MDFF - das Magdeburger Fussballforum

Presse 09. 2017

Dotchev verlässt Pressekonferenz vorzeitig




11.09.2017

Zitat:



Nach dem Magdeburger Sieg gegen Hansa Rostock war das Spiel zwischenzeitlich völlig von der Agenda der Journalisten verschwunden.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Was war passiert? Rostocks Trainer Pavel Dotchev verließ die Pressekonferenz vorzeitig mit den Worten „Das ist mir zu viel.“ Er konnte einige Aussagen von
FCM-Trainer Jens Härtel nicht nachvollziehen. Dabei ging es unter anderem um Dennis Erdmann. Härtel sagte: „Dennis war hoch motiviert, weil er bei Hansa nicht mehr gewollt
war und hier zeigen wollte, dass er ein guter Fußballer ist.“ Auf die Nachfrage von Dotchev, der im Sommer zu Hansa kam, als der Abgang von Erdmann eigentlich schon klar war,
sagte Härtel: „Ich habe die Informationen, dass er bei Hansa kein Angebot bekommen hat.“

Daraufhin brach es bei Dotchev durch. „Ich höre mir hier ein paar Sachen an, die ich so nicht stehen lassen kann“, sagte er. „Es werden Dinge behauptet, die überhaupt nicht stimmen.
“ Ein weiterer Grund für den Ärger von Dotchev war Härtels Aussage Minuten zuvor über zwei Zeitungsartikel in den „Norddeutschen Neuesten Nachrichten“, in denen beispielsweise
Willi Evseev im Vorfeld der Partie zitiert wurde: „Ich denke, Magdeburg ist spielerisch nicht so dolle, aber sie sind unheimlich effektiv vor dem Tor.“

Härtel dazu: „Die Mannschaft hat die Kommentare registriert, die wir in der Zeitung gelesen haben.“ Der Trainer verriet, dass diese Artikel ausgedruckt und in der Kabine als zusätzliche
Motivation ausgehängt wurden. Das bekam Dotchev aber schon nicht mehr mit.



FCM gewinnt 2:0 gegen Rostock




09.09.2017

Zitat:



Drittligist 1. FC Magdeburg hat das Ost-Derby zu Hause vor 20.817 Zuschauern mit 2:0 (1:0) gegen Hansa Rostock gewonnen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Für den FCM trafen Philip Türpitz (43.) und der eingewechselte Felix Lohkemper (67.). Für Magdeburg war der Erfolg gegen Rostock bereits der sechste
Liga-Sieg in Folge. "Ich denke, dass es unter dem Strich ein verdienter Sieg war", sagte FCM-Trainer Jens Härtel in der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Wir hatten
besonders in der ersten Halbzeit einige gute Chancen, haben viele Bälle erobert."

Diskussionen zwischen Härtel und Dotchev

Diskussionen gab es noch während der Pressekonferenz zwischen Härtel und Hansa-Trainer Pavel Dotchev. Es ging um einen Zeitungsartikel, in dem ein Hansa-Spieler
sagte, dass der FCM nicht so wie Rostock Fußball spiele, sondern mehr mit langen Bällen agiere. "Fußball ist immer noch ein Ergebnissport und wir haben zudem schon
oft gezeigt, dass wir sehr wohl guten Fußball spielen können", sagte Härtel. Dotchev fühlte sich persönlich angegriffen, sagte: "Das kann ich so nicht stehen lassen."
Kurz darauf verließ er die Pressekonferenz wort- und grußlos.

Härtel änderte seine Startelf auf einer Position. Für den verletzten Felix Schiller rückte Richard Weil in die Mannschaft. Der Coach vertraute taktisch einem 3-4-3-System.
Für Gerrit Müller und Tarek Chahed blieb diesmal kein Platz im Kader. Die Rostocker liefen in Erinnerung an ihren verletzten Stürmer Marcel Ziemer zum Aufwärmen
allesamt mit der Rückennummer 38 und Ziemers Namen auf. Zu Beginn des Spiels zeigten die FCM-Fans eine Choreografie mit blauen und weißen Schildern. So weit, so
schön: Allerdings wurde kurz darauf massenhaft Pyrotechnik gezündet und das ganze Stadion in Nebel gehüllt. Schiedsrichter Robert Hartmann unterbrach die Partie wegen
der schlechten Sicht kurzzeitig (6.).

In den ersten Minuten nach der Unterbrechung versuchte der offensiv aufgestellte Club, den FC Hansa schnell unter Druck zu setzen. Doch die Rostocker beschränkten sich
keinesfalls nur auf die Defensive. Die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev setzte auf ein schnelles Umschaltspiel mit Soufian Benyamina in der Spitze. Die beste
Magdeburger Chance verursachte ein Rostocker. Nach einem Freistoß von Nico Hammann köpfte Fabian Holthaus knapp über das eigene Tor (16.). Nach der anschließenden
Ecke hatte Björn Rother die Führung auf dem Fuß, Hansa-Torhüter Janis Blaswich parierte aber gut. Auf der Gegenseite erwischte Benyamina die FCM-Abwehr auf dem
falschen Fuß und zwang Torhüter Jan Glinker zu einer Parade (21.).

Führung kurz vor der Pause

In der Folge war die Partie etwas zerfahren. Beide Teams suchten ihre Chance über schnelle Konter, wurden dabei jeweils vom Gegner unsanft gestoppt. Die Gastgeber
hatten vor allem mit Benyamina und dem agilen Mike Owusu Probleme und fanden nicht immer den richtigen Zugriff. Nach einer halben Stunde hatte Rostock deutlich
mehr Ballbesitz und ließ die Kugel sicher durch die eigenen Reihen laufen. Das Härtel-Team eroberte zwar immer wieder den Ball, konnte ihn aber zu selten kontrollieren.
In der 39. Minute hatte Magdeburg aber die Riesenchance zum 1:0, als Philip Türpitz frei vor Blaswich auftauchte, an den Ball kam und abzog, aber am Rostocker
scheiterte. Vier Minuten später machte es Türpitz besser, als er von Michel Niemeyer gut in Szene gesetzt wurde und den Ball zur FCM-Führung in die Maschen schoss.

In der Halbzeit wechselte Härtel und brachte Kapitän Marius Sowislo für den bereits verwarnten Rother. Der FCM überließ den Rostockern häufig den Ball, hatte in der
Defensive aber alles im Griff. Hansa kombinierte bis zum Strafraum zwar ansehnlich, hatte aber kaum nennenswerte Abschlüsse. Einig waren sich beide Fanlager wieder
einmal in der gemeinsamen Abneigung gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Entsprechend stimmten Magdeburger und Rostocker Fans Wechselgesänge an und
beklatschten diese auch.

Lohkemper kommt und trifft

In der 65. Minute ging Tobias Schwede vom Platz, für ihn kam Felix Lohkemper. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung war es eben jener Lohkemper, der nach einem
hinter den Strafraum abgewehrten Ball angerauscht kam und den Ball zum 2:0 für den FCM ins Rostocker Tor beförderte. Für Lohkemper war es bereits der dritte Treffer
im vierten Saisonspiel.

Die Partie war nach dem zweiten Treffer entschieden. Rostock schaffte es nicht mehr, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Kurzzeitig übernahm der Club sogar
die Tabellenführung, als Paderborn nach einer 2:0-Führung in Würzburg den Ausgleich kassierte. Entsprechend groß war der Jubel in der MDCC-Arena. Dieser hielt aber nur
eine Minute, da Paderborn in der 85. Minute wieder mit 3:2 in Führung ging. Trotzdem freuten sich die Fans natürlich nach dem Abpfiff über den Erfolg im Ost-Derby gegen
Rostock und feierten die Mannschaften entsprechend.

FCM: Glinker - Handke, Weil, Hammann - Erdmann, Rother (46. Sowislo) - Butzen, Niemeyer - Türpitz (77. Pick), Beck, Schwede (65. Lohkemper).



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