Komplettes Thema anzeigen 23.11.2017, 11:56
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Betreff: Re: 🔺 Bundestgawahl ( inkl. Wahlkampf ) 2017
Zitat von fcmtommi:
Arpi-also erstmal sollte das System so geändert werden, dass auch die wirklichen Zahlen zählen und nicht von 100 % gehn 40 % wählen und zählen dann als 100 %. Davon wählen 30 % CDU und die stelln sich hin als vom Volk gewählt. Wenn nicht mindestens 50 % wählen gehn, sollte die Wahl nicht gelten-auf jeder Mitgliederversammlung eines Vereins ist das so, nur hier nicht. Desweiteren sollte man endlich diese ganzen Hintertürchen wie Überhangmandate usw. abschaffen-nur dadurch haben wir jetzt einen aufgeblasenen Bundestag. Der sowieso schon viel zu groß ist mit 603 Abgeordneten. Wer seinen Wahlkreis gewinnt ist drin, die anderen halt draußen. Ich wette, da würde man auf maximal 500 Abgeordnete kommen, die eh reichen. Meine Wunschvorstellung wäre ja Berufspolitiker, keine Parteien und damit kein Parteizwang. Dafür Volksabstimmungen. Aber das bleibt wohl eher ein Wunsch. Ich hab grad die Rede von Alice Weidel heute im BT gesehn-klasse kann ich nur sagen. AfD wirkt-endlich zeigt jemand, denen die dort schon länger sitzen, mal die Grenzen auf und zerrt denen die Maske runter. Hier mal der Link wen es interessiert https://www.facebook.com/...206769440/ Wink

Also Tommy, du wirfst da mit sehr viel Meinung um dir, welche leider in vielen Sachen nicht der Faktenlage entspricht.
Die Wahlbeteiligung lag wie arma bemerkte bei 76 %, ich denke schon dass dies eine ausreichende Legitimation darstellt. Es gibt in Deutschland im Gegensatz beispielsweise zu Brasilien ein Wahlrecht und keine Pflicht. Wenn es 24 % egal ist wer im Bundestag sitzt ist das mal ihr gutes Recht nicht wählen zu gehen.
Eine Mitgliederversammlung ist übrigens stimmberechtigt wenn entsprechend eingeladen wurde und ein paar dann auch erscheinen. Glaub mir, ich war bei FCM-MVs bei denen weniger als 15 % der Mitglieder Beschlüsse gefasst haben, selbst Satzungen wurden dort verabschiedet.
Es machen nicht nur die Überhangsmandate den Bundestag voller, sondern auch die Ausgleichsmandate. Aber wie willst du den Wählerwillen denn abbilden ? Die AFD hat 3 Wahlkreise gewonnen, die Linke 5, die SPD 59 und die restlichen 247 die Union. Klar kann man so machen (war so im Kaiserreich), nur dann hast du eben genau die Abgeordneten in dieser Zahl dort sitzen. Union mit 78 % der Sitze aber nur 32 % der abgegebenen Stimmen (oder um mit deinen Zahlen zu kommen in punkto Wahlbeteiligung den Stimmen von rund einem Viertel aller Wahlberechtigten). Es gab mal in den Sechzigern durch Union und SPD den Ansatz Mehrheitswahlrecht einzuführen, doch da war die FDP aus ureigensten Gründen selbstverständlich wenig begeistert von, und da grad regierungsbeteiligt war das nicht umsetzbar.
In der Weimarer Republik war die Regelung, dass es für 60000 Wählerstimmen einen Sitz gab. Sank die Wahlbeteiligung, gab es weniger Abgeordnete im Parlament. Wäre vielleicht auch mal nen Ansatz. Anderseits gibt's jetzt Wahlkampfkostenerstattung, jede Stimme bringt ein paar Euro. Sinkt die Wahlbeteiligung gibt's weniger Geld. Ist durchaus interessant für kleinere Parteien wie PBC, ÖDP, DVU usw.
Persönlich stimme ich dir zu, dass 500 Abgeordnete wohl ausreichend wären. Problematisch ist vielleicht der Fakt, dass bei der von dir vorgeschlagenen Lösung ohne Parteien im Prinzip jeder seinen Wahlkreis gewinnen muss und somit vielleicht jeder für eigene Inhalte kämpft ohne Leitlinien durch eine Partei. Das Ganze muss dann in eine Regierung münden, was bei der Vielzahl der Personen schwierig werden könnte. Bring mal mindestens 250 Leute unter einen Hut, wenn sich nicht mal 4 einigen können.