Komplettes Thema anzeigen 07.10.2019, 13:01
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Betreff: Re: KFC Uerdingen - 1.FC Magdeburg Fr. 04.10.2019 19:00 Uhr


Fußball
Der Unmut wächst beim FCM
07.10.2019

Zitat:

Nach dem Spiel stellte sich die Mannschaft in Düsseldorf vor den FCM-Fanblock und musste sich Kritik aus den eigenen Reihen gefallen lassen. Foto: Christian Schroedter

Der 1. FC Magdeburg steckt in einem spielerischen Tief. Der Frust ist groß. Nach dem Spiel gab es von den Fans eine klare Ansage.
Von Manuel Holscher ›

Düsseldorf l Nach dem 0:0 in Düsseldorf gegen den KFC Uerdingen gingen die Spieler des 1. FC Magdeburg zu ihren Fans in die Gästekurve. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches und eine Tradition nach jeder Partie.
Fans nehmen Mannschaft in die Pflicht

Doch am Freitagabend war etwas anders: Anstatt die Spieler wie sonst zu feiern, gab es nach dem schwachen Auftritt eine klare Ansage. Zwar wurde betont, dass die Anhänger fest zur Mannschaft stehen. Es gab aber direkt im Anschluss an diese Worte auch Forderungen: Das Team müsse kämpfen und mit Leidenschaft zusammenstehen. „Wollt ihr in Stadien wie Düsseldorf mit uns im Rücken fahren – oder wieder Amateurfußball spielen?“, schallte es aus dem Fanblock.

Diese Sätze verfehlten ihre Wirkung nicht, niedergeschlagen drehten sich die Spieler um und trotteten in Richtung Kabine.

Der Unmut wächst – bei den Fans, aber auch bei den FCM-Spielern selbst. Nach der spielerisch grauenvollen Vorstellung gegen Uerdingen saß der Stachel tief. „Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben uns kaum Chancen herausgespielt. Uerdingen war schlagbar, umso nerviger ist es, dass wir eine solche Leistung abgeliefert haben“, sagte Christian Beck, der selbstkritisch ergänzte: „Ich bin auch mit meiner eigenen Leistung nicht zufrieden, da muss mehr kommen.“

Das Thema Unentschieden kann der FCM-Kapitän unterdessen nicht mehr hören. „Es ist zwar besser, als wenn wir verlieren würden. Unentschieden bringen uns aber trotzdem nicht wirklich weiter“, sagte Beck.
Unentschieden-Serie bringt FCM nicht voran

Die Statistik gibt ihm recht: Der FCM ist zwar seit zehn Spielen ungeschlagen, hat davon aber siebenmal unentschieden gespielt. In der Tabelle hat der Club 16 Punkte aus elf Partien geholt – zu wenig für die eigenen Ansprüche.

Auch Trainer Stefan Krämer war nach dem Spiel bedient, fand ungewohnt deutliche Worte: „Im Ballbesitz waren wir diesmal richtig schlecht, viel zu fahrig. Dadurch sind wir nicht in ein strukturiertes Offensivspiel gekommen, haben keine Umschaltsituationen gehabt“, ärgerte er sich. Und: „Im Spiel mit dem Ball war es bisher das Schlechteste, seitdem ich Trainer in Magdeburg bin.“

Besonders erschreckend waren die zahlreichen einfachen Ballverluste. Selbst unbedrängt wurde der Ball häufig nicht zum Mitspieler gebracht. „Wir mussten zu viel Defensivarbeit verrichten, weil der Ball, wenn wir ihn mal hatten, zu schnell wieder weg war“, betonte Mittelfeldspieler Rico Preißinger. „In der Schlussphase fehlten uns dann die Körner, um offensiv noch Akzente setzen zu können.“
Keine Spielidee erkennbar

Die Partie gegen Uerdingen war auch deshalb ein bitterer Rückschlag, weil sich der FCM nach dem 3:0 zuletzt zu Hause gegen Würzburg deutlich weiter wähnte. Doch von Fortschritt war in Düsseldorf nichts zu sehen. Im Gegenteil: Eine Spielidee war nicht erkennbar, viele Spieler wussten nicht, was sie machen sollten, wenn sie den Ball am Fuß hatten. „Ab der 80. Minute wirkte es so, als ob sich beide Mannschaften auf das 0:0 geeinigt hätten“, sagte Offensivspieler Sören Bertram.

Ein bekanntes Problem trat auch gegen Uerdingen zum Vorschein: Wie schon so oft in dieser Saison wurden die Außenspieler nicht gezielt in Szene gesetzt. Sirlord Conteh konnte auf der rechten Seite nur selten sein Tempo aussspielen, hatte allerdings dann, wenn er mal am Ball war, auch Probleme, die Kugel technisch zu beherrschen. Auch die Einwechslungen von Manfred Osei Kwadwo und Tarek Chahed verpufften.
Krämer kritisiert Spielaufbau

Der spielerisch ganz dünne Auftritt ließ in Düsseldorf Fans, Spieler und den Trainer gleichermaßen frustriert zurück. „Wir müssen uns im Offensivspiel deutlich verbessern“, forderte Krämer.

Der Coach wollte damit aber keinesfalls nur seine Stürmer in die Pflicht nehmen. Denn: „Das ist eine Aufgabe der gesamten Mannschaft, so wie auch das Defensivverhalten, das bei uns gut ist, ein Thema des ganzen Teams ist. Gerade der Spielaufbau aus der Abwehr heraus war gegen Uerdingen nicht gut.“


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1. FC Magdeburg tritt auf der Stelle Krämer: Das muss
besser werden
Zitat:

von: Ronny hartmann veröffentlicht am
06.10.2019 - 21:47 Uhr

Fünf Unentschieden aus den letzten sieben Partien: Magdeburg ist der Remis-König (insgesamt 7) der 3. Liga. Und tritt deshalb in der Meisterschaft nur auf der Stelle.

Nach der Nullnummer gegen seinen Ex-Klub KFC Uerdingen schob Stefan Krämer (52) Frust: „Unsere Mängelliste war sehr lang, wir haben uns selbst kaputt gemacht. Das Spiel mit dem Ball war eines der schlechtesten, seit ich Trainer in Magdeburg bin.“

Hinten hui! Vorne pfui? Der FCM hat die beste Defensive neben Erzrivale HFC (je zehn Gegentore), doch im Angriff hapert es.

Krämer erklärt: „Unser Spiel gegen den Ball ist in Ordnung, die Jungs werfen sich in alles rein, deshalb verlieren wir auch selten. Aber wenn wir offensiv so fehlerbehaftet und fahrig sind wie gegen Uerdingen, machen wir es uns selbst zu schwer. Da müssen wir in allen Mannschaftsteilen deutlich besser werden.“

Der Coach weiß, wie ausgeglichen die Liga ist: „Normal verlierst du nach so einer schlechten Leistung. Man muss sich von dem Gedanken verabschieden, dass wir jeden an die Wand spielen können. Das geht nur bei hundert Prozent in Angriff und Abwehr. Aber wir hatten gegen den KFC ein paar Spieler dabei, mit denen ich sehr unzufrieden war.“

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