Komplettes Thema anzeigen 18.09.2015, 13:08
Dabei seit: 17.09.2015
Wohnort: Magdeburg


Betreff: Re: Die Presse und der FCM
Blödsinn. Räte sind Hilfen für Einzelpersonen. Bevor Du mir hier ans Bein pissen willst, bring erst mal eine Quelle. Keine da, dafür aber die große Fresse? Gut dann bringe ich sie:

Strukturveränderungsvorschläge, konkret formuliert (von 2011)

Kernansatz: § 12, Abs. 6, der nach der Satzung die Bildung des Wahlausschusses bestimmt:

§ 12, Abs. 6 ALT:
In Vorbereitung von Wahlen zum Aufsichtsrat und Ehrenrat beruft das Präsidium einen Wahlausschuss ein. Dieser besteht aus drei Mitgliedern. Das Präsidium, der Ehrenrat und der Aufsichtsrat haben je ein Mitglied für den Wahlausschuss zu benennen. Der Wahlausschuss schlägt die Kandidaten zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats und/oder des Ehrenrats der Mitgliederversammlung vor. Der Kandidat wird durch den Wahlausschuss mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen berufen. Ein nicht durch den Wahlausschuss vorgeschlagenes Mitglied ist Kandidat der Mitgliederversammlung, wenn es 14 Tage vor der Mitgliederversammlung einen entsprechenden Antrag beim Präsidium stellt und eine Unterstützungsliste von 50 Mitgliedern im stimmberechtigten Alter vorlegt. Aktuelle Gremienmitglieder können nicht Mitglied des Wahlausschusses sein.
    

§ 12, Abs. 6 NEU:
In Vorbereitung von Wahlen zum Aufsichtsrat und Ehrenrat beruft das Präsidium einen Wahlausschuss ein. Dieser besteht aus fünf Mitgliedern. Der AR, das Präsidium, der Ehrenrat, der Wirtschaftsbeirat und der Sportbeirat schlagen die Kandidaten zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrates und/oder des Ehrenrates der Mitgliederversammlung vor. Ein nicht durch die Obigen vorgeschlagenes Mitglied ist Kandidat der Mitgliederversammlung, wenn es 14 Tage vor der Mitgliederversammlung einen entsprechenden Antrag beim Präsidium stellt und eine Unterstützungsliste von 50 Mitgliedern im stimmberechtigten Alter vorlegt. Aktuelle Gremienmitglieder können nicht Mitglied des Wahlausschusses sein.


Falls dieser Antrag durchkommt, muß § 10 geändert werden, da Mitglieder des Wahlausschusses gemäß §12, Abs. 6 nur durch Organe des Vereins bzw. das basisdemokratische Verfahren einer Unterschriftensammlung (50 Mitglieder müssen vorab einem Kandidaten für den Fall der Kandidatur zu einem Amt ihre Zustimmung schriftlich zusichern) bestimmt werden dürfen.

ALT: § 10: Organe

Die Organe des Vereins sind:

a)    die Mitgliederversammlung
b)    der Aufsichtsrat
c)    das Präsidium
d)    der Ehrenrat

NEU: § 10: Organe
Die Organe des Vereins sind:
a)    die Mitgliederversammlung
b)    der Aufsichtsrat
c)    das Präsidium
d)    der Ehrenrat
e)    Sportbeirat
f)    Wirtschaftsbeirat

Erklärung: Wirtschaftsrat und Sportbeirat drängen schon seit Jahren in ihre Funktionen und fordern mehr oder minder Kompetenzen. Ihre Gründung war notwendig und richtig. Die Zuweisung ihrer Kompetenzen erfolgte aus Sicht eines Amateurvereins – der wir noch weitgehend sind. Es müssen jetzt die Weichen zu professioneller Arbeit in Magdeburg gestellt werden, nicht erst dann, wenn wir den sportlichen Erfolg erzielen und im Profifußball angekommen sind. Es ist richtig, daß die beste Satzung keine Tore schießt; eine den Ansprüchen und dem Selbstbild der meisten Mitglieder des Vereins zuwiderlaufende fehlerhafte Satzung, die die vielen Strömungen und Aufgabenbereiche im Verein nur unzulänglich repräsentiert, schadet aber schon mittelfristig. Der Blick in die Vereinsstrukturen ALLER erfolgreichen Vereine belegt zudem die Notwendigkeit einer auch satzungstechnisch verbrieften Einbindung der wirtschaftlichen und sportlichen Kompetenzen der Mitglieder eines erfolgreich arbeiten wollenden gemeinnützigen Gebildes wie des FCM.

Danach müssen die neuen Gremien definiert werden, möglichst einfach:

§ 16: Sportbeirat

Der Sportbeirat setzt sich aus ehemaligen Spielern und Trainern des FCM zusammen. Er gibt sich eine eigene Geschäftsordnung, die über seine Zusammensetzung bestimmt und erhält einen eigenen Etat in Absprache mit dem Präsidium und mit Billigung des AR. Er arbeitet den Trainern des Vereins zu, sichtet Spieler und bestimmt in Absprache mit dem jeweils verantwortlichen Trainer die Verpflichtung bzw. Entpflichtung von Spielern und Trainern. Er besitzt ein Veto-Recht, das einstimmig im Gremium gefällt werden muß.

§ 17: Wirtschaftsbeirat

Der Wirtschaftsbeirat setzt sich aus Förderern des FCM zusammen. Er gibt sich eine eigene Geschäftsordnung, die über seine Zusammensetzung bestimmt.

Erklärungen: Wir sind ein Traditionsverein mit wachsender wirtschaftlicher Bedeutung, also gibt es bei uns Sportbeiräte und Wirtschaftsbeiräte. Diese sollen sich ihrer Macht auch bewußt sein. Es muß auch so sein, daß diese Beiräte Kompetenzen erhalten. So sollte aufgrund des Prinzips einer breiten Zustimmung im Verein zur Arbeit des jeweiligen Trainers kein Trainer OHNE Zustimmung der Beiräte Spieler verpflichten dürfen. So sollte kein Trainer/Präsident ohne Zustimmung des Wirtschaftsbeirates einen Kontrakt mit Spieler, Berater oder Firma schließen, sofern ein bestimmbarer Umfang überschritten werden soll. Der AR wiederum, damit das Ganze dann noch ein Dach bekommt, beobachtet das Gesamtgeschehen und kontrolliert, ob alles satzungsgemäß erfolgt. Beiräte kontrollieren das Detail- bzw. Tagesgeschehen. Der AR, um im Beispiel zu bleiben, sagt nichts zu Einzelverpflichtungen, sondern zu Gesamtverpflichtungen über ein Jahr gesehen; er legt den groben Rahmen (Finanzen, Vereinsphilosophie) vor und kontrolliert ihn, das Präsidium organisiert das Tagesgeschäft und wird hierbei von den Beiräten unterstützt. Die Durchsetzung dieses Prinzips schafft ein organisches Ganzes, wie es einem auf der breiten Zustimmung seiner Mitglieder geführten Traditionsverein auch zukommt, denn genau das unterscheidet ihn von Retortenvereinen oder Werkmannschaften.
Damit dürfte die von Felsche (Ostfale) u.a. Kritikern befürchtete Kontrollfunktion der Beiräte NICHT gegeben sein und sie bleiben das, was sie sein sollen: Ratgeber. Wenn jedoch ALLE Ratgeber einer Meinung sein sollten, was de facto nie vorkommen dürfte, sollten sie auch (zum Nutzen des Vereins) ein Veto-Recht besitzen, damit ein Trainer nicht das machen kann, was ER ALLEIN für richtig hält. Damit wäre, sofern dieser Antrag durchkommt, der BEIRATs-Aspekt und die Funktionsfähigkeit der einzelnen Organe gewährleistet.

Aus dem bisherigen § 16 wird § 18, aus 17 19, aus 18 20, aus 19 21 und aus 20 22.

Das waren meine Strukturänderungsvorschläge. Für Dich Selektivleser mache ich es noch einmal deutlich: RÄTE RATEN, aber die Entscheidung wird immer von der Exekutive, also dem Präsidium, gefällt. Deshalb ist es ja die Exekutive.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 18.09.2015, 13:10 von aerolith.