Komplettes Thema anzeigen 04.10.2017, 12:10
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Betreff: Re: 3. Liga 2017 / 2018


4. Oktober 2017 um 12:13 Uhr
Trainer-Beben: In der 3. Liga brennt es
Von Julian Koch


Zitat:


© imago / osnapix

Erst Stefan Krämer, dann Stephan Schmidt und nun auch Joe Enochs: Innerhalb von knapp 48 Stunden sind in der 3. Liga gleich drei Trainer von ihren Aufgaben entbunden worden. Drei Entlassungen, die zeigen: In der 3. Liga brennt es.

Die Angst geht um

Auch wenn erst elf Spiele absolviert sind, ziehen die Drittligisten in diesen Tagen ein erstes Zwischenfazit – so auch in Erfurt, Würzburg und Osnabrück. Das ernüchternde Ergebnis dürfte bei allen drei Vereinen beim Blick auf die Tabelle gleich ausgefallen sein. Während Erfurt mit einer deutlich verjüngten und vor allem unerfahrnen Mannschaft den letzten Tabellenplatz belegt, hat Würzburg trotz zahlreicher Top-Transfers nur einen Punkt mehr auf dem Konto. Und beim VfL Osnabrück läuft es unter Enochs schon seit Beginn des Jahres nicht mehr. Was alle drei Klubs vereint, ist die Angst, ihre Saisonziele früh aus den Augen zu verlieren.

Ohnehin dürfte der Abstiegskampf in dieser Saison überaus spannend werden. So liegen zwischen Platz 9 und 20 nach elf Spieltagen gerade einmal vier Punkte. Mehr als die Hälfte der Liga liegt so eng zusammen, dass es mit nur einem Spiel nach oben gehen kann – oder eben auch in die andere Richtung. Und wenn nach rund einem Drittel der Saison festgestellt wird, dass der Pfeil eher nach unten zeigt, muss eben gehandelt werden. Somit ist es letztlich nicht überraschend, dass mit Erfurt, Würzburg und Osnabrück gleich drei Vereine die Reißleine zogen, zumal der Nachfolger (sobald er gefunden ist) aufgrund der nun anstehenden Länderspielpause genug Zeit hat, seine Mannschaft kennenzulernen und sie auf die nächsten Spiele vorzubereiten.

Gibt es einen Trainereffekt?

Mit einem Trainerwechsel verbinden die Vereine in der Regel einen neuen Impuls und somit einen deutlichen Anstieg der Formkurve. Beim Blick auf die vergangene Saison, als acht Vereine den Chefcoach wechselten, zeigt sich: Es gibt ihn durchaus, den Trainereffekt. Sowohl Paderborn (zwei Mal), Bremen, Münster, Wiesbaden und Großaspach holten aus den ersten Spielen unter dem neuen Trainer mehr Punkte als unter dem Vorgänger. Doch es gibt auch Gegenbeispiele: Bei Frankfurt, Chemnitz und sogar Kiel machte sich die Verpflichtung eines neuen Übungsleiters nicht bzw. zunächst nur kaum bemerkbar. Und auch in der laufenden Saison konnten Alois Schwartz in Karlsruhe und Marc Fascher in Lotte die Bilanz ihrer Vorgänger bislang nur bedingt aufbessern.

Es zeigt sich also: Ein Trainerwechsel führt nicht zwangsläufig zum Erfolg. Schon gar nicht, wenn die Gründe für das schwache Abschneiden (so wie in Erfurt) nur bedingt am Trainer festzumachen sind. Bei RWE soll nun der im Profibereich noch unerfahrene David Bergner den Absturz in die Regionalliga verhindern, Würzburg und Osnabrück suchen einen Trainer, der die Mannschaft wieder in die obere Tabellenhälfte führt. Und zwar möglichst kurzfristig. Sonst brennt es erneut.



4. Oktober 2017 um 10:35 Uhr
Nach Derby-Niederlage: VfL Osnabrück beurlaubt Joe Enochs
Von Julian Koch



Zitat:
Der VfL Osnabrück und Cheftrainer Joe Enochs gehen künftig getrennten Wege. Am Mittwochvormittag wurde der 46-Jährige mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Wer die Nachfolge antreten wird, steht noch nicht fest. Neben Enochs wurde auch Co-Trainer Wolfgang Schütte beurlaubt. Am Nachmittag will sich der Verein im Rahmen einer Pressekonferenz äußern.

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