Komplettes Thema anzeigen 03.06.2016, 06:06
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Betreff: Re: Mario Kallnik . . . . . . .

Fußball: Kallniks Liebeserklärung an Magdeburg




03.06.2016


Mario Kallnik (r.) im lockeren Gespräch beim ADAC-Treff
mit MDR-Journalist Jens Keller.
Foto: Popova

Zitat:


FCM-,,Macher" Mario Kallnik (41) lebt seit 15 Jahren in Magdeburg und hat die Stadt in sein Herz geschlossen.
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Spätestens seit dem Drittliga-Aufstieg ist FCM-Sportchef und -Geschäftsführer Mario Kallnik (41) ein viel gefragter Interviewpartner. Beim „doppel:punkt“-Gesprächstermin des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) am Fürstenwall in Magdeburg ging es kürzlich aber nicht (nur) um Fußball, sondern auch um den Menschen Mario Kallnik.

Im brandenburgischen Spremberg geboren, in Hoyerswerda aufgewachsen und mit einer Ausnahme (1992 - 1994 VfB Stuttgart) seit dem 13. Lebensjahr beim BFC Dynamo aktiv, landet Kallnik 2001 in Magdeburg. „Mit 26 hieß es, als Fußballer noch einmal richtig Gas zu geben oder ins Berufsleben einzusteigen. Ich entschied mich für den Sport und war glücklich, hier zu sein“, erzählt er MDR-Journalist Jens Keller. Doch die Freude währt nur kurz, der Club meldet 2002 Insolvenz an. „Eine bewegende Zeit“, blickt Kallnik auf diese Erfahrungen zurück, denn in Berlin hatte er vorher auch schon eine Insolvenz miterlebt: „Nur war man in Magdeburg darauf vorbereitet, konnte es besser auffangen.“

Fast alle Spieler verließen damals den Club, Kallnik blieb, wollte beim Neuaufbau dabei sein: „Es hieß, Ärmel hochkrempeln. Das passte zu mir, denn ich war fußballerisch nie so talentiert, sondern musste mir alles hart erarbeiten.“

Am 31. Mai 2008 beendet er mit 33 seine Karriere, wird Sozial-Versicherungsfachangestellter bei der AOK, wo er parallel eine Ausbildung absolviert hatte. „Mit dem Fußball aufzuhören, ist mir überhaupt nicht schwergefallen“, erzählt Kallnik, wohlwissend, dass ihm beruflich gute Perspektiven bevorstanden: „Ich hatte die Chance, Führungskraft zu werden. Und ich wollte schon immer in die Wirtschaft, war unheimlich glücklich.“

Nur Magdeburg verlassen, das wollte Kallnik, der in der regionalen Wirtschaft einen „emotionalen Anker“ für den FCM sieht, nicht: „Die Menschen hier sind einfach etwas Besonderes. Solch eine Verwurzelung zu ihrer Stadt, der Drittgrünsten in Deutschland, habe ich noch nie erlebt. Man kennt sich halt.“ Gelächter im Publikum, als Kallnik die Magdeburger als „klassische Heimscheißer“ bezeichnet.

Und wie bekommt er den Kopf frei? „Ich laufe sehr gerne, fahre Rad und surfe auch“, verrät der FCM-,,Macher“, der zudem schlagfertig ist. Auf die Frage, was er von Trainer-Ikone Jürgen Klopp als FCM-Coach halte, antwortet er: „Das wäre supergenial – wenn Jens (Härtel/d. Red.) irgendwann nicht mehr will ...“

Und welchen Menschen möchte er gerne mal persönlich kennenlernen? „Barak Obama.“