nichts anbrennen lassen
und eine konzentrierte Leistung gezeigt.“

Allerdings ließ der Drittligist mitunter die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen. Und so dauerte es bis zur 57. Minute,
ehe das vorentscheidende zweite Tor fiel. Nach einem Freistoß von Tobias Schwede war Beck noch mit dem Kopf dran und erhöhte auf 2:0.

Auch das 3:0 erzielte der „Lange“ nach Flanke von Schwede per Kopf (84.) und somit seine Landespokaltreffer vier bis sechs. In der Schlussminute
wurde der gerade eingewechselte Julius Düker im Strafraum zu Fall gebracht und verwandelte den fälligen Foulelfmeter selber zum 4:0-Endstand.

Auch 99-Coach Farih Kadic sprach hinterher von einem verdienten Magdeburger Sieg: „Man hat den Klassenunterschied gesehen.“
Aber: „Die Niederlage fiel zu hoch aus. Jeder Fehler von uns ist sofort bestraft worden.“

SVM: Jokanovic - Butzmann, Schulz, Gohlke (61. El Gourmat), Hovhannisyan, Odovic, Fiebiger, Komnos, Neigenfink, Coelho (76. Gnanko), Seidel (53. Stagge)

FCM: Zingerle - Schiller, Puttkammer, Hammann, Brandt (80. Ernst), Löhmannsröben, Chahed, Sowislo, Schwede, Exslager (68. Razeek), Beck (88. Düker)

Schiedsrichter: Enkelmann (Blankenburg). Zuschauer in Braunsbedra: ca. 900. Tore: 0:1 Beck (8.), 0:2 Beck (57.), 0:3 Beck (84.), 0:4 Düker (90./Foulelfmeter)


Neues Profimodell beim FCM: Der Umgang mit der Angst




Zitat:


Magdeburg -

Die Wortwahl schockierte. Als „alternativlos“ wurde sie damals bezeichnet, die geplante Ausgliederung der Profiabteilung des 1. FC Magdeburg.
Und so manches Mitglied bekam es mit der Angst zu tun.

Im Herbst 2015 war das. Ein Jahr ist seitdem vergangen. Und inzwischen lässt sich feststellen: Der FCM hat aus seinem selbst eingestandenen
Kommunikationsfehler gelernt. Weber: „Wir haben die Mitglieder damals nicht ausreichend einbezogen“

Das Thema steht wieder auf der Agenda beim Drittligisten. Im Hintergrund wurde während der vergangenen zwölf Monate ständig daran gearbeitet.
Nur jetzt, genauer gesagt am 22. November, soll das neue Profimodell vorgestellt werden – und zwar den Mitgliedern.

„Die Kommunikation ist damals deshalb nicht geglückt, weil wir die Mitglieder nicht ausreichend in den Prozess einbezogen haben“, sagt Dirk Weber.
Das Präsidiumsmitglied gehört der achtköpfigen Arbeitsgruppe an, die sich mit dem Thema beschäftigt – und bewusst das Wort „Ausgliederung“ nicht in den Mund nimmt.

„Das hat im Wesentlichen zwei Gründe“, sagt Weber. „Ein Teil des Profibereiches, nämlich die Einnahmen aus der Vermarktung, fließen bereits jetzt schon
in unserer Tochtergesellschaft. Es geht also darum, die Ausgaben aus dem Spielbetrieb den Einnahmen zuzuordnen. Wir halten in unserem Fall die Bezeichnung
Ausgliederung für unzutreffend, weil wir dem Verein nichts wegnehmen. Die Profimannschaft wird der eigenen Tochter zugeordnet
und diese gehört zu einhundert Prozent dem Verein.“

Details sind vorerst nicht zu erfahren. Ehe der FCM an die Öffentlichkeit geht, möchte er seine Mitglieder überzeugen. „Weil die Mitglieder das Recht auf
Information haben und in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung darüber entscheiden sollen, welchen Weg der Verein und seine Tochtergesellschaft
zukünftig gehen wird“, erklärt Dirk Weber. Denn: „Wir benötigen einen breiten Zuspruch und daher ist es wichtig, dass alle Mitglieder sich angesprochen fühlen,
sich informieren und zur Abstimmung kommen.“

Weber: „Das ist ein knallhartes Business“

Im Februar soll die richtungsweisende Mitgliederversammlung veranstaltet werden. Dort wird dann eine Dreiviertelmehrheit benötigt, um das neue
Profimodell auf den Weg zu bringen. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Geht es um eine mögliche Ausgliederung, oder ein ähnliches Modell, ist die
Verunsicherung der Fußball-Fans vielerorts erst einmal groß.

„Viele andere Vereine, die diesen Weg gegangen sind, haben großen Aufwand betrieben, um ihren Mitgliedern die Ängste, die damit einhergehen,
zu nehmen“, weiß Dirk Weber. „Im Profifußball müssen wir mit anderen Mitbewerbern Schritt halten. Das ist mittlerweile ein knallhartes Business geworden.
Dem gegenüber steht der ideelle Gedanke, die Vereinskultur. Das man nun etwas neu ordnet, um beide Ziele erfolgreich verfolgen zu können, ist wichtig zu vermitteln.“

– Quelle: http://www.mz-web.de/25055836 ©2016
Zitat:
Das ist die Arbeitsgruppe


Die Arbeitsgruppe setzt sich beim 1. FC Magdeburg aus drei Fanvertretern, einem Vertreter des Wirtschaftsbeirates, einem Sponsorenvertreter,
einem Vertreter aus dem Aufsichtsrat und zwei Vertretern aus dem Präsidium zusammen. Zudem wurden die rechtlichen und organisatorischen Fragen,
die für die Umstrukturierung notwendig sind, von externen Beratern und dem Präsidium erarbeitet und im Arbeitskreis diskutiert.
Auf der Informationsveranstaltung sollen die Ergebnisse den Mitgliedern vorgestellt werden. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe stehen danach für Fragen zur Verfügung.
„Wir wollen den Mitgliedern zeigen, dass sich im Grunde nicht viel verändert und das der Verein auch in Zukunft
über die wesentlichen Dinge entscheidet“, erklärt Präsidiumsmitglied Dirk Weber.



Fussball: Gegen Merseburg 99 nichts anbrennen lassen




12.11.2016

Zitat:

Auf den 1. FC Magdeburg wartet mit SV Merseburg 99 erstmals ein ernstzunehmender Gegner im Fußball-Landespokal.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Bislang machte der Club in den ersten drei Runden mit der Konkurrenz aus der Altmark kurzen Prozess – 5:0 in Gardelegen, 8:0 beim
SSV Havelwinkel Warnau (beide Landesklasse), 7:1 in Uchtspringe (Landesliga-Aufsteiger). Nun geht‘s im Viertelfinale gegen Oberliga-Aufsteiger Merseburg 99,
der gut aus den Startlöchern gekommen und sogar noch ungeschlagen ist (und aktuell Platz drei belegt). Aus Sicherheitsgründen
findet die Partie am Sonntag (13 Uhr) in Braunsbedra statt.

„Wir sind ein wenig traurig, dass wir ausweichen mussten, haben uns aber damit abgefunden. Das Stadion in Braunsbedra entspricht den Sicherheitsbestimmungen,
hat auch einen separaten Gästeeingang“, sagte 99-Geschäftsführer Dieter Kliemke und ergänzte: „Wir sind mit rund 30 Ordnern vor Ort, hoffen natürlich,
dass alles im Rahmen bleibt und rechnen mit 1500 bis 2000 Zuschauern. Zu den Punktspielen kommen sonst nur rund 250. Wie groß das Polizeiaufgebot sein wird,
wissen wir nicht.“
99-Geschäftsführer: „Jede Serie geht einmal zu Ende"

Kliemke zum sportlichen Part: „Magdeburg hat all seine Pokalspiele bislang souverän gewonnen. Aber jede Serie geht einmal zu Ende. Wir glauben jedenfalls
an unsere Außenseiterchance.“ Und: „Für Merseburg ist das Spiel das absolute Saison-Highlight. Es wäre uns allerdings lieber gewesen, noch eine Runde später
auf Magdeburg zu treffen.“ Verständlich, denn dann hätten die 99er um den Einzug ins Finale gekämpft.

Dass der FCM da wieder hin will, versteht sich von selbst. Und so lautet das Motto wie vor jedem Pokalspiel: Den Gegner ernst nehmen und Respekt zeigen,
aber nichts anbrennen lassen und standesgemäß in die nächste Runde einziehen.

Ein weiterer Grund, sich in diesem Wettbewerb ins Zeug zu legen: Das Endspiel am 25. Mai findet nach längerer Zeit wieder in der heimischen MDCC-Arena statt.

Einen speziellen Bezug zum Viertelfinal-Gegner hat im Übrigen Maik Franz (35), ist doch der Assistent der Geschäftsführung in Merseburg geboren.
„Das ist schon eine besondere Konstellation. Andererseits ist es lange her, denn meine Eltern sind von Merseburg in den Harz gezogen, als ich vier Jahre alt war“,
blickte Franz zurück, für den der SV Langenstein der erste Verein war (1987 bis 1997). Danach ging‘s über Germania Halberstadt und den FCM ab 2001 in die Bundesliga.


1. FC Magdeburg: Ein Zeichen der Deeskalation





11.11.2016

Zitat:


Noch überwiegen Trauer und Entsetzen über einen zu frühen und sinnlosen Tod eines Fußballfans.
Von Thomas Juschus ›

Nach dem Tod von FCM-Fan Hannes S. waren die Befürchtungen einer weiteren Gewalteskalation rivalisierender Fußball-Anhänger im Umfeld des Spieles
1. FC Magdeburg gegen den Halleschen FC riesengroß. Nicht nur die Polizei, beide Vereine und alle Fußballfreunde atmen nunmehr auf: Die aktive Fanszene
aus Halle wird dem Spiel Ende des Monats weitgehend fernbleiben und hat entsprechende Aufrufe verbreitet.

Ungeachtet der nicht restlos aufgeklärten Rolle der HFC-Fans in diesem offenbar tragischen Unglücksfall, hat der HFC-Fankurvenrat mit seiner Erklärung
ein Zeichen der Deeskalation gesetzt, sich respektvoll gegenüber der großen Trauergemeinde verhalten und Pietät gezeigt. Dies als Zeichen einer
abnehmenden Rivalität in den Fanlagern beider Vereine zu werten, wäre dagegen verfrüht. Noch überwiegen Trauer und Entsetzen über einen zu frühen
und sinnlosen Tod eines Fußballfans.

Spätestens beim Rückspiel wird das Verhältnis erneut einer Belastungsprobe unterzogen – hoffentlich mit ähnlich besonnenem Umgang wie jetzt.


Fall Hannes: Sturz aus S-Bahn womöglich Eigenverschulden




10.11.2016

Zitat:



Die Ermittlungen um den Tod des 25-jährigen FCM-Fans Hannes aus Magdeburg deuten aktuell auf ein Eigenverschulden hin.

Magdeburg (ta) l Nach aktuellen Informationen der Polizei deuten die Ermittlungen im Fall des verstorbenen Magdeburger Fußballfans, der sich beim
Sturz aus einer Regionalbahn am 1.Oktober in Haldensleben schwerste Verletzungen zugezogen hatte und wenige Tage später daran verstorben ist,
auf ein Eigenverschulden hin. So soll es neben Zeugenaussagen sowie technischen und rechtsmedizinischen Untersuchungen Beweise dafür geben,
dass der 25-jährige Hannes S. eigenständig die Türnotöffnung betätigt hat und aus dem fahrenden Zug gestürzt ist.

Das teilte die Polizei am Donnerstagnachmittag mit. Die Ermittlungen dauern an. 



Gipfeltreffen der Bosse wegen Derbyverzicht der Halle Fans



Bildzeitung vom 11.11.2016

by Mirko-FCM.de

Zitat:


  • nach 44 Zeugenbefragungen sind alle im Zug befindlichen Fahrgäste unschuldig am Tod von Hannes S.
  • Auch Rechtsmediziner stützen diese These
  • Er öffnete selbst die Tür und sprang in den Tod
  • HFC Fans haben Bedenken das einige auf Magdeburger Seite die Aufrichtige Anteilnahme auf HFC Seite nicht erst nehmen
  • Deswegen möchte man allen gefahren vorbeugen.
  • und reist nicht zum Derby
  • Fechner redet von einer Trauerphase
  • und möchte Geschlossenheit mit dem HFC demonstrieren
  • so etwas darf nie wieder passieren


Landespokal Polizei rüstet sich für SV Merseburg 99 gegen 1. FCM




10.11.16

Zitat:


Merseburg -

Der Merseburger Polizeisprecher Jürgen Müller strahlt die Ruhe eines erfahrenen Polizisten aus. Dabei ist das Thema ein brisantes. Es geht um die Sicherheitslage
vor dem Landespokalviertelfinalspiel am Sonntag um 13 Uhr zwischen dem Oberligisten SV Merseburg 99 und dem Drittligisten 1. FC Magdeburg in dem Gespräch.
„Ich erwarte kein Risikospiel“, sagt Müller gelassen. Und das, obwohl es durchaus Grund zur Sorge geben: Die Fans des Halleschen FC sind schließlich nicht weit,
haben eine große Schar von Anhängern auch in Merseburg. Im nahen Leipzig trifft zeitgleich im sächsischen Landespokal die BSG Chemie auf Lok Leipzig - eine Partie,
die ebenfalls die volle Aufmerksamkeit der Polizei beansprucht.

Zahl der Einsatzkräfte erhöht

„Natürlich: Vereinzelt wird sich da zwischen den Fans ins Gesicht gefasst, aber ich denke da kommt nichts Schlimmes“, sagt Jürgen Müller. Laut dem Polizeisprecher
ist die Präsenz durch die Einsatzkräfte erhöht. „Das ist normal. So machen wir das auch bei Ligaspielen“, erklärt er.

Trotzdem hat er einen Wunsch für den Sonntag: „Hoffentlich gibt es kein Feuerwerk oder übermäßigen Radau.“ Auch aus Sicht der Bundespolizei besteht keine erhöhte
Gefahr. Als Prävention wird es dennoch eine verstärkte Präsenz in Merseburg und vor allem am halleschen Bahnhof geben. Und das, obwohl Fans aus beiden Lagern
vorrangig privat oder in kleinen Gruppen anreisen werden. Die Beamten gehen davon aus, dass sich das andere konfliktbeladene Spiel in Leipzig positiv auf die Sicherheitslage
auswirkt, denn die HFC-Ultras werden eher in Leipzig als in Braunsbedra erwartet.

Mehr Anspannung als bei der Polizei ist da schon bei den Merseburger Verantwortlichen zu spüren. Dementsprechend hofft auch 99-Geschäftsführer Dieter Kliemke:
„Es soll ein Fußballfest ohne Störungen geben.“ Mit ernstem Ton fügt er an: „Die Sicherheit der Fans ist uns sehr wichtig.“ Die Merseburger Anhänger werden in der Mehrheit
privat anreisen. Aber: „Unsere alt eingesessene Fangruppe fährt geschlossen mit dem Bus“ sagt der 69 Jahre alte Kliemke. Marcus Skowronek, der Präsident des
SV Merseburg 99, fügt lächelnd an: „Bei uns sind das aber nicht so viele Fans wie beim FCM.“

Obwohl die Führungsriege inklusive Kliemke am vergangenen Wochenende das Heimspiel der Magdeburger gegen Hansa Rostock angeschaut hat, will er die Taktik
und die Überraschungen dann doch eher 99-Coach Farih Kadic überlassen. Kliemke lässt sich wenigstens in die Bücher schauen: „Die Gewinne aus dem Pokalspiel
werden ganz regulär zwischen Magdeburg und uns aufgeteilt“ verrät er. Jeder erhält die Hälfte. Einen warmen und ergiebigen Geldregen erwartet Marcus Skowronek
aber nicht vom Landespokalspiel.

„Das beeindruckt mich“

So rechnet er kurz vor: „Wenn man bedenkt, dass wir die Security bezahlen. Dann kommt noch die Stadionmiete dazu, bleibt am Ende nicht allzu viel.
Für uns wird das Erlebnis gegen Magdeburg gespielt zu haben der größte Lohn sein“ sagt er. Schätzungsweise wird dem Klub wohl ein unterer vierstelliger Betrag bleiben.

Trotzdem betont Skowronek: „Wie sehr der Verein von der Stadt Braunsbedra unterstützt wurde, beeindruckt mich.“ Bleibt nur noch die Hoffnung auf eine
friedliche Begegnung im Stadion des Friedens Braunsbedra.

(mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/25065534 ©2016


Fall Hannes S. Offiziell: HFC-Fanszene reist nicht zum Derby nach Magdeburg




09.11.16

Zitat:


Halle (Saale) -

Jetzt ist hat es der HFC-Fankurvenrat auch offiziell verkündet: Die aktive Fanszene des Halleschen FC wird nach dem Tod von Hannes S., Fan des
1.FC Magdeburg, nicht zum anstehenden Derby nach Magdeburg reisen. "Der Tod von Hannes überschattet alles bisher Dagewesene. Er stellt den
traurigen Höhepunkt einer immer härter geführten Auseinandersetzung beider Fanszenen dar. Deshalb ist es aus unserer Sicht zum jetzigen Zeitpunkt
wichtig, einer weiteren Eskalation in jener Auseinandersetzung entgegenzuwirken. Konsequenterweise bleibt uns da nur der Verzicht dieses Spiels",
heißt es in einer Stellungnahme.

Am Dienstagabend hatten sich die Ratsmitglieder und Vertreter vieler HFC-Fanclubs zu einer Versammlung getroffen und das Vorgehen final abgesitmmt.

Nachdem bereits die HFC-Fanbusse für das Spiel gegen den 1. FC Magdeburg am 26. November abgesagt worden sind, haben damit nun die Saalefront
Ultras und zahlreiche weitere Fanclubs und Gruppen am Mittwoch öffentlich angekündigt, komplett auf eine Anreise zum Derby zu verzichten. „Aus Respekt
gegenüber dem verstorbenen Hannes werden wir als HFC-Fangemeinde den Weg nach Magdeburg nicht antreten. Trotz aller Bedeutung dieses Derbys gibt es
wichtigere Dinge im Leben, als ein Fußballspiel. Wir können nicht einfach so tun, als wäre nichts geschehen. Ein Mensch ist gestorben“, heißt es in einer Erklärung.

Man wolle ein "klares Zeichen" setzen, daher sind auch alle weiteren rot-weißen Fans aufgerufen, nicht in die Landeshauptstadt zu fahren. Von der
HFC-Mannschaft erhoffen sich die Fans akzeptanz für diese Entscheidung. So heißt es in der Stellungnahme: "Wir hoffen insbesondere bei der Mannschaft auf
Verständnis zu stoßen, dass wir sie an diesem Tag nicht wie gewohnt unterstützen werden."

Der 25-Jährige Hannes S. war Anfang Oktober aus einem fahrenden Zug gestürzt und später verstorben. Vorausgegangen war ein Konflikt mit Anhängern des HFC in dem Zug.
– Quelle: http://www.mz-web.de/25066604 ©2016


Fußball: 1. FC Magdeburg akzeptiert DFB-Urteil




10.11.2016

Zitat:

Der FCM hat die Berufung gegen zwei Zuschauer-Teilausschlüsse und 20.000 Euro Geldstrafe seitens des DFB zurückgezogen.
Von Thomas Juschus ›

Magdeburg l Es war der 22. Oktober, Heimspiel eins nach dem Tod von Hannes S. Vor dem Anpfiff der Partie gegen den Chemnitzer FC gedachten
Mannschaft und Zuschauer des verstorbenen FCM-Fans, im Block U brannten Ultras Bengalo-Fackeln ab, bildeten dabei ein rotes Kreuz: Hochgefährlich
und vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) verboten. „Die Aktion war sicher nachvollziehbar, aber sehr unglücklich, weil allen Beteiligten klar sein musste,
dass der DFB erneut dagegen vorgehen wird. Die Regeln sind eindeutig“, sagte am Mittwoch FCM-Präsident Peter Fechner.

Erst Anfang Oktober war der FCM wegen ähnlicher Vergehen seiner Anhänger verurteilt worden. Strafe damals: Widerruf einer Bewährung auf Teilausschluss,
weiterer Teilausschluss und 20.000 Euro Geldstrafe, wovon 10.000 Euro für präventive Zwecke eingesetzt werden können. Da durch das erneute Abbrennen
von Pyrotechnik nun zu befürchten war, dass bei der Berufungsverhandlung vor dem DFB-Bundesgericht diese Vergehen sogar noch strafverschärfend wirken,
sah „sich der FCM gezwungen, die eingelegte Berufung zurückzunehmen“, hieß es in einer Erklärung.

Immerhin konnte der Club durch seine Berufung den wirtschaftlichen Schaden etwas begrenzen, da ursprünglich die Teilausschlüsse in den zuschauerträchtigen
Spielen gegen Hansa Rostock und den Halleschen FC wirksam geworden wären. Da das Urteil des Sportgerichtes durch die Rücknahme der Berufung nun
rechtskräftig wird, muss der FCM im Heimspiel gegen den VfR Aalen (10. Dezember) die Blöcke 3 bis 6 und gegen den FSV Zwickau (5. Februar) die Blöcke
3 bis 5 sowie Block 12 geschlossen halten.

Bereits in der Vorsaison musste der FCM 78.000 Euro an Strafen (Quelle: http://www.liga3-online.de) zahlen und wurde in dieser Saison im Spiel gegen Werder Bremen II
mit einem Zuschauer-Teilausschluss belegt. „Jeder Euro an Strafen fehlt uns für den Sport. Wir suchen Wege, um das zukünftig zu vermeiden – dazu brauchen
wir aber auch unsere Fans mit im Boot“, appellierte Fechner.


Pyro-Vorfälle FCM zieht Einspruch gegen DFB-Urteil zurück




Zitat:


Magdeburg -
Das Urteil hatte bei den Fans und Verantwortlichen des 1.FC Magdeburg Empörung ausgelöst: Mit zwei Zuschauerausschlüssen für die Nordtribüne und
20.000 Euro Geldstrafe sollte der Verein für die Ausschreitungen rund um das DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt bestraft werden. So hatte es das
DFB-Sportgericht Mitte Oktober entschieden - der FCM legte umgehend Einspruch ein, da "wesentliche Inhalte der Verhandlung strittig geblieben sind", so der Klub.



Gedenken an Hannes S. mit Pyrotechnik

Nun machen die Magdeburger eine Rolle rückwärts und ziehen ihren Einspruch zurück. Als Grund nannte der Verein das erneute Abbrennen von Pyrotechnik
in der eigenen Fankurve vor dem Heimspiel gegen den Chemnitzer FC. Die Magdeburger Fans hatten während des Gedenkzeremonie für den verstorbenen
FCM-Fan Hannes S. mehrere Bengalos entzündet. "Dadurch stand nunmehr zu befürchten, dass der Gang vor das Bundesgericht bei einer dann zu
erwartenden Verbindung der beiden Verfahren ein noch höheres Strafmaß zur Folge haben würde", so der FCM in einer Mitteilung.

Somit ist nun Urteil das Urteil vom Oktober rechtskräftig. Gegen den VfR Aalen (10. Dezember) können rund 5000 Fans in den Blöcken
3 bis 6 auf der Nordtribüne ihre Plätze nicht einnehmen. Auch im Ostduell mit dem FSV Zwickau im nächsten Jahr (3. bis 5. Februar)
müssen die Fanblöcke sowie der an den Gästebereich angrenzende Block 12 auf der Gegentribüne geschlossen bleiben. Immerhin: Hätte man dem Urteil sofort
zugestimmt, wären die beiden Ostderbys gegen Rostock und Halle vom Ausschluss betroffen gewesen.

Weitere Folgen für den FCM?
Von den 20.000 Euro Geldstrafe kann der Klub 10.000 Euro für präventive Zwecke einsetzen. Dennoch drohen für den Vorfall beim Chemnitz-Spiel und wohl
auch für die Pyro-Show der Rostocker Gästefans am vergangenen Samstag weitere Strafen durch das Frankfurter Sportgericht. (cbo/mz)



Fußball: FCM testet Kopplin




09.11.2016

Zitat:

Der 1. FC Magdeburg hat auf seine Personalmisere reagiert und Björn Kopplin zum Probetraining eingeladen.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Der FCM hat auf die angespannte Personallage reagiert und Björn Kopplin zu einem Probetraining eingeladen. Der 27-jährige Abwehrspieler kickte
zuletzt für Union Berlin und Preußen Münster, ist seit Saisonende 2015/16 vereinslos.

„Wir wollen ihn zwei Tage lang beobachten. Björn ist ja keiner, der etwa aus dem Ausland kommt, sondern jemand, den wir schon länger kennen“, sagte Trainer
Jens Härtel, der die gegenwärtige Situation als „absolut unbefriedigend“ bezeichnete.

Der Personalnotstand hatte sich am Montag noch verschärft, nachdem mit Florian Kath, Sebastian Ernst und Ahmed Waseem Razeek weitere drei Club-Kicker
krankheitsbedingt ausgefallen waren.

Kleiner Hoffnungsschimmer: Lukas Novy stieg am Dienstag wieder ins Training ein. Doch ob der verletzungsanfällige Tscheche, der noch keine einzige Minute
in der dritten Liga zum Einsatz kam, tatsächlich noch die Kehrtwende schafft, erscheint mehr als zweifelhaft.

Dafür muss Härtel weiterhin auf eine ganze Reihe anderer Akteure verzichten. Manuel Farrona-Pulido und Gerrit Müller (beide Muskelfaserriss) arbeiten unter
Fitness-Coach Dirk Keller am Comeback. Michel Niemeyer (Augenhöhlenfraktur) wartet auf seine Spezialmaske. „Und solange die nicht fertig ist, kann er nichts machen“, so Härtel.

Zwei weitere „Sorgenkinder“ sind Moritz Sprenger (Meniskus) und André Hainault (Aufbautraining). Härtel über den Kanadier: „Bei ihm weiß man nicht, in welche
Richtung es geht.“ Und Sprenger hat sich laut FCM-Coach in die Hände eines Spezialisten nach Augsburg begeben. Last but not least hat Christopher Handke muskuläre Probleme.

Schlusssatz von Co-Trainer Ronny Thielemann: „Wir sind erst am Anfang der Woche. Wir hoffen alle, dass es bis zum Ende besser aussieht.“


Fußball: Hofmann sieht mittelfristig Aufstieg des FCM




08.11.2016

Zitat:


Bernd Hofmann, ehemaliger Manager des 1. FC Magdeburg, ist sich sicher: Die Blau-Weißen können in die zweite Bundesliga aufsteigen.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Überraschungsgast beim Ostderby zwischen dem 1. FC Magdeburg und Hansa Rostock (1:1) war einer, der in beiden Vereinen mehr als sieben
Jahre als Führungskraft gearbeitet hat: Bernd Hofmann.

Am 28. Juni 2005 trat der heute 47-Jährige seinen Posten als Manager beim FCM an, war maßgeblich am Bau des neuen Stadions 2006 beteiligt, ehe er 2009
den Club verließ, ab Mai 2010 Vorstandsvorsitzender in Rostock wurde und bis Ende 2012 dort turbulente Zeiten erlebte (so stieg die Hansa-Kogge im ersten
Jahr seiner Amtszeit in die 2. Liga auf und prompt wieder ab). Seit Oktober 2014 ist der gebürtige Hennigsdorfer Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft
Füchse Berlin Sportpark GmbH und seit Juli 2015 auch Sportdirektor.

„Ein abwechslungsreicher Job, weil es dort nicht etwa nur um Handball, sondern um 25 Sportarten geht, und trotzdem ruhiger ist als im Fußball“, erzählt Hofmann,
der erstmals auch die neue „Einmal-Immer“-VIP-Lounge ins Visier nahm („Gefällt mir sehr gut. Man sieht, dass hier richtig etwas entstanden ist“).

Und der am vergangenen Sonnabend natürlich viele Hände schüttelte, sei es Mitstreiter des früheren FCM-Präsidiums (u. a. Ex-Chef Volker Rehboldt),
damalige Spieler wie Najeh Braham oder Journalisten. Zwar sei er gelegentlich auch noch bei Hansa Rostock anzutreffen, das Verhältnis aber deutlich
distanzierter als in Magdeburg. „Der große Unterschied zwischen beiden Vereinen war der, dass ich in Magdeburg aufgebaut und in Rostock abgebaut habe“,
blickt der mit der ehemaligen kroatischen Handballerin Olivera Oroz verheiratete dreifache Familienvater zurück und fügt hinzu: „Ich musste bei Hansa schließlich
mehr als 30 Mitarbeiter entlassen. Da macht man sich nicht nur Freunde ...“

Den Werdegang des Clubs verfolgt er nach eigener Aussage intensiv: „Der erste Schritt war der Sprung in den Profifußball. Jetzt muss die Entwicklung
kontinuierlich fortgesetzt werden. Doch ich bin mir sicher, dass das auch passiert und wir in zwei, drei Jahren den 1. FC Magdeburg in der zweiten Liga sehen.
Die Voraussetzungen sind da und auch die richtigen Leute, allen voran Mario Kallnik (Geschäftsführer/d. Red.), am Werk.“

Vom Derby selbst hatte sich der Überraschungsgast mehr erhofft. „Da war viel Kampf und Krampf dabei. Beim FCM mangelt es vor allem noch an
spielerischer Qualität. Aber das wissen die Beteiligten selber am besten“, sagt Hofmann, für den ein Weg zurück in den Fußball derzeit kein Thema ist:
„RB Leipzig hätte mich gereizt, doch dort haben jetzt andere das Sagen.“


FCM-Remis: Schiller: "Haben uns zu naiv angestellt"




Zitat:


Beim 1. FC Magdeburg herrscht nach dem 1:1 gegen Hansa Rostock Frustration.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Wenn nur diese ominöse 93. Minute nicht gewesen wäre ... Der FCM fühlte sich beim 1:1 (1:0) am Sonnabend in einem rassigen Ostderby
gegen Hansa Rostock um den Lohn seiner Leistung gebracht.

Da hatte der Club bis auf die Anfangsphase eine tolle erste Hälfte hingelegt, nach einem sehenswerten Angriff durch Christian Becks neunten Saisontreffer
das verdiente 1:0 erzielt (43.), selbst in Unterzahl (Gelb-Rot für Christopher Handke/65.) wenig zugelassen, um dann doch lange Gesichter zu machen.

„Schuld“ daran war nach einem Freistoß der späte Ausgleich durch Timo Gebharts Kopfball ins rechte lange Eck, der den Gästen trotz einiger guter Chancen
am Ende einen glücklichen Punkt bescherte.

Einhellig danach die Meinung der Club-Kicker: „Da haben wir uns zu naiv angestellt, die Zuordnung fehlte“, monierte Felix Schiller. „In solch einem Moment
muss man sich einfach mit mehr Leidenschaft wehren“, ergänzte Marius Sowislo. Und Jan Löhmannsröben noch drastischer: „Das 1:1 fühlt sich an wie eine
Niederlage. Kurz vor Schluss muss man sich voll reinhauen, darf solch ein Tor nicht mehr fallen. Ich habe richtig Wut im Bauch.“

Gerade, weil der FCM, so Löhmannsröben, nach dem Platzverweis für Handke zusammengerückt war, Charakter gezeigt und gute Möglichkeiten gehabt habe,
den Sack zuzumachen. So scheiterte Kapitän Sowislo in der 51. Minute aus Nahdistanz am glänzend reagierenden Marcel Schuhen im Hansa-Tor. „Das war von
,Beckus‘ (Christian Beck/d. Red.) perfekt aufgelegt. Den hätte ich machen müssen“, so Sowislo.

Dass es überhaupt zu einer siebenminütigen Nachspielzeit kam, lag an einem Teil der insgesamt 2300 Hansa-Fans, die zu Beginn der zweiten Halbzeit jede Menge
Bengalos im Gäste-Block zündeten, was zu Rauchschwaden, massiven Sichtbehinderungen und einer zweimaligen Unterbrechung führte. Lobenswert: Auf der
Gegenseite ging am Sonnabend nicht ein einziger Feuerwerkskörper hoch.

„Das 1:1 war schon extrem bitter. Wir hatten vorher genug Gelegenheiten, die Partie für uns zu entscheiden, es am Ende versäumt, uns zu belohnen“,
ärgerte sich Trainer Jens Härtel, der seinen Schützlingen unterm Strich aber „einen Riesenrespekt“ zollte. Auch deswegen, weil der FCM endlich einmal eine
starke Leistung über die volle Distanz – von einigen Schwächeperioden einmal abgesehen – zeigte. Das lag auch an Freiburg-Ausleihe Florian Kath als hängende
Spitze: „Ich finde immer besser meinen Rhythmus. Was jetzt noch fehlt, ist ein Tor“, sagte der 22-Jährige.


Fussball: Dem 1. FC Magdeburg gehen die Spieler aus




07.11.2016

Zitat:



Beim FCM hat sich nach dem 1:1 gegen Rostock die personelle Situation weiter verschärft. Der Club denkt sogar über Neuverpflichtungen nach.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Die ohnehin vom Verletzungspech gebeutelten Elbestädter beklagen nach dem Ostderby weitere drei Ausfälle durch Sperren. „Opfer“ Nummer eins
war Nils Butzen, der in der Nachspielzeit glatt Rot sah. Der 23-Jährige hatte sich zuvor vom überschwänglichen Jubel des Rostocker Ausgleichsschützen Timo Gebhart provoziert gefühlt.

„Ich habe mit der flachen Hand gegen seine Brust gestoßen. Aber wenn das eine Rote Karte ist, dann sollte Fußball künftig ohne Zweikämpfe gespielt werden“,
sagte Butzen, dem zusätzlich zum Verhängnis wurde, dass sich der Rostocker theatralisch fallenließ.

„Opfer“ Nummer zwei war Christopher Handke, der am Sonnabend nach 65 Minuten mit Gelb-Rot durch den alles andere als souveränen Schiedsrichter Benjamin Brand vom Platz gestellt wurde.
„Ich habe in der ersten Halbzeit für ein harmloses Trikot-Zupfen Gelb gesehen und dann ein Foul begangen. Ich bin der Letzte, der über Schiris meckert,
aber ich finde, da hätte er mehr Fingerspitzengefühl zeigen müssen. Denn im Grunde bin ich für ein einziges echtes Foul vom Platz geflogen“,
echauffierte sich Handke, der fürs nächste Auswärtsspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach gesperrt ist.

„Opfer“ Nummer drei hieß schließlich Niklas Brandt, der seine fünfte „Gelbe“ erhielt und genauso für Großaspach, aber eben nur für diese Partie, ausfällt.
Bei Butzen wird die Zwangspause dagegen definitiv länger als nur ein Pflichtspiel dauern.

Erschwerend kommt beim 1. FC Magdeburg die Verletztenmisere hinzu. So fehlten zuletzt André Hainault (Aufbautraining), Michel Niemeyer
(Augenhöhlenbodenfraktur), Lukas Novy (Syndesmoseanriss), Manuel Farrona-Pulido und Gerrit Müller (beide Muskelfaserriss).
Trainer Jens Härtel mit sorgenvoller Miene: „Auch wenn, wie es aussieht, Novy und Müller in Kürze zurückkehren, ist die Situation natürlich angespannt.
Wir werden den Markt genau sondieren und uns neuen Dingen, die sinnvoll erscheinen, nicht verschließen.“

Positiv für den FCM: In der dritten Liga geht es erst in 14 Tagen weiter, so dass mehr Zeit für die Problemfälle bleibt. Und sowohl Brandt als auch Handke
sind im Landespokal-Viertelfinale am 13. November in Braunsbedra gegen Merseburg 99 nicht gesperrt.

Kapitän Marius Sowislo sprach sich unterdessen gegen Neuverpflichtungen aus: „Solche Situationen gab es schon öfter. Und immer dann, wenn es personell
eng war, hat uns das noch mehr zusammengeschweißt. Unser Kader ist auch so stark genug.
Diejenigen, die sonst nicht so zum Zuge kommen, brennen darauf, zu zeigen, was sie können.“


Fußball: FCM spielt unentschieden gegen Hansa




05.11.2016

Zitat:

Der 1. FC Magdeburg hat sich im Drittliga-Ostderby 1:1 (1:0) von Hansa Rostock getrennt.
Das Spiel musste zweimal unterbrochen werden.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Von Beginn an herrschte in der mit 21000 Zuschauern bestens gefüllten MDCC-Arena hervorragende Derbystimmung. FCM-Trainer
Jens Härtel hatte exakt jene Anfangsformation aufs Feld geschickt, die zuletzt zu einem 1:1 in Regensburg gekommen war. Die Gäste mussten
kurzfristig auf ihren Stürmer Marcel Ziemer (Viruserkrankung) verzichten.

Die Elbestädter erwischten einen prima Start und hielten das bis zum Ende der ersten 45 Minuten auch durch. Es gelang, Hansa spielerisch zu
beeindrucken und kämpferisch den Schneid abzukaufen. Chancen gab es auch. So, als nach einer Viertelstunde Florian Kath den Ball erkämpfte,
Christian Beck aber im Abschluss zu lange zögerte. Nach 26 Minuten hatten die FCM-Fans schon den Torschrei auf den Lippen, als nach feinem
Doppelpass zwischen Kath und Beck Kapitän Marius Sowislo im letzten Moment an Keeper Marcel Schuhen scheiterte. Kurz vor der Pause war es
dann aber soweit. Wieder war ein Doppelpass vorausgegangen (Tobias Schwede/Sowislo), und diesmal vollendete Beck zum viel umjubelten 1:0
ins lange Eck (43.). Aus FCM-Sicht war es eine der besten Halbzeiten in dieser Saison überhaupt.

Kurz nach dem Wechsel musste das rassige Derby gleich zweimal unterbrochen werden, weil Hansa-Chaoten Pyrotechnik im Gäste-Block gezündet
hatten und die Rauchschwaden zu massiven Sichtbehinderungen führten. Die Polizei werde die Videoüberwachung auswerten, um mögliche
Tatverdächtige zu ermitteln. Die Täter hätten sich jedoch vor dem Zünden der Pyrotechnik vermummt, sagte ein Polizeisprecher.

Danach wurde wieder Fußball gespielt. Für den FCM ging es aber nur noch zu Zehnt weiter, weil der zuvor verwarnte Christopher Handke
nach einem weiteren Foul Gelb-Rot sah (65.). Eine schwere Bürde für die Gastgeber, zumal Handke bis dato eine starke Leistung gezeigt hatte.

In der Folgezeit ging es für den FCM darum, diesen knappen Vorsprung mit aller Kraft über die Zeit zu bringen. Auf beiden Seiten wurde nun
um jeden Zentimeter gefightet. Die bis dato enttäuschenden Rostocker drängten mit Macht auf den Ausgleich. Die Trainer Jens Härtel und
Christian Brand und viele Zuschauer hielt es schon längst nicht mehr auf ihren Plätzen. Die Nachspielzeit betrug insgesamt sieben Minuten.
Nach 93 Minuten war es dann doch passiert. Timo Gebhart besorgte nach einem Freistoß per Kopf das schmeichelhafte 1:1.

In der überhaus hektischen Schlussphase wurden dann der Torschütze und Magdeburgs Nils Butzen ebenfalls noch vom Platz gestellt.



FCM-Trainer Härtel sagte nach dem Spiel: "Wir sind total unzufrieden. Wenn man so lange führt, will man natürlich auch die drei Zähler
hierbehalten. Und das wäre unterm Strich auch hochverdient gewesen, zumal wir nicht viel zugelassen haben. Aber wir müssen es so
akzeptieren. Wobei es nicht nur die zwei Punkte sind, die uns jetzt fehlen, sondern es wird nach den Platzverweisen für Christopher Handke
und Nils Butzen sowie der fünften Gelben Karte für Niklas Brandt auch personell langsam eng."

Trainer-Kollege Christian Brand sah es etwas anders: "Es war ein interessanter Nachmittag mit einem gerechten Unentschieden. Die Punkteteilung
geht aus meiner Sicht in Ordnung. Die Magdeburger Führung war sehr gut herausgespielt, aber danach haben wir nach Lösungen gesucht
und sie auch gefunden, wenngleich uns natürlich die Gelb-Rote Karte der Gastgeber geholfen hat."


Derby ohne HFC-Fans? Fanbusse für das Spiel gegen den 1. FC Magdeburg werden abgesagt




05.11.16

Zitat:



Plötzlich flog eine Warnbake mitten auf die Straße, direkt vor den Neun-Sitzer an der Spitze des Konvois. Der musste stoppen.
Ein Dutzend vermummte Männer tauchten auf. Sie setzten sich den Mundschutz ein und schwangen Baseballschläger. Nur mit Mühe
konnte das Auto aus Halle die Warnbake überfahren, die folgenden Busse ebenfalls entkommen.

So schildern Augenzeugen die Geschehnisse vor dem Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC in der vergangenen Saison.
Jürgen Böhm, der für die HFC-Fans immer die Auswärtsbusfahrten organisiert, möchte sich zu Details nicht äußern. Doch er sagt,
unabhängig von diesem einem Vorkommnis: „Es gab in den vergangenen zwei Jahren eine unzureichende Absicherung der Fahrten durch die Polizei.“


Rache-Aktionen wegen des Todes von Hannes S. befürchtet

Böhm hat die geplanten Busse für das Aufeinandertreffen am 26. November in Magdeburg deshalb abgesagt. „Ich konnte die Sicherheit der Mitfahrer
nicht garantieren“, nennt er den Grund. Doch wie die MZ aus Fankreisen erfuhr, wird es wohl nicht bei den Bus-Absagen bleiben: Es droht ein Derby ohne HFC-Fans!

Die Anzeichen verdichten sich, dass die aktive Fanszene des Halleschen FC in der kommenden Woche ihre Derby-Absage bekanntgeben will.
Würde bedeuten: Die Ultras treten den Weg in den Norden Sachsen-Anhalts nicht mit an. Nach dem tragischen Tod des Magdeburger Fans Hannes S.
planen vereinzelte FCM-Anhänger angeblich Racheaktionen - so erzählt man es sich zumindest unter den halleschen Fans. Der 25-Jährige Hannes S. war Anfang Oktober
aus einem fahrenden Zug gestürzt und an den folgen des Unglücks verstorben. Vorausgegangen war ein Konflikt mit HFC-Fans, die ebenfalls im Zug waren.
Rund 50 HFC-Anhänger mussten bei der Polizei aussagen

Die genauen Umstände sind noch unklar. In den vergangenen Tagen vernahm die Polizei mehrere Fans des Halleschen FC an ihrem Wohn- oder Arbeitsort.
Die Staatsanwaltschaft Magdeburg spricht von „zahlreichen Befragungen“. Nach MZ-Informationen mussten rund 50 HFC-Anhänger aussagen.

Sieben Busse waren ursprünglich für das Derby beim 1. FC Magdeburg geplant. Sie waren ausverkauft. Doch nun fährt kein einziger - zumindest keiner,
der von Jürgen Böhm organisiert wird. „Es gibt ja noch andere Busorganisationen“, sagt er. Dass die HFC-Fans auf diese ausweichen, ist allerdings äußerst unwahrscheinlich.
„Ich hätte die Busse aufgrund der zuletzt mangelhaften Polizeipräsenz vielleicht auch so abgesagt“, meint Jürgen Böhm, sagt dann aber doch:
„Man kann es nicht von der Hand weisen: Der Fall Hannes hat die Situation natürlich verschärft.“ Wahrscheinlich so weit,
dass der Gästeblock der MDCC-Arena am 26. November nahezu leer bleiben wird.
HFC-Fanbeauftragter: Polizei konnte uns nie richtig schützen

Andreas Wolf, der Fanbeauftragte des Halleschen FC, wollte das auf MZ-Nachfrage am Freitagnachmittag nicht bestätigen. Zu den Bus-Absagen meinte er aber:
„Die Polizei konnte uns in den letzten zwei Jahren nie richtig schützen. Die Angst vor Angriffen war einfach zu groß.“

Auch Michael Schädlich hat die Diskussionen in den vergangenen Tagen und Wochen verfolgt. „Ich kenne das Thema der Bus-Absage“, meint der Präsident des HFC.
Und: „Vielleicht wirkt das in dieser Situation sogar deeskalierend.“ Nur: „Was passiert mit den Dutzenden privaten Pkw, die nach Magdeburg fahren?“, fragt er.
Absprache mit FCM-Ultras?

Denn: Den HFC-Fans bleibt im Grunde nur noch die Anreise mit den Privat-PKW. Der Hauptbahnhof Halle ist schließlich vom 21. bis 28. November voll gesperrt.
„Ein Sammeltransport wäre natürlich wesentlich einfacher zu kontrollieren“, sagt Michael Schädlich. Doch wie es auch kommt: „Die Sicherheit muss im Vordergrund stehen“, erklärt er.

Die bevorstehende Derby-Absage der HFC-Ultras könnte einen gemeinsamen Hintergrund haben: Gerüchten zufolge haben sich Mitglieder des Block U, der FCM-Ultras,
und der Saalefront, der HFC-Ultras, getroffen und den Verzicht vereinbart. Im Gegenzug sollen die Magdeburger Ultras im Rückspiel Ende April nächsten Jahres demnach auf eine Reise nach Halle verzichten. (mz)
– Quelle: http://www.mz-web.de/25036296 ©2016


Fußball: Glinker: „Wir wissen, was zu tun ist“




05.11.2016

Zitat:

Für Jan Glinker, Keeper des 1. FC Magdeburg, ist das Ostderby gegen Hansa Rostock kein Spiel wie jedes andere.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l „Das Kribbeln ist größer als bei manch anderer Partie“, sagte Glinker vor dem Hit am heutigen Sonnabend (14 Uhr, MDCC-Arena/live im MDR).
Vor allem hofft der Torhüter, dass „alles friedlich bleibt“. Hintergrund: Die Fangruppierungen sind einerseits verfeindet, wissen aber andererseits,
dass bei erneuter Randale noch drastischere Strafen durch den DFB drohen.

Sportlich erwartet Glinker eine kampfbetonte Partie und unkte bereits: „Ob es daher ein spielerisches Filetstück wird, bleibt abzuwarten ...“

Ganz wichtig, so der gebürtige Berliner, der mit Union so manche heiße (Derby-)Schlacht in der Bundeshauptstadt geschlagen hat, sei die Unterstützung der
eigenen Fans: „Nach dem tragischen Tod von Fan Hannes ging es zuletzt etwas leiser zu. Die Umstände hat man auch uns angemerkt. Ich hoffe, dass die
Kulisse jetzt umso lauter sein wird. Gerade als Torhüter hat man doch die eine oder andere Sekunde mehr Zeit, diese besondere Atmosphäre in der MDCC-Arena aufzusaugen.“

Apropos Torhüter: Zuletzt hatte Trainer Jens Härtel angedeutet, dass die Karten um die Nummer eins im Kasten beim FCM möglicherweise in der Winterpause
neu gemischt werden, Leopold Zingerle „ganz nah dran sei“. Glinker sieht das, zumindest nach außen hin, gelassen: „Ich versuche, stets meine Leistung zu bringen,
habe stabil gehalten und sehe mich derzeit schon als die Nummer eins.“ Und zum Verhältnis der beiden: „Das würde ich als ganz normal bezeichnen.
Natürlich will jeder spielen, aber es gibt keinerlei Stunk.“

Zuletzt unterstrich Glinker beim 1:1 in Regensburg, dass auf ihn Verlass ist. Mit tollen Paraden hielt er sein Team in der kritischen Phase nach dem 0:1 im Spiel.

So muss er sich auch keineswegs vor Gäste-Keeper Marcel Schuhen verstecken, der immerhin schon siebenmal seinen Kasten sauber gehalten hat (Glinker steht
bei vier Zu-Null-Partien). Der FCM-Schlussmann: „Wir wissen, wie stark Hansa ist, besonders auswärts. Aber wir wissen auch, was wir tun müssen, nämlich unsere
Kampfkraft und Leidenschaft in die Waagschale werfen.“

Und wie geht es mit Glinker mittelfristig weiter? „Zunächst einmal läuft mein Vertrag ja noch eineinhalb Jahre, so dass ich erst einmal Planungssicherheit habe.
Was danach ist, wird man sehen. Ich möchte auf jeden Fall noch mindestens drei Jahre spielen. Mitte 30 ist für einen Torhüter auf keinen Fall zu alt.
Zumal ich mich topfit fühle, mir auch das Training nicht etwa schwerer fällt und ich bis auf den Innenbandteil-anriss im Mai 2015 in Jena von schwerwiegenden
Verletzungen immer verschont geblieben bin.“ Danach könne er sich den Sprung ins Trainergeschäft vorstellen, vorrangig als Torwarttrainer


Ost-Derby: 1000 Polizisten bewachen Magdeburg



05.11.2016

Zitat:

Weit mehr als tausend Polizisten müssen nicht nur das Risikospiel FCM gegen Rostock, sondern auch Demos und mehr in der Region absichern.
Von Matthias Fricke ›

Magdeburg l Weit mehr als 1000 Polizisten mit einem halben Dutzend Wasserwerfern, einer Pferdestaffel, Hunden und Hubschraubern sollen am heutigen Sonnabend in
Magdeburg Ausschreitungen zwischen Fans sowie linken und rechten Demonstranten verhindern.

„Wir erhalten Unterstützung von Hundertschaften aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie
Einheiten der Bundespolizei“, sagte Einsatzleiter Tom-Oliver Langhans am Freitag. Es sei ein kostenintensiver Einsatz. Genau beziffern konnte er dies bisher aber nicht.
„Weil in Magdeburg und Umgebung viele Hotels ausgebucht waren, mussten wir die Kollegen zum Teil in Stendal, Tangermünde und Halle unterbringen“, so der Einsatzleiter.

  • Fußballderby FC Magdeburg gegen Hansa Rostock: Rund 20 000 Zuschauer werden erwartet, davon kommen etwa 2300 aus Rostock. Etwa 630 Fans aus Magdeburg und
    der Unterstützerklubs vom BFC Dynamo und Eintracht Braunschweig werden als gewaltbereit eingestuft. Bei den Gästen aus Rostock liegt die Zahl bei etwa 400. Obwohl das
    Derby als Risikospiel eingestuft ist, gebe es zurzeit aber keinen konkreten Hinweis auf Ausschreitungen. Das Stadion ist bereits seit Donnerstag gesperrt und soll vor dem
    Spiel von Sprengstoffsuchhunden kontrolliert werden. Der FCM setzt zudem etwa 500 Ordner ein, um im Stadion die Sicherheit zu gewährleisten. Verkehrseinschränkungen
    gibt es vor allem im Osten der Stadt im Bereich der Bundesstraße 1. Zwischen 11.45 Uhr und 13.45 Uhr wollen die Hansa-Fans einen Marsch über die Herrenkrugstraße zum
    Stadion für eine Demonstration unter dem Motto „Gegen Kollektivstrafen“. Langhans: „Wer am Nachmittag nicht unbedingt in den Osten der Stadt fahren muss, sollte es
    auch nicht tun.“ Erschwerend komme dort hinzu, dass zeitgleich auch die Raubfisch- und Meeresangeltage auf dem Messegelände stattfinden.

  • Demonstrationen in der Innenstadt: Die Partei „Die Rechte“ hat parallel zum Fußballderby zwischen 13 und 18.30 Uhr einen Aufmarsch durch die Innenstadt zwischen Buckauer
    Bahnhof, Hasselbachplatz und Willy-Brandt-Platz angemeldet. Die Polizei rechnet zwischen 80 und 150 Teilnehmern. Zum Gegenprotest mit Fahrrädern zwischen 11 und 18 Uhr
    könnten etwa 150 Teilnehmer kommen.

  • Hells-Angels-Treff in Salzwedel: Die Polizei rechnet mit 500 bis 700 Rockern der Hells Angels zur Clubhauseröffnung um 19 Uhr in Salzwedel. Auf den Zufahrtsstraßen soll die Polizei,
    schwer bewaffnet und zum Teil vermummt, anreisende Gäste kontrollieren.

  • Bandidos-Party in Haldensleben: Auch rund um Haldensleben gibt es Polizeikontrollen. Dort feiern ab 19 Uhr die Bandidos das fünfjährige Bestehen ihres Chapters (Ortsklub).
    Es werden etwa 100 bis 150 Rocker erwartet.




1. FC Magdeburg: Streich sieht Aufstiegspotenzial


04.11.2016

Zitat:

Zwei Clubs haben Joachim Streich geprägt - Hansa Rostock (1967-1975) und FCM (1975-1985) und ihn zu dem gemacht, was er war: Ein Topstürmer.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Fast in allen DDR-Statisken ist Achim Streich vorne zu finden – die häufigsten Einsätze in der A-Nationalmannschaft (102 Spiele), die meisten Treffer (55), dazu Oberliga-Rekordtorschütze (229), davon allein 171 in 237 Punktspielen für den Club.

Vor dem morgigen Drittligaduell des FCM gegen Hansa Rostock (14 Uhr, MDCC-Arena) blickte Streich noch einmal zurück. „Das waren meine wichtigsten Vereine. Ich hatte das Glück, dass ich nach zwei Jahren in Hansas A-Jugend 1969 mit 18 in die erste Mannschaft kam, weil der damalige Trainer Dr. Horst Saß jungen Spielern eine Chance gab. Dafür bin ich noch heute unendlich dankbar, weil ich mich dadurch auch für die Nationalmannschaft empfehlen konnte“, erzählte der heute 65-Jährige, der zehn Jahre später nach dem Abstieg von Hansa fast in Jena bei Hans Meyer gelandet wäre. Doch Streich wurde zum FCM delegiert – und dort zum Star. „Es hat enorm viel Spaß gemacht, auch weil wir eine Truppe waren, die durch dick und dünn gegangen ist“, so der frühere Torjäger, der nach seinem Karriereende 1985 noch bis 1997 (mit Unterbrechungen) Trainer war.

Inzwischen alles Schnee von gestern. Seit gut einem Jahr ist Streich Ruheständler, schnürt nur noch ganz, ganz selten die Töppen, verfolgt die Geschicke „seines“ FCM aber genau und besucht, wann immer es geht, alle Heimspiele.

„Die Euphorie nach dem Aufstieg ist immer noch da. Man sieht es an den Zuschauerzahlen. Und sportlich sind wir in der Defensive gut aufgestellt. Nur in der Offensive gibt es, wie ich finde, das eine oder andere Handicap. Wir leben zu sehr von den Toren eines Christian Beck. Spielerisch sind uns andere Teams oft überlegen. Deswegen muss der nächste Schritt gemacht werden, muss mehr spielerische Qualität her.“

Trotz dieses Mankos traut der gebürtige Wismarer den Blau-Weißen aber eine Menge zu: „Wenn alle gesund bleiben, ist wieder eine Plazierung im oberen Drittel möglich, mit ein wenig Glück sogar ein Rang unter den ersten drei. Mit den Würzburger Kickers hat in der vergangenen Saison auch niemand gerechnet, und heute spielen sie 2. Liga. Warum sollte der FCM nicht in diese Rolle schlüpfen? Zumal Jens Härtel, den ich ja noch aus meiner Trainerzeit in Zwickau als Spieler kenne, dafür sorgen wird, dass kein Schlendrian aufkommt.“

Kontakt nach Rostock hat Streich dagegen mit einer Ausnahme kaum noch. Einmal im Jahr findet in Leipzig ein Oldie-Treffen statt, und da sieht Streich dann auch immer mal wieder ehemalige Hansa-Größen wie Helmut Hergesell oder Jürgen Heinsch.

Und was glaubt Streich, wie Hansa am morgigen Sonnabend zu packen ist? „Eins vorweg: Im Vorjahr hat der FCM zwar 4:1 gewonnen, Hansa mir fußballerisch aber besser gefallen. Auch diesmal wird es schwer, zumal mit Christian Brand als Trainer es stetig bergauf gegangen und auch in der Chefetage wieder Ruhe eingekehrt ist. Aber wenn der FCM seine Tugenden in die Waagschale wirft, das heißt, mit den Fans im Rücken, der nötigen Kampfkraft und Willensstärke und dem nötigen Druck nach vorne agiert, dann sollte es zu drei Punkten reichen. Ich tippe auf ein 2:1.“

Und Streich hängt sogleich noch einen Wunsch dran, der bislang noch nicht in Erfüllung gegangen ist: „Ich hoffe, dass der FCM mehr aus seinen Standards macht, da einfach effizienter agiert. Gerade, weil wir mit Christopher Handke, Felix Schiller oder natürlich Christian Beck große, kopfballstarke Spieler haben.“


1. FC Magdeburg: Härtel: „Jede Serie geht mal zu Ende“



04.11.2016

Zitat:


Der FCM will gegen Hansa Rostock endlich den ersten Dreier in einem Ostduell einfahren.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Ein Ostderby gegen Hansa Rostock ist immer etwas Besonderes. Das weiß auch Trainer Jens Härtel: „Ein hochemotionales Spiel vor vollem Haus. Deswegen kommt es darauf an, dass wir die Balance halten, nicht übersteuern oder die Nerven verlieren“, sagte der 47-Jährige vor dem Duell am morgigen Sonnabend (14 Uhr, MDCC-Arena).

Die Personalsituation hat sich laut Härtel „nur minimal verbessert“. So trainiert Maurice Exslager nach seiner Wadenverletzung seit Mittwoch wieder mit. Weiterhin fehlen aber André Hainault, Michel Niemeyer, Moritz Sprenger, Manuel Farrona-Pulido, Gerrit Müller und Lukas Novy.

Erschwerend kommt hinzu, dass Hansa einen guten Lauf, zuletzt sogar dreimal auswärts in Folge gewonnen hat. Und das ohne Gegentor! Härtel: „Sie sind stabiler geworden, verfügen über ein überragendes Umschaltspiel und treten momentan extrem selbstbewusst auf.“

Gleichwohl heißt die Devise: Bange machen gilt nicht. Der Fußball-Lehrer: „Jede Serie geht einmal zu Ende. Wir wollen die drei Punkte hierbehalten und unseren ersten Sieg in einem Ostduell feiern.“

Darüber, wie das geschehen soll, ob nach dem Vierer-Pack im Heimspiel gegen Chemnitz (2:4) mit einer offensiveren Ausrichtung diesmal wieder mehr Wert auf die Defensive gelegt wird, hüllte sich Härtel in Schweigen: „Da lassen wir uns vorher nicht in die Karten schauen.“



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