MDFF - das Magdeburger Fussballforum



17.06.2017, 13:31
Manchester Abwesend
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Betreff: Re: Ruhe in Frieden - R.I.P.
Zitat von Magdeburg56:
Zitat von Manchester:
Beide haben Deutschland verraten und verkauft. Man Man Man...beschäftigt euch doch mal mit unserem Land und dessen Geschichte. hmm
Euch bekommt man nicht mehr groß Oh mein Gott
...selten so ein Schwachsinn gelesen zum Kotzen
das kannst du nicht verstehen. du lebst in einer blase.
beide haben die wiedervereinigung deutschlands verhindert.
gemeint sind damit die ostgebiete.
desweiteren war kohl nur zur zeit der wiedervereinigung kanzler.
nicht mehr und nicht weniger. also, ein glücklicher zufall.
auch ging die wiedervereinigung nicht vom volk aus, sondern es war ein regime change.
was russland angeht, war es zur zeit der wiedervereinigung politisch sowie finanziell am ende.
daher auch die ansage an den usa, wir werden den wahnsinn des wettrüstens nicht mehr mittmachen.
man ist finanziell nicht mehr in der lage dazu.

17.06.2017, 14:12
Manchester Abwesend
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Betreff: Re: Ruhe in Frieden - R.I.P.
Helmut Kohl ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Dies bedauere ich insofern, daß er damit den irdischen Strafen entgangen ist, die er verdient hat. Wobei das nur die Gerichtsbarkeit betrifft, das Verfahren im Sitzungssaal 600, vor dem Volkstribunal in Nürnberg.

Tatsächlich hat ihn die irdische Strafe ereilt, in Form von Angela Merkel. Kohl hat die völlig unbekannte FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda zuerst zur Familienministerin und später zur Umweltministerin gemacht. Sie hat auf beiden Posten versagt, sich bei ihrem Förderer bedankt, indem sie ihn abserviert hat. Sie wurde nicht nur die Vorsitzende seiner CDU, Kohl mußte sie obendrein zwölf Jahre als Bundeskanzlerin ertragen. Vermutlich hat er in diesen Jahren verstanden, was ein Franz Josef Strauß damals für einen Bundeskanzler Kohl empfunden hatte.

Helmut Kohl hat die deutschen Ostgebiete aufgegeben, die er im Rahmen der Wiedervereinigung hätte haben können. Kohl trägt eine Mitschuld am Euro, jener Gemeinschaftswährung, die Europa ruiniert. Er hat sowohl Souveränitätsrechte als auch große Mengen Geldes der Steuerzahler an die EUdSSR ausgeliefert. Seine größte Untat ist jedoch, uns Merkel eingehandelt zu haben. Der Anschluß der BRD an die DDR war niemals Kohls Verdienst, der Bankrott der DDR und des ehemaligen Ostblocks ist ihm zugefallen.

Die Rüstungsprogramme des US-Präsidenten Reagan haben den Osten ruiniert, nicht die stümperhafte Politik des Fettnäpfchentreters Kohl. Er hat den Kahlschlag im Osten zu verantworten, die gigantische Geldverteilungsmaschine Treuhand, die deutsches Steuergeld an Ausländer verteilt hat, die dafür deutsche Arbeitsplätze vernichtet haben. Immerhin, in einem war er verläßlich: Er hat, trotz persönlicher Nachteile, nie jene Geldgeber verraten, welche die Kassen der CDU gefüllt haben.

Abu Bakr al Bagdadi soll ebenfalls tot sein. Dieser Herr ist – war – Chef des Islamischen Staates der korantreuen Muslime, als selbsternannter Kalif irgendwie auch Beherrscher aller Gläubigen. Mit seinem Ableben liegt das Kalifat wieder beim Osmanischen Reich, bei Sultan Erdogan dem Allergrößten und Allerprächtigsten.

Abu Bakr war eine Spielfigur der CIA und des Mossad, die im Nahen Osten für Unruhe, Mord und Totschlag sorgen durfte. Seine Organisation ist vor allem durch Anschläge und Attentate in Erscheinung getreten. Dies wird uns weiterhin erhalten bleiben, auch wenn das Staatsgebiet der korantreuen Muslime demnächst dank der Syrer, Iraker und Kurden demnächst verschwindet.

Tunix-Kanzlerin Merkel würdigt Kohl als „Glücksfall für uns Deutsche“. Was natürlich vollkommen egoistisch ist, denn dank Kohl wurden wir mit Merkel „beglückt“. Und der Zusatz, daß wir noch gar nicht ermessen können, was wir mit Kohl verloren haben, ist ebenso pauschal wie lächerlich. Kohl wurde 1998 abgewählt, seither hatte er kaum noch Einfluß.

Im Rahmen der Spendengeldaffäre wurde er 2000 endgültig kaltgestellt, ist aus der offiziellen Politik vollständig verschwunden. 2003, bei dem Weihnachts-Tsunami, der 300.000 Menschen das Leben kostete, wurde ein Helmut Kohl vordringlich aus der Gefahrenzone evakuiert. Der Mann im Rollstuhl, der sich nur noch mit Mühe artikulieren konnte, ist alles, was von dem ach so großen ewigen Kanzler übrig geblieben ist. Da war das SPD-Leitsenil Helmut Schmidt noch aktiver mit seinen Wortmeldungen gewesen.

Das einzige, was alte Politiker noch leisten, ist sich selbst ein schönes Leben auf Kosten der Steuerzahler. Wer einmal weg vom Fenster ist, den hindern seine ach so lieben Parteifreunde daran, sich irgendwo einzumischen. They never come back – was bei Boxern nicht unbedingt zutrifft, gilt ohne Gegenbeispiel für politische „Schwergewichte“ in den Demokratien.

Quelle: Michael Winkler

http://www.journalalternativemedien.info/...usgekohlt/

17.06.2017, 18:14
Magdeburg56 Abwesend


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Betreff: Re: Ruhe in Frieden - R.I.P.
... Oh mein Gott
Ohne Kohl und Genscher würdest Du heute noch mit Deiner DDR Mark spielen! Ich hoffe sehr für Dich das Du den Boden der Zone nie verlassen musst, nicht mal um in den Urlaub oder zum Fußball zu fahren!
Der Osten rockt die Liga 3 - und der Dete ist auch mit dabei!

17.06.2017, 23:29
Manchester Abwesend
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Betreff: Re: Ruhe in Frieden - R.I.P.
Zitat von Magdeburg56:
... Oh mein Gott
Ohne Kohl und Genscher würdest Du heute noch mit Deiner DDR Mark spielen! Ich hoffe sehr für Dich das Du den Boden der Zone nie verlassen musst, nicht mal um in den Urlaub oder zum Fußball zu fahren!
was schreibst du denn nun wieder für einen unfug.
zur info...als die wiedervereinigung kam, war ich schon im westen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 17.06.2017, 23:29 von Manchester.

17.06.2017, 23:48
Magdeburg56 Abwesend


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Betreff: Re: Ruhe in Frieden - R.I.P.
Zitat von Manchester:

was schreibst du denn nun wieder für einen unfug.
zur info...als die wiedervereinigung kam, war ich schon im westen.
... ach jetzt muss ich erst Recht über dich lachen famos
Wärst Du mal in die andere Richting geflohen lachen

Nun brauchst Du mir nix mehr erzählen. Selbst Schuld oder wussetest Du nicht was du getan hast
Der Osten rockt die Liga 3 - und der Dete ist auch mit dabei!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 17.06.2017, 23:50 von Magdeburg56.

18.06.2017, 00:22
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: Ruhe in Frieden - R.I.P.
Nun der Herr Kohl hinterlässt schon einen faden Beigeschmack wenn man sich sein Schaffen mal etwas genauer betrachtet

von Blühenden Landschaften war die Rede Oh mein Gott und über 2 Millionen € Illegaler Spendengelder für die Schwarzkittel, ist er dann endgültig
auf die Fresse geflogen. Tzzzzz Von Leuten gespendet die angeblich überhaupt kein Interesse an Politik haben haende

Also wenn ich die um die Ecke gebracht hätte wäre ich wie Uli Hoeneß in der Kiste gelandet.

und seis drum dieser letzte Eindruck vom ihm wird mir erhalten bleiben wie er da vor dem U - Ausschuss sitzt und rotze => frech das breite Grinsen nicht aus der Fresse bekommt.

so mehr nach-treten möchte ich aber nicht Information Information

18.06.2017, 10:04
Manchester Abwesend
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Zitat von Magdeburg56:
Zitat von Manchester:

was schreibst du denn nun wieder für einen unfug.
zur info...als die wiedervereinigung kam, war ich schon im westen.
... ach jetzt muss ich erst Recht über dich lachen famos
Wärst Du mal in die andere Richting geflohen lachen

Nun brauchst Du mir nix mehr erzählen. Selbst Schuld oder wussetest Du nicht was du getan hast

jetzt zeigst du welch, geistes kind du bist.
alles klar...hab verstanden.

18.06.2017, 12:27
Magdeburg56 Abwesend


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Zitat von Manchester:


jetzt zeigst du welch, geistes kind du bist.
...stimmt, ich jammerer nicht der Zone hinterher, ich hin frih das Politiker wie Kohl und Gencher da waren und die historisch einmalige Chance genutzt haben damit wir wieder ein Deutschland geworden sind.
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19.06.2017, 09:36
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: Ruhe in Frieden - R.I.P.

Tod des Altkanzlers - Offenbar kein nationaler Staatsakt für Helmut Kohl geplant



19.06.2017, 12:46
Manchester Abwesend
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Betreff: Re: Ruhe in Frieden - R.I.P.
Nichts zu danken: Helmut Kohl war nicht nur zufällig korrupt
Veröffentlicht am 18. Juni 2017 von redaktion01 — 3 Kommentare ↓    
Lügen, Gedächtnislücken und leere Versprechungen. Der Altkanzler verstand sich als Dienstleister für Konzerne und Investoren: In der Pfalz, Deutschland und Europa. Er diente den USA und sie halfen ihm

Erinnernde Anmerkungen von Werner Rügemer
Helmut Kohl am 16.9.1990 in Dresden

Er versprach “blühende Landschaften”: Wo damals helle Begeisterung war, wabert heute dumpfer Pegida-Hass. Der Populist Helmut Kohl nimmt am 16.9.1990 in Dresden ein Bad in einer beglückten Menge aus zehntausenden Sachsen. (Foto: Matthias Hiekel / ADN, Quelle: Wikicommons)

In den Würdigungen zum Tod des Alt-Bundeskanzlers taucht „die Spendenaffäre“ routinemäßig als missliches Vergehen Helmut Kohls zum Ende der Amtszeit auf. Die Angelegenheit soll durch die angeblich historischen, ja welthistorischen Verdienste Kohls für die Wiedervereinigung und den Aufbau der Europäischen Union relativiert werden.

Dabei wird mit der “Flick-Affäre” ein wesentlich größerer Skandal ausgeblendet, der schon am Anfang seiner Amtszeit für Wirbel sorgte. Bei näherer Betrachtung zeigt sich: Korruption, Lobbyismus und Klientel-Politik für die Reichen und Mächtigen sind keine Ausrutscher sondern gehören seit ihrer Gründung zum System der CDU.
Unternehmensbespendung der CDU von Anfang an

Kohls letzte „Spenden-Affäre“ war eine Ansammlung harter facts. Sie kamen ans Licht, als Kohl 1998 die Wahl verloren hatte und die Loyalitäten nach vier Regierungsperioden sich auflösten. Über mindestens ein Jahrzehnt hatte der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler, so hatte sich herausgestellt, schwarze Kassen mit Unternehmensspenden gefüllt und mit Zahlungen daraus innerparteiliche Machtkämpfe geregelt. Briefkastenfirmen und Nummernkonten in der Schweiz gehörten zum „System Kohl“. Wegen eines von Kohl behaupteten „Ehrenwortes“, das er den Spendern gegeben habe, nannte er deren Namen nicht. Die CDU musste dafür Strafe zahlen, Kohl blieb straffrei. Mafia auf deutsch-christlich.
Ein Chemie-Lobbyist aus der Pfalz
Helmut Kohl mit Schmalz-Locke und Horn-Brille 1969 auf einem CDU-Parteitag in Ludwigshafen.

Ein bisschen Heinz Erhard, ein bisschen Bill Haley: Helmut Kohl mit Horn-Brille und Schmalz-Locke 1969 auf einem CDU-Parteitag in Ludwigshafen.

Doch Spenden, Unternehmens-Spenden für die CDU, legale wie illegale, waren von Beginn an routinemäßige Praxis des Unternehmens-Lobbyisten. Die einzige berufliche Tätigkeit des jungen Politchristen außerhalb des Polit-Business bestand in einer Referenten-Tätigkeit für den Landesverband Rheinland-Pfalz der Chemischen Industrie. Sie dauerte ein Jahrzehnt lang und prägte ihn lebenslang. Konkret bedeutete das: Lobbyismus für die in Kohls pfälzischer Heimat alles dominierende BASF – das größte Chemie-Unternehmen der Welt mit Sitz in Ludwigshafen, in dessen Vorort Oggersheim Kohl wohnte.

Sein Arbeitgeber bezahlte Kohl nicht nur für seine Referententätigkeit, sondern förderte auch seinen gleichzeitigen und aufwendigen Aufstieg in der Landes-CDU. So wurde er 1969 Ministerpräsident und blieb dies bis zu seinem Aufstieg auf die Bundesebene 1976. Im etwas abgeschiedenen Rheinland-Pfalz residierte die Staatspolitische Vereinigung e.V. Dahinter verbarg sich eine Filiale der zentralen Kölner Waschanlage für Unternehmensspenden, die an die Regierungsparteien gingen. Die rheinland-pfälzische Filiale war besonders ergiebig, denn sie hatte besonderen Schutz. Kohls Staatskanzlei hatte die Finanzämter im Griff, die Spenden flossen heimlich, illegal, gezielt und steuerbegünstigt.

Gleichzeitig verband den Ministerpräsidenten Kohl, der in der CDU beharrlich aufstrebte, eine besonders enge Freundschaft mit einem gewissen Herbert Batliner. Der war Ex-Präsident des Staatsgerichtshofes des kleinen Fürstentums Liechtenstein und dessen größter Organisator von Briefkastenfirmen für Steuerhinterzieher und Parteibespender aus der Bundesrepublik. Bei kumpelhaften Bergwanderungen in den fürstlichen Bergen vertieften die beiden Freunde ihre persönlichen und finanziellen Beziehungen, ohne dass die CIA mithören sollte.
Flick: Die viel größere „Spenden-Affäre“

In den jetzigen Würdigungen wurde zwar pflichtgemäß und zugleich großherzig verzeihend auf „die Spenden-Affäre“ hingewiesen, als ob es nur diese eine gegeben hätte. Vergessen wurde ebenso großherzig eine viel größere Spenden-„Affäre“. Sie erschütterte mit Beginn der Kanzlerschaft Kohls ab 1982 das politische Leben der Bundesrepublik. Es war die Flick-„Affäre“. Tatsächlich ist der Begriff verharmlosend: Es ging um knallharte Wirtschaftskriminalität und Kohl erwies sich als unbelehrbarer Wiederholungstäter mit hoher krimineller Energie.

Es stellte sich heraus, dass der Flick-Konzern seinen Verkauf von Daimler-Benz-Aktien an die Deutsche Bank von der Bundesregierung gern als „volkswirtschaftlich förderlich“ eingestuft sehen wollte. Das bedeutete einen Steuervorteil von 986 Millionen DM. Dafür zahlte Flick heimlich und illegal an Mitglieder der Bundesregierung. Das meiste bekam natürlich der Chef, Helmut Kohl persönlich, nämlich 565.000 – peanuts für Flick, viel für Kohl. Die zuständigen Wirtschafts- und Finanzminister Otto Graf Lambsdorff und Hans Friderichs von der FDP bekamen jeweils die Hälfte. Sich durch Schmiergeld Vorteile erkaufen – seit Gründungskanzler Konrad Adenauer konnten Unternehmer sich solche berechtigten Hoffnungen machen.
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Tatsächlich genehmigten Lambsdorff und Friderichs die Steuerbefreiung. Als die beiden vor Gericht standen, kamen noch viel mehr Flick-Spenden ans Licht – kurzzeitig. Auch die SPD hatte ein bisschen abbekommen. Vor einem Bundestagsausschuss konnte sich Kohl an gar nichts erinnern. Die Staatsanwaltschaft der Hauptstadt Bonn nahm Ermittlungen gegen ihn auf, die größte Bonner Anwaltskanzlei Redeker Sellner Dahs verteidigte ihn – erfolgreich. Die Ermittlungen verliefen straflos im westlich-demokratischen Sande. Der CDU-Generalsekretär Heiner Geißler entschuldigte seinen Chef nachträglich mit „Blackout“.
Hauptsache Arbeit: US-Militär als Beschäftigungsmotor

Als junger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz legte Kohl unmittelbar nach dem kritischen 1968er Jahr zeitgeistig mehr Gewicht auf die „soziale Frage“, wie sie von seinem damaligen Sozialminister Heiner Geißler genannt wurde. Diese „Frage“ lösten Kohl und Geißler in Rheinland-Pfalz vor allem mithilfe des weitaus größten Investors des Bundeslandes. Das waren die US Army und die US Air Force.

Rheinland-Pfalz wurde, auch mit vielen zivilen Arbeitsplätzen, zum wichtigsten militärischen Drehkreuz der westlichen Supermacht in Deutschland ausgebaut, für Flugübungen und Munitionslagerungen, für Rüstungs- und Truppen-Transporte zu und von den wichtigen Kriegsschauplätzen zwischen Korea, Laos, Kambodscha und Vietnam. In Ramstein wurde dazu auch das größte US-Militärkrankenhaus außerhalb des US-Territoriums gebaut und brachte umso mehr Arbeitsplätze je länger die Kriege dauerten.

Die „soziale Frage“ war für Kohl dann auch als Bundeskanzler wichtig. Die eine Lösung, für Teile der einfachen und ländlichen Bevölkerung, wie erwähnt, bestand in Rheinland-Pfalz durch die Ansiedlung des US-Militärs. Für die gehobeneren sozialen Schichten, um die sich während Kohls Kanzlerschaft ab 1982 auch die Koalitionspartner FDP und CSU sorgten, gab es andere Lösungen. Beispielsweise die Privatisierung von Staatseigentum und die dabei mögliche Aktienspekulation.
Gegen Streiks der IG Metall: kalte Aussperrung

Einen zentralen Angriff auf die Gewerkschaften wagte Kohl nicht, obwohl seine geschätzten Freunde Ronald Reagan und Margret Thatcher in den USA und in Großbritannien erfolgreich mit einer kriegerischen Kahlschlagspolitik gegen Streiks und kampferprobte Gewerkschaften zu Felde gezogen waren. Die Kohl-Regierung ließ 1986 lediglich durch das „Gesetz zur Sicherung der Neutralität der Bundesanstalt für Arbeit bei Arbeitskämpfen“ absichern, dass „kalt“ ausgesperrte Beschäftigte – deren Arbeitgeber durch Streiks in Zuliefer-Unternehmen betroffen waren – kein Kurzarbeiter-Geld mehr bekommen durften.
Zerschlagung der Bundespost

In Absprache mit erfahrenen Investmentbanken der Wall Street ging die Kohl-Regierung erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik große zentralstaatliche Privatisierungen an. Die Bundespost wurde in die drei Aktiengesellschaften Deutsche Post, Deutsche Telekom und die Deutsche Postbank AG aufgespalten und schrittweise für internationale Investoren geöffnet. Diesen langwierigen Prozess führte die SPD-Nachfolgeregierung unter Gerhard Schröder teilweise zu Ende.

Kohl und Waigel schmückten vor allem die Telekom vor dem Börsengang als schöne Braut mit verschwenderischen Brautgaben: Die Bundespost wurde von allen laufenden und allen zukünftigen Pensionslasten der 227.000 Beschäftigten entlastet. So übernahmen die dazu ungefragten und bis heute unwissenden Steuerzahler_innen – die gesamten Pensionslasten. Sie belaufen sich mit Witwen- und Waisenrenten bis zum Jahre 2070 schätzungsweise auf 550 Mrd. Euro.

Fragen Sie mal Ihren Bundestagsabgeordneten gleich welcher Partei, wieviel im Bundeshaushalt 2016, den er oder sie mit abgenickt hat, dafür ausgezahlt werden, vielleicht acht Milliarden Euro oder auch zehn oder ein bisschen mehr? In diesem Fall geht unserem ach so sparsamen Finanzminister Wolfgang Schäuble und der schwäbisch-mecklenburgischen Hausfrau Angela Merkel die so wichtige Schwarze Null plötzlich am Arsch vorbei.
Börsen-Spekulation und Wertpapiere für kleine Leute
Helmut Kohl mustert die Hornbrilla aus und trägt jenes silberne Kassengestell, das zu seinem volksnahen Image beitrug.

1978, CDU-Parteitag in Ludwigshafen: ein bisschen Herbert Wehner. Die Pfeife im Mundwinkel gehörte bis in die 1990er Jahre eigentlich zum unverzichtbaren Accessoire von SPD-Politikern. Helmut Kohl trägt bereits jenes silberne Kassengestell, das ihm diese absolut durchschnittliche Aura verlieh.

Zu den großen Spendern der CDU, und auch der Koalitionsparteien CSU und FDP, gehörte Reinhard Pohl. Kohl und Pohl – die gehörten zusammen. Pohl löste auch einen Teil der „sozialen Frage“, wie Kohl sie verstand. Pohl war der Chef und Hauptaktionär der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). Er baute sie zum größten Vertrieb für die Finanzprodukte des kleinen Mannes und der kleinen Frau auf: Lebens- und andere Versicherungen, Bausparverträge, Wertpapiere, später auch die Riesterrente.

Damit wurde den Banken und Versicherungskonzernen der Anlagemarkt der kleinen Leute erschlossen. Mithilfe professioneller Warnungen vor den Unsicherheiten des Lebens so haben sie Millionen Verträge unterschrieben, ob sie nun nötig, sinnvoll und ertragreich waren oder nicht.
Der Beginn der Mietpreis-Explosion

Kohl leitete auch die Privatisierung der Wohnungen ein. Die “Investorenlegende” Karl Ehlerding spendete 5,9 Millionen DM an die CDU. Die Kohl-Regierung verkaufte ihm die 110.000 Wohnungen der Bundesbahn, die in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.

Ebenso erfand die Kohl-Regierung die Eigenbedarfskündigung. Damit förderte sie den Kauf bisheriger Mietwohnungen durch Besserverdiener und Spekulanten, die durch gezielte Falschangaben ihre Objekte rountinemäßig entmieten konnten. Die sogenannte Eigenbedarfskündigung förderte eine Mentalität des straflosen Rechtsnihilismus, denn der Eigenbedarf eines Käufers war oft nur vorgeschoben. Falschangaben und Prozessbetrügereien von Vermietern wurden von spezialisierten Kanzleien routinemäßig verwendet, von Gerichten nicht geahndet und von Staatsanwaltschaften ignoriert.
Genossenschaftswohnungen auf den Markt!

Als die Selbstbedienung der Chefs in der gewerkschaftsnahen Wohnungsgesellschaft „Neue Heimat“ ab 1982 nicht nur zur „Affäre“, sondern zum Skandal gemacht wurde, nutzte Kohl dies demagogisch für ein schon länger gehegtes Vorhaben. Die Regierung schaffte die Gemeinnützigkeit nicht nur der Neuen Heimat, sondern zugleich aller Wohnungsgenossenschaften in Deutschland ab. Sie hatten, im Unterschied zur Neuen Heimat, eine jahrhundertlange Tradition staatlicher, kommunaler und selbstverwalteter Wohnungspolitik gebildet: Es galt das Kostendeckungsprinzip, Einnahmen mussten reinvestiert werden. Aber Kohl förderte die profitgierige Privatinvestition. Er leitete das Ende des sozialen Wohnungsbaus und die Mietsteigerungen des nun endlich auch hier zu seinem Wesen befreiten Kapitalmarktes ein.
Beginn der medialen Verblödung: Einstieg ins Privatfernsehen

Falls es jemand vergessen hat:



Quelle - weiter geht es hier: https://arbeitsunrecht.de/...g-korrupt/

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