Komplettes Thema anzeigen 24.02.2017, 07:30
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Betreff: Re: Trainer Jens Härtel

Fußball: Härtel: „Es kribbelt mehr als sonst“




24.02.2017

Zitat:



Erster gegen Zweiter: Am Freitagabend steigt das Drittliga-Topspiel zwischen dem MSV Duisburg gegen 1. FC Magdeburg.
Von Thomas Juschus ›

Magdeburg l Was sagt Jens Härtel zum Gegner? Welchen Eindruck haben die Winter-Neuzugänge bislang hinterlassen? Und wie steht es um die Vertrags-
verlängerung des Coaches vom 1. FC Magdeburg? Vor dem Spitzenspiel am Freitagabend in Duisburg (18.30 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) beantwortete der
47-jährigen Trainer unter anderem diese Fragen im Interview.

Die Vorfreude der Spieler auf das Top-Spiel in Duisburg ist sehr groß. Tenor: Dafür arbeitet man als Leistungssportler.

Wie ist das bei Ihnen – haben Sie auch für dieses Spiel gearbeitet?

Jens Härtel: Absolut. Die Atmosphäre wird ganz besonders sein, auch für mich als Trainer. Es kribbelt schon mehr als sonst, auch wenn die Arbeit für mich nicht
anders ist als bei anderen Spielen. Trotzdem dürfen die Emotionen nicht Überhand nehmen. Zu einer guten Leistung gehört auch die richtige Balance zwischen
An- und Entspannung.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es das Duell zwischen MSV und FCM in der kommenden Saison eine Spielklasse höher gibt?

Jeder kann die Tabelle lesen. Wir sind trotz des etwas holprigen Starts in die Rückrunde weiter auf dem zweiten Platz. Was im Sommer passiert, ist für uns aber
noch weit weg. Es kann noch so viel passieren. Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel und konzentrieren uns nur auf Duisburg. Damit sind wir bisher gut gefahren.

Was hat der MSV außer sieben Punkten Vorsprung dem FCM voraus?

Der MSV ist uns in der Breite, beim Thema Geschwindigkeit und Robustheit schon noch ein Stück voraus. Duisburg spielt auch einen anderen Fußball, deshalb lässt
es sich schwer vergleichen. Ich bin mit meiner Mannschaft - Stand jetzt - zufrieden.

Wie viel Ihrer Spielphilosophie hat der Mannschaft beim 3:0-Heimsieg gegen Osnabrück umgesetzt?

Wir sind deutlich weiter als in der gesamten Vorbereitung. Osnabrück war genau die richtige Richtung. Auch die letzten 20 Minuten in Köln (Anmerkung d. Red.: 1:2)
haben wir unsere Basics in den Vordergrund schieben können. Gegen Zwickau (1:1) hatten wir eine schwierige erste Halbzeit, sind dann zurückgekommen. Gegen
Paderborn (1:1) haben wir viele Dinge umgesetzt und hatten einen ordentlichen Auftritt. Mit der Führung im Rücken haben sich gegen Osnabrück Räume ergeben,
um das Spiel zu entscheiden. Wichtig ist dann, die Tore zu machen – das ist uns gegen Osnabrück gelungen.

Mit Steffen Puttkammer oder zuletzt auch Manuel Farrona Pulido gibt es Spieler, die lange eine tragende Rolle hatten, zurzeit aber außen vor sind.
Wie vermitteln Sie den Spielern, dass Sie gebraucht werden?


Wir versuchen so offen wie möglich mit den Spielern umzugehen. Gerade die Jungs von der Nummer 12 bis 20 sind extrem wichtig für die Stimmung in der
Mannschaft. Natürlich sind einige Spieler enttäuscht, aber es verbreitet niemand negative Stimmung. Das ist extrem wichtig. Im Umkehrschluss profitiert jeder
davon, wenn wir erfolgreich abschneiden und es in Magdeburg vielleicht nicht mehr weitergeht.

Richard Weil war einer der drei Winterzugänge. Hat er Sie als neuer Abwehrchef und Führungsspieler bisher überzeugt?

Es war für ihn nicht so einfach, weil wir einige andere Schwerpunkte setzen. Im Großen und Ganzen erfüllt er das, was wir von ihm erwarten. Da ist aber Luft nach
oben. Er ist sicher auch noch nicht 100-prozentig zufrieden. Das ist aber auf der anderen Seite ganz gut.

Elie Laprevotte hatte einen ersten Kurzeinsatz, Piotr Cwielong war im Kader. Wie steht es um die beiden anderen Winterzugänge?

Elie ist deutlich näher dran als in der Vorbereitung. Er hat noch ein paar Probleme, die Dinge so umzusetzen, wie wir es wollen. In der Konstellation mit zwei
zentralen Mittelfeldspielern ist es schwer für ihn, in die Mannschaft zu kommen, wenn die es gut machen. Aber es kommen bald englische Wochen, da wachsen
seine Chancen. Für Piotr ist es auch nicht so einfach, von null auf 100 zu kommen. Und es gibt auch keinen Grund, eine erfolgreiche Mannschaft auseinanderzureißen

Heißt: In Duisburg spielen Sie mit der Elf vom 3:0 gegen Osnabrück?

Da müssen wir die letzten Trainings-Eindrücke abwarten. Christopher Handke kommt nach seiner Gelb-Sperre zurück. Moritz Sprenger hat aber deutlich bewiesen,
dass er es auch kann.

Alle warten gespannt auf Ihre Vertrags-Verlängerung. Gibt es einen neuen Stand?

Nein. Wir sind in Gesprächen. Beide Seiten wissen, was sie aneinander haben. Aber es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu klären.