Komplettes Thema anzeigen 13.01.2019, 11:29
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Betreff: Re: Dies, Das, Jenes aus Presse, Funk & TV in der Saison 2018/19 - Liga 2


MDR.DE Sachsen-Anhalt Sport

Trainingslager-Bilanz
Kirchhoff ist Inspiration für FCM-Spieler
Zitat:

Der FCM hat sein Trainingslager im Süden Spaniens verbracht. Bildrechte: MDR/Sabrina Bramowski
Wie ist dein Eindruck vom Trainingslager des 1. FC Magdeburg?

Sabrina Bramowski: Der Eindruck ist sehr gut. Die neuen Spieler haben sehr schnell in die Mannschaft gefunden. Die Prämisse des Trainingslagers lautete: Es ist kein Urlaub. Der Fokus wurde auf das Training gelegt und auf die Regenerationseinheiten danach. Viel mehr haben die Spieler in diesem Trainingslager nicht gemacht. Die Testspiele sind mit drei Siegen super gelaufen. Ein optimaler Start ins Jahr, nachdem die Mannschaft zuletzt nicht allzu sehr mit Siegen gesegnet war in der 2. Bundesliga.
Wo lagen die Trainingsschwerpunkte?

Am Ball! Im Gegensatz zu Jens Härtel hat Michael Oenning das Lauftraining etwas reduziert. Stattdessen hat er mehr Wert darauf gelegt, dass die Spieler ballsicherer werden und auch die Abschlüsse besser klappen. Da hat er immer Challenges einfließen lassen, wo die Spieler den Ball in eine Tonne oder eine bestimmte Stelle der Latte schießen mussten. So will er die Präzision beim Abschluss erhöhen.
Welchen Wert haben die Siege in den Testspielen gegen Gladbach, Shenzen und Karlsruhe?

Das haben wir uns auch gefragt. Es sind erstmal nur Testspiele, die im Prinzip gar nichts aussagen für die Liga. Für das Selbstbewusstsein und die Moral ist es extrem wichtig gewesen, dass sie gemerkt haben, sie können siegen. Da fällt natürlich besonders der Sieg gegen Gladbach – den Dritten der Bundesliga – ins Gewicht. Bei den anderen Spielen war das alte Problem zu sehen, dass der FCM zu viele Chancen braucht, um ein Tor zu machen. Daran müssen sie in den kommenden Wochen noch mal arbeiten.

Neues vom Krügel-Platz | Folge 34 FCM-Manager Mario Kallnik über Transfers, Trainer und Typen

Welchen Eindruck hattest du von den Zugängen Jan Kirchhoff, Timo Perthel und Steven Lewerenz?

Einen sehr guten. Zunächst sind die Spieler sehr professionell im Umgang mit uns Medien und sehr offen. Sie haben sich auch gut in die Mannschaft eingelebt. Nun hat Timo Perthel durch seinen Handbruch einen Rückschlag erlitten. Allerdings hat er gleich am nächsten Tag mit der bandagierten Hand einen Fallrückzieher ausprobiert. Er schreckt also vor nichts zurück.

Jan Kirchhoff ist Vollprofi. Bei ihm merkt man, dass er durch eine ganz andere Fußballschule gegangen ist. Er hat auch die interne Leitung im Team übernommen. Er gibt vielen Spielern Inspiration und leitet sie durch die Spiele.

Steven Lewerenz kam ja erst am Sonntag ins Trainingslager. Mit seinem ersten Tor gegen den Karlsruher SC hat er gezeigt, wie man es macht. Eine Chance, ein Treffer, optimal gelaufen.



Wer sind die Gewinner des Trainingslagers?

Die drei Zugänge gehören sicher zu den Gewinnern. Sie haben sich gut eingelebt. Ich glaube auch, dass es genau die Verstärkungen sind, die der FCM braucht. Aber auch Manfred Osei Kwadwo hat durch seine zwei Tore gegen Gladbach und Karlsruhe gezeigt, dass mit ihm in der zweiten Saisonhälfte zu rechnen ist. Ich glaube nicht, dass es für einen Stammplatz reicht. Aber als Joker ist er eine richtig gute Option.

Und wer extrem unauffällig im Alltag, aber extrem engagiert auf dem Platz ist, ist Tobias Müller. Der lässt hinten gar nichts anbrennen und war meiner Meinung nach der stärkste Mann im Trainingslager.



Wer waren die Verlierer?

Es gab keine Verlierer. Aber natürlich müssen sich einige Spieler, die zuletzt Stammplätze hatten, nun womöglich an eine neue Rolle gewöhnen. Ich denke da zum Beispiel an Björn Rother, der aufgrund der neuen Spieler wackeln könnte.
Was war dein persönliches Highlight im Trainingslager?

Schwierig zu sagen. Es waren vermutlich zwei: Das eine war der Strandlauf morgens um acht Uhr bei zwei Grad. Mein Kollege hatte mir gesagt: „Die laufen immer nach rechts.“ Also bin ich mit dem ganzen Kameraequipment über den Strand nach rechts gewatschelt. Dann kamen die Spieler raus und sind natürlich nach links.

Das zweite Highlight war das Testspiel gegen den KSC – mit Blick vom Stadion auf den Felsen von Gibraltar. Man steht auf dem spanischen Festland und schaut nach England. Wo hat man das schon, in welchem Stadion?


Vorne das Stadion, im Hintergrund der Felsen von Gibraltar – für Sabrina Bramowski eins der Highlights des Trainingslagers. Bildrechte: MDR/ Sabrina Bramowski