Berserker 03.02.2017, 17:32
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

Wie oft denn noch? Das Ermittlungsergebnis steht doch schon seit etlichen Monden fest, kein Hallenser trägt an Hannes Tod eine Mitschuld. Ist einfach so passiert.

fcmtommi 20.03.2017, 17:29
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

das Ermittlungsverfahren wurde heute eingestellt. soll sich jeder sein Teil denken. ich finde, ganz schlimm für die Hinterbliebenen wenn nicht einmal Täter bestraft werden. R.I.P. Hannes

Wadenbeisser 20.03.2017, 17:42
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

Oh mein Gott

was aber zu erwarten war

wenn man nix raus-finden will findet man halt nix raus (oder soll nix raus finden)

.


armageddon 20.03.2017, 17:49
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

Sturz aus fahrendem Zug


Ermittlungen nach Tod von Magdeburg-Fan Hannes eingestellt


Zitat:



Magdeburg. Die Oberstaatsanwaltschaft Magdeburg hat die Ermittlungen nach dem tragischen Tod eines Fans des 1. FC Magdeburg im Oktober 2016 eingestellt.
Der 25-Jährige war aus einem Regionalzug gestürzt und gestorben. Die Staatsanwaltschaft konnte jedoch kein Fremdverschulden feststellen.


Zahlreiche Zeugenbefragungen hätten zwar ergeben, dass Hannes aus dem mit Fans des rivalisierenden Halleschen FC besetzten Abteil gestürzt sei. Mutmaßungen,
dass die gegnerischen Anhänger ihn aus dem Zug geschubst oder dazu gedrängt hätten, sich aus dem bereits anfahrenden Zug zu stürzen, ließen sich aber nicht belegen.

Der Stand der Ermittlungen ergebe, dass der Verstorbene kurz hinter dem Bahnhof Haldensleben selbst die Zugtür geöffnet habe, beim Sprung aus dem Zug mit dem
Kopf auf einen Stein gestoßen und später seinen Verletzungen erlegen sei, teilte die Oberstaatsanwaltschaft Magdeburg am Montag mit.

Der Tod von Hannes hatte weit über die Fanszene des 1. FC Magdeburg hinaus für Bestürzung gesorgt und eine erneute Debatte über Fußballgewalt angestoßen.


Quelle rp-online.de

armageddon 20.03.2017, 17:51
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

man muss das nun nur oft genug wiederholen dann glauben das auch ( fast ) alle

armageddon 21.03.2017, 07:42
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

Viele Fragen offen - Tod von FCM-Fan Hannes S. bleibt ungesühnt




20.03.17

Zitat:


Haldensleben/Magdeburg -

Kein Schuldiger, keiner, der die Verantwortung trägt. Nur das tragische Ergebnis eines Konflikts zwischen Fußballfans: Seit Montag ist klar, die Ermittlungen im Fall
des im Oktober verstorbenen Hannes S., Fan des 1. FC Magdeburg, werden eingestellt.

Ein Blick zurück: Es ist kurz vor Mitternacht am Samstagabend des 1. Oktober 2016, als Hannes S. in Haldensleben auf die Regionalbahn 16431 in Richtung Magdeburg
wartet. Der 25-Jährige trägt ein T-Shirt des Block U, der Ultraszene des 1. FC Magdeburg, sein Körper zieren mehrere Tattoos mit Bezug zum Fußball-Drittligisten.

FCM-Fan Hannes S. stirbt nach Sturz aus Regionalbahn 16431: Ermittlungen werden eingestellt

Er ist in Begleitung dreier Kumpels, auch sie sind FCM-Fans. Während die drei weiter hinten in den Zug steigen, steigt Hannes S. durch jene Tür, hinter der die 80-
köpfige Fanszene des Magdeburger Erzrivalen Hallescher FC auf ihrer Rückreise vom Auswärtsspiel in Köln sitzt.

Die HFC-Ultras bemerken Hannes S. sofort, attackieren ihn verbal, fordern ihn auf, sein Shirt abzugeben. Unter Ultras gilt der Verlust von Fanszene-Klamotten als
Schande. Der FCM-Anhänger gerät in Panik, zieht die Notentriegelung der Bahn und springt – kurz nachdem der Zug den Bahnhof verlassen hatte, aus der Tür.
Alles geht rasend schnell.

So erzählte es schon kurz nach dem Vorfall ein Zeuge der MZ. Ein knappes halbes Jahr bestätigen Staatsanwaltschaft und die Ermittlungsgruppe nun diese Schilderung.
Die Folgen des Sprungs sind erschütternd: Hannes S. stürzt, schlägt mit dem Kopf auf einen Stein und wird erst fast zwei Stunden später durch Zufall von einer
Gruppe Jugendlicher gefunden. Die Kopfverletzungen sind schwer, am 12. Oktober erliegt Hannes S. seinen Verletzungen.

Eine neue Eskalationsstufe des dauerhaften Fan-Konflikts zwischen FCM und HFC-Fans ist erreicht, ein Mensch ist ums Leben gekommen. Die führenden Köpfe beider
Fanszenen treffen sich und auch wenn ein Schuldeingeständnis von Seiten der Hallenser fehlt – so berichten es Beobachter – einigen sich beide Seiten: Die Drittliga-
Derbys werden freiwillig ohne Gäste-Ultras auskommen. Auch für das Landespokal-Halbfinale im April in Halle ruft Block U auf, nicht in die Saalestadt zu reisen. Eine
weitere Zuspitzung des Konflikts soll vermieden werden.

Die extra gegründete Ermittlungsgruppe identifiziert unterdessen 60 Zugfahrer der HFC-Fanszene und lädt diese für Befragungen vor. Entgegen aller sonstigen
Gewohnheiten machen einige sogar aussagen, doch Erkenntnisse für einen Täter bringen diese nicht, Hannes S. sei ohne direktes Einwirken durch Dritte aus der Tür
gesprungen, heißt es. Belegen könnten das die Videobilder des Zuges, doch die zeigen nur, dass die Kameras weit vor dem Vorfall aus der HFC-Gruppe heraus abgeklebt
wurden. So bleiben die Zeugenaussagen und Obduktionsergebnisse, die sich gegenseitig bestätigen. Die Ermittlungen werden eingestellt.
Doch in diesem tragischen Fall es bleiben viele Fragen offen.

Fall tödlich verunglücktes FCM-Fan Hannes: Gutachten ergab, keine Mängel am Zug

Wieso fuhr der Zug weiter, nachdem Hannes S. die Tür per Notentriegelung öffnete? Hätte Hannes S. Überlebenschancen gehabt, wäre der Zug gestoppt und sofort
Hilfe alarmiert worden? Laut Bahn hätte der Lokführer ein entsprechendes Signal bekommen oder der Zug sogar automatisch anhalten müssen.

Ein Gutachten des Eisenbahnbundesamts ergab, dass der Zug keine technischen Mängel aufwies. Die Polizei bestätigt zwar, den Lokführer vernommen zu haben,
Ergebnisse wurden jedoch nicht bekannt. Unklar ist auch weiterhin, wieso die drei Begleiter sich nicht auf die Suche nach Hannes machten, nachdem sie am nächsten
Halt von den HFC-Ultras aus dem Zug gedrängt wurden.

Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass viele Beteiligten die Geschwindigkeit des Zuges unterschätzten – und damit auch mögliche körperliche Schäden in Folge des
Sprungs. Dafür spricht auch die Schilderung eines Zeugens gegenüber der MZ, der berichtet, wie die HFC-Fanszene beim nächsten geplanten Umstieg in Magdeburg
nicht drei Stunden auf die nächste Bahn Richtung Halle wartet, sondern sich am Hauptbahnhof der FCM-Stadt von einem Auto-Konvoi abholen lässt. Man habe
erwartet, dass Hannes S. befreundete Magdeburger Ultras alarmiert hat und deshalb die lange Wartezeit gemieden, so schildert es der Zeuge.

Eine andere Frage lautet: Wieso waren die HFC-Ultras auf ihrer Rückfahrt aus Köln ohne Polizeibegleitung und auch ohne das Hallenser Fanprojekt unterwegs?
Die Polizei verweist auf Personalknappheit und eine Sicherheitseinschätzung, die im Vorfeld auf besagter Reise keine Gefahr durch die HFC-Fangruppe diagnostizierte.
Dennoch geriet die Gruppe laut eines Zeugen auf dieser Reise mehrfach mit anderen Fans und bei Gifhorn schließlich mit einem anderen Fahrgast aneinander.

Hierbei kam es sogar zu Handgreiflichkeiten, weshalb einzelne Hallenser durch die verständigten Beamten kontrolliert wurden und ihre Personalien abgeben mussten –
ihre Fahrt anschließend jedoch ohne weitere Polizeibegleitung fortsetzen konnten.

Hannes S. - Erster toter 1. FCM-Fan seit 1990:

Auch die Rolle des Fanprojekts wurde nicht weiter beleuchtet. Eigentlich, so heißt es beim HFC, herrscht für Auswärtsspiele eine klare Rollenverteilung: das Fanprojekt
begleitet die aktive Fanszene auf ihrer Anreise, die Fanbetreuung übernimmt die An- und Absprache rund ums Stadion. Doch nicht nur auf dieser Fahrt war das
Fanprojekt in Person von Leiter Steffen Kluge und seinem Partner Uwe Striesenow nicht mit an Board. Immer wieder und auch nach dem Tod von Hannes S. kam es bei
Auswärtsfahrten zu Ausschreitungen und Sachbeschädigung mit Beteiligung von HFC-Fans (Paderborn, Chemnitz, Frankfurt).

Aus HFC-Kreisen wird die fehlende Begleitung durch das Fanprojekt auch als möglichen Grund für Kluges Amtsenthebung genannt. Dem in der Szene beliebten
Sozialpädagogen wurde vergangene Woche durch seinen Arbeitgeber, der Stadt Halle, mitgeteilt, dass er innerhalb der Stadtverwaltung versetzt wird.

Hannes S. ist der erste Fan seit 1990, der in Folge einer Auseinandersetzung sein Leben verlor. Antworten auf die gestellten Fragen könnten vielleicht klären, wieso es
soweit kommen konnte. Wieso Hannes S. so lange keine Hilfe erhielt, als er mit schweren Kopfverletzungen am Bahngleis lag. Juristische Folgen wird der Fall
jedenfalls keine mehr haben. (mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/26229396 ©2017


armageddon 23.03.2017, 07:54
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

Toter FCM-Fan Hannes S. Opferanwalt: HFC-Fans haben sich gegenseitig gedeckt




21.03.2017

Zitat:



Magdeburg -

In den letzten Sekunden seines Lebens muss Hannes S. panische Angst gehabt haben. In der Regionalbahn von Haldensleben nach Magdeburg war der 25-Jährige von
pöbelnden HFC-Fans umgeben, er selbst war durch ein T-Shirt der Magdeburger Ultras und durch Tattoos als FCM-Fan erkennbar.

Offenbar in Angst um sein Leben öffnete Hannes an jenem 1. Oktober kurz nach der Abfahrt des Zuges die Tür, sprang hinaus und zog sich eine tödliche Kopfverletzung zu.

Knapp sechs Monate nach dem verhängnisvollen Sprung hat die Staatsanwaltschaft den Aktendeckel jetzt zugeklappt. Für eine Gewalttat sieht sie keinen
Anhaltspunkt - aus ihrer Sicht war der Tod ein Unfall.

Fann des FCM tödlich verunglückt: Staatsanwaltschaft Magdeburg stellt Ermittlungen nach Tod von Hannes S. ein

Unstrittig waren HFC-Fans die Auslöser der Panik-Reaktion. „Die Kulisse von gegnerischen Fans“, so formuliert es die Staatsanwaltschaft Magdeburg am Montag,
habe Hannes zum Sprung veranlasst. Die Behörde hatte wegen des Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Dieses Delikt wie überhaupt ein
Fremdverschulden schließt die Staatsanwaltschaft nun jedoch aus.

Gegen Hannes habe es „keine Gewalttätigkeiten“ gegeben. Allerdings: Ein anderer Fahrgast im Zug wurde tatsächlich geschlagen, in diesem Fall dauern die
Ermittlungen an.

FCM-Fans reagieren am Montag auf das Ende der Ermittlungen mit Unverständnis. „Wir sind einfach nur erschüttert“, heißt es bei der Fanhilfe Magdeburg. In
Halle hingegen gibt es gedämpfte Erleichterung. „Ein Fußballfan ist gestorben, das lässt sich leider nicht rückgängig machen. Aber vielleicht hören jetzt die
Vorwürfe gegen die HFC-Fans auf“, sagt Carsten Böhme von der Fanszene Halle.

Ende November hatte beim Sachsen-Anhalt-Derby ein Magdeburger Plakat die gegnerische Seite als „feige Mörder“ beschimpft.

Ob die Familie von Hannes S. die Entscheidung der Staatsanwaltschaft akzeptiert, ist noch offen. Ihr Anwalt Burkhard Rayling hat zunächst ergänzende Akten
angefordert. „Es fehlen noch die Sonderhefte, die etwa die technische Ausstattung des Zuges dokumentieren. Sollte danach der leiseste Zweifel bestehen, werden
wir sicher Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg einlegen“, sagt der Rechtsanwalt.

Nach Prüfung der Zeugenaussagen ist er sich zudem sicher, dass die halleschen Fans nicht die ganze Wahrheit zum Geschehen im Zug gesagt hätten. Die Anwesenden
seien akribisch ermittelt worden, sagt Rayling. „Aber sie haben sich gegenseitig gedeckt. Keiner wollte etwas gesehen haben, die haben gemauert.“

Auch andere Details sind weiter offen. Warum fuhr der Zug auch nach dem Öffnen der Tür ungestört weiter? „Das wissen wir nicht“, räumt Frank Baumgarten von
der Staatsanwaltschaft Magdeburg ein.

Keinen Zweifel haben die Ermittler daran, dass Hannes die Tür selbst öffnete - obwohl die Bahn anfangs mitgeteilt hatte, ein Öffnen während der Fahrt sei „unter
normalen Bedingungen“ gar nicht möglich.
Fan des FCM zog sich bei Sturz aus Zug tödliche Verletzungen zu: Eisenbahn-Bundesamt untersucht noch immer

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hingegen sagt am Montag auf MZ-Nachfrage, das Öffnen sei im Notfall grundsätzlich möglich. „Das entspricht auch den Anforderungen
des Gesetzgebers.“

Bemerkenswert: Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt, obwohl das EBA seine Untersuchungen zum Fall Hannes noch gar nicht abgeschlossen hat. Die
Behörde hatte den in der Unglücksnacht eingesetzten Zug überprüft und zudem Unterlagen vom Hersteller angefordert. Die abschließende Bewertung werde man den
Ermittlungsbehörden „zeitnah“ zur Verfügung stellen, kündigt ein Sprecher an. (mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/26226786 ©2017


Berserker 23.03.2017, 09:28
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

Hatten ja auch genügend Zeit sich deckungsgleiche Aussagen zusammen zu basteln.

armageddon 23.03.2017, 10:07
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

Genau so sehe ich das auch Information

Dumm wäre jetzt nur wenn das Eisenbahn-Bundesamt doch zu der Erkenntnis kommt, das so eine Zugtür eben nicht von allein
so ohne weiteres auf zu machen geht.

Aber der Staat ( seine Anwaltschaft zumindest ) hat nun schon mal den Deckel auf die Sache drauf gemacht,
denn Unfall klingt iwi ja auch nicht so schlimm, wie das was da wirklich passiert ist.

In diesem Sinn hier wird vertuscht, gemauschelt, unter den Teppich gekehrt und den Leuten von offz. Seite ein Bär aufgebunden.

=> Meine Meinung

Arpi 23.03.2017, 13:26
Betreff: Re: Nach dem Ableben von Hannes S.

Zitat von armageddon:
Genau so sehe ich das auch Information

Dumm wäre jetzt nur wenn das Eisenbahn-Bundesamt doch zu der Erkenntnis kommt, das so eine Zugtür eben nicht von allein
so ohne weiteres auf zu machen geht.

Aber der Staat ( seine Anwaltschaft zumindest ) hat nun schon mal den Deckel auf die Sache drauf gemacht,
denn Unfall klingt iwi ja auch nicht so schlimm, wie das was da wirklich passiert ist.

In diesem Sinn hier wird vertuscht, gemauschelt, unter den Teppich gekehrt und den Leuten von offz. Seite ein Bär aufgebunden.

=> Meine Meinung

Meiner Meinung nach klingt der Bericht der MZ durchaus plausibel. Wenn das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) sagt das Öffnen der Tür sei im Notfall grundsätzlich möglich da dies den Anforderungen
des Gesetzgeber entspricht muss das also prinzipiell jede Person ohne Hilfe hinbekommen.

Was mir am ganzen Fall eher suspekt vorkommt ist das Verhalten von Hannes Mitreisenden. Die müssten doch fragen wo er bleibt, ihn versucht haben anzurufen usw. NIX. Irgendwelche Unbeteiligten finden ihn 2 Stunden später an den Bahngleisen.