Komplettes Thema anzeigen 05.07.2016, 18:25
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Betreff: Re: Die Brex "Inselaffen" sind raus
Zitat von Arpi:
Deine Ausführungen zu Ludendorff und Hindenburg kannst du für dich behalten. Mit dir als "Nationalkonservativen" sehe ich keinen Bedarf sich über diese Personen und Ihre Verdienste und Verfehlungen in der Geschichte auszutauschen.

Ich habe kein Problem damit, wenn die Briten der EU den Rücken kehren wollen, ist ihr Ding.
Ich finds nur äußerst schäbig, wenn das Volk letztendlich den BREXIT-Köpfen die Legitimation erteilt, für Sie Ihre Zukunft zu gestalten, dann wegzulaufen. Politik ist meiner Ansicht nach nicht nur Opposition sondern wenn die Zeit gekommen ist auch Pflicht zur Ausgestaltung. Das Volk kann gern protestieren und muss nicht gestalten, als Köpfe einer Bewegung besteht jedoch die moralische Pflicht zu gestalten.

Du trommelst doch auch ständig mehr oder weniger nach Satzungsänderungen beim FCM. Im Gegensatz zu Johnson und Farrange hast du aber auch konkrete Vorschläge eingereicht, wie das Ganze aussehen soll. Du wolltest mitgestalten, hast halt keine Mehrheit gefunden. Die beiden haben die Mehrheiten und die Legitimation Ihres Volkes. Und verpissen sich.

Es ist im Übrigen nicht nur Sache der Briten wie sie es künftig machen wollen. Das trifft auf die Insel zwar zu aber nicht auf Ihre künftigen Beziehungen zu den anderen Staaten in Europa. Zu einem Vertrag gehören immer mindestens 2 Parteien und ein reines Wünsch dir was wird es für UK nicht geben. Dürfte ne ganze Masse an bilateralen Abkommen notwendig sein welche in relativ kurzer Zeit ausgearbeitet werden müssen
Du hast mit L. und H. angefangen. Jetzt kneifst Du. Piß mir nicht ans Bein, wenn Du schon vorab weißt, daß Du den Gegenschlag nicht aushältst!

Der Brexit war keine Pro-Kampagne. Ich wiederhole das noch mal. Die führenden Köpfe der Bewegung haben KEIN Mandat erhalten, den Brexit durchzuführen. Sie haben überhaupt kein Mandat erhalten, denn ein Referendum stellt kein Mandat aus. Es gibt den Volkswillen kund. Die Regierung muß sich nicht daran halten. Da sich Britannien aber als Demokratie versteht, wird man sich daran halten. Eben deshalb wird ja hierzulande und in Britannien vehement behauptet, es gäbe eigentlich gar keine Mehrheit für den Brexit. Die führenden Köpfe der Bewegung haben also auch KEINE moralische Pflicht, sich in den Prozeß des Austritts einzumengen. Dafür gibt es Juristen. Das sollen die mal machen, dann den Entscheidungsträgern in der britischen Regierung vorlegen, die das dann umsetzen müssen. Abgesehen davon hat die EU klare Richtlinien, wie der Austritt eines Landes vor sich gehen muß. Das dauert Jahre, mindestens zwei, wahrscheinlich fünf.

Ich denke, es werden sich in Britannien politische Bewegungen bilden udn KOnzepte formuliert werden, die das Land politisch neu ausrichten. Das genau ist es doch, was die Briten offenbar mehrheitlich wollen: eine eigenständige Politik.