Komplettes Thema anzeigen 13.03.2020, 06:50
Dabei seit: 17.09.2015
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Betreff: Re: Bewertung der aktuellen sportlichen Lage
hm hmm



Fußball
Franz und Kallnik reagieren auf Fan-Kritik
13.03.2020
Zitat:

FCM-Sportchef Maik Franz (rechts) und Geschäftsführer Mario Kallnik wurden von der aktiven Fanszene kritisiert. Foto: Eroll Popova

Die aktive Fanszene des 1. FC Magdeburg fordert die Freistellung von Maik Franz. Die Verantwortlichen haben darauf jetzt reagiert.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Eine Stellungnahme der aktiven Fanszene des 1. FC Magdeburg sorgte am späten Mittwochabend für Aufsehen. „Eine sportliche Talfahrt ist aktuell unverkennbar und der 1. FC Magdeburg befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Bei unverändertem Verlauf ist die Regionalliga nur noch elf Spieltage entfernt. Das kann und darf unsererseits nicht unkommentiert bleiben“, heißt es darin.

In der Hauptverantwortung sehen die Anhänger von Block U vorrangig Geschäftsführer Mario Kallnik sowie Sportchef Maik Franz.
Schwere Vorwürfe durch FCM-Fanszene

Es sind schwere Vorwürfe, die die Fans öffentlich im Internet äußerten: „Wir entziehen Maik Franz das Vertrauen und fordern seine sofortige Freistellung.“

Auch wird dem Sportchef zur Last gelegt, dass sich dieser momentan zurückziehe und wie vom Erdboden verschluckt sei.

Diese Vorwürfe überraschen allerdings, ist Franz doch regelmäßig beim Training vor Ort oder auch ansonsten in seinem Büro der MDCC-Arena anwesend. Der Sportchef bezog deshalb gestern auch Stellung: „Ich habe immer im Sinne des Vereins gehandelt und werde auch in Zukunft mein Bestes geben. Deshalb werde ich auch unbeirrt diesen Weg weitergehen.“

FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik versuchte zwar, Verständnis für den Ärger der Fanszene aufzubringen: „Ich kann den Unmut bis zu einem gewissen Punkt verstehen, weil der sportliche Erfolg momentan nicht da ist.“ Er sagt aber auch: „Wir arbeiten gemeinsam an Lösungen, damit es sportlich wieder besser läuft.“
Aufsichtsrat und Präsidium wollen Dialog

Die aktive Fanszene nahm auch den Aufsichtsrat und das Präsidium in die Pflicht, forderte beide Gremien auf, die aktuelle sportliche Situation zu analysieren. Allerdings wollten sich weder FCM-Präsident Peter Fechner noch Matthias Niedung, Fanvertreter im Aufsichtsrat, gestern zu der Stellungnahme der Fans äußern. Vielmehr streben beide zeitnah einen Dialog mit den Anhängern an – möglicherweise bereits am Wochenende.

Bei aller Kritik an den Verantwortlichen, auch die Mannschaft wurde von der Fanszene nicht ausgespart. „Abschließend fordern wir als aktive Fanszene von der Mannschaft, unabhängig von personellen Entscheidungen oder aktuellen äußeren Umständen, den unbedingten Wille die Klasse zu halten“, heißt es. Wenn der Wille zum Klassenerhalt eindeutig erkennbar sei, werde Block U dem Team weiterhin zur Seite stehen.

Klar ist: Die Mannschaft schaffte es in dieser Saison bisher zu selten, ihr unbestritten vorhandenes Potenzial konstant auf den Platz zu bringen. Entsprechend stehen die Spieler in den kommenden Wochen, wenn denn wegen der weiterhin anhaltenden Corona-Krise überhaupt gespielt werden sollte, genauso in der Verantwortung.





Fußball
Kallnik plädiert für Saison-Unterbrechung
13.03.2020
Zitat:

FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik betont, dass es bei der Bewältigung der Corona-Krise in erster Linie um die Gesundheit der Menschen und nicht um Interessen der Vereine gehen sollte. Foto: Popova

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf den 1. FC Magdeburg. FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik die Frage, wie es jetzt weitergeht.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Durch die Corona-Krise steht das öffentliche Leben teilweise still. Das gilt auch für den Sport. Die Eishockeysaison ist bereits abgesagt worden, im Fußball wird über das weitere Vorgehen beraten.
Für Kallnik steht Gesundheit im Vordergrund

In der 3. Liga sind die kommenden beiden Spieltage bereits abgesagt. Beim 1. FC Magdeburg gilt es deshalb, auf die neuen Umstände zu reagieren. Für FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik steht aber bei allen offenen Fragen bezüglich der sportlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Corona-Krise eins im Vordergrund: „Wir haben in ganz Deutschland durch das Corona-Virus ein riesiges Problem, das definitiv ernst zunehmen ist. Was jetzt vor allem steht, ist die Gesundheit der Menschen."

Deshalb setzt sich Kallnik für ein einheitliches Vorgehen, eine klare Linie ein. „Problematisch sind beziehungsweise waren die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern", betont er. „Je konsequenter durchgegriffen wird, desto besser bekommen wir das Problem in den Griff."
Fortsetzung der Saison im Mai oder Juni?

Auf den Fußball bezogen bedeute das, dass sich der DFB Gedanken darüber machen müsse, ob die Saison überhaupt noch fortgesetzt werden kann. „Durch die Spielverlegungen haben wir zwar etwas Zeit gewonnen. Ich glaube aber, dass es sinnvoll wäre, wenn die Saison vorerst ausgesetzt werden würde", erklärt Kallnik. Heißt: „Eventuell können wir die Saison dann noch bis in den Juni ausdehnen. Vorausgesetzt die Lage entspannt sich bis dahin. Die Entscheidung trifft der DFB."

Dass es möglicherweise schon bald zu einem Stopp des Spielbetriebs kommt, deutete sich gestern an, da die gesamte Mannschaft von Hannover 96 unter Quarantäne gestellt wurde, weil sich zuvor Innenverteidiger Timo Hübers angesteckt hatte.

Von den in der 1. und 2. Liga sowie im Europapokal momentan angesetzten Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit hält der FCM-Geschäftsführer hingegen nichts: „Es hat sich gezeigt, dass eine solche Maßnahme nichts bringt, da trotzdem Tausende Fans vor dem Stadion waren."
Verantwortungsvoller Umgang mit Corona-Virus

Es gelte für alle Menschen, einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Corona-Virus zu finden. „Da geht es dann einfach in diesem Moment nicht um den Sport, nicht um eigene Interessen“, sagt Kallnik.

Erst wenn das Corona-Virus überstanden sei, könne man sich über die wirtschaftlichen Folgen unterhalten. Diese sind auch für den FCM enorm, dem durch mögliche „Geisterspiele“ in der MDCC-Arena stattliche Einnahmen entgehen würden.