Komplettes Thema anzeigen 31.05.2017, 08:04
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Betreff: Re: MDCC-Arena, Hüpfverbot(e), Block-und Sektorenabtrennungen
MDCC-Arena

Blockumbau im Stadion Magdeburg hilft 3. Liga




Zitat:



Der hektische Blockumbau in der Magdeburger MDCC-Arena war nicht umsonst, sagt Steffen Schüller vom Stadionbetreiber.
Von Rainer Schweingel ›

Magdeburg l Wie geht es nach dem verpassten Aufstieg des 1. FC Magdeburg in die zweite Bundesliga mit dem Stadionumbau weiter? Diese Frage stellt sich vor allem
mit dem Blick auf bereits begonnene Umbauarbeiten so mancher Fan. Denn kurz vor dem letzten Spieltag in der Saison hatte der Deutsche Fußballbund DFB für die
mögliche Relegation vom Magdeburger Fußballclub die Einhaltung der sogenannten Zehn-Prozent-Regel gefordert.

Der Zaun stand schnell

Danach muss der FCM für Gästefans zehn Prozent der Stadionkapazität zur Verfügung stellen, was ungefähr 2500 Plätzen entspricht. Das allerdings war für Magdeburg
ein Problem, weil der bisherige Sitzplatzblock 15 für Gästefans nicht „hüpfsicher“ ist und nur als Sitzplatzblock genutzt werden darf. Mit Hochdruck hatten deshalb die
Stadtverwaltung und Stadionbetreiber MVGM daran gearbeitet, den Block 13 mit Hilfe einer Umzäunung alternativ als Gästeblock auszuweisen.

Der Vorteil: Weil es sich um einen Block im direkten Eckbereich des Stadions handelt, herrschen hier bessere hüpfsichere statische Bedingungen als auf den geraden
Tribünen, auf denen sich auch der Block 15 befindet.

Neuer Gästebereich

Bereits zum Spiel gegen Lotte und dann auch beim Pokalfinale gegen Halberstadt waren also Teile des Blocks 13 mit einem neuen Zaun umzogen und damit zum Gästebereich
umgewandelt worden.

Hilfe in der 2. und 3. Liga

Nur: Nun benötigt der Klub den Nachweis ja nicht mehr – der Sprung in die zweite Bundesliga oder zumindest auf einen Relegationsplatz scheiterte bekanntlich. Wurde also der
Zaun umsonst gezogen und viel Geld unnütz verbaut? „Nein“, sagt Steffen Schüller. Der Geschäftsführer der städtischen Messe- und Veranstaltungs-GmbH MVGM ist für den
Stadionbetrieb und dessen Unterhaltung zuständig. „Der Umbau war nicht umsonst.“ Der zusätzliche Gästebereich könne nun auch in der dritten Liga und in der zweiten Liga
sowieso eine Hilfe sein.

60.000 Euro für den Umbau

Schüller: „Wenn Bedarf besteht, stehen nun rund 920 Sitz- und 1500 Stehplätze, jeweils hüpfsicher, im Gästebereich der Blöcke 13 und 14 zur Verfügung.“ Rund 60.000 Euro habe
der Umbau gekostet. Damit seien künftig alle geforderten Gästekontingente erfüllbar. Und man habe sogar noch einen Puffer, so Schüller

Falls der Stadtrat in der kommenden Woche der von den Fans gewünschten großen Variante des Stadionumbaus folge, könne man danach auch den daraus resultierenden größeren
Bedarf an Gästeplätzen realisieren. Aktuell liegen dem Stadtrat zwei Varianten zur Entscheidung vor. Die kleine Version ist eine statische Verstärkung des Block U bei Beibehaltung
der Kapazität (vier Millionen Euro).

Folgen für den Gästefanbereich

Die favorisierte Variante 2 sieht den Umbau der gesamten Nordtribüne (Block U) zu einem Stehplatzbereich mit einer Kapazitätserhöhung von etwa 5500 auf 10.000 Plätze vor.
Damit würde das Fassungsvermögen von rund 25.500 Zuschauern auf etwa 30.000 steigen, was auch Auswirkungen auf die Kapazität des Gästefanbereichs hätte.

Dort müssten dann ebenfalls mit 3000 Plätzen rund 500 mehr als bisher angeboten werden. Dieses Ziel sei erreichbar, so Schüller, weil der Gästeblock 15 (reine Sitzplätze) ebenfalls
eine statische Verstärkung erhalten soll.

Mehr als 3000 Plätze für Gäste

Damit stünden bei Bedarf künftig die Blöcke 13, 14 und 15 mit mehr als 3000 Plätzen für Gästefans bereit. Genug also, um alle Auflagen hinsichtlich der Kapazität
erfüllen zu können.

Block 15 könnte Testblock werden

Voraussetzung ist allerdings ein Ratsbeschluss am 8. Juni. Gibt es dort Zustimmung, sollen die Arbeiten schnell starten. Zuerst würde der Gästeblock 15 umgebaut.
Er erhält zusätzliche Stützen. Die Spannweite der Betonbalken, auf denen die Zuschauer Platz finden, wird von zwölf auf sechs Meter verkleinert.

Der Block 15 gelte dabei als eine Art Testblock für den Umbau der Nordtribüne. Aus den Erfahrungen könne man dann abschätzen, wie lange die statische Aufwertung
der Nordtribüne mit Block U dauere, so Schüller.


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 31.05.2017, 08:05 von armageddon.