Komplettes Thema anzeigen 26.01.2019, 09:18
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Betreff: Re: 1.FC Magdeburg - Erzgebirge Aue Di. 29.01.2019 20:30 Uhr


Fußball
FCM will schlechter Gastgeber sein
26.01.2019

Zitat:

Volle Power: FCM-Trainer Michael Oenning hat klare Vorstellungen. Am Dienstag gegen Aue soll der erste Heimsieg her. Der Coach kündigt einen mutigen und offensiven Auftritt des Clubs an. Foto: Eroll Popova

Mit dem Heimspiel gegen Aue startet der 1. FC Magdeburg am Dienstag in die Mission Klassenerhalt. Trainer Michael Oenning hat einen Plan.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Wenn FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik über das Heimspiel am Dienstag gegen Aue spricht, wird er emotional. Er fuchtelt mit den Händen, sein Kopf verfärbt sich langsam rot. „Wir brauchen jetzt bald endlich mal einen Heimsieg in der 2. Liga. Punkt!“, stellt Kallnik klar.
Heimspiele für FCM rotes Tuch

Heimspiele, das weiß Kallnik, sind in dieser Saison für den FCM ein rotes Tuch. Bisher steht in der MDCC-Arena noch kein Sieg zu Buche. Aus neun Spielen hat der Club lediglich sechs Punkte geholt. Klar ist: Das ist viel zu wenig. Denn eigentlich sollte daheim die Grundlage gelegt werden, sprich die Punkte für den Klassenerhalt. Im Schnitt strömen rund 20.000 Fans zu den Heimspielen, der FCM wird bis zur letzten Minute angefeuert, egal, wie es steht.

Der Ertrag lässt trotz dieser eigentlich optimalen Bedingungen bisher aber zu wünschen übrig. Das soll sich jetzt ändern. „Die Mannschaft hat in der Vorbereitung gezeigt, dass sie auf dem Weg ist, ihr Spiel zu finden. Davon dürfen wir nicht abkommen“, fordert Kallnik.
FCM vergibt zu viele Chancen

Die Gründe für die bisherige Heim-Misere sind vielschichtig: Gerade zu Saisonbeginn hatte der FCM zu Hause zahlreiche Chancen, nutzte diese aber zu ineffizient. Zehn Treffer in neun Heimspielen sind gerade für einen Aufsteiger zu wenig. Bisher verpasste es das Oenning-Team in der gesamten Spielzeit, sich auch mal einen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuspielen.

Wenn der FCM führte, konnte die Mannschaft diesen Vorsprung vor heimischer Kulisse nie über die Zeit retten – wie beim 1:2 gegen St. Pauli, beim 1:1 gegen Ingolstadt, beim 3:2 gegen Duisburg, beim 2:3 gegen Regensburg und beim 1:1 gegen Union Berlin.

FCM-Trainer Michael Oenning setzte genau an diesem Punkt an. Der 53-Jährige will zu Hause offensiv und mutig spielen lassen. „Dieser Weg ist alternativlos“, sagte der Coach schon vor der Winterpause.
Oenning versteht Erwartungshaltung

Bei dieser Ausrichtung bleibt er auch vor dem Heimspiel am Dienstag gegen Erzgebirge Aue. „Wir können dieses Spiel gewinnen, wenn wir unsere Aufgaben lösen. Es ist schon etwas anders, wenn man in Köln spielt oder zu Hause gegen Aue. Deshalb gibt es auch zu Recht eine gewisse Erwartungshaltung“, stellt Oenning klar.

Durch einen offensiven Stil möchte der Trainer dem Publikum in der MDCC-Arena vermitteln, dass der FCM sein Glück in jedem Spiel selbst in die Hand nimmt. „Sicherlich könnten wir uns auch hinten reinstellen und gucken, was der Gegner macht. Das wollen wir aber nicht“, betont Oenning. „Ob wir unser Spiel dann durchbringen, hängt von uns ab.“
Offensive ist Trumpf

Immerhin: Das in der Vorbereitung einstudierte 4-3-3-System geht in die von Oenning angesprochene Richtung. Mit Marius Bülter ist ein Spieler als rechter Verteidiger eingeplant, der vor sechs Monaten noch linker Außenstürmer war. Bülter sucht immer wieder den Weg nach vorne, er denkt offensiv. Auch Michel Niemeyer oder Timo Perthel, nominelle linke Außenverteidiger, haben in ihrer Karriere schon deutlich offensiver gespielt.

Über das kombinationssichere und passstarke Mittelfeld mit Jan Kirchhoff, Rico Preißinger und Charles Elie Laprevotte hat der FCM in den vergangenen Testspielen viele Chancen eingeleitet. Oenning betont: „Wir wollen gerade zu Hause nach vorne spielen. Das muss unser Anspruch sein.“
35 Gegentore in 18 Spielen

Doch auch die Defensive hat sich Oenning vorgenommen. Der Club kassierte in 18 Spielen schon 35 Gegentreffer. Der Coach stellte von einer Dreier- auf eine Viererkette um. Erste Effekte waren bereits zu sehen. In den Tests stand der Club stabiler, kassierte nicht mehr so viele leichte Gegentreffer wie vor der Winterpause. „Ich glaube nicht, dass wir eine Mannschaft sind, die immer zwei Tore braucht, um ein Spiel zu gewinnen“, erklärt der Coach.

Gegen favorisierte Mannschaften wie Köln und Hamburg gehe es darum, neben dem Mut in der Offensive auch eine bessere Effizienz zu haben. „Wir haben so gegen höherklassige Mannschaften wie Gladbach und Leipzig jeweils einen Rückstand gedreht und 2:1 gewonnen“, sagt Oenning.

Bei allen Diskussionen im Vorfeld ist eines aber auch klar: Am Dienstag ist der Eindruck aus der Vorbereitung nur noch graue Theorie. In der 2. Liga gilt es. Der Club braucht möglichst schnell Erfolgserlebnisse.



schlechte Gastgeber warn wir eigentlich schon immer (in fast jeder Hinsicht (Sicherheitskonzept! - selbst gegen die eigenen Fans - Sektorentrennung!))

nur inner 2. Liga sind wir zum Heimspiel-Muschi-Verein mutiert