Komplettes Thema anzeigen 02.05.2017, 07:23
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Betreff: Re: Ha**escher FC - 1.FC Magdeburg Sa,29.04.17 14:00 Uhr**

Die zwei Gesichter des FCM




02.05.2017

Zitat:



Das 1:1 des Drittligisten 1. FC Magdeburg beim Halleschen FC hat gezeigt, wie unterschiedlich sich der FCM manchmal präsentiert.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Nach einer extrem schwachen ersten Halbzeit steigerte sich das Team nach der Pause. Ein Grund dafür war ein früher Wechsel von Trainer Jens Härtel.
Die 530 mitgereisten FCM-Fans unter den insgesamt 8021 Zuschauern trauten in der ersten Halbzeit zunächst ihren Augen nicht. Magdeburg präsentierte sich beim
Halleschen FC im Vergleich zum Großaspach-Spiel (2:1) wie ausgewechselt.

„Wir haben in diesem Derby nur in einer Halbzeit stattgefunden. Die erste Hälfte lief überhaupt nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, fand Härtel deutliche
Worte. „Wir sind kaum in die Zweikämpfe gekommen und nur hinterhergerannt. Halle hatte schon in der Anfangsphase zwei gute Chancen.“ Dorian Diring (4.) und
Marvin Ajani (6.) hätten den HFC bereits in Führung bringen können. Das übernahm dann Martin Röser in der 15. Minute.
Härtel wechselt früh

Härtel reagierte in der 35. Minute, brachte Felix Schiller für Tobias Schwede und stärkte dadurch das Zentrum. Schiller ging in die Innenverteidigung, Nico Hammann
rückte auf die linke Abwehrseite und Michel Niemeyer auf die Schwede-Position. „Es hätte auch einen anderen Spieler treffen können. Ich wollte mit der frühen
Auswechslung aber ein Zeichen setzen und die Mannschaft ein bisschen aufrütteln. In der Pause ist es auch lauter geworden“, stellte der FCM-Trainer klar. „Nach dem
Seitenwechsel hat die Mannschaft eine gute Reaktion gezeigt. Wir haben schnell umgeschaltet und waren immer wieder giftig, haben viele Bälle erobert. So sollte es
eigentlich von Beginn an sein.“

Mit dem Ausgleich Sekunden nach dem Seitenwechsel durch Piotr Cwielong, der einen Abpraller nach dem Lattenschuss von Niemeyer mit dem Kopf verwandelte (46.),
war der FCM wieder in der Partie. „Wir hatten noch einige gute Gelegenheiten. Wenn man die 90 Minuten betrachtet, müssen wir aber mit dem Punkt leben “, betonte
Härtel.

Die Riesenchance zum Siegtreffer hatte Sowislo in der 85. Minute: Der Kapitän bekam den Ball, tauchte vor HFC-Torhüter Oliver Schnitzler auf, der aber parierte. Das
Nachsetzen wurde dann wegen eines Foulspiels abgepfiffen. „Ich habe keinen Druck mehr auf den Ball bekommen. Der Treffer hätte die gute zweite Halbzeit noch
gekrönt“, sagte Sowislo.
Sowislo lobt Moral

Der Kapitän fand zu den ersten 45 Minuten allerdings ähnlich wie Härtel klare Worte: „Das war gar nichts. Wir wussten, dass es in Halle schwierig wird. Wir waren dann
als Gast da, haben aber nicht agiert und auch oft schlecht reagiert. Dann konnten wir froh sein, dass es zur Pause nur 0:1 stand. Das war das Positive der ersten Halbzeit.“

Sowislo hob aber hervor, dass sich das Team aus dieser Lage wieder befreit hat. „In der Pause ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, sagte der Mittelfeldspieler,
der sich immer wieder Duelle mit HFC-Kapitän Klaus Gjasula lieferte. In einer Szene reagierte der Hallenser, der nach einem Zweikampf mit Sowislo unglücklich hinfiel
und sich dabei den Mittelfuß brach (67.), allerdings unsportlich, als er den Magdeburger wohl anspuckte. Sowislo nahm die Szene aber mit Humor und wollte sie nicht
überbewerten: „Vielleicht war es ja auch der Regen.“

Mut machte dem FCM-Kapitän die Reaktion der Mannschaft nach dem Seitenwechsel. „Die zweite Halbzeit in Halle soll jetzt die Referenz für die letzten drei Spiele sein.
Diesen Schwung wollen wir unbedingt mitnehmen“, so Sowislo.
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