MDFF - das Magdeburger Fussballforum

Presse 04. 2017

FCM holt nur einen Punkt in Halle




29.04.2017

Zitat:



Drittligist 1. FC Magdeburg ist vor 8021 Zuschauern nicht über ein 1:1 (0:1) beim Halleschen FC hinausgekommen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l "Unter dem Strich müssen wir mit dem Punkt leben, weil wir in der ersten Halbzeit überhaupt nicht das gespielt haben, was wir uns vorgenommen hatten",
sagte FCM-Trainer Jens Härtel. "Deshalb wollte ich die Mannschaft mit dem Wechsel vor der Halbzeit auch noch mal aufrütteln. Nach der Pause haben wir es dann gut
gemacht und hatten auch einige Chancen." Härtel änderte seine Startelf auf zwei Positionen. Die zuvor gesperrten Marius Sowislo und Tobias Schwede kehrten in die
Mannschaft zurück. Dafür mussten Julius Düker und Tarek Chahed auf die Bank. Der Coach vertraute wie zuletzt beim 2:1 gegen Großaspach einer Viererkette mit Nils
Butzen (rechts), Christopher Handke, Nico Hammann (beide innen) und Michel Niemeyer (links). Im 4-2-3-1 bildeten Charles Elie Laprevotte und Jan Löhmannsröben
die Doppelsechs, davor sollten Marius Sowislo (zentral) Piotr Cwielong (rechts), Tobias Schwede (links) und Christian Beck (Spitze) die Offensive ankurbeln. 530
Magdeburger Fans waren in Halle dabei, viele Anhänger verzichteten auf die Fahrt und schauten sich die Partie wie schon im Landespokal-Halbfinale beim von der
Fanclubvereinigung organisierten Public Viewing vor der Haupttribüne der MDCC-Arena an.

Halle zu Beginn deutlich bissiger

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste, als Dorian Diring (4.) und Marvin Ajani (6.) die ersten guten HFC-Gelegenheiten hatten, den Führungstreffer
aber verpassten. Der FCM war um Spielkontrolle bemüht, konnte in den ersten zehn Minuten aber keine offensiven Akzente setzen. Besser machten es die Hausherren,
die in der 15. Minute durch den Treffer von Martin Röser in Führung gingen, dessen Schuss aus 16 Metern gegen den Innenpfosten und von dort ins Magdeburger Tor flog.
Nur zwei Minuten später hätte Diring fast für den HFC erhöht. Die Gäste bekamen keinen richtigen Zugriff auf die Partie. Der zuletzt so starke Cwielong bieb zunächst
unauffällig, Beck hing im Sturm in der Luft. Fast jeder zweiter Ball landete in der ersten halben Stunde beim Gegner. In der 35. Minute reagierte Härtel: Er nahm Schwede
vom Platz, für ihn kam Felix Schiller in die Partie. Niemeyer übernahm in der Folge die Schwede-Position, Hammann rückte in der Vierkette nach links, Schiller spielte
innen. Zur Pause blieb es trotzdem beim 0:1, ohne dass der FCM eine Torchance hatte.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Es war noch keine Minute gespielt, als Niemeyer auf der linken Seite aufs HFC-Tor zulief. Sein Schuss landete zwar
nur am Pfosten, Cwielong stand aber genau richtig und köpfte den FCM zum Ausgleich (46.). Besser hätte es für Magdeburg nach der enttäuschenden ersten Hälfte nicht
laufen können. Die Gäste waren nach dem 1:1 deutlich präsenter und nahmen auch den Kampf im Mittelfeld besser an. Wiederum Cwielong hatte nach einer Stunde eine
gute Chance, HFC-Torhüter Oliver Schnitzler parierte aber den Schuss des ehemaligen polnischen Nationalspielers und auch dessen Kopfball direkt im Anschluss.

Sowislo mit der Riesenchance

In der 75. Minute brachte Härtel Düker für den glücklosen Beck. Der FCM hatte zwar mehr Struktur im Spiel, vor dem gegnerischen Tor blieb das Team aber über weite
Strecken harmlos. Der eingwechselte Chahed (81./für Cwielong) sollte dann in der Schlussphase noch mal seine Schnelligkeit einbringen. Die Riesenchancen zum Siegtreffer
hatte Sowislo in der 85. Minute: Der Kapitän bekam im Strafraum den Ball, tauchte alleine vor Schnitzler auf, der aber gut hielt. Am Ende blieb es beim 1:1.
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Fußballfans erinnern an Hannes





29.04.2017

Zitat:



Fußball-Fans des 1. FC Magdeburg haben am Sonnabend an den tödlich verunglückten Fußballfan Halle erinnert.
Von Christina Bendigs ›

Magdeburg l Am Tag des Sachsen-Anhalt-Derbys 1. FC Magdeburg gegen den Halleschen FC sind am Sonnabend Fußball-Fans des 1. FCM vom Amtsgericht am Breiten
Weg zum Public-Viewing an der MDCC-Arena gezogen. Etwa 500 Fans beteiligten sich. Die Zahl der Teilnehmer blieb damit weit hinter den erwarteten 1000 Fans zurück.
Wie die Polizei auf Nachfrage informiert, erreichten die Fußballfans das Stadion gegen 12.30 Uhr. Der Umzug durch die Innenstadt sei ohne Zwischenfälle und friedlich
verlaufen.

Hintergrund der Veranstaltung sind die nach wie vor ungklärten Umstände des im vorigen Jahr tödlich verunglückten Fußball-Fans Hannes S. Er war aus einer Regionalbahn
gestürzt. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zum Geschehen eingestellt. Dagegen sprachen sich die Fans am Sonnabend vor dem Magdeburger Amtsgericht aus.
Umstritten ist, ob Fans des Halleschen FC Anteil an dem Todesfall hatten. Daher waren die Fans aufgerufen worden, nicht zum Spiel nach Halle zu fahren, sondern stattdessen
zum Public-Viewing an der MDCC-Arena zu fahren.

Einige Fans rollten vor dem Umzug ein Banner aus, mit dem sie gegen Gewalt und Politik im Fußball demonstrierten. Mit "Alle gegen Halle"-Rufen zogen die Teilnehmer dann
zum Stadion. Unterwegs kam es zu Behinderungen im Straßenverkehr. Für den Umzug sperrte die Polizei Straßen ab.




Kallnik kündigt schnelle Lösung an




28.04.2017

Zitat:



Für die Lizenz-Bedingungen rund um die MDCC-Arena kündigt FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik binnen einer Woche eine Lösung an.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Am Mittwoch soll im Rathaus Magdeburg eine Lösung präsentiert werden, wie der FCM die geforderten zehn Prozent des Kartenkontingents für Gästefans
bereits bei einem möglichen Relegations-Heimspiel und dann möglicherweise auch dauerhaft bereitstellen kann.

„Wegen der möglichen Relegation mussten wir kurzfristig handeln. Wir haben die Stadt als Eigentümer des Stadions und den Stadionbetreiber MVGM direkt informiert,
nachdem wir die Lizenzbedinungen erhalten hatten“, so Kallnik. „Wir befinden uns seitdem in einem engen Austausch. Es gibt Grund zum Optimismus, dass wir eine
Lösung gefunden haben, die wir dem DFB und der DFL spätestens am 4. Mai vorstellen werden.“

Details in der kommenden Woche

Wie diese Lösung inhaltlich genau aussieht, wollte er noch nicht verraten. Sie wäre dann aber vermutlich auch für die kommende Saison in der 2. Bundesliga oder
3. Liga gültig. Der DFB würde laut Kallnik auch von der Bedingung absehen, dass ein Ausweichstadion für die Relegation und jedes Heimspiel in der kommenden Saison
benannt werden muss, wenn sich die angekündigte Lösung als akzeptabel und die Nutzung der MDCC-Arena als unbedenklich erweist. „Mit der DFL sind wir
diesbezüglich noch in Gesprächen“, sagte der FCM-Geschäftsführer.

Wegen der im vergangenen Jahr festgestellten drohenden Statikprobleme durch rhythmisches Hüpfen konnte der Verein nicht mehr die zehn Prozent des
Kartenkontingents für Gästefans zusichern. Block 14 (Stehplätze) ist für Gäste zwar zugelassen, Block 15 (Sitzplätze) wird momentan aber nicht geöffnet. Der FCM kann
somit nur 5,4 Prozent für Gästefans zur Verfügung stellen. Dies entspricht nicht den Anforderungen der 1. und 2. Bundesliga, die zehn Prozent der Stadionkapazität
vorschreiben. Das sind beim FCM mindestens 2200 Plätze. „Ich muss klarstellen, dass unser Stadion voll nutzbar ist, aber eben so, wie es vorgeschrieben ist. Auf
Sitzplätzen sollte man sitzen und auf Stehplätzen stehen“, betonte Kallnik. „Unsere Fans haben nachgewiesen, dass sie sich an das Hüpfverbot halten. Für die
Gästefans konnten wir das aber nicht garantieren.“

Der FCM ist unterdessen sehr daran interessiert, nicht ein mögliches Ausweichstadion benennen zu müssen. „Es muss ja ein Stadion sein, das den Anforderungen der
1. und 2. Bundesliga entspricht. Wir werden nicht unbedingt mit offenen Armen von Vereinen empfangen, die in ihren Stadien vielleicht sogar noch im Europapokal,
in der 1. oder 2. Liga spielen“, so Kallnik.

Eine Reduzierung der Gesamtkapazität, um die Zehn-Prozentregel so zu erfüllen, ist laut Kallnik kein Thema: „Das wäre fahrlässig. Ich gehe davon aus, dass wir,
wenn wir sportlich den Aufstieg schaffen sollten, auch in der 2. Bundesliga spielen werden, weil wir die Bedingungen durch die in der kommenden Woche
präsentierte Lösung erfüllen sollten.“

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Fall Hannes

Tausende FCM-Fans demonstrieren vor Gericht




27.04.2017

Zitat:



Große Teile der aktiven Fanszene wollen das Spiel des 1. FC Magdeburg in Halle boykottieren und setzen auf Protest und Erinnerung.
Von Rainer Schweingel ›

Magdeburg l Anlass ist der ungeklärte Tod des FCM-Fans Hannes. Er war aus einem mit HFC-Fans besetzten fahrenden Zug gestürzt und an seinen Verletzungen
gestorben. Die Ermittlungen zum Geschehen hatte die Staatsanwaltschaft eingestellt. Begründet wurde dies damit, dass Hannes in der Regionalbahn zwar auf HFC-
Anhänger getroffen sei, es aber zu keiner Gewalt gegen ihn gekommen sei.

Gerüchte, wonach es inzwischen einen Widerspruch gegen die Einstellung des Verfahrens geben soll, konnten am Donnerstag nicht geklärt werden. Der Anwalt der
Hinterbliebenen wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben. Die Staatsanwaltschaft war nicht erreichbar.

FCM-Fans machen Halle-Fans mitverantwortlich

Viele FCM-Fans aber machen die Hallenser Fans mitverantwortlich für den Vorfall und vermuten, dass zahlreiche HFC-Anhänger als Zeugen in dem Zug die Aufklärung
blockieren. Erwiesen ist das nicht. Zurück aber bleibt bei den FCM-Fans so oder so der Schmerz über den Tod ihres Mitstreiters und das Unverständnis über die
Verfahrenseinstellung seitens der Staatsanwaltschaft.

Genau daran knüpft eine Aktion von FCM-Fans an, die am Sonnabend starten soll. Um 11 Uhr soll am Gerichtsgebäude und Sitz der Staatsanwaltschaft Magdeburg im
Breiten Weg gegenüber dem Hundertwasserhaus eine Protestaktion mit anschließendem Marsch zum Stadion erfolgen. Veranstalter ist ein loser Zusammenschluss von
FCM-Fanklubs. Als Organisator fungiert FCM-Fan Wilhelm Toeller. „Wir wollen gewaltfrei und respektvoll an Hannes erinnern und fordern eine restlose Aufklärung des
Geschehens“, sagte er. Er rechnet mit 2000 bis 3000 Teilnehmern und stellt rund 80 Ordner. Auch die Polizei ist vorbereitet. „Wir haben die Veranstaltung im Blick“,
sagte Polizeisprecher Maik von Hoff.

30 Minuten wird in Magdeburg demonstriert

30 Minuten soll vor dem Gerichtsgebäude demonstriert werden. Anschließend geht es über den Breiten Weg, die Elbbrücken zum Stadion, wo ab 14 Uhr auf einem LED-
Großbildschirm das Spiel des 1. FC Magdeburg aus Halle übertragen wird.

Dort werden die Fanklubs des Fanmarsches auch mit den Mitgliedern des Block U zusammentreffen, die selbst nicht an dem Marsch teilnehmen. Block U allerdings war
der Auslöser des Boykottaufrufs der Spiele gegen Halle, weil der Block U unter den HFC-Fans im Stadion Mitschuldige am Tod von Hannes vermutet. So waren nur wenige
Hundert FCM-Fans in den Erdgas-Sportpark zum Pokalspiel gereist. Erfolgreich war der FCM dennoch.

Nur wenige Karten verkauft

Das erhoffen sich auch die Fans - ob nun in Halle, am Stadion in Magdeburg oder vor den Fernsehgeräten. Fakt ist: Für das Spiel in Halle, das sonst als eines der
wichtigsten unter den Fans zählt, wurden nach Volksstimme-Informationen nur gut 530 Karten für den Gästeblock in der Saalestadt verkauft.

Public-Viewing-Veranstalter David Rompe richtet sich nun auf rund 5000 Fans ein, die das Spiel auf dem Vorplatz am Haupteingang des Stadions verfolgen wollen.
„Wir sind vorbereitet und unterstützen das Gedenken an Hannes.“

Der Einlass am Stadion bei freiem Eintritt erfolgt 12 Uhr, Spielbeginn ist 14 Uhr. (Der MDR berichtet im Fernsehen sowie per Livestream).



1. FC Magdeburg: Die Zeit wird knapp





26.04.2017

Zitat:



Der 1. FC Magdeburg muss nach dem Lizenzbescheid durch die DFL und den DFB harte Bedingungen zur Heimspielstätte MDCC-Arena erfüllen.
Von Manuel Holscher › und Rainer Schweingel ›

Magdeburg l Der FCM muss für die kommende Saison für jedes Heimspiel ein Ausweichstadion benennen, um die Lizenz zu bekommen.
Das fordern die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB).

Keine zehn Prozent für Gästefans

Diese Bedingung wurde gestellt, weil der Club momentan nicht die in der 1. Bundesliga und der 2. Bundesliga vorgeschriebenen zehn Prozent des Kartenkontingents für
Gästefans bereitstellen kann. Eventuell drohen „Heimspiele“ in einer anderen Stadt. Grund dafür sind die im November festgestellten Statikprobleme des Stadions.
Seitdem gibt es in der Arena ein striktes Hüpfverbot. „Unsere Fans halten sich auch daran, das haben sie in den vergangenen Monaten immer wieder bewiesen“, sagt
FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik. „Wir können das aber nicht bei den Gästefans garantieren.“

Eigentlich müssen für die Gästefans bei jedem Heimspiel mindestens 2200 Plätze zur Verfügung gestellt werden. Momentan kann wegen der Statikprobleme aber nur Block
14 genutzt werden, Block 15 wird für Gästefans nicht geöffnet. „Somit können wir im Moment nur 5,4 der geforderten zehn Prozent bereitstellen“, sagt Kallnik. „Wir sind
mit dem Stadionbetreiber im ständigen Austausch, um eine Lösung zu finden“, ergänzt er.

Blick nach Braunschweig und Hannover

Die DFL wollte sich am Dienstag mit Blick auf das laufende Lizenzierungsverfahren nicht zum Thema äußern. Man befinde sich in der Sache aber im Austausch mit dem Verein.

Bis zum 31. Mai (DFL) beziehungsweise bis zum 2. Juni (DFB) muss ein Ausweichstadion benannt werden, in dem die zehn Prozent Gästekontingent erfüllt werden können.
Zeitlich noch enger wird es für den FCM, weil diese Bedingung auch für ein mögliches Relegationsspiel gilt. Hierfür müsste bereits bis zum 4. Mai ein Stadion benannt werden,
so die Vorgabe. Mögliche Ausweichvarianten wären die Spielstätten in Hannover, Wolfsburg, Braunschweig, Dessau-Roßlau oder Berlin beim 1. FC Union. Nach Halle möchte der
FCM nicht ausweichen. „Wir sind mit einigen Vereinen im Gespräch, wollen aber noch nicht zu viel sagen, weil es für diese Vereine in der laufenden Saison auch noch um
einiges geht“, stellt Kallnik klar.

Statikprobleme müssen behoben werden

Fest steht, dass die Statikprobleme in der MDCC-Arena möglichst kurzfristig behoben werden müssen. Sonst könnte es sein, dass der FCM seine Heimspiele bald auswärts
austragen muss. Doch danach sieht es im Moment nicht aus.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (parteilos) kündigte an, dass in der kommenden Woche die Pläne für die Verstärkung von Tribünenbereichen vorliegen sollen.
Dabei geht es um den Block 15 im Gästebereich sowie die Blöcke 3 bis 5, in dem der Block U seine Heimstätte hat. Zunächst sollen die Pläne mit Vertretern der Fans und
dem 1. FC Magdeburg als Hauptmieter besprochen werden. Anschließend werde eine Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat vorbereitet. Das Gremium solle am 8. Juni
über die Pläne und auch die Finanzierung entscheiden. Angaben über Zeiträume, Auswirkungen und Kosten machte Trümper nicht.

Baubeginn nicht mehr in diesem Jahr

Es dürfte sich aber um eine Summe im Millionenbereich handeln. Nach Volksstimme-Informationen ist mit einem Baubeginn nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen.
Hintergrund: Erst nach einem Ratsbeschluss kann die Ausschreibung erfolgen, was mehrere Monate dauern könnte.

Verstärkung der Tribüne vorgesehen

Dem Vernehmen nach ist eine Verstärkung der Tribünen von der Unterseite vorgesehen. Danach erhalten die zwölf Meter langen Traversen, auf denen die Fans stehen,
jeweils auf der Hälfte zusätzliche Stützen, so dass dann nur noch eine Spannweite von sechs Metern vorhanden ist.

Diese Verkürzung soll die Tribünen stabilisieren und die Schwingungen dämpfen, die durch das rhythmische Hüpfen erzeugt werden. Sollte dieses Verfahren zur Anwendung
kommen, müssen – anders als von manchen befürchtet – die Traversen nicht aufwändig ausgebaut werden.

Arbeiten sollen im Gästeblock 15 starten

Die Bauarbeiten könnten dann weitgehend von unten erfolgen. Eine längere Sperrung von Tribünenbereichen ließe sich vermeiden. Zunächst sollen die Bauarbeiten im
Gästeblock 15 beginnen. Dort gibt es nur Sitzplätze für Gäste.

Um die vom DFB geforderte Garantie für 2200 Gästeplätze erfüllen zu können, gebe es bis zur Umsetzung der Bauarbeiten noch mehrere andere Übergangsvarianten,
so Trümper. Eine davon könnte die vor- übergehende Aufteilung des Gästeblocks auf die Bereiche der Blöcke 14 (da stehen schon jetzt die Gästefans) sowie 18/19 sein.
Auch eine Öffnung von Block 13 werde nicht ausgeschlossen. Hintergrund: Die Blöcke 18/19 und 13 liegen in den Stadionkurven. Dort herrschen wegen der Eckbebauung
bessere statische Grundlagen.

Trümper kritisierte auch die Auflagen des DFB und untermauerte seine Argumentation, dass das Stadion mit Zustimmung aller Beteiligten als Sitzplatzstadion gebaut
wurde. Werde auf das Hüpfen verzichtet, gebe es keine Probleme.

Trümper verteidigt Sitzplatzstadion

Dies treffe auch auf den Block 15 mit Sitzplätzen für die Gäste zu. Trümper argumentiert: „Wenn der Gastverein seine Fans auf die ordnungsgemäße Nutzung hinweist,
ist alles in Ordnung. Sollten die Fans durch das Hüpfen einen Spielabbruch provozieren, weil vielleicht ihre Mannschaft in Rückstand liegt, muss das Spiel eben gegen
ihr Team gewertet werden.“

Mehr Informationen gibt es hier.



Härtel hat die Qual der Wahl




26.04.2017

Zitat:



Drittligist 1. FC Magdeburg hat zuletzt taktisch mit einer neuen Variante überzeugt. Auch personell sieht es wieder besser aus.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Das 2:1 des FCM gegen Großaspach hat zwei wesentliche Erkenntnisse gebracht: Der Club verfügt über einen qualitativ breiten Kader, und taktisch ist
die Mannschaft sehr flexibel. Mit Marius Sowislo und Tobias Schwede kehren jetzt noch zwei gesperrte Spieler zurück.

Eigentlich wollte FCM-Trainer seine Mannschaft gegen Großaspach mit einem 4-2-3-1-System auf den Rasen schicken. „Am Ende war es eher ein 4-4-2, weil Julius
Düker mit in die letzte Kette reingeschoben ist“, sagte der Coach.

Selten mit Viererkette gespielt

Mit einer Viererkette hatte der Club zuvor schon im Pokal in Halle gespielt, nachdem das 3-5-2 in der ersten Halbzeit einige Wünsche offenließ. Ansonsten waren aber
Partien mit vier Abwehrspielern in dieser Saison selten. Ab Mitte der Vorrunde war es meistens ein 3-5-2 mit Nico Hammann in der Mitte, Felix Schiller rechts und
Christopher Handke links. Diese Grundordnung stellte Härtel aber in der Winter-Vorbereitung auf ein 3-4-3 um, mit Winter-Neuzugang Richard Weil (Mitte), Handke
(rechts) und Hammann (links) in der Defensive und zwei Außenstürmern. Im Pokal wechselte Härtel nach eigener Aussage notgedrungen wegen der personellen Situation
die Taktik. Ähnlich war es gegen Großaspach.

Schon in Halle deutete der FCM in der zweiten Halbzeit an, dass es mit einer Viererkette gut klappt. Gegen Großaspach folgte der nächste Beleg. Mit Nils Butzen (rechts),
Handke (innen rechts), Hammann (innen links) und Michel Niemeyer (links) und einem 4-4-2 erspielte sich der Club zahlreiche Chancen – genau da hakte es in den
vergangenen Wochen.

Beck und Düker harmonieren

In der Offensive wurde Christian Beck durch Düker entlastet. „Julius und ich haben im Sturm gut harmoniert“, sagte Beck. Winter-Zugang Piotr Cwielong lag die Position auf
der linken Außenbahn deutlich besser als die Variante als linker Außenstürmer. „Er hätte sich nur noch durch ein Tor belohnen müssen, dann wäre es perfekt gewesen“, adelte
Beck.

Wo vor einer Woche noch die Personalnot beklagt wurde, ergeben sich durch die Leistungsexplosionen von Cwielong, Düker und auch Charles Elie Laprevotte im defensiven
Mittelfeld sowie der taktischen Flexibilität viele Varianten.

Wenn es am Sonnabend (14 Uhr) zum Drittligaspiel nach Halle geht, hat Härtel sogar die Qual der Wahl. Mit welcher taktischen Ausrichtung lässt er spielen? 4-4-2, das bewährte
3-4-3 oder vielleicht ein 4-2-3-1 – die Möglichkeiten sind vielfältig. Außerdem kehren mit Kapitän Marius Sowislo und Tobias Schwede zwei Leistungsträger nach ihren Sperren
zurück. Es wird spannend sein, welche Aufstellung und welche Taktik sich Härtel überlegt. Cwielong scheint sich festgespielt zu haben, auch Düker und Laprevotte konnten
überzeugen. Eventuell müssen Jan Löhmannsröben und Niemeyer zunächst für Sowislo und Schwede Platz machen.

Bei allem Grübeln könnte die Situation für Härtel kaum besser sein. So schwer auszurechnen war der FCM schon lange nicht mehr.

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Ausweichstadion gefordert Nur mit Auflagen: 1. FCM erhält Lizenzen für 2. und 3. Liga





Zitat:



Magdeburg -

Der 1. FC Magdeburg hat unter Auflagen und Bedingungen die Lizenz für die zweite und dritte Fußball-Liga bekommen. Der ehemalige Europapokalsieger muss bis
zum 31. Mai bei der Deutschen Fußball Liga (für die 2. Bundesliga) beziehungsweise bis zum 2. Juni beim Deutschen Fußball-Bund (für die 3. Liga) ein Ausweichstadion
benennen. Das teilte der Verein am Montag mit.

„Diese Bedingung entsteht aufgrund der vorherrschenden baustatischen Probleme der MDCC-Arena und der daran geknüpften Bereitstellung eines Gästekartenkontingents
von grundsätzlich zehn Prozent“, hieß es in einer Mitteilung des 1. FCM.

Der 1. FC Magdeburg habe daraufhin die Stadionbetreibergesellschaft Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg GmbH (MVGM) unmittelbar informiert und zur
weiteren Bearbeitung in Kenntnis gesetzt. „Ein kleiner Schock war es schon“, sagte Geschäftsführer Mario Kallnik der Deutschen Presse-Agentur.

Die Magdeburger streben als Dritter der 3. Liga den Aufstieg ins Unterhaus an. Für den wirtschaftlichen Bereich seien dem Verein auch keine Auflagen erteilt worden,
hieß es in der Pressemitteilung.

Was die Suche nach einem Ausweichstadion betrifft, habe man diese bereits eingeleitet. „Wir haben Kontakt aufgenommen mit Vereinen in der Umgebung“, sagte Kallnik.
Städte oder Vereine wollte er aber nicht konkret nennen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Verein die Bedingung rechtzeitig erfüllen kann. „Es gibt keinen Grund,
pessimistisch zu sein“, meinte Kallnik. (dpa)




Die Beck-Festspiele




24.04.2017

Zitat:



Es war der Tag von Christian Beck. Beim 2:1 des Drittligisten 1. FC Magdeburg gegen die SG Sonnenhof Großaspach erzielte er beide Tore.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Bis zum späten Abend musste Christian Beck Fragen nach seinem 100. und 101. Pflichtspieltreffer im FCM-Trikot beantworten. Der gebürtige Erfurter
war am Sonnabend nach dem Spiel gegen Großaspach in seine Heimatstadt gefahren, um sich den Boxkampf zwischen Arthur Abraham und Robin Krasniqi
anzuschauen. Mit einem Lächeln im Gesicht beantwortete er dort die Frage des MDR, ob für den FCM am Saisonende der Aufstieg steht. „Ich hätte nichts dagegen“,
so Beck.

Grund zur Freunde hatte der Torjäger vor 18.550 Zuschauern im Heimspiel gegen Großaspach bereits nach sechs Minuten. In der Volksstimme kündigte er vor dem
Spiel noch an, sich etwas Spezielles einfallen zu lassen, wenn er seinen 100. Pflichtspieltreffer im FCM-Trikot erzielen sollte. Dass er schon so früh sein Jubiläum
feiern durfte, überraschte ihn selbst. „Ich habe die 100 zwar angezeigt, mit zwei Händen ist das aber nicht so einfach“, scherzte der 29-Jährige.

Klassisches Beck-Tor

Es war ein klassisches Beck-Tor: Nachdem Großaspachs starker Torhüter Kevin Broll den Schuss von Julius Düker noch stark parierte, sicherte sich Piotr Cwielong
die Kugel, passte sie nach innen und dort stand er dann goldrichtig und traf zur Führung. „Ich bin sehr stolz, dass ich das für den Verein geleistet habe, und freue
mich riesig, dass wir drei Punkte geholt haben“, sagte Beck und legte launig nach: „Wir hatten Chancen für vier Spiele, hätten eigentlich früher das 3:1 machen
müssen. Beim FCM wäre es aber zu langweilig, wenn wir 3:1 oder 4:1 gewinnen. Wir müssen es immer spannend machen.“

In die Karten spielte dem Club der Platzverweis für Großaspachs Lucas Röser, der Cwielong von hinten in die Achillessehne trat (42.). „Nach der Roten Karte hatten
wir viel Platz, weil der Gegner aufmachen musste“, sagte Beck.

Für die Gäste kam die Unterzahl zur Unzeit – schließlich stand es 1:1. Nach dem frühen 0:1 verpasste es der FCM, die Führung weiter auszubauen. Großaspach war
eigentlich nur durch Standards gefährlich. Nach einem solchen war es Sebastian Schiek, der seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt völlig überraschend zum
Ausgleich schoss (34.).

Deutlich überlegen

Nach der Pause nutzte Magdeburg aber die numerische Überlegenheit und erspielte sich eine Vielzahl von Chancen. Besonders auffällig war Cwielong, der immer
wieder gefährliche Angriffe einleitete und auch selber einige Gelegenheiten hatte. In der 68. Minute war es Düker, der das zweite FCM-Tor vorbereitete. Dies tat
er allerdings etwas unfreiwillig, weil sein Schuss eigentlich völlig missglückte, so aber genau bei Beck landete, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste.
„Ich weiß, dass Julius manchmal eine Streuung drin hat“, sagte der Torjäger mit einem Lachen zu dieser Szene.

Nur einmal lief es für Beck am Sonnabend nicht wie gewünscht. Er hatte schließlich Krasniqi die Daumen gedrückt.

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Cwielong macht auf sich aufmerksam




24.04.2017

Zitat:



Piotr Cwielong scheint beim Drittligisten 1. FC Magdeburg so richtig angekommen zu sein. Beim 2:1 gegen Großaspach spielte er stark.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Das schönste Geschenk hat sich Piotr Cwielong selbst gemacht. Am Sonntag feierte der ehemalige polnische Nationalspieler seinen 31. Geburtstag,
einen Tag zuvor zeigte er im FCM-Trikot eine furiose Leistung.

Leistungsträger auf der linken Seite

Im 4-4-2, das sich FCM-Trainer Jens Härtel vor der Partie eigentlich als ein 4-2-3-1 vorgestellt hatte, war Cwielong über die linke Seite der dominante Spieler seiner
Mannschaft. Immer wieder bewies er Mut, zog in Richtung des gegnerischen Strafraumes, suchte das direkte Duell und kam so entweder selbst in eine gute
Schussposition oder konnte seine Mitspieler in Szene setzen. „Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben, das waren drei wichtige Punkte“, sagte der Pole, der
sich selber nicht so sehr in den Vordergrund stellen wollte. Trotzdem war er natürlich froh, wieder auf dem Rasen gestanden zu haben. „Ich bin mit meiner Leistung
schon zufrieden, hätte aber ein Tor schießen müssen“, sagte Cwielong. „Ich hatte viele Chancen, vielleicht klappt es nächste Woche.“

Dass der zweitligaerfahrene Profi (2013 bis 2016 VfL Bochum) am kommenden Wochenende in Halle wieder zur FCM-Startelf zählt, würde nach seiner Vorstellung gegen
Großaspach nicht überraschen.

Beim 1:0 durch Beck lieferte er die direkte Vorlage, in der Folge war er mehrfach (30./39./79./87.) an guten Szenen beteiligt. Selbst beim Platzverweis gegen
Großaspach stand Cwielong im Mittelpunkt, weil er derjenige war, der böse von hinten gefoult wurde. „Piotr hätte sich nur noch selber belohnen müssen, dann wäre es
perfekt gewesen. Er hat aber ein gutes Spiel gemacht“, sagte Christian Beck.

Poker um neuen Vertrag

Cwielong zeigt genau zum richtigen Zeitpunkt, was in ihm steckt. Nach durchwachsenen ersten Monaten mit kleineren Verletzungen und auch kritischen Worten von
Härtel hat der Offensivspieler im Poker um eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages gute Argumente. Härtel ließ sich unterdessen nicht von der
Euphorie um Cwielong anstecken. „Piotr hat es ordentlich gemacht“, sagte er kurz und knapp in der Pressekonferenz.

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Becks Tore Nummer 100 und 101: FCM gewinnt




22.04.2017

Zitat:



Mit 2:1 gewann der Drittligist 1. FC Magdeburg vor 18.550 Zuschauern gegen die SG Sonnenhof Großaspach. Christian Beck traf zweimal.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l "Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, Großaspach war nach dem 1:1 aber auf Augenhöhe. Durch die Rote Karte für den Gegner hatten wir dann
natürlich viele Räume. Einziges Manko war die Chancenverwertung", sagte FCM-Trainer Jens Härtel nach dem Spiel. Der Coach wechselte seine Mannschaft im Vergleich
zum 3:1-Pokalerfolg in Halle gleich auf fünf Positionen. Für Tobias Schwede (Rotsperre), Marius Sowislo (Gelbsperre), Niklas Brandt, Steffen Puttkammer und Felix Schiller
liefen Christopher Handke, Michel Niemeyer, Charles Elie Laprevotte, Tarek Chahed und Christian Beck auf. Härtel wechselte auch sein System. Anstatt des zuletzte
üblichen 3-4-3 ließ der Coach ein 4-4-2 spielen. In der Viererkette durften Nils Butzen, Handke, Nico Hammann und Michel Niemeyer ran, im defensiven Mittelfeld
Jan Löhmannsröben und Laprevotte, auf der rechten Mittelfeldseite Chahed und Piotr Cwielong links. Julius Düker war hängende Spitze hinter Beck.

Frühe Führung durch Beck

Die Partie hätte aus Magdeburger Sicht nicht besser beginnen können. Nach einem Einwurf von Handke verlängerte Beck den Ball in der sechsten Minute zunächst auf Düker,
der an SGS-Torhüter Kevin Broll scheiterte. Cwielong sicherte aber die Kugel und passte in die Mitte zurück auf Beck, der sich die Chance nicht entgehen ließ und traf.
Es war sein 100. Treffer im Trikot des FCM und sein 14. Saisontor. Die Gastgeber machten weiter Druck und hätten vier Minuten später fast nachgelegt, als Niemeyer auf Düker
flankte, der aber knapp verpasste. Die Gäste ließen in den ersten 25 Minuten den Ehrgeiz, oben noch mal angreifen zu wollen, vermissen. Ihnen war der Respekt vor den früh
störenden Magdeburger deutlich anzumerken.

Nach einer halben Stunde flanke Cwielong, der auf der linken Seite eine starke Vorstallung ablieferte, auf Beck, die Gästeabwehr hatte aber aufgepasst. Der Hereinnahme
von Cwielong, der schon im Pokal sein Können andeutete, erwies sich als goldrichtig. Der ehemalige polnische Nationalspieler war immer anspielbar, suchte den Weg in den
gegnerischen Strafraum und verlieh der Offensive des Club mehr Durchschlagskraft. Großaspach wurde nur durch Standards gefährlich. Völlig überraschend kam die SGS
in der 34. Minute so auch zum Ausgleich, als ein Freistoß von Nicolas Jüllich zunächst abgewehrt wurde, Sebastian Schiek mit seinem Nachschuss ins Eck aber erfolgreich war.
Der FCM war aber nicht geschockt und hatte weitere Gelegenheiten durch Beck (37.) und Cwielong (39.). Hektisch war es in der 41. Minute, als Lucas Röser Cwielong an der
Mittellinie mit einem Tritt an der Achillessehne traf. Schiedsrichter Christian Dietz zögerte nicht lange und zeigte Röser die Rote Karte - eine sehr harte Entscheidung. Eine
Gelbe Karte hätte vermutlich ausgereicht.

Zahlreiche Chancen

Nach der Pause lief Düker alleine auf Broll zu, schoss aber nicht, sondern legte auf Beck zurück, der den Ball nicht unter Kontrolle brachte (50.). Düker, der in der Offensive
manchmal etwas umständlich agierte, hatte dann in der 58. Minute eine weitere Chance, der SGS-Schlussmann parierte aber souverän. Auch Chahed vergab kurz darauf aus
drei Metern (63.). Der FCM hatte aufgrund der Überzahl deutlich mehr Ballbesitz, Großaspach lauerte auf Konter. Die Platzherren verpassten es aber zunächst, ihre zahlreichen
Gelegenheiten zu nutzen. Bis zur 68. Minute, als Dükers Schuss eigentlich verunglückte, so aber genau bei Beck landete, der zum umjubelten 2:1 erfolgeich war. Cwielong
hätte dann alles klarmachen können, nachdem Beck den Ball zu ihm weiterpasste, Broll aber stark hielt (79.). So blieb es weiter spannend. Auch Beck (84.), Brandt (85.)
und Cwielong (87.) vergaben jeweils aus guten Positionen. Der Chancenwucher sollte sich aber nicht rächen, am Ende blieb es beim knappen 2:1. "Es war ein tolles Gefühl,
das 100. Tor für den FCM schon so früh in der Partie zu machen. Wichtig war aber vor allem, dass wir die drei Punkte geholt haben", freute sich Beck über sein Jubiläum und
den Sieg. Der Torjäger nutzte die zwei freien Tage, die Härtel der Mannschaft gab, für einen Abstecher in seine Heimatstadt Erfurt.

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Beck will die 100 vollmachen




22.04.2017

Zitat:



99 Pflichtspieltore hat Christian Beck bisher für den 1. FC Magdeburg erzielt. Am Sonnabend soll gegen Großaspach der 100. folgen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Eines seiner schönsten Tore für den FCM erzielte Beck erst kürzlich. Es war das 2:0 am 1. April zu Hause ausgerechnet gegen Ex-Verein Erfurt. Der
29-Jährige nahm einen Lupfer von Nico Hammann an und verwandelte dann mit einem Fallrückzieher der Marke Tor des Monats.

Im Januar 2013 kam Beck nach Magdeburg. Er war zu dieser Zeit keinesfalls der gefeierte Leistungsträger, hatte durchwachsene Jahre bei Germania Halberstadt,
dem Torgelower FC, dem Halleschen FC und seinem Heimatverein Rot-Weiß Erfurt hinter sich. Beim FCM fand er sich aber schnell zurecht und avanchierte zur
Tormaschine. 82 Treffer erzielte Beck bisher insgesamt in Ligaspielen für den Club, 16 im Landespokal und eins im DFB-Pokal.

In dieser Drittliga-Saison sind es bisher 13 Tore. Dass er kurz vor einem so beachtlichen Jubiläum steht, war dem gebürtigen Erfurter gar nicht bewusst. „Das ist
schon eine ordentliche Marke. Da ich jetzt davon weiß, werde ich mir vielleicht etwas Spezielles einfallen lassen, wenn ich am Sonnabend gegen Groß- aspach treffen
sollte“, sagt Beck. Der Rahmen für den 100. FCM-Pflichtspieltreffer könnte kaum besser sein. Rund 19.000 Zuschauer werden erwartet, der Vierte spielt gegen den
Fünften, Aufstiegskampf pur.

Außerdem sollte der Spieler mit der Trikotnummer elf ausgeruht sein. Beim 3:1-Pokalerfolg in Halle am Mittwochabend wurde er erst wenige Minuten vor dem Abpfiff
eingewechselt. „Der Trainer hat mir gesagt, wie wichtig das Wochenende für uns wird und dass ich deshalb draußenbleiben soll, um gegen Großaspach voll angreifen
zu können“, erklärt Beck. „Gegen Halle hätte ich natürlich gerne gespielt. In einer Woche gibt es aber ja in der Liga die nächste Möglichkeit.“

Der Torjäger ist davon überzeugt, dass der Derbysieg den FCM im Saisonendspurt beflügeln wird. „Ein solcher Erfolg motiviert uns alle ungemein“, betont er.

Motivieren könnte auch ein Blick auf die letzten fünf Spiele in der Vorrunde, die der Club allesamt für sich entscheiden konnte. Beck warnt aber davor, sich zu sehr
mit der Siegesserie aus der Vorrunde zu beschäftigen. „Für uns sind das jetzt ganz andere Partien. Wenn wir gegen Großaspach gewinnen, sind sie aus dem
Aufstiegsrennen vermutlich raus. Auf der anderen Seite könnten sie mit einem Sieg noch mal richtig angreifen“, sagt er.

Die Erinnerungen an das Hinspiel sollte er auch verdrängen. Wegen Nachtretens sah Beck die Rote Karte und musste vorzeitig vom Platz. Viel lieber denkt er daran,
die magischen 100 Tore im FCM-Trikot zu knacken: „Auch wenn der Erfolg der Mannschaft wichtiger ist, wäre es schön, den 100. Treffer zu Hause vor den eigenen
Fans zu feiern.“

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FCM droht Terminkollision




Zitat:



Kommt der 1. FC Magdeburg in Terminnöte? Landespokalfinale und mögliche Relegation für die zweite Liga könnten aufeinanderprallen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Es ist zwar noch längst nicht klar und eine Entscheidung könnte auch erst am letzten Spieltag der 3. Liga am 20. Mai fallen. Trotzdem beschäftigen
sich die Verantwortlichen des Drittligisten 1. FC Magdeburg um Geschäftsführer Mario Kallnik mit dem Szenario, was passiert, sollte der FCM als Tabellendritter
in der Relegation antreten. Das Hinspiel findet gegen den 16. der 2. Bundesliga am Freitag, 26. Mai (Heimspiel für den Drittligisten), und das Rückspiel am Montag,
30. Mai, statt. Problematisch wird es, weil das Landespokalfinale gegen den Oberligisten Germania Halberstadt auf den 25. Mai festgesetzt wurde.

An diesem Tag findet der Finaltag der Amateure statt, an dem die ARD eine große Livekonferenz fast aller Landespokal-Endspiele überträgt. „Wenn wir in der Relegation
spielen sollten, wäre dieser Termin für uns nicht möglich. Entsprechend müssen wir uns möglichst schnell mit dem Landesverband abstimmen“, sagt Kallnik. „Wenn die
Verantwortlichen mit aller Macht auf diesen Termin drängen, müssten wir mit der 2. Mannschaft aus der Stadtoberliga, den A-Junioren oder einer gemischten Mannschaft
auflaufen. Das kann aber eigentlich nicht im Interesse eines Pokalfinales sein.“

Unklar ist bisher auch noch, wo das Finale stattfinden soll, weil ursprünglich Halle als Spielstätte vorgesehen war. „Grundsätzlich ist es Sache des Verbandes, den Veranstaltungsort
zu nennen. Aus meiner Sicht ergibt es aber keinen Sinn, jetzt in Halle zu spielen“, so Kallnik.



Personalnot beim FCM




Zitat:



Nach dem Derbysieg beim Halleschen FC im Landespokal-Halbfinale gilt die Konzentration des 1. FC Magdeburg wieder der 3. Liga.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Am Sonnabend (14 Uhr/live im MDR) empfängt der Club die SG Sonnenhof Groß-aspach. FCM-Trainer Jens Härtel hat allerdings enorme Personalsorgen.
Der Jubel des FCM war nach dem 3:1 im Landespokal-Halbfinale in Halle natürlich groß. „Das wird uns hoffentlich Schwung geben für die Partie am Sonnabend gegen
Großaspach“, sagte Trainer Jens Härtel nach der Partie. „So lässt sich besser regenerieren.“

Brandt mit sich nicht zufrieden

Auch Niklas Brandt war nach dem Sieg bei seinem Ex-Verein glücklich, auch wenn er gelb-rot-gefährdet ausgewechselt werden musste. „Der Derbysieg gibt uns
Selbstvertrauen für die letzten Drittligaspiele. Die Stimmung war natürlich sehr gut“, sagte der Mittelfeldspieler, der aber auf seine eigene Leistung bezogen selbstkritisch
anmerkt: „Im Spiel ist es für mich bisher noch ein bisschen zäh. Ich habe einen anderen Anspruch an mich selbst. Spielrhythmus bekommt man aber eben nur, wenn
man auf dem Platz steht. Deshalb hoffe ich, dass ich meinen Teil zum Erfolg der Mannschaft in den letzten Partien beitragen kann.“

Dass Brandt am Sonnabend gegen Großaspach aufläuft, scheint ziemlich sicher zu sein. „Unsere Personalsituation wird momentan nicht besser. Es sieht gerade
nicht so aus, dass die Spieler, die zuletzt ausgefallen sind, rechtzeitig zurückkommen“, sagt Härtel.

Zahlreiche Ausfälle

Neben den Langzeitverletzten André Hainault, Moritz Sprenger, Richard Weil und Lukas Cichos fehlen momentan auch Florian Kath (Syndesmoseanriss),
Manuel Farrona Pulido (Wade), Gerrit Müller (Magen-Darm-Grippe), Ahmed Waseem Razeek (Knie), Tobias Schwede (Rotsperre) und Marius Sowislo (Gelbsperre).
„In Halle hatten wir mit 18 Spielern alle dabei, die momentan zur Verfügung stehen. Da Tobias und Marius gesperrt sind, sieht es so aus, wenn niemand mehr
zurückkommt, dass wir nur 16 Mann im Kader haben“, so Härtel. Auf A-Junioren wird der Coach vermutlich nicht zurückgreifen, da diese auch ein Punktspiel
bestreiten.

Eine Rückkehr wird es unterdessen vermutlich zum 3-4-3-System geben. In Halle ließ Härtel das in der Hinrunde bewährte 3-5-2 mit überschaubarem Erfolg
praktizieren und wechselte nach der Pause auf ein 4-2-3-1, das deutlich besser funktionierte. „Wir haben nach der Pause die Kröte geschluckt und nur noch mit einer
Spitze gespielt“, erklärt Härtel. Da sich Piotr Cwielong aber im Pokal als zweite Spitze neben Julius Düker gut präsentierte, ist am Sonnabend auch ein 4-4-2 mit zwei
defensiven Mittelfeldspielern und Michel Niemeyer (links), Tarek Chahed (rechts) sowie Cwielong und Christian Beck im Sturm denkbar. „Pio- tr liegt die Rolle als
zweiter Stürmer offensichtlich besser, als wenn er auf dem Flügel spielt. Er braucht in der Offensive Freiheiten“, so der Coach.

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Derby im Landespokal 1:3 - Kämpferischer HFC unterliegt FCM




Zitat:



Halle (Saale) -

Der 1. FC Magdeburg steht im Landespokalfinale 2016/17 gegen Germania Halberstadt. Die Magdeburger besiegten den Halleschen FC im Erdgas Sportpark mit 3:1 (1:0).
Die Tore erzielten Jan Löhmannsröben (30.), Fabian Baumgärtel per Eigentor (82.) und Tarek Chahed (90+3.), Klaus Gjasula glich für den HFC zwischenzeitlich zum 1:1 aus (67.).

Ausgangslage

Ein akribischer Fan des 1. FC Magdeburg hatte es ausgerechnet: Das Pokalhalbfinale war tatsächlich das 100. Derby zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg
- inklusive Freundschaftsspiele, von denen es nicht allzu viele gab, weil es ja auch nicht allzu viel Freundschaft zwischen den Fanlagern gibt.

Die Bilanz, die der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) veröffentlichte: 45 Mal setzten sich die Blau-Weißen durch, 36 Mal die Rot-Weißen, dazu kamen 18 Unentschieden. Bei den
reinen Pokalspielen war der HFC vorn. Er kam acht Mal weiter, der FCM nur vier Mal. Und, für den Abend vielleicht auch nicht ganz unwichtig: Alle vier Elfmeterschießen zwischen
den Klubs gingen an den HFC.

Doch Pokaltitelverteidiger HFC konnte in den letzten vier Aufeinandertreffen eben auch nur einen Sieg verbuchen: jenen 2:1-Erfolg im letztjährigen Finale. Alle drei Drittliga-
Duelle gingen an Magdeburg. Zuletzt hieß es in der Elbestadt 1:0 für die Mannschaft von Jens Härtel.

Entschieden wurde das Spiel durch einen frühen wie strittigen Elfmeter in der 9. Minute durch Marius Sowislo. Konnte der HFC dieses Mal das Glück auf seine Seite zwingen?

Der Einzug ins Finale wäre für ihn die vielleicht einzige Möglichkeit, die Saison - im Falle eines Endspielsieges über Germania Halberstadt - mit dem Einzug in den DFB-Pokal
versöhnlich abzuschließen. Der 1. FC Magdeburg dagegen lag immer noch im Aufstiegsrennen - und in der Liga auf Rang vier. Was immer noch zum Einzug in den "großen"
Pokal reichen würde.

Fans

Schon das erste Derby in der Saison 2016/17 fand im Schatten des tragischen Unfalltodes von FCM-Fan Hannes S. statt. Der 25-Jährige war im Oktober 2016 nach einem
Aufeinandertreffen mit Anhängern des HFC aus weiterhin ungeklärten Gründen aus einem fahrenden Regionalzug gestürzt. Eine Woche später erlag er seinen schweren
Verletzungen.

Als Reaktion vereinbarten die verfeindeten Fangruppen beider Clubs nicht zum Duell ihrer Mannschaften in der jeweils anderen Stadt zu reisen. So fanden sich beim Derby
im November 2016 in Magdeburg (1:0 für den FCM) nur eine handvoll HFC-Anhänger in der MDCC-Arena und auch beim Pokalspiel in Halle wurden nur etwa 200 Fans aus
Magdeburg erwartet.

Die aktive Fanszene des FCM um die Ultragruppe "Block U" veranstaltete stattdessen ein Public Viewing der Partie am Magdeburger Stadion.

Personal

Der Hallesche FC setzte, bis auf eine Ausnahme, auf die Startelf, die sich gegen Tabellenführer MSV Duisburg am Samstag (1:1) so stark präsentiert hatte. Lediglich der
zuletzt gesperrte Dorian Diring ersetzte Sascha Pfeffer und verschob das Spielsystem damit von einem 4-2-3-1 auf ein 4-3-3, mit Kapitän Gjasula als Abräumer vor der
Abwehr, sowie Diring und Fennell als offensivere Mittelfeldspieler vor ihm.

Der FCM hingegen behielt in Anbetracht des anstehenden kräftezehrenden Endspurts um den Aufstieg Toptorjäger Christian Beck auf der Bank. Auch Handke, Niemeyer
und Chahed, die zuletzt regelmäßig gestartet waren, blieben zunächst Reservespieler, dafür starteten Schiller, Ex-HFC-Spieler Brandt, Düker und Cwielong. Trainer
Jens Härtel beorderte dafür Kapitän Marius Sowislo etwas weiter in die Offensive.


Hallescher FC - 1. FC Magdeburg 1:3 (0:1)


Hallescher FC: Schnitzler - Lindenhahn, Kleineheismann (85. Aydemir), Barnofsky, Brügmann (64. Baumgärtel) - Gjasula - Diring (64. Pfeffer), Fennell - Ajani, Röser - Pintol.
1. FC Magdeburg: Zingerle - Schiller, Puttkammer, Hammann -Brandt (58. Laprevotte), Löhmannsröben - Butzen, Schwede - Cwielong (86. Chahed), Sowislo - Düker (90. Beck).
Tore: 0:1 Löhmannsröben (30.), 1:1 Gjasula (67.), 1:2 Baumgärtel ET (82.), 1:3 Chahed (90+3.)
Schiedsrichter: Dirk Meißner (Zahna), Gelbe Karten: Kleineheismann (83.) / Brandt (44.), Schiller (48.)
Zuschauer: 7.800 im Erdgas Sportpark in Halle (Saale)

– Quelle: http://www.mz-web.de/26732590 ©2017



FCM feiert Derbysieg im Pokal




Zitat:



Drittligist 1. FC Magdeburg hat das Derby im Landespokal-Halbfinale mit 3:1 (1:0) beim Halleschen FC gewonnen.
Von Manuel Holscher

Halle l „Wir sind natürlich sehr zufrieden, dass wir das Pokalderby gewonnen haben und jetzt im Finale stehen. Wenn man das Spiel sieht, dann waren wir unter
dem Strich der etwas glücklichere Sieger. Wir haben zuletzt oft genug in der Schlussphase noch Gegentreffer kassiert. Diesmal lief es andersherum", sagte FCM-
Trainer Jens Härtel nach dem Spiel. Unter den 7809 Zuschauern waren nur 220 FCM-Fans. Rund tausend Anhänger verfolgten die Partie dagegen beim Public
Viewing an der MDCC-Arena, das die Fanclubvereinigung organisiert hatte, um dem verstorbenen FCM-Fan Hannes zu gedenken.

FCM-Trainer Härtel rotiert

FCM-Trainer Jens Härtel rotierte wie in den vergangenen englischen Wochen wieder ordentlich. Der Coach änderte seine Mannschaft im Vergleich zum 1:1 in Rostock
gleich auf vier Positionen. Für Michel Niemeyer, Christian Beck, Tarek Chahed und Christopher Handke kamen Piotr Cwielong, Julius Düker, Niklas Brandt und Felix
Schiller in die Mannschaft. Der HFC versuchte gleich zu Beginn, dass Kommando zu übernehmen. Die erste richtig gute Gelegenheit hatten aber die Gäste, als Marius
Sowislo auf der linken Seite aus rund 17 Metern abzog und den Außenpfosten traf (5.). In der Folge hatte Halle mehr vom Spiel – Benjamin Pintol (8.), Martin Röder (16.)
und Florian Brügmann (17.) vergaben aber jeweils gute Gelegenheiten.

Ganz anders der FCM: Nach einem Freistoß von Nico Hammann köpfte Jan Löhmannsröben den Ball zur Gästeführung ins Tor (30.). HFC-Schlussmann Oliver Schnitzler
machte dabei allerdings keine gute Figur, weil er den nicht sonderlich scharfen Kopfball ins eigene Tor lenkte.

Lattentreffer durch Halle

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Halles Röser setzte einen gut getretenen Freistoß aus rund 18 Metern an die Latte, FCM-Torhüter Leopold Zingerle
wäre chancenlos gewesen. Die Gastgeber machten jetzt richtig Druck. Zunächst scheitere Klaus Gjasula noch (66.), eine Minute später machte er es besser und glich
aus dem Gewühl heraus zum 1:1 aus.

In der 81. Minute wurde es kurios: Zunächst köpfte Stefan Kleineheismann fast ins eigene Tor. Die folgende Ecke durch Hammann führte dann zum 2:1 für den FCM,
als sich der HFC den Ball durch Fabian Baumgärtel selbst ins Tor lenkte (82.).

Den Schlusspunkte setzte der eingewechselte Tarek Chahed, der ins leere HFC-Tor traf, nachdem Schnitzler bei einer Offensivaktion der Gastgeber mit nach vorne
ging (90.+2) und nicht mehr rechtzeitig zurückkam. Im Finale trifft der FCM auf Germania Halberstadt.

HFC: Schnitzler – Lindenhahn, Kleineheismann (85. Aydemir), Barnofsky, Brügmann (64. Pfeffer) – Gjasula, Fennell – Ajani, Diring (Baumgärtel), M. Röser – Pintol

FCM: Zingerle - Schiller, Puttkammer, Hammann – Löhmannsröben, Brandt (58. Laprevotte) – Butzen, Sowislo, Schwede – Cwielong (86. Chahed), Düker (90. Beck).

Tore: 0:1 Löhmannsröben (30.), 1:1 Gjasula (67.), 1:2 Eigentor, 1:3 Chahed (90.+2).
Gelbe Karten: Brandt, Schiller (FCM) – Kleineheismann (HFC).
Schiedsrichter: Meißner (Elster).
Zuschauer: 7809.

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Umstrittener Platzverweis beim 1:1 des FCM




15.04.2017

Zitat:



Drittligist 1. FC Magdeburg ist nicht über ein 1:1 (0:0) vor 20.400 Zuschauern beim FC Hansa Rostock hinausgekommen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l FCM-Torhüter Leopold Zingerle, Stephan Andrist, Schiedsrichter Wolfgang Stark und Tobias Schwede waren die Hauptpersonen des Magdeburger
1:1 in Rostock. "Für uns ist dieses Unentschieden bitter, weil wir sehr viel investiert haben. Wir gehen in Führung und mussten durch einen Standard den Ausgleich
hinnehmen. Die Jungs haben gesagt, dass es ganz sicher kein Elfmeter war", erklärte FCM-Trainer Jens Härtel nach der Partie. Es lief die 76. Minute: Erst setzte sich
Andrist im Strafraum des FCM durch, sein Schuss wurde aber von Zingerle abgewehrt. Den Nachschuss soll Schwede vor der Linie mit der Hand gestoppt haben und
sah dafür von Schiedsrichter Wolfgang Stark die Rote Karte. Zudem bekam Hansa einen Elfmeter. Der FCM beschwerte sich zwar energisch, dass Schwede den Ball mit
der Brust gestoppt hatte, Stark nahm seine Entscheidung aber nicht mehr zurück. Andrist verwandelte den Strafstoß zum 1:1-Endstand (77.).

Rostock zu Beginn offensivstark

Vor dem Anpfiff rückte Tarek Chahed wie erwartet für den gelbgesperrten Manuel Farrona Pulido in die Startelf. Außerdem musste Niklas Brandt auf die Bank, für ihn
durfte Jan Löhmannsröben ran. Taktisch änderte Härtel im Vergleich zum 1:2 gegen Jahn Regensburg nichts, es blieb beim 3-4-3 mit Christian Beck als vorgezogene
Spitze. Rostock legte im Ost-Derby gleich sehr offensiv los und machte Druck. Beide Mannschaften kämpften um jeden Meter. Nach wenigen Sekunden hatte Hansa die
erste Ecke. Nach einem Zusammenprall musste FCM-Stürmer Christian Beck behandelt werden, konnte aber weiterspielen. Die ersten guten Chancen hatten dann die
agilen Gastgeber durch Stephan Andrist (19./21.), FCM-Torhüter Zingerle parierte aber jeweils sicher. Die Gäste fanden zunächst keinen Zugriff. Das änderte sich erst
nach rund einer halben Stunde, als der FCM durch Schwede zweimal zumindest etwas gefährlich vor das gegnerische Tor kam (31./34.). Ansonsten hatte Hansa deutlich
mehr von der Partie, ein Tor gelang den Hausherren aber bis zur Pause auch nicht.

Nach dem Seitenwechsel war es zunächst wieder Schwede, der nach einer langen Flanke zum Abschluss kam, aber deutlich verzog (52.). Der FCM versuchte jetzt, mehr
Sicherheit ins eigene Spiel zu bringen und den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten. Torchancen waren aber weiter Mangelware. Nach einem Pass von Nico Hammann
flog der Ball durch die Rostocker Defensive, Hansa-Torhüter Marcel Schuhen war aber zur Stelle (61.). Aber auch den Gastgebern gelang deutlich weniger als noch in der
ersten Halbzeit. Das laufintensive Spiel ging sichtbar an die Substanz. Bis zur 64. Minute, als erneut Andrist alleine auf Zingerle zulief, den Ball aber nochmal quer legen
wollte und der FCM-Torwart schließlich parierte.

Beck eiskalt zur Führung

Was eine Spitzenmannschaft auszeichnet, bewies der FCM in der 67. Minute: Marius Sowislo passte auf Christian Beck, der Maximilian Ahlschwede aussteigen ließ und eiskalt
und effizient zur Gästeführung verwandelte. Auf der Gegenseite setzte Andrist sein Privatduell mit Zingerle fort, musste sich dem Magdeburger aber in zwei Szenen wieder
beugen (69.). Aufregung dann in der 76. Minute: Stark entschied nach dem vermeintlichen Handspiel von Schwede auf Elfmeter und zeigte dem Magdeburger die Rote Karte.
Den folgerichtigen Elfmeter verwandelte der bärenstarke Andrist zum Ausgleich (78.).

Rostock bekam jetzt nochmal die zweite Luft und drängte auf den zweiten Treffer. Einen Weitschuss des eingewechselten Fabian Holthaus konnte der überragende Zingerle
abwehren (80.). Härtel reagierte und brachte Julius Düker für Beck (82.) und Felix Schiller für Chahed (84.). Ein weiterer Treffer sollte beiden Mannschaften aber nicht mehr
gelingen.

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Kurth wechselt zu RB Leipzig




Zitat:



Marco Kurth verlässt den 1. FC Magdeburg am Saisonende und wechselt zu RB Leipzig.
Von Manuel Holscher ›

Leipzig/Magdeburg l Der 38-Jährige hat kürzlich seinen Fußballlehrer gemacht und ist momentan U-17-Trainer beim FCM. In Leipzig wird er U-16-Coach.

Nachfolger von Kurth wird Lars Fuchs, der bisher hauptamtlicher Co-Trainer der U-17-Mannschaft des FCM ist. „Wir sind sehr dankbar für Marcos Arbeit.
Er hat sich in den vergangenen vier Jahren unheimlich weiterentwickelt“, sagt FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik. „Er hat bei uns viel geleistet, wir haben
ihn aber auch gefördert. Natürlich sind wir traurig, dass er geht. Er ist aber ja auch nicht aus der Welt.“



Beer: „Druck in Energie ummünzen“




13.04.2017

Zitat:



Der Drittligist 1. FC Magdeburg war 2007 bis zuletzt im Aufstiegsrennen. Der damalige Keeper Christian Beer vergleicht die Situationen.
Von Hans-Joachim Malli ›

Magdeburg l Aufsteiger 1. FC Magdeburg startete im Frühjahr 2007 in der Rückrunde der Regionalliga, damals die zweigeteilte 3. Liga, eine tolle Aufholjagd. In der
neu bezogenen Arena wurden u. a. Dynamo Dresden (1:0) und der 1. FC Union (3:1) geschlagen. Am letzten Spieltag hatte das Team von Trainer Dirk Heyne gegen
den bereits feststehenden Staffelsieger FC St. Pauli den Aufstieg selbst in der Hand, verpasste diesen aber im Herzschlagfinale mit einem 1:1.

Christian Beer (36), der damals das FCM-Tor hütete, zwischen 1999 und 2011 insgesamt 189 Pflichtspiele für die Blau-Weißen absolvierte, erinnert sich, beschreibt
den Druck, mit dem die Teams im Aufstiegsrennen umzugehen haben.

Druck wächst immer mehr

„Wir haben damals als Aufsteiger alle über dem Level gespielt. Keiner wusste, was eigentlich auf uns draufzukam. Das heutige Team hat schon ein Jahr Erfahrung,
ist sicherlich gefestigter. Je weiter die Saison fortschritt, um so mehr wuchs der Druck, vor allem von außen. Für die aktuelle Mannschaft ist noch alles möglich“,
so der Lehrer für Sport und Sozialkunde am Magdeburger Sportgymnasium, der nebenbei auch noch als Torwarttrainer des Frauen-Regionalligisten MFFC und Männer-
Oberligisten FSV Barleben tätig ist.

„Wir haben damals den Druck ganz gut bewältigt. Dass alles auf das St. Pauli-Spiel reduziert wird, finde ich falsch. Dass uns am Ende die Luft ausging, hatte andere
Gründe. Aleksandar Kotuljac rettete uns zunächst Punkte, doch konnte man ihn nicht halten. Auch andere haben vier, fünf Spiele vor Saisonende schon zu sehr an ihre
persönliche Zukunft gedacht“, erinnert sich Beer, für den die dann folgende Saison viel kritischer war, weil an deren Ende die Qualifikation für die neue 3. Liga um
drei Tore verpasst wurde.

Ruhe ist wichtig

Eines ist für den Ex-Keeper klar: „In dieser Stadt kann man sich sowieso nicht verstecken. Wir sind damals vor dem letzten Spiel nochmal ins Hotel nach Meisdorf gefahren.
Es geht darum, dass man die Jungs möglichst in Ruhe lässt. Der Trainer kann da nicht groß was machen. Dirk Heyne predigte nur immer, nehmt euch zurück, geht nicht
so viel weg.“

„Wichtig ist“, so Beer, „dass man den Druck in positive Energie, in Kraft ummünzt.“ Der gebürtige Magdeburger, der insgesamt 20 Jahre für den Club spielte, geht davon aus,
dass der FCM bis zuletzt oben dabei sein wird. Sollte das gelingen, schaut er sich auf jeden Fall das letzte Punktspiel gegen Lotte in der MDCC-Arena an: „Das hat zuletzt
nicht so geklappt, die Familie ging vor.“

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Razeek verlässt den FCM




13.04.2017

Zitat:



Ahmed Waseem Razeek wird den Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg am Saisonende verlassen. Das bestätigte er der Volksstimme.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Der 22-jährige Offensivspieler, dessen Vertrag ausläuft, war mit der Entwicklung in dieser Saison nicht zufrieden. „Ich habe mit meinem Berater gesprochen,
und wir waren uns einig, dass es so nicht weitergehen kann. Die Situation ist schwierig. Ich werde den FCM deshalb verlassen“, stellt Razeek klar. Er habe Angebote aus
dem Ausland und aus der 3. Liga. „Ich werde mich jetzt umschauen. Fest steht aber, dass ich nicht in die Regionalliga wechseln möchte“, sagt er.

Razeek kam 2015 vom 1. FC Union Berlin zum FCM, schaffte es aber nicht, sich einen Stammplatz zu erkämpfen. Zuletzt gegen Jahn Regensburg stand er mal wieder
15 Minuten auf dem Platz, es war der erste Einsatz seit dem 1:0 beim FSV Frankfurt am 4. Dezember. „Ich weiß nicht, warum ich zuletzt nicht mehr Spielzeit bekommen habe.
Eine Begründung habe ich leider nicht bekommen. Ich habe gut trainiert und war im März auch Monatssieger“, sagt Razeek. Bei diesem Wettbewerb sammeln die Spieler bei
Trainingsspielen Punkte. Der mit den meisten Zählern wird am Ende des Monats von Trainer Jens Härtel mit einem Gutschein belohnt. „Ich hoffe jetzt noch auf möglichst viele Einsätze,
auch wenn die Mannschaft natürlich oberste Priorität hat“, betont er.

Dass Razeek, der am liebsten auf der offensiven rechten Außenbahn spielt, am Sonnabend beim FC Hansa Rostock (14 Uhr, live im NDR und in der Live-Konferenz des MDR)
überhaupt spielen könnte, war zwischenzeitlich noch unklar. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung gegen Regensburg wurde er von Andreas Geipl gefoult, der dafür die
Rote Karte sah. „Im ersten Moment dachte ich, dass das Kreuzband verletzt ist, weil der Schmerz ähnlich war wie bei einer solchen Verletzung, die ich schon mal hatte“, sagt der
gebürtige Berliner. „Zum Glück stellte sich bei einem MRT heraus, dass es nur ein Pferdekuss war. Ich könnte also in Rostock spielen.“

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Der FCM ist zu Hause keine Macht mehr




11.04.2017

Zitat:



Das 1:2 gegen Jahn Regensburg ist in dieser Saison bereits die fünfte Heimniederlage des 1. FC Magdeburg gewesen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Der Frust saß beim FCM nach dem bitteren 1:2 gegen Regensburg tief. „Wir haben ja geführt. Dann darf es uns einfach nicht passieren, dass Regensburg
die Partie innerhalb von sieben Minuten dreht“, sagte FCM-Torhüter Leopold Zingerle. „Wir müssen besser verteidigen, dürfen solche Tore nicht zulassen, dann wird
es vielleicht auch wieder besser.“

Ähnlich wie schon beim 1:2 am 4. März gegen den FSV Mainz 05 II fiel der zweite Gegentreffer durch einen Sonntagsschuss. „Wir hätten gegen Regensburg beim ersten
Gegentreffer etwas wacher sein müssen. Es hilft alles nichts, es muss weitergehen“, sagte Nico Hammann, dessen Eckbälle zumindest sehr gefährlich waren. Durch einen
Eckball fiel auch die zwischenzeitliche Führung.

Unter dem Strich steht für den Tabellendritten aber bereits die fünfte Heimniederlage in dieser Saison, das ist schon jetzt eine mehr als in der kompletten vergangenen
Spielzeit. In der Saison 2015/16 verbuchte Magdeburg vor heimischer Kulisse 35 Punkte bei einer Tordifferenz von 34:19 und war damit auf Rang drei. Momentan stehen
nur 27 Zähler aus 16 Spielen (23:15 Tore) und Platz neun zu Buche. Auswärts läuft es mit 24 Zählern nach 16 Partien und Rang zwei deutlich besser
(Vorjahr: insgesamt 21 Punkte).

Diese Saison begann bereits mit einem 0:3 zu Hause gegen Fortuna Köln. Es folgten Pleiten gegen den MSV Duisburg (1:2), den Chemnitzer FC (2:4), FSV Mainz 05 II und
Jahn Regensburg (jeweils 1:2). „Wir müssen das Spiel gegen Regensburg aufarbeiten. Jetzt geht es in Rostock weiter, und da müssen wir wieder scharf und frisch sein“,
sagte FCM-Trainer Jens Härtel.

Zur durchwachsenen Heimbilanz passt auch die bisherige Rückrunde. Aus 13 Spielen holte der Club nur magere 18 Punkte. In der Hinrunde waren es insgesamt 33. Der
einzige Trost ist, dass es vielen Mannschaften, die wie der FCM in der Hinrunde oben standen, ähnlich geht. Duisburg (22), Osnabrück, Chemnitz (jeweils 16) und
Halle (15) kämpfen im Jahr 2017 mit ihrer Form. Das trägt dazu bei, dass aus dem Abstiegskandidaten FSV Zwickau mit bisher 32 Punkten in der Rückrunde ein
Spitzenteam geworden ist.

Der FCM steht jetzt vor der Aufgabe, in den verbleibenden sechs Spielen eine Heimstärke zu entwickeln, die die Grundlage für einen Aufstiegsplatz sein könnte.
Ein Grund für die Probleme vor heimischer Kulisse und die Auswärtsstärke ist, dass die Härtel-Truppe auf fremden Plätzen selten das Spiel machen muss. „Unsere
Stärke ist das Spiel gegen den Ball und der kämpferische Einsatz“, betont Kapitän Marius Sowislo immer wieder.

In der Rückrunde fallen zudem die vielen späten Gegentreffer und die Gegentore nach Standardsituationen sowie eigene vergebene Großchancen auf. Der FCM holte
nach einem Rückstand in der gesamten Saison nur noch zwei Punkte. Kurios: In den vergangenen sieben Partien stand es zur Pause jeweils 0:0. „In letzter Zeit haben
wir viele Spiele durch Unachtsamkeiten abgegeben. Jetzt müssen wir uns auf Rostock fokussieren“, sagte Nils Butzen.

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Puttkammers Führung reicht nicht




10.04.2017

Zitat:



Der 1. FC Magdeburg hat eine Riesenchance in der 3. Liga liegengelassen und trotz 1:0-Führung gegen Regensburg mit 1:2 verloren.

Von Thomas Juschus

Magdeburg l Alles schien bereit für den nächsten Fußball-Feiertag in blau-weiß, nachdem Steffen Puttkammer den FCM in der 62. Minute mit einem sehenswerten
Flugkopfball nach einer Ecke von Nico Hammann in Führung brachte. Doch am Ende standen die Hausherren vor 19 627 Zuschauern in der MDCC-Arena mit leeren
Händen da. Benedikt Saller (64.) und Erik Thommy (72.) drehten mit zwei Sonntagsschüssen die Partie. In Überzahl – Jahns Andreas Geipl sah in der 78. Minute die
Rote Karte – schaffte der FCM nicht mehr den Ausgleich. Holstein Kiel verdrängte dank eines 0:0 gegen Preußen Münster den FCM auf Platz drei.

„Unser Sieg war sicher sehr glücklich. Aber da sagt man natürlich nicht nein“, erklärte Regensburgs Trainer Heiko Herrlich nach der Partie. Jens Härtel konnte dagegen
seine Enttäuschung nicht verbergen, verpasste doch der FCM auch die Chance, den Vorsprung auf Platz vier auf sechs Punkte zu vergrößern. „Das Spiel liegt natürlich
schwer im Magen. Ich kann der Mannschaft nicht viele Vorwürfe machen, die Grundtugenden waren absolut in Ordnung“, analysierte Härtel, dessen Mannschaft am
Ostersonnabend zu Hansa Rostock reist.

Der FCM begann in seiner gewohnten Grundformation. Trainer Härtel rotierte im Vergleich zum 1:1 in Chemnitz zurück, neu in die Startformation rückte Niklas Brandt.
Für ihn saß Jan Löhmannsröben auf der Bank. Die Hausherren begannen sehr druckvoll, schon nach 47 Sekunden schloss Christian Beck den ersten Angriff ab. Der FCM
stand hoch, lief früh an und ließ Regensburg kaum zur Entfaltung kommen. Nach etwa 15 Minuten kamen die Oberpfälzer besser ins Spiel und hatten durch Geipl (20.)
eine erste gute Chance, die Leopold Zingerle parierte. Nach einer Doppelchance für Puttkammer (34., 35.) übernahm der FCM wieder das Zepter.

Nach einer weiteren starken Ecke brachte Puttkammer den FCM in Führung (62.). Jetzt nahm das Spiel Fahrt auf. Fast im Gegenzug kam Regensburg nach einer kurzen
Ecke zum Ausgleich (64.), nach einem Sonntagschuss von Thommy (72.) führte Jahn plötzlich 2:1. Nach einem Foul am eingewechselten Ahmed Razeek sah Geipl Rot (78.),
doch die Schluss-offensive blieb erfolglos. Marius Sowislo (85.) scheiterte am Torwart, Christian Beck (89.) an seinen Nerven. „Es gibt ganz klare Zuteilungen, auch bei
der Ecke. Es sind Kleinigkeiten, die am Ende entscheiden und den Unterschied machen“, ärgerte sich Kapitän Marius Sowislo über die schon fünfte Heimniederlage.



1:1 beim Chemnitzer FC Spätes Gegentor verpatzt FCM erneut den Auswärtssieg





Zitat:



Chemnitz -

Im Ost-Duell der 3. Fußball-Liga zwischen dem Chemnitzer FC und dem 1. FC Magdeburg hat es am Dienstagabend keinen Sieger gegeben. Beide Teams trennten sich
1:1 (0:0). Vor 8392 Zuschauern hatte Marius Sowislo die Gäste in der 69. Minute in Führung gebracht. Den Ausgleich für Chemnitz besorgte Abwehrspieler Berkay
Dabanli in der 88. Minute. Während Magdeburg Tabellenzweiter bleibt, rangiert der CFC auf Platz sieben.

In der ersten Halbzeit hatte Magdeburg mehr vom Spiel, doch die großen Strafraumszenen blieben rar. In der 37. Minute hatte Chemnitz einen Möglichkeit, doch den
Schuss von Dennis Mast stoppte der Magdeburger Christopher Handke auf der Linie. Nach dem Seitenwechsel erwischte erneut Magdeburg den besseren Start, hatte
aber in der 64. Minute Glück, dass ein Tor von CFC-Stürmer Daniel Frahn wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Dann war Sowislo per Kopf
zur Stelle, in der Schlussphase kam der CFC noch zum Ausgleich.

Chemnitzer FC - 1. FC Magdeburg 1:1 (0:0)

Chemnitzer FC: Kunz - Bitroff, Dabanli, Conrad, Cincotta (79. Baumgart) - Danneberg, Jopek - Türpitz, Fink, Mast - Frahn.
1. FC Magdeburg: Zingerle - Handke, Puttkammer, Hammann - Butzen, Löhmannsröben, Sowislo, Schwede (71. Niemeyer) - Düker (69. Beck), Chahed - Cwielong (60. Farrona-Pulido).

Tore:
0:1 Sowislo (70.), 1:1 Dabanli (88.);
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin);
Gelbe Karten: Jopek (78.) / Schwede (63.), Puttkammer (74.), Chahed (90.);
Zuschauer: 8.392 in der Community4you-Arena in Chemnitz.

(dpa/mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/26664290 ©2017




FCM verpasst den „Big Point“




05.04.2017

Zitat:


Der 1. FC Magdeburg hat am Dienstag beim Chemnitzer FC ein 1:1 (0:0) erkämpft
und erneut einen „Big Point“ im Aufstiegskampf verpasst.
Von Thomas Juschus ›

Chemnitz l Die verdiente Führung durch Kapitän Marius Sowislo hielt nur bis zur 88. Minute. „Wir hätten in der zweiten Halbzeit den Deckel draufmachen müssen.
Unter dem Strich waren wir die bessere Mannschaft. Das ist schon sehr bitter“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel nach der Partie. „Im Fußball zählen aber eben Ergebnisse.“

Bittere Ausfälle im Vorfeld

Eine Hiobsbotschaft erreichte Härtel vor dem Spiel. Winter-Neuzugang Richard Weil zog sich beim 2:0 gegen Erfurt einen Lendenwirbelbruch zu. „Wir als Mannschaft
sind stark genug, um alle Ausfälle zu kompensieren“, übermittelte der Abwehrchef vom Krankenbett via Facebook und versprach schnellstmögliche Heilung – eine
mehrwöchige Pause wäre aber normal. Mit Charles Elie Laprevotte (Muskelfaserriss Oberschenkel) und Florian Kath (Syndesmosebandanriss) fehlen neben Weil zwei
weitere Stammkräfte für mehrere Wochen.

Nicht nur aufgrund der Ausfälle änderte Härtel seine Start-elf im Vergleich zum 2:0 gegen Erfurt auf fünf Positionen. Torjäger Christian Beck rotierte zum zweiten Mal
auf die Bank, für ihn spielte Julius Düker im Sturm. Weitere Überraschung: Winter-Neuzugang Piotr Cwielong stand erstmals in der Startelf, Ebenfalls neu: Steffen
Puttkammer, Jan Löhmannsröben und Tarek Chahed.

Trotz der vielen Umstellungen war ein Bruch oder Unsicherheit beim FCM nicht zu spüren. Im Gegenteil: Die Gäste kontrollierten fast komplett die erste Halbzeit und
hatten durch Nico Hammann per Freistoß (11. Minute) und Kapitän Marius Sowislo (16.) die ersten Torabschlüsse. Glück dann in der 37. Minute: Nach einem CFC-Konter
rettete Christopher Handke den 16-Meter-Schuss von Dennis Mast auf der Torlinie.

FCM geht verdient in Führung

Nach dem Wechsel machte der FCM konzentriert weiter. Sowislo (52.) hatte nach toller Vorarbeit von Tobias Schwede die Führung auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht voll.
Die Partie nahm jetzt ordentlich an Fahrt auf, der FCM entwickelte phasenweise fast Dauerdruck, hatte aber auch Glück bei einem Schuss von Philip Türpitz (57.), den
Leopold Zingerle mit Mühe abwehrte. In der 70. Minute belohnten sich die Gäste für ihre couragierte und auch spielerisch starke Leistung. Nach Ecke von Hammann traf
Sowislo per Kopf zum 0:1. Wie schon beim 1:1 in Kiel gaben die Gäste aber nach einer Ecke den Sieg noch aus der Hand. Berkay Debanli traf in der 88. Minute für den
CFC zum glücklichen 1:1.

CFC: Kunz – Conrad, Cincotta (79. Baumgart), Dabanli, Bittroff, Danneberg, Mast, Türpitz (66. Grote), Jopek, Fink, Frahn (66. Hansch).

FCM: Zingerle – Handke, Puttkammer, Hammann, Butzen, Sowislo, Löhmannsröben, Schwede (70, Niemeyer), Chahed, Düker (68. Beck), Cwielong (61. Farrona Pulido)

Schiedsrichter: Siebert (Berlin). Zuschauer: 8392. Tore: 0:1 Sowislo (70.), 1:1 Dabanli (88.). Gelbe Karten: Jopek / Schwede, Puttkammer, Löhmannsröben

Weitere Infos und Videos zum FCM finden Sie hier



FCM gewinnt Ost-Derby gegen Erfurt




01.04.2017

Zitat:


Drittligist 1. FC Magdeburg hat vor 20.506 Fans 2:0 (0:0) gegen Rot-Weiß Erfurt gewonnen. Christian Beck und Manuel Farrona Pulido trafen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l FCM-Trainer Jens Härtel änderte seine Aufstellung im Vergleich zum 1:1 in Kiel auf zwei Positionen. Für den angeschlagenen Florian Kath (Knöchel) bekam
Manuel Farrona Pulido erstmals seit dem 1:1 gegen Zwickau eine Chance von Beginn an und nutzte sie im Verlauf des Spiels auch. Außerdem musste Jan Löhmannsröben
auf die Bank, für ihn durfte Charles Elie Laprevotte im defensiven Mittelfeld ran. Beide Wechsel deuteten eine spielerische Stärkung des FCM an. Eine besondere Partie war
es auch für Christian Beck und Christopher Handke, beide spielten viele Jahre für Erfurt.

Vor dem Spiel standen die FCM-Fans im Vordergrund. Die Ultras von Block U hatten 15.000 Fahnen in der MDCC-Arena verteilt, die Stimmung war entsprechend
beeindruckend. Gleich zu Beginn des Ost-Derbys wurde deutlich, dass sich beide Mannschaften nichts schenken werden. Entsprechend ging es auch in den Zweikämpfen
zur Sache. Die erste Chance hatte der FCM in der neunten Minute, als Tobias Schwede an der Erfurter Strafraumgrenze zwar stolperte, den Ball aber behaupten konnte und
ihn zu Nils Butzen passte. Dessen Schuss ging aber knapp links vorbei.
Erfurt überzeugt spielerisch

Aber auch Erfurt zog sich keinesfalls nur in die eigene Hälfte zurück, sondern versuchte immer wieder Akzente in der Offensive zu setzen. Angetrieben von Daniel Brückner auf
der linken Seite wurde Stürmer Carsten Kammlott gesucht. Einen Rückschlag musste Magdeburg in der 21. Minute verdauen, als Richard Weil verletzungsbedingt ausgewechselt
werden musste. Er war zuvor mit FCM-Torhüter Leopold Zingerle und Erfurts Liridon Vocaj zusammengeprallt. Für Weil kam Steffen Puttkammer in die Partie. Ab der 20. Minute
wurde Erfurt immer gefährlicher und hatte einige gute Gelegenheiten. Zunächst verpasste Kammlott die Flanke von Vocaj (23.), dann parierte Zingerle stark gegen Tugay Uzan
(36.). Nur eine Minute später versuchte es Brücker aus der Distanz, Kammlott vergab nach einem Abpraller mit dem Kopf.

Farrona Pulido und Beck treffen

Der FCM startete dann furios in die zweite Halbzeit. Michel Niemeyer setzte sich auf der linken Seite durch, sprintete bis zur Grundlinie und flankte den Ball flach in die Mitte.
Dort stand Farrona Pulido goldrichtig und schob zur umjubelten Magdeburger Führung ein, die zu diesem Zeitpunkt etwas glücklich war (46.). Erfurt zeigte sich aber nicht
geschockt. Nach einem Querpass von Christoph Menz rutschte Kammlott aus drei Metern in den Ball. Zingerle war aber hellwach und verhinderte den Ausgleich (52.). Es
ging jetzt hin und her. Fast hätte Beck gegen seinen Ex-Verein getroffen, als Farrona Pulido schön von der rechten Seite in den Strafraum flankte, Becks Kopfball aber von
Erfurts Torhüter Philipp Klewin gehalten wurde (59.). In der 66. Minute feierte Niklas Brandt nach langer Verletzungspause sein Comeback. Er wurde für Laprevotte
eingewechselt. Damit hatte Härtel sein Wechselkontingent schon früh ausgeschöpft.

Dann schlug die große Stunde von Christian Beck (74.). Nach einem Lupfer von Nico Hammann, der sich schön im Mittefeld durchgesetzt hatte, war es der Ex-Erfurter, der
den Ball annahm und sehenswert mit einem Fallrückzieher zum 2:0 für den FCM verwandelte. Es war für Beck das zweite Tor in der Rückrunde und insgesamt der zwölfte
Saisontreffer. Nur vier Minuten später hatte Niemeyer nach einem Beck-Pass das 3:0 auf dem Fuß, er vergab allerdings. Die Partie war aber gelaufen und für die zahlreiche
FCM-Fans war es ein rundum gelungener Tag, an dessen Ende sie ihre Mannschaft noch mal lautstark feierten.

"In der ersten Halbzeit haben wir nie das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. In der Pause habe ich dann deutliche Worte gefunden", sagte Härtel. "Nach dem ersten
Treffer zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde es für uns natürlich leichter." Der Coach fand zudem noch lobende Worte für die Fans: "Die Kulisse war wirklich super. Als wir ins
Stadion kamen und die ganzen Fahnen sahen, bekamen wir alle Gänsehaut."

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