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12.01.2016, 19:33
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: "Gutmensch" ist Unwort des Jahres
"Gutmensch" ist Unwort des Jahres

Zitat:
Gutmensch ist das Unwort des Jahres 2015. Das gaben Sprachwissenschaftler in Darmstadt bekannt. Wie es in der Begründung der Jury hieß, sei das Wort zwar schon seit langem in Gebrauch, doch im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema besonders prominent geworden.

"Als 'Gutmenschen' wurden 2015 insbesondere auch diejenigen beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen", hieß es weiter. "Mit dem Vorwurf 'Gutmensch', 'Gutbürger' oder 'Gutmenschentum' werden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert."

Zudem gerügt wurden die Ausdrücke "Hausaufgaben" und "Verschwulung": Die Jury begründete die Wahl von "Hausaufgaben" damit, dass das Wort in den Diskussionen um den Umgang mit Griechenland in der EU "als breiter politischer Konsensausdruck" genutzt worden sei, um Unzufriedenheit darüber auszudrücken, dass die griechische Regierung Reformen nicht umsetze. "Verschwulung" zitiert einen Buchtitel von Akif Pirinçci, mit dem der umstrittene Autor eine "Verweichlichung der Männer" gemeint habe - auf diffamierende Weise gegenüber Homosexuellen.


Zitat:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch
Gutmensch ist sprachlich eine entweder ironische, sarkastische, gehässige oder verachtende Verdrehung des eigentlichen Wortsinns „guter Mensch“ in eine Verunglimpfung. Der Ausdruck gilt als politisches Schlagwort mit meist abwertend gemeinter Bezeichnung für Einzelpersonen oder Personengruppen („Gutmenschentum“). Diesen wird vom Wortverwender eine Absicht bzw. Eigenschaft des – aus Sicht des Sprechers – übertriebenen „Gutseins“ oder „Gutseinwollens“ unterstellt, wobei diese angebliche Haltung unterschwellig als übermäßig moralisierend und naiv abqualifiziert und verächtlich gemacht wird. In der politischen Rhetorik Konservativer und Rechter wird Gutmensch als Kampfbegriff verwendet.[1]

Bei der Wahl zum Unwort des Jahres in Deutschland erhielt das Wort im Jahr 2011 den zweiten und 2015 den ersten Platz.[2] Die Jury kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“.[3] Mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“. 2015 war die Begründung, dass insbesondere diejenigen beschimpft werden, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen.

Benutzer des Begriffs unterstellen Personen oder Personengruppen mit betont moralischer Grundhaltung ein fehlgeleitetes beziehungsweise zweifelhaftes Verhalten.[4] So wurde er unter anderem als Modewort seit den 1980er Jahren für Personen verwendet, „die humanistische, altruistische, auch religiös-mitmenschliche Lebensziele und Argumente höher einschätzen als utilitaristische und ihr Handeln, ihre Politik, ihr Leben danach ausrichten.“ Der Begriff spielt auch an auf einen möglichen Unterschied zwischen 'gut gemeint' und 'gut gemacht'. Gutmenschen hätten gute Absichten, möchten bestimmte Probleme lösen oder die „Welt verbessern“. Ihre Handlungen und/oder die verwendeten Mittel gelten aber in den Augen derer, die den Begriff Gutmensch negativ verwenden, als zweifelhaft oder unnütz.

Gutmensch wird seit Mitte der 1990er-Jahre auch mit dem Begriff „Politische Korrektheit“ verbunden und als Anklage verstanden. Im öffentlichen Sprachgebrauch dient er durchweg als eine negativ konnotierte Fremdbezeichnung. Eine „liebevolle“ Verwendung findet sich zumeist nur in persönlichen Gesprächen, etwa für „das Herz am rechten Fleck haben“, großzügiges Verhalten oder für „übertriebenen“ Altruismus

„Mit dem Ausdruck Gutmensch wird insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren. Ähnlich wie der meist ebenfalls in diffamierender Absicht gebrauchte Ausdruck Wutbürger widerspricht der abwertend verwendete Ausdruck Gutmensch Grundprinzipien der Demokratie, zu denen die notwendige Orientierung politischen Handelns an ethischen Prinzipien und das Ideal der Aushandlung gemeinsamer gesellschaftlicher Wertorientierungen in rationaler Diskussion gehören. Der Ausdruck wird zwar schon seit 20 Jahren in der hier gerügten Weise benutzt. Im Jahr 2011 ist er aber in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten einflussreich geworden und hat somit sein Diffamierungspotential als Kampfbegriff gegen Andersdenkende verstärkt entfaltet.“[3]

mir war mal so



ps. robert deine neusten Kreationen sind ja geil Wink

Gniffelkopf und Miesepröppel.

famos danach wäre ich ein GniffelköpfigerMiesepröppel.²³

² ³

12.01.2016, 19:38
fcmtommi Abwesend


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Betreff: Re: "Gutmensch" ist Unwort des Jahres
für mich sind das keine gutmenschen, sondern naivlinge, die nichts begreifen und alles glauben was ihnen die staatlich gesteuerten medien vorsetzen.

12.01.2016, 19:53
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: "Gutmensch" ist Unwort des Jahres
mir ist das völlig egal ich benutze diese Worte / Bezeichnungen nicht.

obwohl die Leute, die meinen zu wissen wie mein Leben am lebenswertesten ist, ( Ralle ) einem schon manchmal gehörig auf die Nüsse gehen können.

12.01.2016, 21:05
BlauWeiss_65 Abwesend
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Betreff: Re: "Gutmensch" ist Unwort des Jahres
Der Hinweis zu Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" hätte mir mehr gefallen. Happy mdff
Ohh weh, dann hätte jeder etwas nachlesen -denken sollen/müssen/können. shocked
Letzte Europacup 81
Letzte Pokalfinale 83
Pay TV, NEIN Danke!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 12.01.2016, 21:06 von BlauWeiss_65.

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