Komplettes Thema anzeigen 21.02.2019, 09:14
Dabei seit: 17.09.2015
Wohnort: zu Hause/nicht mehr in Block7


Betreff: Re: MDCC-Arena, Hüpfverbot(e), Block-und Sektorenabtrennungen
so langsam gehts los



Fußball
Block U zieht neben Gästefans
21.02.2019

Zitat:

In Block U auf der Nordtribüne sitzen die treuesten FCM-Fans. Sie zeigen immer wieder Choreographien wie hier im Heimspiel gegen Dresden. Foto: Popova

Auf den 1. FC Magdeburg und seine Fans kommen mit dem Umbau der MDCC-Arena viele Veränderungen zu.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Jan Kirchhoff freut sich immer, wenn er über die Fans in der MDCC-Arena spricht. „Die Unterstützung ist sensationell, einmalig“, sagt der Winter-Neuzugang des 1. FC Magdeburg. Ab Mitte März wird sich allerdings einiges ändern – für die Spieler des 1. FC Magdeburg, für deren Fans und für die Stimmung im Stadion. Dann wird die Nordtribüne, auf der auch die treuesten Anhänger von Block U zu Hause sind, statisch verstärkt und zu einem Stehplatzbereich umgebaut. Die Volksstimme beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.

Wann beginnt der Umbau, wie lange wird er dauern?
Los geht es vor dem Heimspiel am 29. März gegen den 1. FC Heidenheim. Die Maßnahmen sollen bis Februar 2020 abgeschlossen sein. Weiterer Vorteil neben der statischen Sicherung: Die Gesamtkapazität des Stadions wird dann 30.098 Zuschauer statt bisher 25.300 betragen.

Welche Blöcke werden gesperrt?
In der ersten Bauphase ab Ende März werden zunächst die Blöcke 1 bis 5 gesperrt. Ab 1. Juli werden zusätzlich auch die Blöcke 6 und 7 sowie Teile von Block 8 gesperrt. Anfang Oktober sollen laut Planung die Blöcke 1 bis 4 freigegeben werden.

Worauf müssen Dauerkarteninhaber achten?
Dauerkarteninhaber der Blöcke 1 und 2 sollen für die Zeit des Umbaus in die Blöcke 19, 20 und 24 umziehen. Die Umplatzierungsphase beginnt am kommenden Dienstag und endet am Freitag, 8. März. Wenn die Dauerkarteninhaber sich bis dahin nicht gemeldet haben, wird ihnen ein freier Platz zugewiesen.

Was hat es mit der Umbaukarte auf sich?
Für die Zeit der Umbauarbeiten erhalten Dauerkarteninhaber, die ihre Plätze in den Blöcken 1 und 2 haben, eine Umbaukarte. Diese ist unter anderem im Volksstimme Service Center erhältlich. Die Umbaukarte muss in Verbindung mit der Dauerkarte vorgezeigt werden. Wichtiges Detail: Nicht die Umbaukarte, sondern nur die Dauerkarte 2018/19 gilt auch als Fahrausweis an Spieltagen für das Netz der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB). Nach Abschluss der Umbauarbeiten können die Dauerkarteninhaber auf ihren alten Platz zurückkehren.

Wie geht es mit Block U weiter?
Die Fans von Block U werden ihre Blöcke 3 bis 5 verlassen und vorübergehend auf der Südtribüne in den Blöcken 16 bis 18 Platz finden. Diese Dauerkarten werden automatisch umgestellt, eine Umbaukarte ist nicht erforderlich.

Welche Probleme drohen durch die Umplatzierung?
Die Heimfans von Block U werden direkt neben den Gästefans platziert. Eine aus Sicherheitsgründen nicht ganz unkritische Lösung, die es in dieser Form übrigens auch beim Drittligisten Hansa Rostock gibt. FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik bleibt trotz dieses ungewöhnlichen „Miteinanders“ der Fanlager gelassen. „Wir haben uns mit unseren Fanvertretern ausgetauscht und uns dann für diese Lösung entschieden“, erklärt er. Der Gästebereich ist durch hohe Plexiglasscheiben abgetrennt.

Wie läuft der Dauerkartenverkauf für die kommende Saison?
Aufgrund der reduzierten Kapazität werden nur nicht verlängerte Dauerkartenplätze in den Verkauf gehen. Es wird keinen zusätzlichen Dauerkartenverkauf für die Saison 2019/20 geben. Das bestätigt Kallnik: „Damit müssen wir aufgrund der besonderen Umstände leider leben.“ Erst zur Saison 2020/21 sollte die Dauerkartenvergabe dann wieder wie gewohnt laufen.





Fußball
FCM drohen Einbußen in Millionenhöhe
21.02.2019
Zitat:

Der Umbau der MDCC-Arena wird auch die Besucher-Kapazität reduzieren. Fotos: Eroll Popova

Der Umbau der MDCC-Arena wird für den 1. FC Magdeburg finanzielle Konsequenzen haben: Einbußen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Mitten in der ersten Zweitliga-Saison des Vereins muss sich der 1. FC Magdeburg auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Am 29. März, dem Tag des Zweitliga-Heimspiels gegen den 1. FC Heidenheim, beginnen im Stadion Umbaumaßnahmen. Bis Februar 2020 sollen sie abgeschlossen sein.

In diesen elf Monaten drohen dem Club wegen der reduzierten Zuschauer-Kapazität hohe Einbußen. Zum ersten Mal nennt FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik konkrete Zahlen: „Wenn wir in der 2. Liga bleiben sollten, sind das rund 1,2 Millionen Euro. In der 3. Liga wäre es nicht ganz so extrem, weil wir mit geringeren Zuschauerzahlen kalkulieren würden.“

In der ersten Bauphase werden auf der Nordtribüne zunächst die Blöcke 1 bis 5 gesperrt. Die Kapazität reduziert sich dann von 25.300 auf 19.000 Plätze. Ab 1. Juli werden dann auch die Blöcke 6 und 7 sowie Teile von Block 8 gesperrt. Bis zum 30. September beträgt das Fassungsvermögen dann sogar nur noch 16.700 Plätze.
Keine Auswirkung auf die Lizenzvergabe

„Das ist die geringste Kapazität, die wir während des Umbaus haben werden“, erläutert Kallnik. Denn Anfang Oktober sollen laut Planung die Blöcke 1 bis 4 wieder freigegeben werden, damit stünden wieder 22.000 Plätze zur Verfügung.

Die drohenden finanziellen Einbußen haben laut Kallnik immerhin keine Auswirkungen auf die Lizenzvergabe für den Club. „Ich gehe nicht davon aus, dass uns von der Deutschen Fußball-Liga irgendwelche Bedingungen gestellt werden“, betont der Geschäftsführer.

Notwendig werden die Umbaumaßnahmen in der MDCC-Arena wegen statischer Bedenken, die im November 2016 durch das bei Fans beliebte rhythmische Hüpfen festgestellt wurden. Deshalb müssen die Nord- und Südtribüne hüpfsicher gemacht werden. Seit 2016 gibt es ein Hüpfverbot für die FCM-Fans, das seinerzeit bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Doch nur so konnte eine Sperrung der Arena verhindert werden.
Umbau 2017 beschlossen

Im Juni 2017 beschloss der Stadtrat den Umbau. Der beinhaltet, dass Block U, in dem die Ultra-Fans des FCM ihren Platz haben, von einem Sitzplatz- in einen Stehplatzbereich umgebaut wird. Der Stehplatz-Heimbereich umfasst danach die Blöcke 1 bis 7. Die Gesamtkapazität der MDCC-Arena wird so auf 30 098 Plätze, 15.209 Sitz- und 14.812 Stehplätze plus 77 Presseplätze, betragen. Die Umbaukosten sollen sich auf 10,7 Millionen Euro belaufen. Eigentümer der MDCC-Arena ist die Stadt Magdeburg, die auch für die Kosten aufkommt.

Der Club wird laut Kallnik übrigens trotz der Einschränkungen keine Mietminderung bei der Stadt erwirken. Nach dem Umbau winken dem Verein schließlich Mehreinnahmen.

Was bedeutet der Umbau für die Fans?