Komplettes Thema anzeigen 17.10.2017, 11:02
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Betreff: Re: DFB-Pokal 2017/18


***Im Stehblock – Guidos Betrachtungen zum 1. FC Magdeburg***

oder jetzt "Neues vom Krügel-Platz"

mal hören was er/sie heut zu besprechen hat/haben

"DFB-Pokal ist mir egal"

Folge 13 von "Neues vom Krügel-Platz"


"im Gespräch mit Olga Patlan oder Alexander Schnarr oder Oliver Leiste oder Jörn Rettig"

20 Minuten

Direkt

Zitat:
Neues vom Krügel-Platz | Folge 13 "DFB-Pokal ist mir egal"

In der neuen Folge sprechen Oliver Leiste und Guido Hensch über mögliche Rekorde sowie die Unzufriedenheit einiger Reservespieler beim FCM. Auch das Spiel im DFB-Pokal wirft seine Schatten voraus – dabei findet Hensch die Partie völlig nebensächlich.

von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT

Folge 13 von "Neues vom Krügel-Platz" in ... Schlagzeilen:
Zitat:


Noch nie hatte der 1. FC Magdeburg in Osnabrück gewonnen. Doch dieses Manko wurde am Freitag beseitigt, der FCM siegte 2:0. Dabei half auch eine frühe Systemumstellung, analysiert Experte Guido Hensch. Mit 30 Punkten aus zwölf Spielen liegen die Magdeburger auf Rekordkurs. Doch ist solch ein Liga-Rekord überhaupt relevant für den Club? Es ist eine von drei großen Fragen in der aktuellen Ausgabe von "Neues von Krügelplatz".
Ist der Punkterekord wichtig für den 1. FCM?

Ab Minute 4:50 lautet Henschs klare Antwort: "Nein!" Am Ende wären beim FCM alle glücklich, wenn es bei Punktgleichheit mit einem Tor reicht. Das andere wäre dann völlig Banane, so Hensch. Dennoch lobt er die aktuelle Entwicklung und, "wie alle an einem Strang ziehen, auch die Spieler 12 bis 25 im Kader. Die sind alle sehr sehr fokussiert. Nach den Siegen wird sich kurz gefreut, dann geht der Blick schon wieder nach vorne. Da will auch keiner über irgendwas reden, was dann am Saisonende vielleicht sein könnte. Das scheint mir auch der richtige Weg zu sein. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass diese Serie einfach so fort läuft und der FCM vielleicht nie wieder ein Gegentor kassiert."

Dann präsentiert er noch ein Zitat von Trainer Jens Härtel, das die aktuelle Situation beim Club gut zusammenfasst: "Wichtig ist nicht, wo wir am 12. Spieltag stehen, sondern am 38. Aber dafür, wo wir am 38. Spieltag stehen wollen, ist auch der 12. Spieltag wichtig."
Was passiert mit den Spielern, die momentan kaum zum Zuge kommen?

Einige Spieler kommen bisher nicht wie gewünscht zum Zug. Ab Minute 9:30 besprechen Hensch und Leiste, welche Perspektiven sie beim 1. FC Magdeburg haben.

Gerrit Müller: "Da hat es schon in der ersten Saison nicht zum Stammplatz gereicht", so Hensch. "Jetzt ist die Konkurrenz noch viel größer. Müller wird nicht jünger, und ich glaube natürlich, dass er auch noch ein bisschen Fußball spielen möchte. Ich glaube im Moment aber nicht, dass er noch den großen Durchbruch beim FCM schaffen wird. Bei ihm könnte ich mir vorstellen, dass er im Winter gehen möchte und dass ihm der FCM dann keine Steine in den Weg legt."

Tarek Chahed: "Anfang der Saison hat er mir überhaupt nicht gefallen", sagt Guido Hensch. "Da ist er in ein Loch gefallen und sah sehr unglücklich aus. Da war er vielleicht der schwächste Spieler im Kader. Er musste dann auch als Außenverteidiger ran, das ist nicht sein Ding. Zuletzt hat er etwas weiter vorne gespielt. Beim Pressing kann er mehr Dampf mit reinbringen. Ich glaube, ihm würde eine Ausleihe ganz gut tun. Ein Jahr woanders, wo er dann vielleicht auch Stammspieler ist. Und dann kann man sehen, ob es für ihn noch den ganz großen Durchbruch gibt. Oder ob das, was er momentan leisten kann, für ihn das oberste Level ist."

Danach geht es um Julias Düker, der Hensch etwas leid tut: "Ich hätte ihn in Osnabrück spätestens in der 75. Minute gebracht. Er hatte eine gute Entwicklung genommen. Anfangs war ich schon sehr skeptisch, wie soll er helfen, wie soll er da Druck machen. Aber mittlerweile würde ich ihm schon eher mal eine Chance geben. Klar, Christian Beck rackert bis zum Umfallen. Aber das eine oder andere Mal kann man Düker schon etwas eher bringen, wenn es nicht klappen will für Beck. Ich würde ihn auf jeden Fall behalten."

Abschließend geht es noch um Andreas Ludwig. Hensch glaubt: "Er wurde für die zweite Liga geholt und bekommt dann nächstes Jahr seinen Auftritt. Ich glaube, von seiner Art zu spielen ist er ein Zweitligafußballer. Er spielt einen aus, tritt auf den Ball, guckt in Ruhe und spielt dann den Pass. Wenn viel Hauen und Stechen und Gebolze ist, das ist nicht so seins. Eine Klasse höher kann er eventuell seine Stärken besser ausspielen. Momentan ist er ein Opfer des Systems. Aber ich hoffe, dass man ihn über die Saison hinaus behält, denn das ist ein Typ, der wirklich Fußball spielen kann."
Sollte der FCM das Spiel gegen Unterhaching mit einer B-Elf bestreiten, um Kräfte für den DFB-Pokal zu sparen?

Vom Hype um das Pokalspiel ist Hensch etwas genervt. Ab Minute 24:00 sagt er: "Mich juckt der DFB-Pokal nicht. Ich möchte nicht abgeschossen werden und nicht doof im Elfmeterschießen verlieren. Da lässt man nur unnötig Kräfte und hat dann vielleicht auch psychologisch etwas zu tun, sich davon zu erholen. Ich würde mit der besten Elf versuchen, drei Punkte gegen Unterhaching einzufahren und am Dienstag schauen, wer Lust und Laune hat und dann fit ist. Ich würde im DFB-Pokal nicht zu Ungunsten der Meisterschaft irgendwas verändern."



Podcast | 1. FC Magdeburg