Komplettes Thema anzeigen 18.02.2017, 09:12
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: ⚠ Profiabteilung ausgliedern?
Zitat von aerolith:
Ich glaube, der Blickwinkel ist entscheidend. Die einen (meist Befürworter der SSG) stellen den wirtschaftlichen Aspekt in den Vordergrund. Die anderen (meist Gegner der "Ausgliederung") stehen meist auf dem grundsätzlich nicht falschen Standpunkt, daß die Unversehrtheit des Vereins durch eine Trennung von Verein und Organisation des Profifußballbetriebs gefährdet sei. Den Befürwortern sei mitgeteilt, daß der FCM wie jeder Verein immer von Mißmanagment bedroht ist, ganz gleich, ob da die Profifußballabteilung einer anderen Rechtsform anhängt oder im Verein implementiert bleibt. Auch im Vereinsstatus gibt es genug Möglichkeiten, erwirtschaftete Überschüsse steuergünstig anzulegen resp. rückzustellen, um der drohenden Gefahr einer übermäßigen Besteuerung zu entgehen. Alles andere würde rechtlichen Grundsätzen widersprechen, wonach ein Verein steuerrechtlich anderen Wirtschaftsformen nicht nachgeordnet werden darf. (wobei im bundesdeutschen Steuerrecht ein Verein im Grunde kein Wirtschaftsunternehmen sein darf, es de facto aber ist und dann auch kulanterweise ab einer bestimmten Vereinsgröße vom Finanzamt zu behandelt wird)

Für die "Ausgliederung" sprechen meiner Meinung nach zwei Dinge:
1. die 100%-fixierte Anteiligkeit des Vereins, die satzungsgemäß gesichert werden soll und
2. das bislang gut arbeitende Managment der SSG dürfte sich in seiner Arbeit bestätigt fühlen, arbeitet dann vielleicht noch besser.

Gegen die "Ausgliederung" spricht nur eines, daß nämlich die Mitglieder aufgrund ihrer Indolenz in Bezug auf Einflußnahme auf die Exekutive an Macht verlieren. Dieser strukturelle Fehler kann dadurch ausgeglichen werden, indem sich die Mitglieder das Recht auf Besetzung des Präsidiums sichern, das wiederum die Macht besitzen sollte, Teile des Vereins "auszugliedern" oder "einzugliedern". Wenn dieser Passus jetzt gestrichen wird, haben die Mitglieder an Macht verloren und können nur noch indirekt über den AR Einfluß nehmen.


weiterhin spricht gegen die Ausgliederung das eben die Karten so wie es scheint, von den ARäten und dem Präsidium, eben nicht
vollends auf den Tisch gelegt wurden.

Wenn sie jetzt tatsächlich Muffensausen wegen der vielen Kohle haben, die ihnen da bei ner Fehlentscheidung bzw. Fehlentwicklung
auf lange Sicht, um die Ohren fliegt dann sollten sie diesen Sachstand auch einfach mal offen Kommunizieren und nicht irgendwem
hinter den Kulissen als Drohgebärde in die Ohren säuseln, das sie dann, wenn nicht ausgegliedert wird, also nicht mit Ja gestimmt wird,
von Ihrem Amt zurück treten werden. Was ist das denn jetzt noch für Entscheidungsfreiheit die das einzelne Mitglied da hat.

Die müssen sich nun nämlich entscheiden ob sie den AR noch haben wollen oder nicht, was aber mit dem eigentlichen Gedanken dieser
Abstimmung lange nichts mehr zu tun hat. ( für mich Erpressung )

Weiterhin sehe ich die avisierte MG Mitbestimmung schon als den größten Stolperstein bei der ganzen Angelegenheit. Die ist Praktisch nicht durchführbar.
Steht zwar auf dem Papier, aber wie willst die organisieren. Will man sich alle vier Wochen zu einer AOMV treffen und ergründen ob es dem Mitgliedern noch genehm ist ?
Das wird sicher nicht statt finden.

Sollte jetzt Missfallen bei den Mitgliedern selbst aufkommen, wollen die Mitglieder ihrerseits alle vier Wochen den Verein zu einer AOMV bitten? Wie bitte schön soll das bei so zählebigen
Prozessen, die der Verein da sein eigen nennt funktionieren.

Also wenn die Hauptbelange des 1. FC Magdeburg ( alles ab der C Jugend aufwärts ) in eine GmbH. verabschiedet werden, dann war es das für die Mitgliederversammlung, da noch
in irgend einer Form drauf Einfluss zu nehmen, Das Thema ist dann allein Organisatorisch viel zu weit entrückt als das die MV da noch zeitnah zugriff drauf hat.

Wie gesagt das ist für mich das größte Märchen was da vom FCM in der Angelegenheit gekommen ist. Information Information Information