Komplettes Thema anzeigen 26.04.2017, 06:25
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Betreff: Re: ⚠ Die Presse und der FCM

Härtel hat die Qual der Wahl




26.04.2017

Zitat:



Drittligist 1. FC Magdeburg hat zuletzt taktisch mit einer neuen Variante überzeugt. Auch personell sieht es wieder besser aus.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Das 2:1 des FCM gegen Großaspach hat zwei wesentliche Erkenntnisse gebracht: Der Club verfügt über einen qualitativ breiten Kader, und taktisch ist
die Mannschaft sehr flexibel. Mit Marius Sowislo und Tobias Schwede kehren jetzt noch zwei gesperrte Spieler zurück.

Eigentlich wollte FCM-Trainer seine Mannschaft gegen Großaspach mit einem 4-2-3-1-System auf den Rasen schicken. „Am Ende war es eher ein 4-4-2, weil Julius
Düker mit in die letzte Kette reingeschoben ist“, sagte der Coach.

Selten mit Viererkette gespielt

Mit einer Viererkette hatte der Club zuvor schon im Pokal in Halle gespielt, nachdem das 3-5-2 in der ersten Halbzeit einige Wünsche offenließ. Ansonsten waren aber
Partien mit vier Abwehrspielern in dieser Saison selten. Ab Mitte der Vorrunde war es meistens ein 3-5-2 mit Nico Hammann in der Mitte, Felix Schiller rechts und
Christopher Handke links. Diese Grundordnung stellte Härtel aber in der Winter-Vorbereitung auf ein 3-4-3 um, mit Winter-Neuzugang Richard Weil (Mitte), Handke
(rechts) und Hammann (links) in der Defensive und zwei Außenstürmern. Im Pokal wechselte Härtel nach eigener Aussage notgedrungen wegen der personellen Situation
die Taktik. Ähnlich war es gegen Großaspach.

Schon in Halle deutete der FCM in der zweiten Halbzeit an, dass es mit einer Viererkette gut klappt. Gegen Großaspach folgte der nächste Beleg. Mit Nils Butzen (rechts),
Handke (innen rechts), Hammann (innen links) und Michel Niemeyer (links) und einem 4-4-2 erspielte sich der Club zahlreiche Chancen – genau da hakte es in den
vergangenen Wochen.

Beck und Düker harmonieren

In der Offensive wurde Christian Beck durch Düker entlastet. „Julius und ich haben im Sturm gut harmoniert“, sagte Beck. Winter-Zugang Piotr Cwielong lag die Position auf
der linken Außenbahn deutlich besser als die Variante als linker Außenstürmer. „Er hätte sich nur noch durch ein Tor belohnen müssen, dann wäre es perfekt gewesen“, adelte
Beck.

Wo vor einer Woche noch die Personalnot beklagt wurde, ergeben sich durch die Leistungsexplosionen von Cwielong, Düker und auch Charles Elie Laprevotte im defensiven
Mittelfeld sowie der taktischen Flexibilität viele Varianten.

Wenn es am Sonnabend (14 Uhr) zum Drittligaspiel nach Halle geht, hat Härtel sogar die Qual der Wahl. Mit welcher taktischen Ausrichtung lässt er spielen? 4-4-2, das bewährte
3-4-3 oder vielleicht ein 4-2-3-1 – die Möglichkeiten sind vielfältig. Außerdem kehren mit Kapitän Marius Sowislo und Tobias Schwede zwei Leistungsträger nach ihren Sperren
zurück. Es wird spannend sein, welche Aufstellung und welche Taktik sich Härtel überlegt. Cwielong scheint sich festgespielt zu haben, auch Düker und Laprevotte konnten
überzeugen. Eventuell müssen Jan Löhmannsröben und Niemeyer zunächst für Sowislo und Schwede Platz machen.

Bei allem Grübeln könnte die Situation für Härtel kaum besser sein. So schwer auszurechnen war der FCM schon lange nicht mehr.

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