Komplettes Thema anzeigen 17.03.2020, 18:58
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Betreff: Re: Corona - Der Sport ist infiziert - mit und ohne FCM bezug ...


Fußball | 3. Liga FCM-Geschäftsführer Kallnik - "Wir wollen weiterspielen"
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Bis zum 30. April haben alle Drittliga-Vereine Zwangspause - bedingt durch das Coronavirus. FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik begrüßt die Entscheidung, die Saison nicht ganz abzubrechen, sagt im Interview mit "Sport im Osten" aber auch, dass die Situation schwierig ist. Nach dem 30.4. müsse man die Lage neu bewerten.

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"Wir wollen alle weiterspielen", sagte Kallnik am Dienstag (17.03.) im Interview mit "Sport im Osten" zur Entscheidung von Montag (16.03.), dass die 3. Liga den Spielbetrieb bis zum 30.4. unterbricht und nicht ganz abgesagt hat. Man habe nun bis zu diesem Zieldatum Zeit "geschenkt bekommen", um sich auf mögliche weitere Szenarien vorzubereiten. Das Wichtigste sei die Bekämpfung bzw. Eindämmung des Virus. An diese Maßgabe müssten sich alle halten. Außerdem betonte der FCM-Manager die Voraussetzung, dass alle Vereine bei einem möglichen Neustart gleiche Bedingungen haben. "Nur wenn Wettbewerbsgleicheit gegeben ist, kann der Betrieb wieder aufgenommen werden. Die Chancen müssen für alle Vereine gleich und fair sein", so Kallnik.
Wirschaftliche Aspekte beleuchtet

Zu Entscheidungsfindung am Montag sagte Kallnik, dass alle Vertreter der 3. Liga das Interesse hätten, die Liga sportlich zu Ende zu spielen. "Wir haben uns gesagt: Wenn wir den Betrieb fortsetzen wollen, brauchen wir ein konkretes Datum." Die Abstimmung sei "vernünftig verlaufen", so Kallnik weiter. Neben dem Wunsch, die Saison sportlich zu beenden, seien auch wirtschaftliche Aspekte beleuchtet worden.

Zum vieldiskutierten Thema "Solidarität unter den Vereinen" hat Kallnik eine klare Meinung: "Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, wenn reichere Vereine ärmeren finanziell unter die Arme greifen. Das hat für mich nichts mit Solidarität zu tun. In diesem Sinne ist die Eigenwirtschaftlichkeit der Vereine wichtig."


FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik. (Archiv) Bildrechte: imago images / Christian Schroedter
"Der Kopf wird eine Rolle spielen"

Sportliche würde es für den FCM und andere Verein nun darum gehen, die Spieler für den möglichen Liga-Neustart fit zu halten. Das wird nun vorwiegend individuell stattfinden. Danach müsse man sehen, ob man als Mannschaft wieder zusammen trainieren kann - je nach Lage. Über mögliche Ausnahmen, was die Sperrung der FCM-Trainingsstätten betrifft, äußerte sich Kallnik wie folgt: "Im Vordergrund steht die gesamtgesellschaftliche Gesundheit." Deshalb werde man sich nicht um Ausnahmen bemühen. Im Hinblick auf mögliche englische Wochen ab dem 30.4. würde es für den Trainerstab auch Darum gehen, die Mentalität, Leidenschaft und den Willen der Spieler aufrecht zu erhalten. "Der Kopf wird eine große Rolle spielen", so Kallnik.

Sollte die Fortführung des Spielbetriebs am 30.4. nicht möglich sein, müsse man Alternativen suchen. Geisterspiele seien Kallnik zufolge jedenfalls keine Option, da die Zuschauereinnahmen, die i nder 3. Liga im Schnitt 22 Prozent der Einnahmen betragen, ein zu großer Baustein seien.

red


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