Komplettes Thema anzeigen 26.01.2016, 11:39
Dabei seit: 17.09.2015
Wohnort: zu Hause/nicht mehr in Block7


Betreff: Re: Nur die Stadt Magdeburg
Zitat von Wadenbeisser:
Zitat von Wadenbeisser:
sehr sauer

die Spinnen wohl

Bürgerversammlung
Klartext zu Asylunterkünften


das sollte eigentlich für unser Viertel erst mal sein

zur Info für die Flüchtlingsunterkunft

und wenn ich schon wieder lese wo das abgehalten wird sehr sauer

da gibts nich mal Platz fürn Rollator vogel

Zitat:


In der Breitscheidstraße im Magdeburger Stadtteil Herrenkrug soll eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge entstehen. Bis zu 1500 Menschen sollen hier in Fertighäusern untergebracht werden. Grafik: ProMedia Barleben GmbH

In der Breitscheidstraße im Magdeburger Stadtteil Herrenkrug soll eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge entstehen. Bis zu 1500 Menschen sollen hier in Fertighäusern untergebracht werden. Grafik: ProMedia Barleben GmbH

Innenminister Holger Stahlknecht wird in einer Bürgerversammlung zur Unterbringung von Flüchtlingen in Magdeburg Stellung beziehen.
Von Jana Wiehe ›

Magdeburg l In der Sankt-Petri-Kirche geht es am heutigen Freitag um höchst weltliche Probleme: die Unterbringung von Flüchtlingen in Magdeburg. Pläne für eine Erstaufnahmestelle in der Breitscheidstraße haben Anwohner aufgeschreckt. Heute soll beim Bürgerforum Klartext geredet werden. Auch am Dienstag gibt es ein Forum.

Es dürfte ein langer und hitziger Abend werden. Die Pläne des Landes, auf eine geräumte Militärbrache an der Breitscheidstraße in direkter Nachbarschaft zu Einfamilienhäusern und Hochschule eine Würfelhaussiedlung für 1500 Flüchtlinge zu setzen, ließen Anwohner aufbegehren, kaum dass das Projekt öffentlich wurde. Am heutigen Freitag will man „Klartext reden“ und den Dialog mit den Bürgern suchen, erklärt Stefan Brodtrück, Sprecher des Innenministeriums, das Gastgeber des Abends ist. Los geht es um 19.30 Uhr in der St.-Petri-Kirche, Neustädter Str. 4. Einlass ist ab 19 Uhr. Innenminister Holger Stahlknecht wird zunächst einen Überblick über den Stand der Planungen geben. Der Leiter des Stabes „Bewältigung der Flüchtlingssituation“ auf Landesebene Lutz-Georg Berkling sitzt ebenfalls im Podium. Die Polizei ist mit Präsident Andreas Schomaker und Abteilungsleiter Polizei Tom-Oliver Langhans vor Ort. Die Stadt schickt Bürgermeister Klaus Zimmermann. Ausreichend Ansprechpartner also für vermutlich auch zahlreiche Fragen, die aus den Reihen der Gäste kommen dürften. „Wir wollen möglichst vielen Besuchern die Möglichkeit geben, ihre Fragen loszu werden“, sagt Brodtrück.

Er betont aber: „Wortmeldungen mit rassistischen oder diskriminierenden Inhalten dulden wir nicht.“ Für ca. 500 Gäste werde die Kirche bestuhlt. „Wir stellen so viele Stühle, wie hineinpassen“, sagt Brodtrück. Für den Fall, dass der Ansturm zu groß ist, wird es eine Lautsprecherübertragung nach draußen geben. Das Polizeirevier Magdeburg sichert mit seinen Beamten die Veranstaltung ab. Wie viele Polizisten im Einsatz sind, wollte Brodtrück nicht sagen. Nur so viel: „Unsere Besucher können sich sicher fühlen.“

Auch die Stadt will über die Planungen zur Unterbringung von Flüchtlingen informieren und lädt am Dienstagabend in die Aula der Grundschule Leipziger Straße 46 ein. Ab 18 Uhr wollen Sozialbeigeordnete Simone Borris und Torsten Prusseit von der Wobau Details zur Anmietung von rund 250 Wohnungen für Flüchtlinge in der Willi-Bredel-Straße und Bernhard-Kellermann-Straße vorstellen. Ein Großteil der Wohnungen muss erst hergerichtet werden. In der Willi-Bredel-Straße 38 bis 50 zum Beispiel wird dies noch 2015 passieren. In der Bernhard-Kellermann-Straße 24 wird der Bezug ab Frühjahr 2016 erfolgen.


sehr sauer


Zitat von Wadenbeisser:
Zitat von Wadenbeisser:
haende

"Wir bauen auf und reissen nieder, so haben wir Arbeit immer wieder!"

überall sollen "Gärten" platt gemacht werden (Hochwasser etc. pp.) und da baunse ne "Bungalowsiedlung"





haende

Zitat von Wadenbeisser:
Zitat von Wadenbeisser:
so gleich noch Nachschlag

Zast Magdeburg
Starker Widerstand gegen Landespläne


Zitat:
In Halberstadt leben Flüchtlinge noch in Zelten. In Magdeburg sollen warme Unterkünfte entstehen. Die Mehrzahl der Anwohner ist dagegen.
Von Karsten Wiedener, epd

Magdeburg (epd) l Schon der Beginn macht deutlich, dass die Mehrzahl des Publikums in Magdeburg kaum an einer sachlicher Diskussion zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in Magdeburg interessiert ist. Buhrufe und Geschrei am Freitagabend, als die Redner auf dem Podium zunächst nur schwer zu verstehen sind, weil die Techniker die Mikrofone schlecht eingestellt haben. Die Zwischenrufe setzen sich bei der Vorstellung der Vertreter von Polizei und Stadt fort, nicht zuletzt bei der Vorstellung von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU).

Eingeladen in die katholische Petrikirche hatten Innenministerium und die Stadt. Rund 700 Menschen kamen, davon standen etliche aus Platzmangel draußen an einem geöffneten Seiteneingang der Kirche. Und auch die fremdenfeindliche Initiative "Magida" soll zur Teilnahme aufgerufen haben.
Rückbau geplant

"Wenn Flüchtlinge hierherkommen, müssen wir sie menschenwürdig unterbringen. Was wir nicht haben, ist Zeit", sagt Stahlknecht. So sei eine andere Liegenschaft des Landes in Magdeburg so schnell nicht herzurichten. Die als Unterkunft vorgesehene Herrenkrug-Anlage sei die erste in Sachsen-Anhalt, "die wir zurückbauen werden, wenn sich die Lage wieder normalisiert", verspricht der Minister wohl eher zur Beschwichtigung. Das mindert dennoch die Buhrufe nicht.
Bilder

Rund 700 Menschen sind dem Aufruf zur Bürgerversammlung gefolgt. Foto: Uli Lücke

Rund 700 Menschen sind dem Aufruf zur Bürgerversammlung gefolgt. Foto: Uli Lücke

Die zentrale Unterkunft ist für bis zu 1500 Menschen im Stadtteil Herrenkrug auf einem ehemaligen Militärgelände geplant. Dazu sollen vorgefertigte Häuser errichtet werden, in diesem Jahr könnten die ersten 300 bis 350 Flüchtlinge einziehen. Ein Unterbringungs- und Finanzierungskonzept der Landesregierung sieht vor, neben der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt weitere Schwerpunkt-Erstaufnahmeeinrichtungen zu schaffen, darunter in Magdeburg.

Von dort sollen die Flüchtlinge nach wenigen Wochen auf Landkreise und Städte weiterverteilt werden. Stahlknecht rechnet für dieses Jahr mit bis zu 30.000 Flüchtlingen. Im vergangenen Jahr waren es 6618 Asylbewerber.
Stahlknecht fehlen die Worte

Dem Podium werden Wörter wie etwa "Heuchler!", "Lügner", "Träumer!" oder "Alles nur Geschwafel" und "Schnapsidee" entgegengeschleudert. Und die meisten Besucher johlen zustimmend bei einer Frage, wieso die politisch Verantwortlichen einschließlich Bundeskanzlerin "uns die Flüchtlingskrise aufzwingen". Andere sprechen von einem zu befürchtenden Preisverfall bei den Eigenheimen in der Gegend oder fordern eine Volksabstimmung über die Magdeburger Unterkunft.

Behauptet wird auch, bei der vorgesehenen Fläche handele es sich um ein Biotop oder aber das Areal stehe unter Denkmalschutz. Ein Mann spricht gar von einer gewissen "Notdurft", die männliche Flüchtlinge hätten, weil der Anteil der Frauen in den Unterkünften sehr gering sei. Wer dann seine Ehefrau und seine elfjährige Tochter schütze, will er wissen. Stahlknecht murmelt nur: "Manchmal fehlen mir die Worte".

Redebeiträge, wonach die Flüchtlinge mit offenem Herzen und tolerant empfangen werden sollten, lassen sich an einer Hand abzählen. Und zuletzt sagt dann noch ein Mann, aber ganz leise: Angesichts der Fragen und der aggressiven Stimmung schäme er sich zum ersten Mal in seinem Leben, Magdeburger zu sein.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 26.01.2016, 12:32 von Wadenbeisser.