Komplettes Thema anzeigen 10.03.2018, 09:19
Dabei seit: 17.09.2015
Wohnort: zu Hause/Block7


Betreff: Re: MDCC-Arena, Hüpfverbot(e), Block-und Sektorenabtrennungen



Zitat:
Freitag, 09.03.2018
Stellungnahme zum Umbau des HKS
Stadionumbau ohne Plan. Ohne uns!

Die Fanszene des 1. FC Magdeburg nimmt Stellung zu den Umbauplänen des Heinz-Krügel-Stadions. Von Beginn an haben wir die Maßnahmen und Planungen bezüglich des Um- und Ausbaus des heimischen Stadions aktiv begleitet und unterstützt. Unter anderem möchten wir auf die Einhaltung des „Hüpfverbotes“ oder die Teilnahme an Gesprächen über Konzeption der Umbaumaßnahmen verweisen. Dabei setzten wir uns für die „große Lösung“, d.h. für eine komplette Stehplatztribüne über die Blöcke 1-7, ein. Weiterhin möchten wir betonen, dass ein Spielbetrieb im Heinz-Krügel-Stadion ohne Zusagen der aktiven Fanszene kaum möglich gewesen wäre.

Ziel der Baumaßnahmen ist neben der Umwandlung der Nordtribüne in eine Stehplatztribüne und den notwendigen Stabilisierungsmaßnahmen zur Aufhebung des „Hüpfverbotes“, die Realisierung eines zweitligatauglichen Stadions in Magdeburg. Dabei spielen leider auch übertriebene Sicherheitsmaßnahmen eine übergeordnete Rolle, die nicht notwendig sind, unnötige Baukosten verursachen und insgesamt eine Kampfansage gegenüber allen Fans auf der Nordtribüne darstellen.

Unsere Forderungen beziehen sich auf die folgenden Punkte:

1. Keine Blocktrennungen auf der Nordtribüne mit einer Höhe von 2,20 m

Die Zäune in der derzeit geplanten Höhe würden die stimmungsvolle Einheit des Hintertorbereiches als Ort der (aktiven) Fans zerstören und Block U als Ganzes spalten. Dadurch werden Choreografien, durch die der 1. FCM wieder internationalen Ruhm erlangte, nicht mehr umsetzbar sein. Ebenso würde die stimmungsvolle Unterstützung der Mannschaft durch die Fans eingeschränkt werden. Die Einheit der Clubfans in der Nordkurve ist ein schützenswertes Gut und ist nicht verhandelbar. Blocktrennungen in Hüfthöhe sind ausreichend, um dem Sicherheitsaspekt – Menschen in Fluchtsituationen in eine bestimmte Richtung zu lenken – gerecht zu werden. Deshalb fordern wir Blocktrennungen in Hüfthöhe (1,10m), bei der die eminent wichtige Einheit unter den Clubfans erhalten bleibt und die Sicherheit weiterhin gegeben ist. U.a. das Beispiel K-Block im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion zeigt deutlich, dass eine Stehplatztribüne mit vergleichbarer Größe und einem hüfthohen Zaun als Blocktrennung möglich ist.

2. Keine Vereinzelungsanlagen an den Eingängen

Für Drehkreuze oder Einlassschleusen an den Eingängen besteht keine Notwendigkeit. Seit Bestehen des Heinz-Krügel-Stadions sind uns keine Vorfälle bekannt, an denen das bisherige Einlasssystem nicht ausreichend gewesen wäre. Auch bei einem hohen Fanaufkommen mit längeren Wartezeiten verhalten sich die Fans an den Heimeingängen stets friedlich und gesittet. Vielmehr würden Vereinzelungsanlagen die Wartezeiten am Einlass unnötig verlängern. Das bewährte Einlasssystem muss beibehalten werden.

3. Kein zweiter Außenzaun mit Sichtschutz hinter der Nordtribüne

Der bestehende Außenzaun hat sich in der Vergangenheit als völlig ausreichend herausgestellt. Der, unseren Kenntnissen nach, von den eigenen Vereinsvertretern (!) gewünschte zweite Zaun hinter Nordtribüne in Höhe von 2,20 m inklusive eines
2 m breiten Zwischenbereichs sehen wir als gezielte Maßnahme gegen alle Clubfans auf der Nordtribüne an. Das ist für uns nicht akzeptabel. Seit Bestehen des Heinz-Krügel-Stadions sind uns keine Fälle bekannt, in denen der bestehende Zaun an Spieltagen von Fans überklettert worden ist. Welchen Sinn soll der zweite Zaun also haben? Dass der geplante Zaun mit Sichtschutz nur auf der Nordtribünenseite entstehen soll, ist eine bewusste Isolation des Bereiches vom Rest des Stadions und den Fans im Außenbereich. Diese gesonderte Maßnahme steht im drastischen Gegensatz zum Interesse aller Stadionbesucher während der Heimspiele des 1. FCM. Das Stadiongeschehen lebt von Stimmung und vom Austausch der Clubfans vor und nach dem Spiel, in- und außerhalb des Stadions. Der persönliche Kontakt zwischen den Clubfans am Spieltag untereinander wurde bereits durch die Sektorentrennung massiv eingeschränkt. Der geplante Doppelzaun mit Sichtschutz macht den Bereich rund um die Nordtribüne noch mehr zu einem Hochsicherheitstrakt.

Die Maßnahmen in der geplanten Form dienen nicht der Sicherheit, sondern zerstören die deutschlandweite Einzigartigkeit, die die Heimspiele des 1. FCM im Heinz-Krügel-Stadion bisher geprägt haben. Demgegenüber begrüßen wir ausdrücklich den Umbau der Nordtribüne in eine reine Stehplatztribüne und die Möglichkeit der weiteren Stadiongestaltung durch die Fans! Sollte der Entwurf, wie dargestellt, umgesetzt werden, wird zu überlegen sein, ob die Nordtribüne weiterhin die Heimat der aktiven Fanszene bleiben kann. Deswegen fordern wir alle Beteiligten – insbesondere die Verantwortlichen des 1. FC Magdeburg – dazu auf, die Interessen der Fans bei den Baumaßnahmen zu berücksichtigen. Wir wünschen uns eine vernünftige, realitätsnahe Sicherheitspolitik, anstatt dem allgemeinen Sicherheitswahn zu verfallen.

Magdeburg, 09.03.2018

Block U – 1. FC Magdeburg & FanRat e.V.

Wir rufen alle Clubfans auf, diese Stellungnahme zu unterzeichnen. Die entsprechende Unterstützungsliste liegt am Sonntag neben dem Block U Stand aus.

zu Punkt 1

die Blocktrennung ist jetzt schon ein Hohn

das setzt dem jetzigen nur noch die Krone auf zum Kotzen