MDFF - das Magdeburger Fussballforum



28.02.2016, 22:42
fcmtommi Abwesend


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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - SV Stuttgarter Kickers So. 28.02 14:00 Uhr
am ende glücklicher sieg. bin froh über die 3 punkte und das gegen saustarke stuttgarter. das schnelle 1:0 brachte keine ruhe rein bei uns und auch das 2:0 nicht. wir hatten nur glück beim pfostenknaller und einen guten torwart. ansonsten ein ziemlicher hühnerhaufen. leider war hammanns knaller nicht drin-ich hatte da wie einige andere schon gejubelt Wink am ende zitterten wir uns ins finale. leider wurden die 2 konter nicht genutzt um das 3. tor zu machen. arbeitssieg-aber die jungs haben es sich verdient, nun dürfte der größte druck erstmal weg sein. zur block u geschichte äußere ich mich jetzt nicht, nur eins-ganz stark fand ich, wie der capo zu christian beck gesprochen hat! der junge rackert und kämpft, nur hat er z.zt. viel pech und muß sich viele bälle selbst holen. aber er spielt für die mannschaft und freute sich auch richtig für die anderen, die getroffen haben! heute warns die jungen wilden! pulido, ernst und tarek haben mir gut gefallen. sowislo, wie in den letzten spielen, eher nicht. vielleicht braucht er wirklich mal ne pause. glückwunsch an die truppe und jungs vom block u und kalle-setzt euch noch mal zusammen, sauft einen und sprecht euch aus! und dann alle gemeinsam weiter-man sieht sich mittwoch in aalen.
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28.02.2016, 22:56
aerolith Abwesend


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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - SV Stuttgarter Kickers So. 28.02 14:00 Uhr
ManneZ: Ich mag die Spielweise des Kongolesen nicht. Seitdem er im IV-Bereich spielt, haben wir die Kopfballhoheit in unserem Strafraum verloren. Heute kamen stuttgarter Angreifer mehrmals zum Kopfball. Am Gegentor war er wieder schuld, denn er stand falsch, mußte als letzter Mann foulen und bekam zum Glück nur Gelb. Das sind schlichtweg Fakten. In Osnabrück war er an beiden Gegentoren beteiligt, nicht allein, aber eben beteiligt. Im Spiel nach vorn brachte er heute KEINEN Ball zum Mitspieler. Das ist mir alles zu wenig.
Handke glänzte heute auch nicht und wirkt, seitdem er mit Kinsombi spielen muß, verunsichert. Er gewinnt aber mehr Zweikämpfe als sein Kollege auf der IV, auch heute wieder.
Symptomatisch war ein Freistoß unseres Leihspielers, als er den irgendwie ins Niemandsland drosch, statt ihn zu einem freien Mitspieler zu schieben.

Nö, mir paßt die Spielweise des neuen IV-Mannes gar nicht. Und außerdem paßt mir nicht das Drumherum: wurde geliehen und muß in ein paar Monaten wieder zurück. Zwar wird in der Zeitung was von "länger bleiben" kolportiert, aber das kann ich nicht glauben, zumal wir mehrere andere IV-Spieler haben, die ich als besser einschätze.

Deine sportlichen Entgegnungen interessieren mich.

P.S. Wenn der JUnge bei uns Vertrag bis 2017 hätte, würde ich sein Spiel sicherlich anders bewerten, denn dann sähe ich Entwicklungspotential für die Mannschaft und den Verein. So aber bewerte ich nur die kurzfristige Leistung - und die ist in meinen Augen wenig hülfreich. Man kann in jedem Spiel auf einen gravierenden Fehler warten, wie sie 20jährige IVs nun mal machen.
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29.02.2016, 06:47
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - SV Stuttgarter Kickers So. 28.02 14:00 Uhr
Fußball: Mit 41 Punkten fast aller Sorgen ledig



29.02.2016


Tor für den FCM: Sebastian Ernst (Mitte)
trifft zum frühen 1:0 gegen die Stuttgarter Kickers.

Foto: Popova


Zitat:


Mit dem 2:1 (2:0) gegen Stuttgarter Kickers macht der FCM einen Riesenschritt in Richtung vorzeitiger Klassenerhalt (jetzt 41 Punkte).
Von Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l „Das war wieder einmal ganz harte Arbeit. Wir wussten, dass die vor uns liegende englische Woche richtungsweisend sein würde, und freuen uns jetzt auf das nächste Spiel in Aalen“, sagte Kapitän Marius Sowislo nach dem Kraftakt. Und weiter: „Die nunmehr erreichten 41 Punkte können sich als Aufsteiger allemal sehen lassen. Wir sind vielleicht nicht vollauf zufrieden mit diesem Zwischenergebnis, aber doch einverstanden.“

Von Beginn an entwickelte sich eine flotte, spannungsgeladene Partie in der MDCC-Arena. Das lag auch daran, dass die Gäste erstaunlich offensiv auftraten und insgesamt mehr vom Spiel hatten. Das belegte auch das Eckenverhältnis – 2:11. Doch der FCM hielt leidenschaftlich dagegen und profitierte nicht zuletzt von seinem Traumstart.

Nach der ersten Ecke traf Sebastian Ernst aus dem Gewühl aus Nahdistanz zum 1:0 (2.). Zwar zeigte sich der Tabellenvorletzte keineswegs geschockt und besaß gute Ausgleichschancen, doch erneut fiel im weiteren Verlauf das Tor auf der anderen Seite. Nach toller Vorarbeit von Christian Beck, der wieder einmal weite Wege ging, und dem quirligen Manuel Farrona-Pulido, traf Tarek Chahed flach zum 2:0 (32.).

Allerdings war es mitunter ungewöhnlich ruhig in der Arena. Der harte Kern, der Block U, verweigerte wegen der Vorkommnisse der letzten Tage, u. a. des Karten-Hick-Hacks gegen Rostock, in den ersten 45 Minuten aus Protest seine verbale Unterstützung.

Nach dem Wechsel machten die Gäste mit viel Wut im Bauch noch mehr Druck und brachten die Elbestädter so manches Mal in arge Bedrängnis. Nach 66 Minuten war es dann soweit. Alessandro Abruscia erzielte mit einem abgefälschten 18-m-Freistoß das Anschlusstor. Und nun begann das große Zittern.

Doch es passierte nichts mehr. In der Schlussphase hätte sogar das dritte FCM-Tor fallen müssen, als die Schwaben alles nach vorne warfen, der Club aber den Sack nicht zumachte.

„Da haben wir es versäumt, den Deckel draufzumachen, vorher aber natürlich auch mit Glück und Geschick Schlimmeres verhindert. Trotzdem ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, die mit viel Leidenschaft und Aggressivität den Fußball spielt, den sie kann“, sagte ein zufriedener Club-Trainer Jens Härtel.

Kollege Tomislav Stipic haderte dagegen mit dem Spielverlauf: „Wir hatten gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, doch die Mannschaft hat sich nicht dafür belohnt. Sehr schade.“

Zurück zum FCM: Möglich, dass Rückkehrer Nico Hammann nach einer Verletzung am linken Bein, die ihm bei einem Zusammenprall ausgerechnet Teamkollege Sowislo zugefügt hatte, ausfällt: „Im Moment sieht es nicht gut aus“, sagte Hammann, der „gegen starke Stuttgarter von einem harten Stück Arbeit sprach“.


Quelle

29.02.2016, 07:06
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - SV Stuttgarter Kickers So. 28.02 14:00 Uhr
Fußball | 3. Liga Magdeburg bezwingt Stuttgarter Kickers

Der 1. FC Magdeburg ist gegen die Stuttgarter Kickers in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach vier Spielen ohne Sieg gewann der FCM mit 2:1 (2:0).
Die Magdeburger hatten mit dem Tabellenvorletzten allerdings mehr Mühe als ihnen lieb gewesen sein dürfte. Vor 15.412 Zuschauern entschied am Ende die Effektivität.

Zitat:



FCM-Start nach Maß

Der Beginn des Spiels hätte für die sieghungrigen Magdeburger nicht besser verlaufen können. Nach der ersten Ecke bekam die Kickers-Defensive den Ball nicht aus der Gefahrenzone, sodass Sebastian Ernst aus dem Gewühl zum 1:0 einschieben konnte (2.). Die Magdeburger Fans aus dem sonst so stimmgewaltigen Block U jubelten bei dem Treffer übrigens nicht. Aus Protest über die Ticketsituation beim Heimspiel gegen Hansa Rostock am 5. März blieben sie in der ersten Halbzeit stumm.


Bildrechte: MDR/Sabrina Bramowski

Die unter dem neuen Trainer Tomislav Stipic stark formverbesserten Gäste reagierten nach dem Rückstand keineswegs geschockt, sondern schalteten umgehend auf Angriff. Erst schoss Fabian Baumgärtel den Ball nach einem Freistoß knapp über das Tor, dann hämmerte Fabio Leutenecker das Spielgerät aus 18 Metern an den rechten Pfosten (5./6.). Magdeburg überstand die Druckphase der Gäste unbeschadet und kam sogar unverhofft zum 2:0. Chahed profitierte dabei von der tollen Vorarbeit von Manuel Farrona-Pulido und schoss Torwart Rouven Sattelmaier den Ball aus zwölf Metern durch die Beine (32.).

Die Kickers steckten auch nach dem 0:2 nicht auf. Den Rückstand konnten sie allerdings bis zur Pause nicht verkürzen.
Stuttgart erhöht den Druck und trifft

Die Gäste machten nach dem Seitenwechsel da weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatten. Die Spielanlage war weiter offensiv. Jan Glinker musste bereits in der 48. Minute sein ganzes Können gegen Alessandro Abruscia aufbieten, kurz darauf rettete der Pfosten den FCM erneut vor einem Gegentor (60.). Nach einem Freistoß von Abruscia war der Bann allerdings gebrochen. Sein Schuss aus etwa zwanzig Metern wurde noch abgefälscht, Glinker war machtlos (66.).

Stuttgart wollte mehr und drängte den FCM weit in die gegnerische Hälfte. Um ein Haar traf Stephane Mvibudulu per Kopf zum 2:2, im direkten Gegenzug verpasste es Marius Sowislo, den Sack nach einem Konter zuzumachen (85.). Am Ende retteten sich die "Blauen" über die Zeit und gingen aufgrund der höheren Effektivität nicht unverdient als Sieger vom Rasen. Kleine Randnotiz: FCM-Torjäger Christian Beck wartet 2016 weiter auf sein erstes Tor. Gegen die Kickers war der 15-Tore-Mann zwar an einigen Offensivaktionen beteiligt, ein Treffer gelang ihm allerdings nicht.

Das sagten die Trainer:

Tomislav Stipic (Stuttgart): "Ich denke, dass es heute ein sehr intensives und mutiges Spiel meiner Mannschaft war. Wir haben mit 70 Prozent Ballbesitz und einigen sehr guten Möglichkeiten gegen eine sehr gute Magdeburger Mannschaft gespielt. Es ist schade, dass wir heute nicht dreifach gepunktet haben und dass sich meine Mannschaft für die tolle Moral nicht belohnt hat."

Jens Härtel (Magdeburg): "Ich kann der Einschätzung meines Kollegen nur teilweise folgen. Ich habe auch ein intensives Spiel meiner Mannschaft gesehen. Besonders in der ersten Halbzeit haben wir nur wenig zugelassen. Und wir sind verdient mit der Führung in die Halbzeit gegangen. Sicherlich hatten wir in der einen oder anderen Situation heute auch das Glück, das uns in den vergangenen Wochen gefehlt hat. Zum Schluss hätten wir den Sack zumachen müssen. Da waren noch gute Konterchancen."

ten/ab


Quelle

29.02.2016, 08:18
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - SV Stuttgarter Kickers So. 28.02 14:00 Uhr
Zitat von Wadenbeisser:





Erst mal Danke für die Bilder @ Uni v up

zum Kallnik Interview selbst ( ab Minute 3:10 )

Kalle ist wohl gut beraten, wenn er mal in sich geht und zu der Feststellung gelangt, das er allein auch nicht der FCM ist.
Das nur Richtung Block U abzufeuern ist in meinen Augen recht kurz gedacht, und es wäre nett wenn er bei der ganzen Professionalisierung
in Zukunft darauf achtet, das er die größeren Teile im Verein ( Mitglieder ) bei dieser Angelegenheit an irgendeinem Punkt abholt / bzw. mit-nimmt.

Verpasst er diesen Punkt endgültig und er ist gerade auf dem besten Weg dorthin, könnte es für Ihn doch schon recht schnell ungemütlicher,
wenn nicht sogar "gefährlich" in Bezug auf seine weitere Tätigkeit beim FCM werden.

29.02.2016, 10:36
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - SV Stuttgarter Kickers So. 28.02 14:00 Uhr
FCM hat Platz 3 wieder im Blickfeld

die Bilzeitung 29, Februar 2016

by Mirko-FCM.de

29.02.2016, 10:40
Arpi Abwesend


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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - SV Stuttgarter Kickers So. 28.02 14:00 Uhr
Zitat von aerolith:
ManneZ: Ich mag die Spielweise des Kongolesen nicht. Seitdem er im IV-Bereich spielt, haben wir die Kopfballhoheit in unserem Strafraum verloren. Heute kamen stuttgarter Angreifer mehrmals zum Kopfball. Am Gegentor war er wieder schuld, denn er stand falsch, mußte als letzter Mann foulen und bekam zum Glück nur Gelb. Das sind schlichtweg Fakten. In Osnabrück war er an beiden Gegentoren beteiligt, nicht allein, aber eben beteiligt. Im Spiel nach vorn brachte er heute KEINEN Ball zum Mitspieler. Das ist mir alles zu wenig.
Handke glänzte heute auch nicht und wirkt, seitdem er mit Kinsombi spielen muß, verunsichert. Er gewinnt aber mehr Zweikämpfe als sein Kollege auf der IV, auch heute wieder.
Symptomatisch war ein Freistoß unseres Leihspielers, als er den irgendwie ins Niemandsland drosch, statt ihn zu einem freien Mitspieler zu schieben.

Nö, mir paßt die Spielweise des neuen IV-Mannes gar nicht. Und außerdem paßt mir nicht das Drumherum: wurde geliehen und muß in ein paar Monaten wieder zurück. Zwar wird in der Zeitung was von "länger bleiben" kolportiert, aber das kann ich nicht glauben, zumal wir mehrere andere IV-Spieler haben, die ich als besser einschätze.

Deine sportlichen Entgegnungen interessieren mich.

P.S. Wenn der JUnge bei uns Vertrag bis 2017 hätte, würde ich sein Spiel sicherlich anders bewerten, denn dann sähe ich Entwicklungspotential für die Mannschaft und den Verein. So aber bewerte ich nur die kurzfristige Leistung - und die ist in meinen Augen wenig hülfreich. Man kann in jedem Spiel auf einen gravierenden Fehler warten, wie sie 20jährige IVs nun mal machen.

Man sollte bei der Beurteilung der Kopfballstärke der Stuttgarter vielleicht mal an das Hinspiel denken. Da fiel der Siegtreffer durch einen Kopfball und Kinsombi stand damals bekanntlich noch im Kader der Eintracht.
Bei der Beurteilung der Kopfballstärke unseres Vereines mal folgendes Bemerkenswertes: Der FCM kassierte an den bisherigen 27 Spieltagen gerade mal 3 Gegentreffer per Kopf und nicht ein Gegentor nach einem Eckstoß. Für einen Liganeuling eine überragende Bilanz. Egal mit welcher Abwehrkette gespielt worden ist

29.02.2016, 11:33
aerolith Abwesend


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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - SV Stuttgarter Kickers So. 28.02 14:00 Uhr
Wir experimentieren ja immer mal im IV-Bereich. Ich erinnere an die Spiele mit Bremer oder Löh als IV, auch Brandt spielte das mal. keiner überzeugte in dieser Funktion. Bei unserem Leihspieler dagegen scheint Härtel eine Engelsgeduld zu haben, obgleich die Fehler evident sind. Ich würde diese Engelsgeduld ja verstehen, wenn der Mann Vertrag bei uns hätte. Hatter aber nicht. Er ist der Typ spielender IV, den ich eigentlich gegenüber dem bloßen Terriertypen vorziehe, aber wichtiger als das Spiel nach vorn, das er unbedingt verbessern muß, ist das Spiel nach hinten, die Null, die stehen muß. Erst wenn man als IV eine sichere Bank hinten hingestellt hat, läßt sich auch Spiel nach vorn ORGANISIEREN. Ich habe bei Kinsombi aber den Eindruck, daß er es andersherum macht: er will das Spiel von hinten organisieren und macht den Job als IVer nebenbei.

Ich nehme an, Härtel wird ihn auch in Aalen bringen. Macht er dort keinen Fehler, bin ich der Letzte, der ihn dann nicht loben wird. MAcht er wieder einen, wäre es dann das dritte Spiel in Folge... Mir wäre es lieber, ich würde mich in meiner Einschätzung irren, denn am Ende will ich gewinnen und nicht rechtbehalten.

29.02.2016, 15:53
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - SV Stuttgarter Kickers So. 28.02 14:00 Uhr
Die Revolution frisst ihre Kinder von "Nur der FCM!"

nur der Text - Bild war ja im PlanetMD

Zitat:
1.FC Magdeburg – Stuttgarter Kickers, 27. Spieltag, 2-1 (2-0)

Wenn das mal nicht ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt war! Mit 2-1 schlägt der 1. FC Magdeburg die mutigen und spielerisch gefälligen Stuttgarter Kickers; bei nunmehr 41 Punkten und immerhin schon 14 Zählern Vorsprung auf den Tabellen-18. aus Cottbus sieht das doch alles sehr gut aus und müsste schon unheimlich viel Negatives zusammenkommen, um noch einmal ernsthaft da unten reinzurutschen. Dabei gewann an diesem 27. Spieltag abermals nicht unbedingt das fußballerisch bessere, aber das effektivere und vielleicht am Ende auch glücklichere Team. Für die Kickers bedeutet die Niederlage natürlich einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt; mit der im Heinz-Krügel-Stadion gezeigten Leistung ist es aber ohnehin eher verwunderlich, dass die Schwaben so weit im Tabellenkeller stehen. Ein weiteres Indiz dafür, wie schnell es in dieser Liga gehen kann und dass schon ein paar negative Ergebnisse in Folge für Platzierungen sorgen können, die man nun so gar nicht gebrauchen kann.

Abgesehen vom sportlichen Geschehen, das an sich schon jede Menge Spannung, Spaß und Nervenkitzel bereithielt, war natürlich die große Frage, inwiefern es vonseiten der aktiven Fanszene noch einmal ein Statement zu den Ereignissen der letzten Tage und Wochen geben würde. Diese Frage war im Prinzip schon mit dem Kauf des „Planet MD“ beantwortet, bevor es überhaupt in den Block ging:

Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt

Zum Cover-Foto der aktuellen Ausgabe gehörte noch ein Spruchband, das im Verlauf der ersten Halbzeit über der “1. FC Magdeburg”-Blockfahne drapiert war, auf dem “Wir sind keine Marionetten” zu lesen stand und in dem die Buchstabenfolge “Mario” BFC-weinrot eingefärbt war. Ein klarer persönlicher Angriff damit auf Präsidiumsmitglied und SSG-Geschäftsführer Mario Kallnik, der wohl, wenn man sich so umhörte, nicht nur mir eine ganze Spur zu weit ging. Ja, die Vereinsvertreter (und damit auch Mario Kallnik) haben in der ganzen Hansa-Angelegenheit Fehler gemacht. Ja, der Verein hat öffentlich und anhand der vorliegenden Statements der letzten Zeit relativ einfach nachweisbar die Unwahrheit gesagt und ja, bisher war öffentlich (!) noch nicht ein selbstkritisches Wort aus der Führungsriege des 1. FC Magdeburg zu vernehmen (bei der Gelegenheit: Was macht eigentlich Präsident Peter Fechner gerade so?). Ob aber eine dergestalt geäußerte Kritik an einer Einzelperson zur Versachlichung der ganzen Angelegenheit beiträgt, darf doch einigermaßen bezweifelt werden. Zumal, und auch das sei an dieser Stelle noch einmal explizit angemerkt, eine einzelne Person in einem Fußballclub allein gar nicht so viel verbocken kann, wie da insgesamt schiefgelaufen ist.

Natürlich machen die großen Verdienste um den Verein, die Mario Kallnik ja auch immer noch vorzuweisen hat und die in der ganzen Debatte immer mal wieder als Totschlagargumente ins Feld geführt werden, auch nicht immun gegen Kritik und/oder schützen vor Fehlern. Damit, die ganze Sache jetzt aber so zu drehen und Kallnik allein derart öffentlich an den Pranger zu stellen, macht man es sich aus meiner ganz persönlichen Sicht aber deutlich zu einfach. Und das heißt explizit nicht, dass die Sache, für die Block U sich einsetzt und um die es ja die ganze Zeit eigentlich geht, nicht unterstützenswert wäre – natürlich ist sie das.

Positiv ist definitiv anzumerken, dass Block U um Transparenz bemüht ist und den Dialog mit der Fanszene sucht, was durch die Infoveranstaltung im Fanprojekt im Vorfeld der Partie, aber auch in der Ansprache an die Kurve direkt vor Spielbeginn noch einmal deutlich wurde. Zunächst von Pfiffen der umliegenden Tribünen begleitet (bevor man sich dann allenthalben auf das Spielgeschehen konzentrierte), wurde die Haltung der aktiven Fanszene noch einmal erläutert, das Angebot gemacht, bei Fragen, Unklarheiten oder nochmaligem Erklärungsbedarf gern jederzeit zum Vorsängerpodest kommen zu können und außerdem dargelegt, warum man in den ersten 45 Minuten die Mannschaft nicht wie gewohnt lautstark unterstützen werde. Man muss die vorgebrachten Argumente und die Idee, den eigenen Standpunkt mit Nicht-Unterstützung der Mannschaft, die für all das gar nichts kann, untermauern zu wollen, nicht teilen. Den Ansatz aber, eben nicht einfach nur “sein Ultrá-Ding” zu machen, sondern Erläuterungen anzubieten, sollte man in jedem Fall anerkennen – und das Angebot auch nutzen, bevor man meckert.

Während Block U sich noch erklärte, wurde unten auf dem grünen Rasen bereits Fußball gespielt, und mitten rein in die Ansagen vom Vorsängerpodest fiel auch gleich das erste Tor der Begegnung: Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Stuttgarter am anderen Ende des Stadions war es Sebastian Ernst, der die Kugel aus Nahdistanz über die Linie beförderte. Ein Auftakt nach Maß natürlich, der die Arena noch mehr in Fahrt brachte. “Hier regiert der FCM!” und “Olé, FCM, Du bist mein Verein!” schallte es (auch vorher schon) unisono bzw. in einem merkwürdigen Kanon von Haupttribüne und Gegengerade, während es auf der Nordtribüne (vom obligatorischen Jubel mal abgesehen) ungewöhnlich ruhig blieb. Stimmungsvoll ging es trotzdem weiter und wurden vor allem von der Gegentribüne diejenigen Texte angestimmt, die sonst immer nur von der Block U-Hintertortribüne aus auf das ganze Stadion überschwappen – inklusive “Steht auf, wenn Ihr Clubfans seid!” und “FCM”-Wechselgesängen. Man konnte sich auch auf der Nord einen Schmunzler nicht verkneifen: Da hat Block U die ganze Saison über viel dafür getan, dass die umliegenden Tribünen mitziehen, und dann boykottiert das Stadion quasi den Stimmungsboykott und stimmt die Gesänge, getreu dem Motto “Entdecke den Ultrá in Dir”, einfach selbst an. Letzten Endes eine deutliche Reaktion der ‘normalen’ Fans, die auch Block U sehr ernst nehmen sollte – blau-weiße Einheitsfront und so.

Von der Grundordnung her agierte der Club erwartungsgemäß mit Michel Niemeyer hinten links, Nico Hammann rechts, Kinsombi und Handke wie gewohnt in der Innenverteidigung und Jan Löhmannsröben auf der Brandt-Position. Neben ihm Marius Sowislo, davor Manuel Farrona Pulido links, Tarek Chahed rechts und Sebastian Ernst hinter Christian Beck als einziger Spitze. Und diese Elf sah sich einer Stuttgarter Gästemannschaft gegenüber, die sich vom Gegentor wenig beeindruckt zeigte und sofort den Vorwärtsgang einschaltete. Einem Pfostentreffer in Minute Fünf folgten in der ersten Viertelstunde eine ganze Reihe gefährlicher Standardsituationen, die unsere Abwehr gut beschäftigten und bei denen die Größten der Welt einige Mühe hatten, sich spielerisch zu befreien. Trotzdem versuchte man natürlich, auch selbst Akzente zu setzen und so entwickelte sich ein ansehnlicher Kick, der sich mit dem viel zitierten “intensiven Spiel” wohl am besten beschreiben lässt. In der 36. Minute war es erneut dem 1. FC Magdeburg vorbehalten, den zweiten Treffer des Tages zu markieren. Von Manuel Farrona-Pulido von der Grundlinie aus schön in Szene gesetzt, taucht Tarek Chahed vor Kickers-Keeper Sattelmaier auf und vollendet eiskalt durch dessen Hosenträger zum nicht unverdienten 2-0.

Die Szene der ersten Halbzeit und eine, die für die an diesem Tag überragende Leistung von Manuel Farrona-Pulido stellvertretend ist, ereignete sich dann etwa in der 36. Spielminute: Mit einer Drehung und Täuschung nach der anderen lässt er auf engstem Raum nacheinander drei Gegenspieler aussteigen, wird schließlich von Nummer Vier gefoult und holt so in aussichtsreicher Position einen Freistoß raus. Hammann-Distanz. Der tritt auch prompt an, packt den Hammer aus und platziert seinen Schuss nur knapp links neben das Tor ans Außennetz. Viel passierte dann nicht mehr, sodass es mit der 2-0-Führung in die Pause ging.

Was im Stadion fehlt, wenn Block U nicht mitmacht, wurde dann zu Beginn der zweiten Hälfte überdeutlich: Zwar gab es erneut Pfiffe gegen die Erklärungen und Ansagen des Capos zu Beginn der Halbzeit, dann fegte aber ein ordentlich lauter Orkan durchs Heinz-Krügel-Stadion und wurde zunächst erst einmal alles rausgelassen, was in der ersten Halbzeit in den Lungen geblieben war. Auf das Geschehen auf dem Platz wirkte sich das paradoxerweise aber zunächst erst einmal dergestalt aus, dass die Kickers drückten und Jan Glinker u.a. in der 50. Minute nach einem Freistoß zu einer großartigen Parade zwangen. Nach weiteren Minuten, in denen der Club um Spielkontrolle bemüht war, Stuttgart aber sehr offensiv agierte und dementsprechend auch zu Chancen kam, war es schließlich eine weitere Standardsituation in Minute 66, die den Gästen den Anschluss brachte: Erst gab es ewige Diskussionen vor der Ausführung, dann landet ein abgefälschter Abruscia-Freistoß unhaltbar für Jan Glinker im Netz.

Jetzt war zittern angesagt, zumal Stuttgart weiter gefährlich blieb und im Abschluss einfach das Glück fehlte. Gleiches galt übrigens erneut für Christian Beck, der dafür unheimlich viel ackerte und bei zwei guten Gelegenheiten in Rouven Sattelmaier seinen Meister fand. Dementsprechend gab es nach dem Spiel dann auch Sonderlob aus der Kurve, verbunden mit der mitgeteilten Überzeugung, dass die Tore auch irgendwann wieder fallen werden. Und Beck? Freute sich sichtbar über den Zuspruch, der ihm sicher gut getan haben wird. Die Kickers hingegen konnten sich in der Schlussphase bei ihrem Keeper bedanken, dass der inzwischen eingewechselte Burak Altiparmak nach Vorarbeit von Sowislo und Waseem Razeek nicht den Deckel auf die Begegnung machte. Letzterer hatte sich auf der linken Seite gut durchgesetzt, passt dann aber eigentlich zu ungenau auf den Kapitän, der immerhin noch auf den schussbereiten Altiparmak rüberlegen kann. Der Abschluss dann aber kein Problem für Sattelmaier. So blieb es beim zum Schluss erkämpften, aber nicht unverdienten und verdammt wichtigen 2-1-Heimsieg, der doch nun recht optimistisch in die Zukunft blicken lässt.

Noch ein Stück entscheidender als das Ergebnis und der damit verbundene Riesenschritt zum Klassenerhalt dürfte aber der Umstand sein, dass in Sachen Hansa-Posse und seine Folgen inzwischen wohl hoffentlich alle öffentlichen Standpunkte geäußert wurden und es jetzt mit den Stellungnahmen, dem Fingerzeigen, den Eitelkeiten und den Provokationen auch gern mal gut sein darf. Der Verein hat seine Sicht der Dinge mittlerweile mehrfach dargelegt und seine Vorgehensweise und Haltung wohl ungewollt, aber eben auch unübersehbar selbst entlarvt. Wer sich die Mühe macht, noch mal alle Pressemitteilungen der letzten Wochen nebeneinander zu legen, dürfte gleich sehen, was gemeint ist. Die Vertreter von Block U haben überdeutlich kommuniziert, wie es ihnen damit geht und vom Rest des Stadions in der ersten Halbzeit für die Art und Weise, ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, die Quittung bekommen. Jetzt wäre es mal an der Zeit, den Dampf aus der ganzen Angelegenheit zu nehmen, das Thema wieder zu versachlichen und sich gemeinsam und auf Augenhöhe an einen Tisch zu setzen, um im Sinne des 1. FC Magdeburg darüber zu diskutieren, wie man es in Zukunft besser machen kann. Vielleicht ja wirklich, auch wenn ich mich da langsam wiederhole, auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.



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