MDFF - das Magdeburger Fussballforum

Presse 05. 2017

MDCC-Arena

Blockumbau im Stadion Magdeburg hilft 3. Liga




Zitat:



Der hektische Blockumbau in der Magdeburger MDCC-Arena war nicht umsonst, sagt Steffen Schüller vom Stadionbetreiber.
Von Rainer Schweingel ›

Magdeburg l Wie geht es nach dem verpassten Aufstieg des 1. FC Magdeburg in die zweite Bundesliga mit dem Stadionumbau weiter? Diese Frage stellt sich vor allem
mit dem Blick auf bereits begonnene Umbauarbeiten so mancher Fan. Denn kurz vor dem letzten Spieltag in der Saison hatte der Deutsche Fußballbund DFB für die
mögliche Relegation vom Magdeburger Fußballclub die Einhaltung der sogenannten Zehn-Prozent-Regel gefordert.

Der Zaun stand schnell

Danach muss der FCM für Gästefans zehn Prozent der Stadionkapazität zur Verfügung stellen, was ungefähr 2500 Plätzen entspricht. Das allerdings war für Magdeburg
ein Problem, weil der bisherige Sitzplatzblock 15 für Gästefans nicht „hüpfsicher“ ist und nur als Sitzplatzblock genutzt werden darf. Mit Hochdruck hatten deshalb die
Stadtverwaltung und Stadionbetreiber MVGM daran gearbeitet, den Block 13 mit Hilfe einer Umzäunung alternativ als Gästeblock auszuweisen.

Der Vorteil: Weil es sich um einen Block im direkten Eckbereich des Stadions handelt, herrschen hier bessere hüpfsichere statische Bedingungen als auf den geraden
Tribünen, auf denen sich auch der Block 15 befindet.

Neuer Gästebereich

Bereits zum Spiel gegen Lotte und dann auch beim Pokalfinale gegen Halberstadt waren also Teile des Blocks 13 mit einem neuen Zaun umzogen und damit zum Gästebereich
umgewandelt worden.

Hilfe in der 2. und 3. Liga

Nur: Nun benötigt der Klub den Nachweis ja nicht mehr – der Sprung in die zweite Bundesliga oder zumindest auf einen Relegationsplatz scheiterte bekanntlich. Wurde also der
Zaun umsonst gezogen und viel Geld unnütz verbaut? „Nein“, sagt Steffen Schüller. Der Geschäftsführer der städtischen Messe- und Veranstaltungs-GmbH MVGM ist für den
Stadionbetrieb und dessen Unterhaltung zuständig. „Der Umbau war nicht umsonst.“ Der zusätzliche Gästebereich könne nun auch in der dritten Liga und in der zweiten Liga
sowieso eine Hilfe sein.

60.000 Euro für den Umbau

Schüller: „Wenn Bedarf besteht, stehen nun rund 920 Sitz- und 1500 Stehplätze, jeweils hüpfsicher, im Gästebereich der Blöcke 13 und 14 zur Verfügung.“ Rund 60.000 Euro habe
der Umbau gekostet. Damit seien künftig alle geforderten Gästekontingente erfüllbar. Und man habe sogar noch einen Puffer, so Schüller

Falls der Stadtrat in der kommenden Woche der von den Fans gewünschten großen Variante des Stadionumbaus folge, könne man danach auch den daraus resultierenden größeren
Bedarf an Gästeplätzen realisieren. Aktuell liegen dem Stadtrat zwei Varianten zur Entscheidung vor. Die kleine Version ist eine statische Verstärkung des Block U bei Beibehaltung
der Kapazität (vier Millionen Euro).

Folgen für den Gästefanbereich

Die favorisierte Variante 2 sieht den Umbau der gesamten Nordtribüne (Block U) zu einem Stehplatzbereich mit einer Kapazitätserhöhung von etwa 5500 auf 10.000 Plätze vor.
Damit würde das Fassungsvermögen von rund 25.500 Zuschauern auf etwa 30.000 steigen, was auch Auswirkungen auf die Kapazität des Gästefanbereichs hätte.

Dort müssten dann ebenfalls mit 3000 Plätzen rund 500 mehr als bisher angeboten werden. Dieses Ziel sei erreichbar, so Schüller, weil der Gästeblock 15 (reine Sitzplätze) ebenfalls
eine statische Verstärkung erhalten soll.

Mehr als 3000 Plätze für Gäste

Damit stünden bei Bedarf künftig die Blöcke 13, 14 und 15 mit mehr als 3000 Plätzen für Gästefans bereit. Genug also, um alle Auflagen hinsichtlich der Kapazität
erfüllen zu können.

Block 15 könnte Testblock werden

Voraussetzung ist allerdings ein Ratsbeschluss am 8. Juni. Gibt es dort Zustimmung, sollen die Arbeiten schnell starten. Zuerst würde der Gästeblock 15 umgebaut.
Er erhält zusätzliche Stützen. Die Spannweite der Betonbalken, auf denen die Zuschauer Platz finden, wird von zwölf auf sechs Meter verkleinert.

Der Block 15 gelte dabei als eine Art Testblock für den Umbau der Nordtribüne. Aus den Erfahrungen könne man dann abschätzen, wie lange die statische Aufwertung
der Nordtribüne mit Block U dauere, so Schüller.




Härtel: "Es gibt nicht nur einen Grund"




Zitat:



Mit dem vierten Tabellenplatz in der 3. Liga und dem Landespokalsieg blickt der 1. FC Magdeburg eigentlich auf eine gute Saison zurück.

Magdeburg l FCM-Trainer Jens Härtel (47) sprach mit Volksstimme-Redakteur Manuel Holscher über vergebene Chancen, den Abgang von Leopold Zingerle
und wie brutal eine Relegation sein kann.

Herr Härtel, der FCM hat den Landespokal gewonnen und zuvor in der 3. Liga den vierten Platz belegt. Mit welchem Gefühl fahren Sie jetzt in den Urlaub?

Jens Härtel: Es ist schon gut, dass wir aus den letzten zwei Spielen positiv rausgegangen sind. Trotzdem haben wir alle auch gemischte Gefühle. Wir wissen,
dass mehr drin-gewesen wäre, wenn wir in der einen oder anderen Situation etwas wacher gewesen wären. So müssen wir jetzt aber zugucken, während Regensburg
in der Relegation antritt. Vor der Saison hätten wir den vierten Platz sicherlich genommen. Im Nachgang, wie es jetzt gelaufen ist, ist aber eine gewisse Enttäuschung
dabei.

Schauen Sie die Relegation zwischen Regensburg und dem TSV 1860 München? Oder tun Sie sich das nicht an?

Das schaue ich mir schon an. Es ist spannend zu sehen, wie sich der Drittligist gegen den Zweitligisten schlägt. Das ist schon Pflicht für einen Trainer.

Dann haben Sie sich wahrscheinlich auch das Relegations-Hinspiel zwischen Wolfsburg und Braunschweig angeschaut. Wie haben Sie die Situation gesehen,
die zum Handelfmeter führte?


Ich habe Verständnis für Torsten Lieberknecht, der gesagt hat, dass durch eine solche Entscheidung eine ganze Saison kaputtgemacht werden kann. Ich würde es
gut finden, wenn der Verlierer der Relegation zumindest noch eine gewisse Summe bekommt, damit man den Schmerz etwas abfedert. Die Relegation wird schließlich
auch groß vermarktet. Da wäre es nur fair, wenn die Vereine davon auch etwas hätten.

Der FCM verpasste am Ende den Relegationsplatz. Welche Gründe haben Sie ausgemacht?

Es gibt nicht nur einen Grund. Zum einen haben wir in der Rückrunde durch individuelle Fehler einige Gegentore nach Standardsituationen kassiert. Auf der anderen
Seite hatten wir, wenn wir wie in Chemnitz einen Gegentreffer bekommen haben, noch einige Gelegenheiten, noch mal zu treffen. Das ist uns aber leider nicht gelungen.
Es fehlten einfach die Momente, in denen wir kurz vor Schluss zurückschlagen konnten. Holstein Kiel und Duisburg hatten dagegen solche Momente. Dazu kommen noch
unglückliche Szenen wie beispielsweise das Eigentor von Christian Beck in Paderborn. So etwas sieht man auch nicht alle Tage. Außerdem hatten wir einige Verletzte und
manche Spieler haben ihre Topform nicht erreicht.

Im letzten Heimspiel überzeugte der Club beim 2:0 gegen Lotte. Warum hakte es in den Wochen davor?

Wenn wir das abschließend wüssten, dann wären wir schon einen Schritt weiter. Es gibt auch da mehrere Gründe. Es gab das Spiel gegen Großaspach (2:1), in dem wir sehr
gut gespielt haben. In Halle haben wir dagegen in der ersten Halbzeit gar nicht stattgefunden, uns dann aber nach der Pause gesteigert. Diese Partie hätten wir fast noch
gewonnen, am Ende ist es aber auch dort beim 1:1 geblieben. Es gilt immer, die richtige Balance zwischen Biss und Lockerheit zu finden. Die hatten wir in Halle, in Aalen
und gegen den FSV Frankfurt nicht.

Lag Ihnen die Rolle als Gejagter nicht?

Das stimmt, das ist Fakt. In dem Moment, als wir gegen Lotte wieder Jäger waren, funktionierte es besser. Der Druck war gegen Lotte auch enorm, weil wir unbedingt
gewinnen mussten. Es gab aber trotzdem eine gewisse Trotzreaktion und die Jungs haben eine gute Leistung auf den Rasen gebracht.

Ist es für die kommende Saison die Hauptaufgabe, diese Balance besser hinzubekommen?

In erster Linie geht es darum, sich wieder in die Ausgangsposition zu bringen, um oben mitspielen zu können. Dafür brauchen wir die notwendigen Punkte. Wenn wir dann
wieder in dieser Situation sein sollten, dann sollten wir die richtigen Schlüsse ziehen. Bevor aber die Punkte nicht geholt wurden, sollten wir nicht große Sprüche klopfen,
nur weil wir zweimal in Folge Vierter waren. Auch wenn das Umfeld, die Fans und auch die Medien das vielleicht etwas anders sehen.

In der Rückrunde wurden häufig Führungen verspielt. Wie erklären Sie sich das?

Die ersten ein-, zweimal nimmt man solche Situationen noch hin. Wenn das aber häufiger passiert, fängt man an zu überlegen. Das Selbstverständnis, nach der Führung
nachzulegen, fehlte gerade in der Rückrunde in einigen Partien.

In der Vorrunde hatte der FCM zwei Siegesserien. Das ist dem Team in der Rückrunde nicht mehr gelungen.

Wir hatten in der Hinrunde gerade vor der Winterpause zum Beispiel in Großaspach und auch gegen Halle ein bisschen Glück. Nach drei Siegen kam dann aber ein gewisses
Selbstverständnis und die Mannschaft ist in den Partien gegen Aalen und in Lotte mit viel Selbstvertrauen aufgetreten. Diese drei Siege am Stück als Grundlage haben uns
in der Rückrunde gefehlt. Man kann viele Motivationsvideos zeigen, die Jungs müssen es aber auf dem Rasen erleben.

Warum haben die Standardsituationen in der Rückrunde nicht so gut funktioniert?

Das haben wir in der Analyse schon festgestellt. Uns fehlen etwa fünf Tore nach Standardsituationen. Wir haben keinen direkten Freistoß verwandelt. Auch wenn uns ein paar
Treffer nach Standards gelungen sind, hätten es noch mehr sein können. Das ist ein Punkt und dann summieren sich die Dinge. Es war am Ende zu wenig, um mehr zu erreichen.

Achten Sie bei den Neuzugängen darauf, dass auch Spieler dabei sind, die Nico Hammann, der vor allem für Standards verantwortlich ist, entlasten können?

Das wäre wünschenswert, wenn Neuzugänge dieses Profil erfüllen, ist aber nicht so einfach. Ich habe immer wieder gesagt, dass wir Alternativen brauchen, wenn es um den ruhenden Ball geht.

Mit Steffen Puttkammer, Jan Löhmannsröben, Ahmed Waseem Razeek, Lukas Novy, Leopold Zingerle, Niklas Brandt, Moritz Sprenger und Piotr Cwielong wurden acht
Spieler verabschiedet. Warum hat es für Sie nicht mehr gereicht?


Bei einigen Spielern wollte der Verein nicht mehr verlängern, bei anderen gab es dagegen unterschiedliche finanzielle Vorstellungen.

Leopold Zingerle sagte im Volksstimme-Interview, dass Sie ihn gerne gehalten hätten. Warum haben Sie sich nicht durchgesetzt?

Ich bin Angestellter des Vereins, es kann ja theoretisch sein, dass ich in zehn oder 15 Wochen nicht mehr da bin. Am Ende entscheidet der Verein. Ich sage meine Meinung,
gebe meine Einschätzung. Manchmal kann man sich durchsetzen, manchmal eben nicht.

Wie sehr bedauern Sie seinen Abgang?

Er war zuletzt ein guter Rückhalt und hatte tolle Paraden im Pokal und auch gegen Lotte. Ich war zufrieden, er hat das gehalten, was er halten musste plus einige Bälle,
die man nicht unbedingt halten muss.

Der FCM hat am Sonntag vier Neuzugänge bekanntgegeben. Was muss ein Spieler mitbringen, um für den FCM interessant zu sein?

Die Spieler sollten möglichst besser sein als die, die wir abgegeben haben. Da hängt die Latte schon relativ hoch. Sie müssen die Leidenschaft mitbringen, voll mitarbeiten
zu wollen, sollten robust und aktiv sein. Es geht zum einen darum, Bälle zu gewinnen und im nächsten Schritt, noch etwas mehr damit anzufangen.

Wie viele Spieler soll der Kader 2017/18 umfassen?

Zuletzt hatten wir 25 bis 26 Spieler im Kader. Das hat sich bewährt, warum sollten wir es ändern. Es wird ein Mix aus erfahrenen und jüngeren Spielern.
Wir müssen aber natürlich auch an die U-23-Regel denken.

Sie haben Ihren Vertrag um ein Jahr verlängert. Wann sehen wir Sie als Trainer in der 2. Bundesliga oder höher?

Ein Karriereplan ist für einen Trainer schwierig. Es kann sehr schnell gehen. Die Verlängerung um ein Jahr ist für alle Seiten fair, weil der Verein und auch ich gucken
können, wie es sich entwickelt. Wenn es gut passt, können wir auch wieder verlängern.

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Vier Neue und ein Eigengewächs für FCM




Zitat:



Der 1. FC Magdeburg präsentiert fünf neue Spieler für Drittligasaison 2017/18. Unter anderem kommt Philip Türpitz vom Chemnitzer FC.

Magdeburg (mg) l Gleich fünf Neuzugänge vermeldet der 1. FC Magdeburg am Sonntag. Vom Chemnitzer FC wechselt Mittelfeldspieler Philip Türpitz zum 1. FC Magdeburg.
Der 25-Jährige stand drei Spielzeiten im Dienst der Chemnitzer und erhält in Magdeburg einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2019.

Vom VfL Wolfsburg II kommt Torhüter Alexander Brunst. In der Saison 2016/17 kam der 21-Jährige zu 23 Einsätzen in der Regionalliga Nord. Der 1,95-Mann Brunst entstammt
dem Nachwuchsleistungs-zentrum des Hamburger SV und erhält beim 1. FC Magdeburg einen Vertrag bis 30.06.2019.

Einen Einjahresvertrag beim FCM erhält Dennis Erdmann. Der beidfüßige Mittelfeldspieler absolvierte 2016/17 32 Partien in der Dritten Liga für den FC Hansa Rostock. Der
26-Jährige war zudem bereits für Dynamo Dresden und Schalke 04 II aktiv.

Stürmer von Mainz II und Jugendspieler

Stürmer Felix Lohkämper wechselt von Mainz 05 II zum 1. FC Magdeburg. Der 22-Jährige erzielte in der Dritten Liga 2016/17 vier Treffer für die Mainzer Reserve und unterschrieb in
Magdeburg einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2019.

Aus der U-19-Mannschaft des FCM rückt Leon Heynke in den Profikader auf. Der 17-jährige Abwehrspieler, der bislang in der A-Junioren Regionalliga-Mannschaft bei Thomas Hoßmang
spielte, hat einen Vertrag bis Ende Juni 2020.
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Baustellen beim FCM nach Pokalsieg




26.05.2017
Zitat:



Das 1:0 (0:0) des 1. FC Magdeburg im Landespokalfinale gegen den Germania Halberstadt war für den Club eine Pflichtaufgabe.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Freuen konnten sich am Ende aber beide Mannschaften, weil auch Halberstadt im DFB-Pokal dabei ist. Es gab aber auch Misstöne beim Saisonabschluss.

Marius Sowislo war nach dem 1:0 des Drittligisten FCM vor 7134 Zuschauern gegen den Oberligisten Germania Halberstadt glücklich. Der Kapitän erzielte nach einer Vorlage von
Christopher Handke das entscheidende Tor (52.). Der Club tat sich ansonsten schwer, die tapfer kämpfenden Halberstädter hatten zwischenzeitlich sogar mehr vom Spiel.

Petersen trotz Niederlage zufrieden

Nach der Partie zeigte sich der ehemalige FCM-Trainer und jetzige Halberstädter Coach Andreas Petersen trotzdem zufrieden: „Ich bin stolz darauf, was meine Mannschaft gezeigt
hat.“ Ein Wunschlos für den DFB-Pokal, in dem Halberstadt auch dabei ist, weil sich der FCM als Vierter der 3. Liga qualifizierte, hatte er auch parat. „Mein Wunschlos für die erste
DFB-Pokal-Runde ist Freiburg. Es wäre schön, wenn ich gegen meinen Sohn Nils antreten könnte“, so Petersen. Sein Gegenüber Jens Härtel hatte auch einen potenziellen Lieblingsgegner:
„Es wäre toll, wenn der 1. FC Union Berlin nach Magdeburg kommen müsste.“

Zum „Man of the Match“ wurde am Ende Sowislo gewählt. „Ich habe mit dem FCM jetzt dreimal den Pokal gewonnen. Es war der elfte Sieg für den Verein. Man sieht, dass die
Mentalität im Team passt“, betonte der 34-Jährige, der mit seiner Familie jetzt zwei Wochen in den Urlaub nach Ibiza fliegt. „Sicherlich hätten wir lieber in der Relegation gespielt, man
sieht aber, dass im Laufe einer Saison alles passen muss“, sagte Sowislo.

14 bis 15 Spieler werden sich unterdessen heute nach Mallorca verabschieden und es bis Dienstag am Ballermann krachen lassen. Unter ihnen ist auch Manuel Farrona Pulido, dessen
Zukunft noch unklar ist. „Ich habe Angebote aus der 3. Liga, auch aus der 2. Bundesliga. Es ist aber noch nichts entschieden“, sagte er.

Brandt kritisiert FCM

Es gab aber bei aller Freude über die anstehenden freien Tage auch kritische Töne. Niklas Brandt, der den FCM verlassen muss und nach dem Pokalsieg verabschiedet wurde, ärgerte
sich: „Es ist enttäuschend, wie es am Ende lief. Der Verein hat nicht mit offenen Karten gespielt. Ich habe erst am Montag über die Presse erfahren, dass ich nach dem Pokalspiel verabschiedet
werde.“

Brandt hatte eine Option im Vertrag, dass sich dieser automatisch um ein Jahr verlängert, wenn er eine bestimmte Anzahl von Partien von Beginn an bestreitet. „Ich hätte in der Rückrunde
noch viermal von Beginn an spielen müssen. Das wusste der Verein natürlich auch. Am Ende fehlte mir ein Einsatz“, sagte der Mittelfeldspieler, der jetzt darauf hofft, in der 3. Liga einen
Verein zu finden. „Es ist schade, ich habe mich beim FCM sehr wohlgefühlt. Die vier Spiele hätte ich locker machen können, trotz meiner zwischenzeitlichen Verletzung.“

Vertragsverhandlungen unabhängig von der Option gab es nicht. „Man muss sich fragen, ob es von den Verantwortlichen so gut war, dass sie durch manche Aussagen Unruhe in die Mannschaft
gebracht haben“, sagte Brandt.

Cwielong kehrt nach Polen zurück

Auch Piotr Cwielong wird nicht mehr das FCM-Trikot tragen. Der polnische Ex-Nationalspieler gab kurz vor dem Pokalfinale bekannt, dass er den Verein verlassen wird. „Ich bin stolz darauf, beim
FCM gewesen zu sein. Über die Vertragsverhandlungen mit dem Verein möchte ich gar nicht viel sagen“, so Cwielong. Der 31- Jährige sagte, dass er nach Polen zurückkehren wird: „Dort habe ich
ein paar Optionen.“

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Sowislo hält Plädoyer für den Landespokal




24.05.2017

Zitat:



Die Stimmung bei der Pressekonferenz vor dem Landespokal-Finale wurde am Dienstag nach einigen Minuten emotional.
Von Florian Bortfeldt ›
und Manuel Holscher ›

Magdeburg l Grund waren die deutlich lichteren Reihen und das Desinteresse am Finale. FCM-Kapitän Marius Sowislo kritisierte: „Ich habe den Eindruck, dass das
Pokalspiel von manchen nicht mehr ernst genommen wird. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Respekt erhofft.“
Rund 7000 Zuschauer werden erwartet

Sowislo betonte, dass dieser Rahmen gewürdigt werden sollte. Auch wenn nur bis zu 7000 Zuschauer und damit deutlich weniger als bei einem durchschnittlichen
Drittligaspiel erwartet werden, sei der Landespokal etwas Besonderes. „Ein Pokalsieg bleibt – im Gegensatz zu anderen Dingen“, sagte der Kapitän.

Auch wenn das Endspiel rein fußballerisch gesehen klar für den FCM spricht, auf der Trainerbank nimmt beim VfB Germania Halberstadt mit Andreas Petersen jemand
Platz, der „Pokal kann“. Der 56-Jährige holte den Pott dreimal: 2013 und 2014 mit dem FCM und nach seinem Wechsel zum BSV Rehden ein zweites Mal in 2014, weil
das Finale gegen FT Braunschweig erst in der neuen Saison gespielt wurde. Dazu stand er mit dem VfB Germania 2010 und mit Neustrelitz 2015 im Endspiel.
Petersen hofft auf vierten Pokalsieg

Jetzt strebt er den vierten Sieg an. „Ich bin Realist, aber gleichzeitig auch Optimist“, so Petersen, der die Landeshauptstädter klar in der Favoritenrolle sieht. „Die
Mannschaft wird brennen, ein Trost für den verpassten Aufstieg – den man ja auch selbst verbockt hat – muss her. Wer denkt, der FCM lässt sich nach dem knapp verpassten
Relegationsplatz gehen, der irrt gewaltig.“

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Sieben Spieler müssen den FCM verlassen




22.05.2017

Zitat:



Dass es beim Drittligisten 1. FC Magdeburg einen personellen Umbruch geben wird, hatte sich zuletzt schon angedeutet.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Der Verein gab am Montag offiziell bekannt, dass sieben Spieler den Verein definitiv verlassen müssen und im Rahmen des Landespokalfinales am Donnerstag
gegen Germania Halberstadt verabschiedet werden.

Neben den bereits bekannten Abgängen Leopold Zingerle, Lukas Novy, Moritz Sprenger, Steffen Puttkammer und Ahmed Waseem Razeek erhalten auch Niklas Brandt und
Jan Löhmannsröben, der mit Hansa Rostock in Verbindung gebracht wird, keinen neuen Vertrag.

Offen ist demnach noch die Zukunft von Manuel Farrona Pulido, Piotr Cwielong, Florian Kath und Lukas Cichos, deren Verträge ebenfalls auslaufen. Zumindest bei Cichos
scheint klar zu sein, dass er verlängern und dann ausgeliehen werden soll.

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Personelle Weichen sind gestellt




22.05.2017

Zitat:



Nach der verpassten Relegation haben die Verantwortlichen des 1. FC Magdeburg Gewissheit, dass der Verein weiter in der 3. Liga aufläuft.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Jetzt geht es darum, welche Spieler beim Club bleiben dürfen und wer den Verein verlassen muss. Bei einigen Spielern ist dies mittlerweile klar. Doch nicht
bei allen ist die Zukunft geklärt.

Die Volksstimme gibt einen Überblick über die Kandidaten, deren Vertrag Ende Juni ausläuft:

Abgänge: FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik stellte klar, dass einige Gespräche noch offen seien. Auf der anderen Seite wurden aber bereits Entscheidungen getroffen.
Mit Leopold Zingerle steht nach Ahmed Waseem Razeek und Steffen Puttkammer ein Abgang fest, der sich angedeutet hat. Im Volksstimme-Interview sagte der Torhüter,
dass er vom FCM nur ein Angebot erhalten werde, wenn der Club aufsteigen sollte. Da dies nicht der Fall ist, muss sich Zingerle einen neuen Verein suchen. Auch Lukas Novy
erhält beim FCM keinen neuen Vertrag. Für ihn endet damit eine von Verletzungen geprägte, bittere Zeit mit nur einem Kurzeinsatz in zwei Jahren (knapp drei Minuten im
November 2016 in Großaspach).

Niklas Brandt durfte gegen Lotte von Beginn an ran, war aber mit seinen Einsatzzeiten nach seiner Verletzung in der Rückrunde nicht zufrieden. Die Zeichen stehen auf Trennung.

Jan Löhmannsröben wird mit Hansa Rostock in Verbindung gebracht und ist ein heißer Wechselkandidat. Gegen Lotte schaffte er es nicht mal in den Kader, obwohl er nicht verletzt
war. „Es ist alles in alle Richtungen offen“, sagte Löhmannsröben am Sonnabend. „In den kommenden Tagen fällt eine Entscheidung, wie und wo es für mich weitergeht.“

Offen: Fraglich ist die Zukunft von Piotr Cwielong, der im letzten Heimspiel überraschend auf der Bank saß und gar nicht spielen durfte. Der Pole möchte wohl
gerne bleiben. „Da müssen wir noch eine Entscheidung treffen“, so Kallnik.

Auch mit Manuel Farrona Pulido soll noch gesprochen werden. Der Techniker möchte aber unbedingt in die 2. Bundesliga. „Ich bin in Gesprächen, auch mit dem FCM.
Ich muss schauen, was das Beste für mich ist und wo ich mich am besten weiterentwickeln kann“, sagte er. Ein Bild von Nils Butzen mit Farrona Pulido auf Instagram
sorgte für Wechselspekulationen. Butzen schrieb: „Es war mir eine Ehre.“ Farrona Pulido klärte aber auf: „Das war nur auf die Saison bezogen. In zehn Tagen herrscht
hoffentlich Klarheit.“

Der dritte Torhüter beim FCM, Lukas Cichos, soll seinen Vertrag verlängern und dann ausgeliehen werden.

Ausgeliehen: Moritz Sprenger (VfL Wolfsburg) und Florian Kath (SC Freiburg) wurden vom FCM ausgeliehen, am 1. Juli müssten beide wieder zu ihren Vereinen
zurück. Während Sprengers Chancen auf eine Weiterbeschäftigung in Magdeburg aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit stark gesunken sind, soll Kath unbedingt gehalten
werden. Der 22-Jährige spielte nach einer über sechswöchigen Verletzungspause erstmals wieder gegen Lotte und bot eine überragende Leistung. „Florian hat enorm viel
Potenzial. Wir würden ihn gerne halten, es liegt aber nicht in unserer Hand“, sagte Maik Franz, Assistent der Geschäftsführung. Kath selbst macht dem FCM Hoffnung.
„Mir ist es sehr wichtig, dass ich mich wohlfühle. Und das ist in Magdeburg der Fall. Der Wechsel zum FCM war goldrichtig“, sagte er.

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Fußball: Löhmannsröben vor Abschied





Zitat:



Mario Kallnik, Geschäftsführer des Drittligisten 1. FC Magdeburg, versuchte das Thema Spieler-Verabschiedung zu umschiffen.
Von Thomas Juschus ›

Magdeburg l „Wir warten ab, was passiert. Alles andere macht keinen Sinn“, sagte er in der Talkrunde „Humanas Sportstunde“ vor dem letzten Liga-Heimspiel der
Saison am Sonnabend gegen die Sportfreunde Lotte. Auf jeden Fall ist die Serie für den Club nicht beendet, Relegation oder Landespokalfinale folgen.

Die Volksstimme weiß: Hinter den Kulissen wird eine Verabschiedung vorbereitet, geht es nicht in die Relegation, will der Verein spontan handeln – wie im Vorjahr nach
dem letzten Punktspiel. Denn die Spieler haben längst Klarheit über ihre sportliche Zukunft, 17 Verträge sind für 17/18 fix. Neben Ahmed Razeek könnten bis zu zehn
Spieler die Blau-Weißen verlassen, darunter sind Stützen wie Jan Löhmannsröben (wohl zu Hansa Rostock), Niklas Brandt und Steffen Puttkammer. „Alle Jungs müssen
noch mal Gas geben. Wer die Vertragssituation nicht ausblenden kann, hat nichts auf dem Platz verloren“, sagte Trainer Jens Härtel.



Fußball: Ständiger Blick nach Münster





19.05.2017

Zitat:



Zwei Partien stehen für den Drittligisten 1. FC Magdeburg am Sonnabend ganz besonders im Fokus.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Zum einen geht es natürlich um das eigene Heimspiel um 13.30 Uhr (live in der MDR-Konferenz) gegen Lotte. Aber auch die Partie des ärgsten Mitbewerbers
um den Relegationsplatz, Jahn Regensburg, wird permanent beobachtet.

Fast alle Spieler an Bord

Einen kühlen Kopf zu bewahren war für den FCM in den vergangenen Tagen vor dem hitzigen Saisonfinale gar nicht so einfach. Am Mittwoch und Donnerstag schwitzten die
Spieler bei bis zu 30 Grad auf dem Trainingsplatz.

Positiv ist vor dem Heimspiel gegen Lotte die Trainingsbeteiligung. Bis auf die Langzeitverletzten André Hainault und Moritz Sprenger sowie Lukas Novy, der Vater wird und
deshalb freigestellt ist, waren alle Mann an Bord. Fehlen wird zudem der gelbgesperrte Tobias Schwede.

Dass der Blick am Sonnabend nicht nur der eigenen Partie gilt, sondern auch ganz bewusst nach Münster geht, wo Jahn Regensburg, der Konkurrent um den Relegationsplatz,
antritt, gab FCM-Trainer Jens Härtel gestern zu: „Für mich ist schon wichtig, zu wissen, was für uns notwendig ist. Ob wir das Risiko noch mal erhöhen müssten oder ob die
Ergebnisse auf den anderen Plätzen so sind, dass wir nur einen Punkt brauchen.“

Auch Zwickau im Fokus

Der Coach schaut dabei nicht nur nach Münster und auf den Relegationsplatz, sondern auch darauf, was der FSV Zwickau beim MSV Duisburg macht. Zwickau hat als
Tabellenfünfter momentan zwei Punkte Rückstand und könnte dem FCM noch den vierten Rang und die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal streitig machen.
„Deshalb sollten wir informiert sein, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen“, warnte Härtel.

Der kommende Gegner habe pünktlich zum Saisonendspurt wieder zur alten Stärke zurückgefunden. „Lotte spielt wieder den Fußball, den das Team am Ende der Hinrunde
und zu Beginn der Rückrunde gespielt hatte. Wir erwarten einen giftigen Gegner, der einen guten Saisonabschluss haben möchte, so Härtel. „Außerdem werden sich einige
Spieler, die noch keinen Vertrag haben, zeigen wollen.“

Dreierkette hat sich bewährt

Bewährt hatte sich in Aalen beim 2:2 die Rückkehr zur Dreierkette mit Richard Weil als Abwehrchef in der Mitte. Weil bestach durch eine enorme Präsenz und wird auch
gegen Lotte gesetzt sein. Der 29-Jährige, der vor einem Jahr mit den Würzburger Kickers in die 2. Bundesliga aufstieg, will mit seiner Erfahrung vorangehen. „Wir dürfen
auf dem Platz nicht überdrehen. Wichtig ist eine gewisse Balance, damit uns gegen Ende der Partie nicht die Körner ausgehen“, sagte er. „Wir müssen in der Defensive stabil
stehen und gut pressen. Dann sind wir für einige Torchancen gut. Wenn uns das gelingt, bin ich optimistisch.“

Die durchwachsenen Auftritte zuletzt sollten laut Härtel kein Thema mehr sein: „Auf dem Platz war es bei uns manchmal ein bisschen zäh. Wir können das aber zu Hause
mit einem Spiel vergessen machen. Darum geht es jetzt.“

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Fußball: Razeek bringt sich in Erinnerung




15.05.2017

Zitat:



Für Ahmed Waseem Razeek vom Drittligisten 1. FC Magdeburg ist die Partie beim VfR Aalen besonders gewesen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Kürzlich gab der 22-Jährige bekannt, dass er den FCM am Saisonende verlassen wird, weil er sich keinen Stammplatz erkämpfen konnte. Für Razeek war
es somit die letzte Drittliga-Auswärtspartie im FCM-Trikot.

Tor nach wenigen Sekunden

In der 77. Minute wurde er für Richard Weil eingewechselt. Nur wenige Sekunden später konnte er sich als Torschütze feiern lassen. Mit dem ersten Ballkontakt nutzte
er ein Missverständnis in der Aalener Defensive und überwand VfR-Torhüter Daniel Bernhardt zum 2:2. „Ich bin glücklich, für den FCM getroffen zu haben. Das ist auch
für mein Selbstvertrauen gut gewesen“, sagte Razeek. Die Freude des Mittelfeldspielers war allerdings gedämpft, zu sehr überwog die Enttäuschung über den vergebenen
Sieg. „Wir hatten uns etwas anderes vorgenommen, wollten unbedingt einen Sieg holen. Das hat leider nicht geklappt“, sagte er. „Wir dürfen jetzt aber den Kopf nicht
hängen lassen.“

Razeek gab sich kämpferisch mit Blick auf den abschließenden Spieltag zu Hause gegen die Sportfreunde Lotte. „Wir wollen uns nicht mit dem vierten Tabellenplatz
zufriedengeben. Solange wir noch die Chance haben, in die 2. Bundesliga aufzusteigen, wollen wir sie auch nutzen. Abgerechnet wird nach dem 38. Spieltag“, betonte er.

Zwei Tore in 13 Spielen

Für Razeek war das Tor in Aalen der zweite Saisontreffer im 13. Einsatz. Zuvor war er am vierten Spieltag beim VfL Osnabrück beim 2:3 erfolgreich. „Allzu viele Tore
habe ich für den FCM nicht gemacht. Immer, wenn es mir gelungen ist, hat es mich besonders gefreut, mit der Mannschaft und den Fans zu jubeln. Das werde ich in der
nächsten Zeit vermissen“, sagte der Spieler mit der Rückennummer 20.

Wohin Razeek wechseln wird, konnte er noch nicht sagen: „Es gibt ein paar Anfragen, es ist aber noch nichts entschieden. Entweder bleibe ich in der 3. Liga, oder ich
gehe ins Ausland.“

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Fußball: Jetzt bleibt nur noch Hoffnung





15.05.2017

Zitat:



Das 2:2 (1:1) vor 6728 Zuschauern in Aalen hat dem Drittligisten 1. FC Magdeburg nicht gereicht, um den Relegationsplatz zu verteidigen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Nach dem Schlusspfiff überwog bei den Spielern des FCM die Enttäuschung. Der Club hat zwar vor dem letzten Spieltag am kommenden Sonnabend immer
noch Möglichkeiten, den Relegationsplatz zu erreichen, die Chancen sind nach dem 2:2 (1:1) beim VfR Aalen, dem fünften Liga-Unentschieden auswärts in Folge,
deutlich gesunken. Regensburg kletterte durch ein 3:2 in letzter Sekunde gegen Chemnitz mit jetzt zwei Punkten Vorsprung auf Rang drei, nachdem der Jahn einen
zwischenzeitlichen 2:0-Vorsprung noch aus der Hand gegeben hatte.

FCM-Trainer Jens Härtel gab sich nach dem Spiel trotz der sichtbaren Enttäuschung kämpferisch. „Schluss ist, wenn Schluss ist“, sagte er zu seinen Spielern, als sich
alle noch mal zu einem Kreis zusammenfanden. „Es ist noch nicht Schluss, ein Spieltag ist noch zu spielen. Wir müssen das Positive mitnehmen, dass wir zumindest
noch die theoretische Chance haben, den Relegationsplatz zu erreichen“, betonte der Coach.

Frühe Führung durch Beck

Dabei begann die Partie in Aalen für den FCM vielversprechend. Nach einem zu kurzen Rückpass von Robert Müller schaltete Christian Beck blitzschnell und ließ die
fast 3000 mitgereisten Magdeburger Fans, die für ein Heimspiel sorgten, mit seinem Treffer in der neunten Minute jubeln. „Wir haben zunächst viele zweite Bälle
gewonnen und den Fehler des Gegners erzwungen. Leider ist es uns dann in der ersten Halbzeit nicht mehr gelungen, längere Ballbesitzphasen zu haben und höher
zu verteidigen“, so Härtel.

Nach einem Fehlpass von Marius Sowislo passte Gerrit Wegkamp auf Matthias Morys, der auf FCM-Torhüter Leopold Zingerle zulief und ihm keine Chance ließ (29.).
Außer einem Weitschuss von Niklas Brandt, der knapp am linken Pfosten vorbeiging (33.), war von den Gästen vor der Pause nicht viel zu sehen.

Auch wenn die Härtel-Truppe defensiv kaum etwas zuließ, wurden die spielerischen Mängel immer wieder deutlich. So verpassten es die Gäste nach dem frühen Tor,
weiter mit Mut nach vorne zu spielen. Dass dem Club das Verwalten eines Vorsprungs nicht liegt, zeigte sich bereits in den vergangenen Wochen. So drehte Aalen
nach dem Kopfballtreffer des kurz zuvor eingewechselten Steffen Kienle (72.) die Partie, der nach einem langen Freistoß eine kurze Phase der fehlenden Zuordnung
beim FCM nutzte.

FCM mit Moral und Razeek

Immerhin bewiesen die Gäste Moral und kamen noch zum 2:2 des ebenfalls Sekunden zuvor eingewechselten Ahmed Waseem Razeek (78.). Ein Sieg deutete sich in
der Schlussphase aber nicht mehr an, vielmehr hatten die Gastgeber noch Gelegenheiten, sich die drei Punkte zu sichern. „Die Jungs müssen sich jetzt schütteln und
erst mal verdauen, dass wir in der Tabelle zuletzt schleichend durchgereicht wurden, weil wir unsere Spiele nicht gewonnen haben“, sagte Härtel. Regensburg tritt
am Sonnabend bei Preußen Münster an und braucht einen Sieg, sollte der FCM gegen Lotte gewinnen.

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FCM verliert nach 2:2 Platz drei




13.05.2017

Zitat:



Der 1. FC Magdeburg hat beim VfR Aalen ein 2:2 (1:1) erkämpft und damit am vorletzten Spieltag der 3. Liga Relegationsrang drei verloren.
Von Manuel Holscher ›
und Thomas Juschus ›

Aalen l Mit dem 13. Unentschieden der Saison hat der 1. FC Magdeburg den dritten Platz in der 3. Liga verloren. Konkurrent Jahn Regensburg besiegte zeitgleich zuhause
in letzter Minute den Chemnitzer FC mit 3:2 (1:0) und zog so am FCM vorbei und hat zwei Punkte Vorsprung. Am letzten Spieltag (20. Mai) erwartet der FCM in der
ausverkauften MDCC-Arena die Sportfreunde Lotte, Regensburg spielt bei Preußen Münster. Der MSV Duisburg und Holstein Kiel stehen als Aufsteiger in die 2. Bundesliga
fest. Für den FCM trafen beim 2:2 in Aalen Christian Beck (9.) und Ahmed Waseem Razeek (78.), für den VfR Aalen waren Matthias Morys (29.) und Steffen Kienle (72.)
erfolgreich.

FCM-Trainer Jens Härtel änderte seine Mannschaft im Vergleich zum 1:1 gegen den FSV Frankfurt zunächst auf drei Positionen. Für Charles Elie Laprevotte (fehlte aus
privaten Gründen), Piotr Cwielong (Oberschenkelzerrung) und Christopher Handke spielten Richard Weil, der erstmals seit seinem Lendenwirbelbruch wieder auflief, Jan
Löhmannsröben und Niklas Brandt. Der Coach stellte auch taktisch um und wechselte wie vermutet von einer Vierer- auf eine Dreierkette mit Weil in der Mitte. Eine
weitere Umstellung musste Härtel kurz vor Spielbeginn vornehmen, als Michel Niemeyer sich bei einem Sprint verletzte, Tobias Schwede ersetzte ihn. In der Offensive
setzte Härtel mit Julius Düker und Christian Beck auf zwei Spitzen.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Einen zu kurzen Pass von Robert Müller nahm Beck auf, umspielte VfR-Torhüter Daniel Bernhardt und verwandelte zur
Gästeführung (9.). Der FCM agierte in der Offensive in der Anfangsphase deutlich klarer als zuletzt gegen den FSV Frankfurt. In der Defensive tat dem Team die Rückkehr
von Weil gut. Der Abwehrchef dirigierte und schmiss sich in die Zweikämpfe. Von Aalen war in den ersten 20 Minuten nur wenig zu sehen. In der 27. Minute forderten die
Aalener einen Elfmeter, als sich Gerrit Wegkamp im Zweikampf mit Felix Schiller fallen ließ. Schiedsrichter Florian Badstübner pfiff aber nicht. Kurz darauf jubelten die
VfR-Anhänger allerdings, als Marius Sowislo den Ball im Mittelfeld verlor, Wegkamp auf Matthias Morys passte, der alleine auf Leopold Zingerle zulief und ihm keine Chance
ließ (29.). Fast im Gegenzug nahm sich Brandt ein Herz und zog aus rund 17 Metern ab. Sein Schuss ging nur knapp am linken Pfosten vorbei (33.).

In der 49. Minute sorgten die FCM-Fans für einen Knalleffekt, der vermutlich vor der Sportgerichtsbarbeit des DFB ein Nachspiel haben wird. Pyrotechnik, ein Konfettiregen
und Klopapierrollen auf dem Feld sorgten für einen dreiminütige Spielunterbrechnung durch Schiedsrichter Florian Badstübner (Windsbach). Für einen Hallo-Wach-Effekt im
Spiel des FCM sorgte die Aktion aber zunächst nicht: Den Aktionen der Gäste fehlte ein wenig Mut und Druck.

Nach etwa einer Stunde erhöhte der FCM etwas den Druck und verlagerte das Spiel kurzzeitig in die Hälfte des VfR, ohne aber zu zwingenden Chancen zu kommen. Nach
einer Aktion gegen Julius Düker (59.) forderten die Blau-Weißen zaghaft Elfmeter. Beck verzog nach einem Konter aus 18 Metern (66.). Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld
fiel die überraschende Führung für die Gastgeber: Steffen Kienle, gerade eingewechselt für Matthias Morys, setzte sich im Kopfball gegen Löhmannsröben und Schiller durch und
köpfte zum 2:1 (72.) ein. Der FCM meldete sich mit einem Joker-Tor umgehend zurück. Ahmed Waseem Razeek, gerade ins Spiel gekommen für Richard Weil, spitzelte den Ball
aus sechs Metern zum 2:2 (78.) ins Netz. Dabei blieb es - auf beiden Seiten waren die Schlussaktionen nicht von Erfolg gekrönt.



Zingerle: "Art und Weise stört mich"





12.05.2017

Zitat:



Stammtorhüter Leopold Zingerle muss den Drittligisten 1. FC Magdeburg verlassen, wenn der Verein den Aufstieg verpassen sollte.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Im Exklusiv-Interview spricht der 23-Jährige über den Moment, als er von der Entscheidung erfuhr, dass er den 1. FC Magdeburg verlassen muss, wenn
der Verein nicht aufsteigt, und wie es jetzt weitergeht.

Herr Zingerle, seit Sommer 2016 sind Sie beim FCM und seit der Rückrunde Stammtorhüter. Ihr Vertrag läuft am Saisonende aus. Wie ist der Stand?

Leopold Zingerle: Der Verein wird mir für die 3. Liga kein Vertragsangebot unterbreiten. Im Falle des Aufstiegs hat der FCM aber versprochen, noch mal auf
mich zuzukommen. Wenn wir aber nicht aufsteigen, ist mein Weg hier sicher beendet.

Wann haben Sie von der Entscheidung erfahren?

Das war am Freitag vor einer Woche vor dem Spiel gegen den FSV Frankfurt. Die Tage zuvor liefen schon etwas komisch. Der Verein und mein Berater standen in Kontakt,
es ging beim Thema Vertragsverlängerung aber nicht richtig vorwärts. Das hat mich gewundert. Deshalb rief ich am Freitagabend bei meinem Berater an und fragte ihn
nach dem aktuellen Stand. Dann sagte er mir, dass ich beim FCM eben keinen Vertrag für die 3. Liga bekomme. Mein Berater hätte mir das lieber nach dem Spiel gesagt,
ich wollte aber unbedingt alles über den aktuellen Stand erfahren.

Wollen Sie denn im Falle des Aufstiegs überhaupt noch mal über einen neuen Vertrag sprechen oder ist die Tür aus Ihrer Sicht jetzt zu?

Es ist momentan schwierig, ich bin mir darüber noch nicht im Klaren. Ich würde mir das Angebot aber anhören, weil mir der Verein und die Mannschaft am Herzen liegen.
Ich habe mich von Anfang an mit dem FCM identifiziert und fühle mich sehr wohl. Es ist schade, wenn es jetzt so auseinandergeht. In der Mannschaft geht das Miteinander
weit über den Status von Kollegen hinaus. Wir sind ein verschworener Haufen.

Welches Argument gab es aus Vereinssicht gegen Sie?

Der Verein hat mir gesagt, dass er für die 3. Liga anderweitig plant und hat als Hauptargument die U-23-Regel in der 3. Liga genannt (vier Spieler müssen auf dem
Spielberichtsbogen stehen, die unter 23 Jahre sind/d. Red.). Dieses Argument erschließt sich mir aufgrund der aktuellen Torhütersituation aber nicht, weshalb ich davon ausgehe,
dass es andere Gründe sind.

Wie bewerten Sie Ihre sportliche Entwicklung beim FCM?

Ich denke, dass ich meine Leistungen in der Rückrunde eher verbessert als verschlechtert habe. Umso überraschender war deshalb auch die Entscheidung des Vereins für mich.
Wenn man seine Leistungen nicht bringt, ist es klar, dass irgendwann Zweifel aufkommen. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass meine Leistungen Anlass zu solchen Zweifeln
gegeben hätten. Das hat mir der Trainer in diesem Zusammenhang auch bestätigt.

Eigentlich müsste ein Verein doch alles daransetzen, den Stammtorhüter, der Leistung bringt, zu halten.


Ich verfolge das Fußballgeschäft ja jetzt schon etwas länger. Ich weiß von keinem Fall, wo der Stammtorhüter bei Vertragsende geht, ohne ein Angebot bekommen zu haben.

Welche anderen Gründe könnten eine Rolle gespielt haben?

Ich habe mich mit Trainer Jens Härtel und Geschäftsführer Mario Kallnik ausgetauscht. Es ist schon komisch. Der Trainer hat gesagt, dass er mit mir zufrieden ist und hat sich
für mich eingesetzt, dass ich ein Vertragsangebot bekomme. Damit ist er aber wohl auf taube Ohren gestoßen.

Wie hat sich die Nachricht auf Ihre Spielvorbereitung gegen den FSV ausgewirkt?

Ich musste das schon erst mal verdauen. Von den Gedanken her war die Spielvorbereitung nicht ganz optimal. Während der Partie war ich aber voll fokussiert, das hat
mich selber positiv überrascht. Der Moment, als ich ins Stadion reingekommen bin und es später verlassen habe, war aber sehr emotional.

Für den FCM stehen noch zwei Spieltage auf dem Programm, der Relegationsplatz und der Aufstieg sind möglich.
Wie sehr hat sich der Druck für Sie persönlich jetzt noch mal verschärft?


Ich hätte mir gewünscht, dass das Thema ein bisschen früher angesprochen worden wäre. Dass der Weg bei einem Verein irgendwann endet, gehört zum Geschäft dazu.
Das ist auch kein Problem. Was mich enttäuscht, ist, dass man mich erst zwei Wochen vor dem Saisonende informiert. Das hätte man eleganter klären können, wenn
Anfang oder Mitte April ein Gespräch stattgefunden hätte. Dann hätte man mir ein Signal geben können, dass es andere Ideen auf der Torhüterposition gibt. So habe
ich das Gefühl, ins offene Messer gelaufen zu sein.

Sind Sie von FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik enttäuscht?

Er handelt zum Wohle des Clubs, ich versuche zu meinem Wohle zu handeln. Dass es auch mal Interessenkonflikte gibt, ist normal. Was mich am meisten stört, ist die
Art und Weise, wie es abgelaufen ist.

Wie hoch ist jetzt die mentale Belastung für Sie?


Ich habe gegen den FSV Frankfurt gezeigt, dass ich damit gut umgehen kann. Ich weiß aber nicht, ob einem Spieler eine solche Art der Kommunikation hilft. Man muss
in solchen Situationen auch den Menschen sehen, der hinter dem Fußballer steht.

Wie schnell können Sie sich denn jetzt noch umorientieren?

Die Zeit ist knapp. Ich hatte fest damit gerechnet, in Magdeburg zu bleiben. Dieser Plan wurde jetzt durchkreuzt. Mein Berater hat in den kommenden Tagen und Wochen
einiges zu tun, um für mich einen passenden Verein zu finden.

Weil der Markt für Torhüter begrenzt ist?

Wenn ein Verein auf der Torhüterposition Bedarf hat, dann kümmert er sich natürlich rechtzeitig darum. Diese Zeit ist für viele Vereine bereits überschritten.

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Ungewisse Zukunft




10.05.2017

Zitat:



Beim 1. FC Magdeburg laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Bei zehn Spielern ist die Zukunft ungeklärt.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Auf Zwischenstände verzichtet der Verein momentan. Aus gutem Grund. „Wir werden uns in der laufenden Saison nicht über Vertragssituationen äußern.
Wir haben wichtige Spiele vor uns und wollen uns auf das Sportliche konzentrieren“, stellt FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik klar.

Von der Ungewissheit, ob es beim FCM auch in der kommenden Saison weitergeht, sind allerdings auch einige Stammspieler betroffen. Da 17 Planstellen bereits vergeben
sind und die Verantwortlichen immer betont haben, um die 26 Spieler im Kader haben zu wollen, wird es für den einen oder anderen eng, weil mit Sicherheit noch einige
Neuzugänge verpflichtet werden.

Mit Leopold Zingerle konnten sich die Verantwortlichen bisher noch nicht über eine Verlängerung einigen. Der Torhüter signalisierte aber unlängst, dass er gerne bleiben
würde. Nach einem durchwachsenen Start etablierte er sich als Nummer eins. Die Tendenz geht deshalb klar in Richtung Verlängerung. Ähnlich sieht es bei Jan Löhmannsröben
aus, der ein Vorbild an Einsatz und Leidenschaft ist.

Klare Empfehlungen für einen neuen Vertrag hat zuletzt auch Piotr Cwielong abgegeben. Der Pole überzeugte durch seine technischen Fähigkeiten und seinen Zug zum
gegnerischen Tor. Mit 31 Jahren verfügt der ehemalige Zweitligaspieler (VfL Bochum) zudem über die Erfahrung, die der FCM unabhängig von der Liga gebrauchen könnte.
„Mir ist wichtig, dass ich spiele, alles andere klärt sich“, sagt Cwielong.

Spielen möchte auch der dritte Torhüter Lukas Cichos. Da er sich beim Club vermutlich keinen Stammplatz erkämpfen wird, wäre ein Wechsel denkbar, aber nur per Ausleihe.
„Ich möchte gerne beim FCM bleiben und dann möglicherweise in der Regionalliga Spielpraxis sammeln“, sagt Cichos.

Unklar ist unterdessen die Situation der Leihspieler Moritz Sprenger (VfL Wolfsburg) und Florian Kath (SC Freiburg), die am Saisonende zu ihren Vereinen zurückkehren müssen.
Da die Defensive gut besetzt ist und Sprenger nach der Verpflichtung von Richard Weil nicht die besten Karten hatte, ist zu vermuten, dass er zunächst nach Wolfsburg
zurückkehrt und sich dann vermutlich neu orientieren wird. Bei Kath sieht es etwas anders aus. Der Offensiv-Allrounder hatte sich bis zu seiner Verletzung festgespielt, er ist
sehr präsent und traf zuletzt auch das Tor. Eine Weiterverpflichtung ist deshalb realistisch.

Weitaus ungewisser ist die Situation für Niklas Brandt und Manuel Farrona Pulido. Brandt kam nach einer Verletzung in der Rückrunde nur selten zum Einsatz. Hinter Sowislo,
Charles Elie Laprevotte und Löhmannsröben ist er momentan die Nummer vier im defensiven Mittelfeld. Farrona Pulido ist hochveranlagt, kam in dieser Saison aber zu selten
in Schwung. Mal warfen ihn Verletzungen zurück, mal war Härtel nicht mit der Einstellung des Technikers zufrieden. Farrona Pulido möchte unbedingt in die 2. Bundesliga – am
liebsten mit dem FCM, notfalls würde er sich diesen Traum aber wohl auch bei einem anderen Verein erfüllen.

Als einziger Abgang steht offiziell Ahmed Waseem Razeek fest. Lukas Novy wird höchstwahrscheinlich ebenfalls ein Mitglied auf dieser Liste. Offen ist die sportliche Zukunft
von Steffen Puttkammer. Nachdem sich Weil verletzte, sprang er überzeugend als Abwehrchef ein. Nach der Systemumstellung von der Dreier- auf eine Viererkette musste er
aber wieder auf die Bank.

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FCM sucht passenden Spielstil





09.05.2017

Zitat:



Zwei Partien stehen für den Tabellendritten 1. FC Magdeburg in der 3. Liga noch an. Der FCM auf der Suche nach dem passenden Spielstil.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Die Spieler des FCM standen nach dem 1:1 gegen den FSV Frankfurt etwas ratlos auf dem Rasen. Wieder schaffte es der Club nicht, eine Führung über die
Zeit zu bringen, erneut wurden wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg vergeben. „In dieser Saison fällt es uns schwer, eine Führung mal länger zu halten“, ärgerte
sich Nils Butzen. „Dadurch würden sich Räume ergeben, die wir nutzen könnten. Wir kommen aber leider gar nicht in diese Situationen.“

Langsamer Spielaufbau

Vielmehr schoben sich die Spieler den Ball in der Defensive immer wieder hin und her. Von einem schnellen Spielaufbau war gegen Frankfurt und auch sonst oft in der
Rückrunde nur wenig zu sehen. „Bei uns war überhaupt kein Tempo drin. Wir haben es uns gegen Frankfurt selber schwer gemacht. Wir hätten einfacher spielen müssen,
hätten häufiger auf den zweiten Ball gehen sollen. Das haben wir in dieser Saison bereits sehr erfolgreich gemacht“, betonte Butzen.

Auffällig war auch gegen Frankfurt, dass der Gegner zwischenzeitlich einen deutlich spielfreudigeren Eindruck hinterließ, während der FCM offensichtlich schwere Beine
und in der ersten Halbzeit nur eine Torchance hatte. Das war schon in den Derbys zuletzt in Halle im Landespokal und in der Liga zu sehen. „Wir müssen mutiger sein und
dürfen die Sache nicht zu locker nehmen“, forderte Kapitän Marius Sowislo. Fehlende Konzentration hatte auch dazu geführt, dass der Club im Heimspiel gegen Regensburg
eine Führung schnell wieder hergab und am Ende ganz ohne Punkte dastand. In Kiel und in Chemnitz wurden zudem Erfolge in der Schlussphase vergeben.

Probleme gegen defensive Gegner

Die Suche nach dem passenden Spielstil wird besonders gegen tiefstehende Gegner wie Frankfurt, Mainz II oder Wehen Wiesbaden deutlich. Das von Butzen geforderte einfache
Spiel und das Ziel, möglichst viele zweite Bälle nach Flanken zu sichern, ist zwar nicht immer schön, war in der Hinrunde aber einer der Schlüssel zum Erfolg. So sicherten
Christian Beck oder Julius Düker in der Offensive viele Bälle und der Verein kam immer wieder zu Chancen. Gegentreffer warfen die Mannschaft dagegen nicht zurück, weil der
FCM nachlegen konnte. In der Hinrunde erzielte Magdeburg 30 Tore und kassierte 20 Gegentreffer. In 17 Rückrundenspielen steht die Bilanz bisher bei 19:14. Vor der Winterpause
konnte sich das Team von Trainer Jens Härtel über neun Partien mit zwei oder mehr Treffern freuen, im Jahr 2017 nur über drei
(3:0 gegen Osnabrück, 2:0 gegen Erfurt, 2:1 gegen Großaspach).

Ein weiterer Ansatz ist die Defensivtaktik. Mit der Verpflichtung von Richard Weil im Winter kam ein Abwehrchef, der sofort weiterhalf. Entsprechend weh tat sein Ausfall beim
2:0 gegen Erfurt. Seitdem konnte der FCM nur eins von sechs Spielen gewinnen.

Seit einer Woche ist Weil nach seinem Lendenwirbelbruch im Mannschaftstraining. Gut möglich, dass Härtel die Taktik wieder ändert und von Vierer- auf Dreierkette mit Weil in der
Mitte umstellt. Mit dem 29-Jährigen war die Defensive kaum zu überwinden – eine Grundlage, die jetzt wichtig sein wird. „Aalen wird unbedingt gewinnen wollen. Da sollten sich für
uns Räume ergeben“, so Butzen. Und möglichst mehr Torchancen als gegen Frankfurt.



Fußball : Sowislo zwischen Frust und Verlängerung




08.05.2017

Zitat:



Der Ärger überwog nach dem 1:1 gegen den FSV Frankfurt bei Marius Sowislo, dem Kapitän des Drittligisten 1. FC Magdeburg.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Es hätte so schön sein können für Marius Sowislo. Vor dem Spiel gegen den FSV Frankfurt gab der Kapitän per Videobotschaft die Verlängerung seines
am Saisonende auslaufenden Vertrages um ein Jahr bekannt. Mit einem Heimsieg im Rücken wäre es für Sowislo und den FCM ein runder Tag gewesen.

Kaum Torchancen

Stattdessen überwog nach dem schwachen 1:1 der Frust über die wieder einmal vergebenen Punkte gegen einen Außenseiter und den fast schon verspielten direkten
Aufstieg. „Wir haben es wieder nicht geschafft, eine Führung über die Bühne zu bringen“, ärgerte sich der 34-Jährige. „In der ersten Halbzeit haben wir den Ball gut
laufen lassen, hatten aber kaum Torchancen. Nach der Pause haben wir oft die falschen Entscheidungen getroffen.“

Der Mittelfeldspieler betonte aber, das der FCM trotzdem noch eine gute Ausgangslage hat. „Wenn uns jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir zwei Spieltage vor
Schluss auf dem Relegationsplatz stehen, dann hätten wir das sicher mitgenommen“, sagte er. „Wichtig ist jetzt, dass wir diesen Platz nicht mehr aus der Hand geben.
Dafür müssen wir alles geben, wir haben sehr viel und hart gearbeitet.“

Sowislo fordert Konzentration

Nach der Führung habe die Mannschaft die Führung zu locker über die Runden bringen wollen. „Das geht in dieser Phase aber nicht. Jede Mannschaft ist gegen uns
hochmotiviert und Frankfurt ist sicherlich kein Fallobst-Team. Wir müssen die Konzentration über die gesamte Spieldauer hochhalten“, forderte Sowislo.

In den ausstehenden Saisonpartien in Aalen und zu Hause gegen Lotte gelte es jetzt, mutig aufzutreten. „Wir hatten gegen den FSV viel zu wenig Abschlüsse. Daran
müssen wir jetzt intensiv arbeiten“, so Sowislo.

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Fußball: Direkter Aufstieg ist abgehakt




08.05.2017

Zitat:


Der 1. FC Magdeburg hat beim 1:1 (0:0) im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt die große Chance vergeben, drei wichtige Punkte zu holen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Dass der FCM auch gegen den bereits abgestiegenen FSV Frankfurt zu Hause vor 17.129 Zuschauern nicht über ein 1:1 hinauskam, war ein schwerer
Rückschlag für die eigenen Aufstiegsambitionen. Innenverteidiger Felix Schiller brachte es auf den Punkt: „Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Wir haben
zwar nicht verloren, es fühlt sich aber so an.“

Kallnik fordert Spaß statt Verkrampfung

FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik betonte zwar nach der Partie, dass im Rennen um den dritten Tabellenplatz noch alles drin ist. Bei allem Wettbewerb dürfe aber die
Freude über die Möglichkeiten, die der Verein noch hat, nicht zu kurz kommen: „Fußball soll Spaß machen. Wir dürfen nicht so verkrampft auflaufen, wie das gegen den
FSV der Fall war. Die Mannschaft wollte alles geben, am Ende ging aber alles daneben.“ Von Sondermaßnahmen in der entscheidenden Phase hält Kallnik nichts: „Wir
werden sicherlich kein Kurztrainingslager planen. Wir gehen jetzt fokussiert unser Ziel an und dies ist der dritte Tabellenplatz.“

Von der verordneten Lockerheit waren die Spieler direkt nach dem Abpfiff natürlich noch ziemlich weit entfernt. Besonders niedergeschlagen war Charles Elie Laprevotte,
der mit einem bösen Fehlpass auf Fabian Graudenz das 1:1 einleitete. Graudenz ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, tunnelte Felix Schiller und überwand den
insgesamt gut haltenden FCM-Torhüter Leopold Zingerle zum 1:1 (63.). „Das geht klar auf meine Kappe, ich habe die drei Punkte verschenkt. Es ist schade, weil wir nach
dem 1:0 gut drin waren“, war Laprevotte untröstlich.

Schöne Kombination vor dem 1:0

Vier Minuten vor dem Aussetzer hatten die Gastgeber durch den Treffer von Christian Beck, der sehenswert von Julius Düker in Szene gesetzt wurde, die Dose eigentlich
geöffnet. Schiller merkte kritisch an: „Nach dem 1:1 haben wir ein bisschen den Faden verloren. Wir hätten die Führung länger halten müssen, dann hätten wir Ruhe
reinbekommen.“ Die beste Chance für Magdeburg hatte dann mit La‘Vere Corbin-Ong ein Frankfurter, als er den Ball nach einer Flanke von Michel Niemeyer gegen den
eigenen Pfosten lenkte (69.).

Keine sonderlich positiven Worte fand FCM-Trainer Jens Härtel im Nachgang für Tobias Schwede, der für Christopher Handke eingewechselt wurde (70.). „Ich hätte mir
schon ein bisschen mehr von ihm gewünscht. Seine Flanken waren oft unglücklich. Das war allgemein unser Problem. Bis zur Grundlinie sind wir gerade vor der Pause
gut durchgekommen, die Flanken waren dann aber fürchterlich“, sagte der Coach.

Dass einige Anhänger ihren Unmut nach dem Ausgleich sogar mit Pfiffen untermauerten, ließ Außenverteidiger Nils Butzen unterdessen kalt. „Wenn wir das entscheidende
Tor gemacht hätten, aber nicht gut spielen, dann ist es mir ziemlich egal, ob einzelne Zuschauer pfeifen“, sagte er.

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FCM enttäuscht beim 1:1 gegen Frankfurt




06.05.2017

Zitat:



Drittligist 1. FC Magdeburg hat vor 17.129 Zuschauern beim 1:1 (0:0) gegen den bereits abgestiegenen FSV Frankfurt enttäuscht.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l "Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten dann aber dann auch immer wieder einfache Ballverluste", sagte FCM-Trainer Jens Härtel. "Nach dem 1:0 hätten
wir den Vorsprung nicht so schnell hergeben dürfen. Mit dem Frankfurter Ausgleich wurde es für uns schwierig. Unsere langen Bälle, die wir sonst oft gut eingesetzt haben,
waren nicht so wirkungsvoll. Auch die Flanken von der Grundlinie in den Strafraumwaren teilweise fürchterlich." Der Trainer wechselte im Vergleich zum 1:1 beim
Halleschen FC auf zwei Positionen. Für Jan Löhmannsröben und Tobias Schwede rückten Felix Schiller und Julius Düker in die Startelf. Härtel setzte wie zuletzt auf eine
Viererkette mit Nils Butzen (rechts), Christopher Handke, Schiller (beide innen) und Nico Hammann (links). Im defensiven Mittelfeld liefen Marius Sowislo und Charles
Elie Laprevotte auf, außen Michel Niemeyer (links) und Piotr Cwielong (rechts). Im Sturm wurde Christian Beck von Düker unterstützt.

Schon vor dem Anpfiff durften die FCM-Fans das erste Mal jubeln, als Kapitän Sowislo per Videobotschaft bekanntgab, dass er seinen auslaufenden Vertrag wie bereits
in der Volksstimme angedeutet um ein Jahr bis 2018 verlängert hat. Die Ultras von Block U machten unterdessen mit einem Banner klar, für welche Stadionvariante sie
sind. "Jetzt nicht am falschen Ende sparen! Die große Variante für die Größten der Welt!" war der Verweis darauf, die geplante Stehplatztribüne zu vergrößern und
entsprechend mehr Geld dafür in die Hand zu nehmen als bei der alternativen Variante.

Kaum Chancen in der ersten Hälfte

Die Gastgeber starteten, wie es die Aufstellung vermuten ließ, offensiv. Die erste gute Gelegenheite hatte der aufmerksame Düker in der neunten Minute, als sein
Linksschuss nur knapp am Tor vorbeiging. Der FSV stand kompakt und versuchte dadurch, den Club zu langen Bällen zu zwingen. Dies gelang ab der zehnten Minute immer
besser. In der Offensive setzte Frankfurt auf Konter, Sowislo klärte im Strafraum gegen den einschussbereiten Yannick Stark (20.). Der FCM hatte in der Folge Probleme,
zu Chancen zu kommen. Die letzten Pässe wurden entweder abgefangen oder kamen gar nicht erst an. Wenn der FSV dagegen konterte, sah das spielerisch sogar
ansehnlicher als bei Magdeburg aus.

Nach dem Seitenwechsel kam Sowislo im Strafraum im Gewühl an den Ball, traf allerdings nur das Außennetz (48.). Der FCM versuchte jetzt, den Druck auf Frankfurt zu
erhöhen und den Gegner früher zu stören. In der 52. Minute kam Beck zu einem Abschluss, FSV-Torhüter Sören Pirson hielt aber sicher. Die Partie war jetzt offener und
ansehnlicher, weil auch Frankfurt keinesfalls nur die Defensive im Blick hatte. Der mutigere Auftritt des FCM wurde unterdessen in der 59. Minute belohnt, als der starke
Düker Beck in Szene setzte und dieser mit einem Flachschuss seinen 103. Pflichtspieltreffer für den Club und das 1:0 erzielte.

Ausgleich kurz nach dem 1:0

Die Freude hielt allerdings nur vier Minuten. Nach einem bösen Fehler von Laprevotte kam Fabian Graudenz an den Ball, lief auf FCM-Torhüter Leopold Zingerle zu und
verwandelte zum nicht unverdienten Ausgleich. Wiederum drei Minuten später war Cagatay Kader kurz davor, die Partie zu drehen. Auf der Gegenseite hätte Frankfurts
La´Vere Corbin Ong den FCM fast in Führung gebracht, als Niemeyer in den FSV-Strafraum flankte und der Abwehrspieler den Ball gegen den eigenen Pfosten lenkte (69.).

Härtel brachte dann Schwede für Handke (69.). Hammann rückte in die Innenverteidigung, Niemeyer auf die linke Abwehrseite und Schwede auf die Niemeyer-Position.
Zudem sollte Tarek Chahed noch mal für offensiven Druck sorgen (77./für Niemeyer). Die Gastgeber verkrampften in der Schlussphase allerdings immer mehr. Ein klarer
Spielaufbau war kaum zu erkennen, die Leistung näherte sich wieder dem zwischenzeitlichen Niveau der ersten Hälfte an. Manche Zuschauer unterstrichen ihre
Unzufriedenheit dadurch, die sie während und nach dem Spiel pfiffen.
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Stadion Magdeburg: Kallnik muss weiter kämpfen




Zitat:



Die Auflagen der DFL und des DFB bezogen auf die MDCC-Arena beschäftigen den Drittligisten 1. FC Magdeburg um Mario Kallnik.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Der Geschäftsführer stellt klar, dass ein Detailkonzept eingereicht wurde, dass das Thema Ausweichstadion aber weiter aktuell ist. Die Frage, ob in einer
möglichen Relegation und in der kommenden Saison die Heimspiele in der MDCC-Arena ausgetragen werden können, treibt Kallnik um.

Kurzfristige Maßnahmen zur Relegation

Nachdem am Mittwoch zwei Varianten vorgestellt wurden, wie die drohenden Statikprobleme im Block-U- und Gästebereich langfristig gelöst werden können, ging es
am Donnerstag um kurzfristige Maßnahmen. Diese müssen der Stadionbetreiber MVGM und die Stadt als Eigentümer in Absprache mit dem FCM erfüllen, um ein
mögliches Relegations-Heimspiel auch in der MDCC-Arena abhalten zu dürfen. „Bei den Varianten, die am Mittwoch vorgestellt wurden, handelt es sich um
Langzeitmaßnahmen“, stellte Kallnik klar.

Akuter sind die kurzfristigen Maßnahmen für eine Relegation, die erfolgen müssen, um die Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der für die 3. Liga zuständig
ist, und der Deutschen Fußball Liga (DFL/2. Bundesliga) zu erfüllen. Dafür musste ein Detailkonzept von der MVGM erstellt werden, damit zehn Prozent des gesamten
Kartenkontingents den Gästefans zur Verfügung gestellt werden können und dieser Bereich auch dann unbedenklich ist, wenn die Gästefans hüpfen sollten. „Dieses
Detailkonzept liegt vor und wurde wie gefordert von den Sicherheitsträgern schriftlich bestätigt“, sagte Kallnik. Zudem hat sich der FCM zur Thematik erklärt.

Das Konzept sieht vor, dass zwischen Block 12 und 13 ein Zaun gezogen wird und dass die Blöcke 13 und 14 für Gäste vorgesehen sind (rund 2200 Plätze). Pufferbereiche
wären dann Block 12 links neben Block 13 und Block 15 rechts neben Block 14. Block 15 wurde zuletzt nicht freigegeben, weil es dort wie in Block U statische Bedenken gibt,
falls die Fans hüpfen. „Das Ordnungsamt hat uns bestätigt, dass in Block 13 dagegen aufgrund der gegebenen Statik die Gästefans sitzen, aber auch ohne Gefahr hüpfen
könnten“, erklärte der FCM-Geschäftsführer. Dieses Detailskonzept wurde am Donnerstag fristigerecht beim DFB und bei der DFL für eine mögliche Relegation eingereicht.
„Wir gehen fest davon aus, dass mit dem Konzept ein Relegationsspiel in Magdeburg möglich sein wird“, so Kallnik.

Keinesfalls vom Tisch ist unterdessen die Bedingung, dass der FCM im Zusammenhang mit dem Lizenzbescheid für die kommende Saison ein Ausweichstadion benennen
muss. Die Frist hierfür endet für die 3. Liga am 2. Juni, für die 2. Bundesliga am 31. Mai. „Der DFB hat uns zwar signalisiert, dass er von dieser Bedingung absieht,
wenn wir Maßnahmen vorstellen, um die zehn Prozent des Kartenkontingents für Gäste zu erfüllen“, erklärte Kallnik. „Bei der DFL steht diese Bedingung aber noch.“

Absagen von Ausweich-Spielstätten

Für ein Relegations-Heimspiel hat der Verein bei sämtlichen geeigneten Ausweich-Spielstätten in einem Radius von 150 Kilometern (u. a. Wolfsburg, Braunschweig, Berlin)
rund um Magdeburg Absagen erhalten. Wenn der Club kein Stadion präsentieren kann, würden der DFB oder DFL eins benennen. „Wir hoffen, dass unser Konzept für die
Relegation angenommen wird. Sollte dies der Fall sein, denken wir, dass es auch für die kommende Drittliga-Saison gelten könnte. Mit der DFL werden wir uns in
Frankfurt/Main austauschen, um auch für die 2. Bundesliga eine Lösung zu finden“, versicherte der Geschäftsführer.

Eine Möglichkeit, die Zehn-Prozent-Regel auch bei Ablehnung des Konzeptes zu erfüllen, wäre die Reduzierung auf 15 000 Plätze. „Das wäre aber nicht im Sinne des
Fußballs“, so Kallnik.

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Die zwei Gesichter des FCM




02.05.2017

Zitat:



Das 1:1 des Drittligisten 1. FC Magdeburg beim Halleschen FC hat gezeigt, wie unterschiedlich sich der FCM manchmal präsentiert.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Nach einer extrem schwachen ersten Halbzeit steigerte sich das Team nach der Pause. Ein Grund dafür war ein früher Wechsel von Trainer Jens Härtel.
Die 530 mitgereisten FCM-Fans unter den insgesamt 8021 Zuschauern trauten in der ersten Halbzeit zunächst ihren Augen nicht. Magdeburg präsentierte sich beim
Halleschen FC im Vergleich zum Großaspach-Spiel (2:1) wie ausgewechselt.

„Wir haben in diesem Derby nur in einer Halbzeit stattgefunden. Die erste Hälfte lief überhaupt nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, fand Härtel deutliche
Worte. „Wir sind kaum in die Zweikämpfe gekommen und nur hinterhergerannt. Halle hatte schon in der Anfangsphase zwei gute Chancen.“ Dorian Diring (4.) und
Marvin Ajani (6.) hätten den HFC bereits in Führung bringen können. Das übernahm dann Martin Röser in der 15. Minute.
Härtel wechselt früh

Härtel reagierte in der 35. Minute, brachte Felix Schiller für Tobias Schwede und stärkte dadurch das Zentrum. Schiller ging in die Innenverteidigung, Nico Hammann
rückte auf die linke Abwehrseite und Michel Niemeyer auf die Schwede-Position. „Es hätte auch einen anderen Spieler treffen können. Ich wollte mit der frühen
Auswechslung aber ein Zeichen setzen und die Mannschaft ein bisschen aufrütteln. In der Pause ist es auch lauter geworden“, stellte der FCM-Trainer klar. „Nach dem
Seitenwechsel hat die Mannschaft eine gute Reaktion gezeigt. Wir haben schnell umgeschaltet und waren immer wieder giftig, haben viele Bälle erobert. So sollte es
eigentlich von Beginn an sein.“

Mit dem Ausgleich Sekunden nach dem Seitenwechsel durch Piotr Cwielong, der einen Abpraller nach dem Lattenschuss von Niemeyer mit dem Kopf verwandelte (46.),
war der FCM wieder in der Partie. „Wir hatten noch einige gute Gelegenheiten. Wenn man die 90 Minuten betrachtet, müssen wir aber mit dem Punkt leben “, betonte
Härtel.

Die Riesenchance zum Siegtreffer hatte Sowislo in der 85. Minute: Der Kapitän bekam den Ball, tauchte vor HFC-Torhüter Oliver Schnitzler auf, der aber parierte. Das
Nachsetzen wurde dann wegen eines Foulspiels abgepfiffen. „Ich habe keinen Druck mehr auf den Ball bekommen. Der Treffer hätte die gute zweite Halbzeit noch
gekrönt“, sagte Sowislo.
Sowislo lobt Moral

Der Kapitän fand zu den ersten 45 Minuten allerdings ähnlich wie Härtel klare Worte: „Das war gar nichts. Wir wussten, dass es in Halle schwierig wird. Wir waren dann
als Gast da, haben aber nicht agiert und auch oft schlecht reagiert. Dann konnten wir froh sein, dass es zur Pause nur 0:1 stand. Das war das Positive der ersten Halbzeit.“

Sowislo hob aber hervor, dass sich das Team aus dieser Lage wieder befreit hat. „In der Pause ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, sagte der Mittelfeldspieler,
der sich immer wieder Duelle mit HFC-Kapitän Klaus Gjasula lieferte. In einer Szene reagierte der Hallenser, der nach einem Zweikampf mit Sowislo unglücklich hinfiel
und sich dabei den Mittelfuß brach (67.), allerdings unsportlich, als er den Magdeburger wohl anspuckte. Sowislo nahm die Szene aber mit Humor und wollte sie nicht
überbewerten: „Vielleicht war es ja auch der Regen.“

Mut machte dem FCM-Kapitän die Reaktion der Mannschaft nach dem Seitenwechsel. „Die zweite Halbzeit in Halle soll jetzt die Referenz für die letzten drei Spiele sein.
Diesen Schwung wollen wir unbedingt mitnehmen“, so Sowislo.
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