MDFF - das Magdeburger Fussballforum



06.12.2015, 08:16
armageddon Abwesend
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Betreff: Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015"
shocked Nominiert sind FCM-Sportchef Mario Kallnik und Trainer Jens Härtel.


Ein Foto mit Symbolcharakter: Trainer Jens Härtel und Manager Mario Kallnik
mit den Fans im Rücken. Beide sind stellvertretend für alle, die am Erfolg des FCM beteiligt sind,
für den Magdeburger des Jahres nominiert.
Foto: Viktoria Kühne

Zitat:

Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015". Nominiert sind FCM-Sportchef Mario Kallnik und Trainer Jens Härtel.
Von Rainer Schweingel ›

Magdeburg l Der Aufstieg des 1. FC Magdeburg lässt eine ganze Region jubeln. Die Blau-Weißen sind wieder da - und rühren mit ihren Fans deutschlandweit die Werbetrommel für Magdeburg. Für diesen Weg stehen zwei Namen stellvertretend: Sportchef Mario Kallnik und Trainer Jens Härtel.

Stadion Magdeburg. Erdgeschoss. Fenster zum Parkplatz. Schrank. Tisch. Flipchart. Fernseher. Weiße Tapete. Das also ist sie, die Schaltzentrale des FCM-Aufstiegs. Wer es nicht besser wüsste, würde das Büro von FCM-Sport- und Finanzvorstand Mario Kallnik wohl eher dort verorten, wo er bislang noch hauptamtlich beschäftigt ist: bei einer Krankenkasse.

Den FCM schon als Kind bewundert

Und trotzdem ist sie es: Die Keimzelle des neuen 1. FC Magdeburg. Hier sitzt Mario Kallnik und schmiedet mit Trainer Jens Härtel die Pläne für „unseren“ FCM, wie er sagt. Und diese Pläne tragen dann im Einklang mit dem Präsidium jene Handschrift, die zum nüchtern eingerichteten Managerbüro passt: Grundsolide, ehrlich, überschaubar, auf Kasse und sportliche Qualität achtend - und ehrgeizig.

Ehrgeiz war es auch, der den gebürtigen Spremberger Mario Kallnik einst beim Klub hielt, als viele das Weite suchten. Als er noch Spieler war, blieb er 2002 nach der Insolvenz als einziger Kicker beim Klub. „Das konnte es doch nicht gewesen sein“, sagt er heute über den Grund, warum er nicht wechselte. „Der FCM gehörte schon zu meinen Kinderzeiten zu den Klubs, die ich neben Dresden und Jena immer bewundert habe. Das konnte doch hier nicht alles den Bach runtergehen.“
Motiviert etwas aufzubauen

Kallnik blieb als Spieler bis zum Karriereende 2008 und war zur Stelle, als 2012 nach tragischen sportlichen Zeiten neue Macher für neue Strukturen gesucht wurden. Und wieder war es der Ehrgeiz, der ihn zurückkehren ließ.

„Ich bin immer dann besonders motiviert, wenn ich gestalten kann und die Chance sehe, etwas aufzubauen. Und das war und ist definitiv so beim FCM mit seinen Klasse-Fans und seinem enormen Potenzial“, sagt Kallnik über den Reiz, bei den Blau-Weißen als Vorstand Sport und Finanzen ehrenamtlich anzuheuern. „Ich war mir damals schon sicher, dass wir die Rückkehr in den bezahlten Fußball schaffen können. Ich wusste nur noch nicht wann.“

Diese Frage ist inzwischen geklärt. 2015 schaffte der Klub bekanntlich den Sprung in die dritte Liga. Eine ganze Region wurde bis heute in einen kollektiven Freudentaumel versetzt.
Keine Namen, sondern Leistung kaufen

Kallniks Strategie war eine Grundlage dafür. Er legte in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, Präsidium und den Sponsoren die Weichen. Sein Credo: Wir kaufen nicht große Namen, sondern entwicklungsfähige sportliche Leistung.

Nicht wenige sahen das kritisch, wurden ungeduldig. Doch Kallnik ließ sich nicht beirren. Er setzte auf seinen Drei-Jahres-Plan und sieht ihn mit dem Aufstieg nun vorfristig erfüllt. Die Euphorie darüber nimmt er wahr, sagt aber auch klipp und klar: „Über den Erfolg freuen wir uns. Aber er ist niemals allein mein Werk. So etwas ging nur, weil alle an einem Strang zogen: Die Vereinsführung, die Spieler, die Mitarbeiter des Klubs, die Fans, die Sponsoren, die Politik mit dem Stadionbau und natürlich der Trainer Jens Härtel.“
"Es gibt keinen Personenkult"

Doch der wehrt auch ab: „Der Aufstieg ist nicht das Werk eines Einzelnen, sondern des gesamten Teams des 1. FC Magdeburg inklusive der Fans.“

Und Kallnik fügt hinzu: „Es gibt hier keinen Personenkult, weder bei den Spielern noch beim Manager, Trainer oder in der Vereinsführung. Alles, was wir tun, wird dem Erfolg des 1. FCM untergeordnet. Und über allem steht das blau-weiße Emblem.“
Holpriger Start für Jens Härtel

Getreu diesem Motto ist offenbar auch die Trainersuche erfolgt.

Jens Härtel, der seit seinem holprigen Start 2014 mit mehreren verlorenen Spielen am Stück sogar mit „Härtel-raus“-Rufen konfrontiert war und dann doch den sportlichen Erfolg auf dem Platz organisierte, ist zumindest in der Öffentlichkeit kein Lautsprecher wie so manche seiner Zunft.

Ja, am Spielfeld-rand explodiert er auch schon mal - vielleicht auch heute beim Auswärtsspiel in Würzburg. Aber in Interviews und Gesprächen trägt er analytisch seine Sichtweisen vor, wirkt manchmal sogar in sich gekehrt. Nur einmal übermannte es ihn. Das war nach der Relegation in Offenbach. „Ja, da bin ich auch in die Kurve gegangen und habe mit Fans und Spielern gefeiert.“
Stimmung und Tradition hallten nach

Ansonsten überlässt er solche Szenen lieber seinen Schützlingen. „Die sollen den Erfolg bei den Fans auskosten“, sagt er, was nicht an fehlender Begeisterung für den Klub und seine Fans liegt. „Ganz im Gegenteil. Ich habe den FCM schon früher immer verfolgt und gesehen, welche Tradition und Begeisterung es hier gibt.

Als ich dann mein erstes Spiel als Co-Trainer des SV Babelsberg hier im Stadion Magdeburg machte, war ich beeindruckt von der Fanstimmung, obwohl es doch nur Regionalliga war. Einzigartig.“

Diese Erfahrung war ein Grund, in Magdeburg anzuheuern und aus seinem sicheren Job als U19-Trainer bei RB Leipzig von der Pleiße an die Elbe zu wechseln. „Das ist hier schon was anderes, viel Schöneres mit großer Verantwortung und Herausforderung hier in Magdeburg“, schätzt Jens Härtel seine ersten 16 Magdeburger Monate ein und lächelt verschmitzt.
"Der FCM ist ja auch fast eine Religion"

Doch Hand aufs Herz: Ist diese Fankultur nicht mehr Last als Lust?

„Es ist eine Mischung. Die Fans treiben uns an. Aber es gibt auch eine große Erwartungshaltung, der wir gerecht werden wollen, weil wir wissen, was der Fußball in Magdeburg bedeutet. Und wenn es mal nicht so läuft, muss man sich natürlich auch Kritik gefallen lassen“, so Härtel, und fügt locker hinzu: „Der Trainer ist eine vorübergehende Erscheinung.“

Da blitzt sie wieder auf, die verschmitzte Art des in Rochlitz geborenen Jens Härtel mit seinem sympathischen Sächsisch, das ihm in solchen Fragen sonst so kritischen Magdeburg längst keiner krumm nimmt. Ganz im Gegenteil: Jens Härtel ist einer der bekanntesten Magdeburger.

„Ich kann kaum noch durch die Stadt gehen, ohne erkannt zu werden. Das war vor einem Jahr noch anders.“ Das ist so, obwohl Magdeburg nicht sein Lebensmittelpunkt ist. Entspannung findet er zwar schon an der Elbe. Rund um den Dom kann man ihn finden, mit ihm im Kabarett lachen, im Gottesdienst neben ihm sitzen (Härtel: „Der FCM ist ja auch fast eine Religion.“) oder ihm beim Nudelessen bei Vapiano auf den Teller sehen.

Aber in der wenigen Zeit neben „seinem“ FCM ist er auch gern zu Hause bei seiner Frau in Michendorf, die übrigens noch kein Heimspiel in Magdeburg verpasste.
Nominierung ist dem Duo unangenehm

Dass er trotzdem gemeinsam mit seinem Manager von den Lesern der Volksstimme für den Magdeburger des Jahres nominiert wurde, freut und ehrt ihn, ist ihm aber wie Mario Kallnik zugleich unangenehm.

„Ich werde ja für meine Arbeit bezahlt und stehe von Berufs wegen im Rampenlicht. Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn andere Kandidaten die Wahl gewinnen, die etwas für die Stadt bewegt haben und nicht so stark wie wir in der Öffentlichkeit stehen. Die vier Jungs, die eine Frau vor einem Vergewaltiger schützten, das ist doch was ganz anderes als das, was wir hier so tun“, so Härtel.

Und Kallnik fügt hinzu: „Wenn man so etwas liest wie von den vier Jugendlichen, die eine Frau vor einem sexuellen Übergriff retteten, dann merkt man: Fußball beim FCM ist etwas ganz Schönes, etwas ganz Aufregendes und auch etwas sehr Wichtiges. Aber es ist und bleibt nur Fußball.“

Alle Informationen zur Abstimmung finden Sie auf unserer Seite zum "Magdeburger des Jahres".


Quelle

06.12.2015, 09:34
aerolith Abwesend


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Betreff: Re: Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015"
wenn der fokus bei den neuverpflichtungen tatsächlich auf dem potential (mit T muß das geschrieben werden) gelegen haben sollte, dann sollte das führungsgespann auch den mut besitzen und sich von den spielern schnellstmöglich trennen, die dieses wohlweislich vermutete potential nicht entwickeln können. ich hätte da ne liste, falls sie nicht wissen, wer gemeint ist.

im übrigen aber macht kalle eine sehr gute arbeit (v.a. in finanzieller hinsicht) und nutzt die zuhandenen schlechten strukturen im verein gut aus. die sache mit der "ausgliederung" hätte man anders kommunizieren müssen, nämlich als das, was sie sein soll, als eine neuetikettierung unter dem gleichen dach. auch war es schlecht kommuniziert, daß er punkte wegschenken würde, falls ein idiot sich danebenbenehmen sollte. aber er ist ja nicht für den nobel-preis nominiert, insofern sollte dieser fauxpas nicht ausschlaggebend sein.
härtel muß erst noch zeigen, daß er profifußball trainieren kann. da die entwicklung der mannschaft steht, ich ihm aber schon zutraue, daß er die kurve bekommt, wenn er jetzt erkennbar die schwächen abstellt, zumindest eine tendenz erkennbar ist, daß die schwächen beseitigt werden, kann man ja im nächsten jahr noch mal über eine nominierung nachdenken.

06.12.2015, 09:58
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015"
sorry - im Moment sehe ich andere als MDler des Jahres (ne nich wegen der letzten 3 Spiele)

da hätte/müsste schon mehr gekommen sein

für mich wären das die die nicht im Fokus der Medien abhängen

wie der Prof. Dr. Klaus Mohnike (Segen für Kinder mit schweren, aber weltweit seltenen Erkrankungen und für deren Familien.)

oder

Rüdiger Stefanek (engagiert sich für den Erhalt der Magdeburger Festungsanlagen. Seit 2015 haben er und seine Mitstreiter vom Sanierungsverein das Ravelin 2 an der Maybachstraße übernommen und füllen es mit neuem Leben. )

...

meine Meinung

06.12.2015, 10:12
aerolith Abwesend


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Betreff: Re: Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015"
bei dem stefanek werde ich mich mal melden. vielelicht braucht der hilfe...

06.12.2015, 12:57
Usagi Abwesend
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Betreff: Re: Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015"
ob die beiden schon soweit sind einen Herrn Heyne auf Augenhöhe zu begenen wird sich zeigen. Ich werde beide nicht wählen
Die Deutsche Rechtschreibung ist und bleibt Freeware crazy

06.12.2015, 13:20
terrier79 Abwesend
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Betreff: Re: Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015"
'Gewinnen sollen die, die in der Stadt Magdeburg etwas bewegt haben.'
Natürlich haben Kallnik/Härtel Magdeburg in 2015 verändert. Zusammenhalt und Identifikation in und mit der Landeshauptstadt. Deutschland hat Magdeburg durch die sportlichen Erfolge noch ein Stück besser kennenlernen dürfen.
Ich denke, dass die zwei gewinnen werden und das ist auch gut so.
PS: Aero kaufe dir mal eine neue Auflage des Duden: POTENZIAL. :-)

06.12.2015, 15:11
aerolith Abwesend


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Betreff: Re: Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015"
nö, terrier. ich habe denen schon damals erklärt, daß potenz etwas anderes ist als potential. das eine stammt von potent, das andere ist ein erstarrtes nomen. das -nz zeigt die erstarrung an, das -nt- das gerundiv, also die bewegung, ergo muß es potential heißen. nicht alles, was im neueren DUDEN steht, ist richtig. in den älteren steht es noch richtig unterschieden. der neuere duden, um ein weiteres beispiel zu geben, gibt platzieren als korrekt an, obgleich das wort mit dem PLATZEN nichts zu tun hat, sondern vom latebnischen placere abstammt, dem wort für etwas soll/möge gefallen. der kellner fragt nicht, ob man platzen wolle, sondern ob einem der platz gefällt, etwas plassiert, wenn schon eingedeutscht. ich mache diese volksverdummungen nicht mit, deshalb schreibe ich auch plazieren oder placieren, aber nicht platzieren. falls dich rechtschreibfragen interessieren sollten, dann besorge dir von ICKLER das buch "die rechtschreibreform - ein schildbürgerstreich". dort findest du etliche beispiele für die dummheit, die im neuen DUDEN als RECHTschreibung gelten soll. ohne mich!

13.01.2016, 09:32
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015"
Magdeburger des Jahres 2015

Ehrung
Zitat:

Vier Retter sind "Magdeburger des Jahres"

Maximilian, Sebastian, Domenic und Lukas - so heißen die Magdeburger des Jahres 2015.
Von Rainer Schweingel ›

Magdeburg l Sebastian Klaus, Maximilian Reiher, Domenic Hellmer und Lucas Pfeil sind die Magdeburger des Jahres 2015. Die vier jungen Männer hatten im März eine 49-Jährige vor einem Sexualstraftäter geschützt und den Mann der Polizei übergeben. Die Leser der Magdeburger Volksstimme wählten sie dafür mit 20,6 Prozent der Stimmen auf Platz 1. Gestern wurden sie auf einer Volksstimme-Gala geehrt. Auf . . . . . .

Platz 2 folgt Klaus Mohnike. Der Professor der Uni-Klinik Magdeburg hatte ein Kompetenzzentrum für Kinder mit seltenen Erkrankungen gegründet. Er erhielt 20,1 Prozent der Stimmen.

Platz 3 ging an Trainer Jens Härtel und Manager Mario Kallnik für den FCM-Aufstieg (19,5 Prozent). 4160 Stimmen wurden für zehn Kandidaten abgegeben. Die weiteren Platzierungen:

Platz 4: Rüdiger Stefanek, der sich mit seinem Verein um den Erhalt und die touristische Nutzbarmachung historischer Festungsanlagen kümmert.

Platz 5: Wolfgang Rudolf, der seit Jahrzehnten ehrenamtlich Kindern das Schwimmen beibringt.

Platz 6: Lieselotte Arnhold, die sich seit 70 Jahren in der Volkssolidarität engagiert.

Platz 7: Gabriele Juch, die einer 82-jährigen Kundin des Friseursalons das Leben rettete, nachdem diese nicht zum Termin erschien.

Platz 8: Hedwig Geske. Die Kantorin der Nicolaigemeinde stellte sich mit einem Meilenstein einer Rechtendemo entgegen.

Platz 9: Ralf Weigt, der mit Projekten vom Willkommensbündnis bis zu Kühlschränken für alle vielfach engagiert ist.

Platz 10: Daniela Kreissl und Jens Märker, die mit der Aerosolarena in der ehemaligen Konsum-Bäckerei ein deutschlandweit beachtetes Projekt für Graffitikunst


Quelle: Volksstimme.de
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 13.01.2016, 09:39 von armageddon.

15.02.2016, 17:52
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: Volksstimme-Leser wählen ihren "Magdeburger des Jahres 2015"
Ehrung: FCM-Fans feiern Magdeburger des Jahres



15.02.2016


FCM-Manager Mario Kallnik (Mitte), 3. Sieger beim Magdeburger
des Jahres 2015, nimmt die Gewinner Sebastian Klaus (l.)
und Maximilian Reiher in den Arm. Kurz vor dem Spiel überreichte
Kallnik an die Jugendlichen FCM-Trikots, die sie auch stellvertretend
für die beiden anderen Mitstreiter Domenic Hellmer und Lucas Pfeil
in Empfang nahmen, Letztere konnten nicht dabei sein.

Foto: Rainer Schweingel

Zitat:

Bei der Volksstimme-Aktion der Wahl zum Magdeburger des Jahres haben vier FCM-Fans gewonnen. Sie wurden am Wochenende gefeiert.
Von Rainer Schweingel ›

Magdeburg l Normalerweise stehen Maximilian Reiher und Sebastian Klaus bei Spielen ihres 1. FC Magdeburg mittendrin bei den Fans des Blocks U hinter dem Tor. Am Sonnabend beim Match gegen Fortuna Köln aber war das mal ganz anders. Sie genossen die Live-Atmosphäre ausnahmsweise mal vom VIP-Bereich aus.

Möglich gemacht hatte das FCM-Manager Mario Kallnik. Der war gemeinsam mit Trainer Jens Härtel bei der Wahl zum Magdeburger des Jahres 2015 (Platz 3) nominiert gewesen und hatte bei der Ehrengala die Jugendlichen kennengelernt, die von den Lesern auf Platz 1 gewählt worden waren. Die Jungs hatten im Frühjahr 2015 eine Frau vor einem Vergewaltiger gerettet. Noch auf der Bühne im Opernhaus kurz nach der Ehrung zeigte sich Mario Kallnik von den vier Jugendlichen und ihrer mutigen Tat so beeindruckt, dass er sie spontan zu einem ganz besonderen Tag im Stadion einlud. Am Sonnabend klappte es, auch wenn aus Termingründen „nur“ Maximilian Reiher und Sebastian Klaus an der Stadiontour teilnehmen konnten. Domenic Hellmer und Lucas Pfeil hatten leider absagen müssen.

Nach einer Runde durch die Stadioninnenräume und den VIP-Raum folgte schließlich der Höhepunkt auf dem Rasen: Maximilian Reiher und Sebastian Klaus bekamen unter dem tosenden Applaus der FCM-Fans kurz vor dem Anpfiff vier FCM-Trikots mit den Unterschriften der Spieler überreicht. „Eine tolle Sache, was die Jungs gemacht haben. Solche jungen Leute, die sich couragiert und engagiert zeigen, brauchen wir noch viel mehr“, sagte Manager Mario Kallnik, während die beiden Jungen fast ehrfürchtig auf dem „heiligen“ Rasen die Trikots im Empfang nahmen. „Das war ein unvergesslicher Tag für uns“, sagten beide und drückten anschließend ihrem FCM von der VIP-Tribüne aus die Daumen. „Das war klasse, das einmal erleben zu dürfen, aber noch wohler fühlen wir uns im Block U bei den Fans“, sagten beide mit Augenzwinkern. Dort werden sie demnächst dem FCM wieder die Daumen drücken.



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