MDFF - das Magdeburger Fussballforum



10.04.2017, 17:40
Wadenbeisser Abwesend


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hm

10.04.2017 - 1. FC Magdeburg
V-Männer Anwerbungsversuche in der FCM-Fanszene? (oder Das Leben der Anderen)

Zitat:
Die Fanhilfe Magdeburg hat öffentlich gemacht, dass es seitens der Polizei zuletzt Versuche gab V-Männer in der Fanszene des 1. FC Magdeburg anzuwerben, um an Informationen, wie zum Beispiel über Treffpunkte vor Spielen oder Zugabfahrten, zu kommen.



„Dennoch müssen wir davon ausgehen, dass es auch weiterhin Anwerbeversuche geben wird bzw. das unter Umständen bereits Anwerbeversuche erfolgreich waren. Deshalb möchten wir euch darum bitten bei diesem Thema besonders sensibel zu sein. Dies bedeutet, dass ihr Anwerbeversuche konsequent ablehnt und auch öffentlich macht. Fehlen euch die Möglichkeiten für öffentliche Arbeit, so sprecht die Fanhilfe Magdeburg an. Gemeinsam werden wir dann einen gangbaren Weg der Veröffentlichung für alle Beteiligten finden. Weiterhin gilt es natürlich Verdachtsfälle bereits erfolgreicher Anwerbungen näher zu prüfen. Uns geht es dabei nicht darum, mögliche Informanten an den Pranger zu stellen, denn nicht selten werden Fans in Notlagen mit haltlosen Versprechungen seitens der Polizei angefragt. Vielmehr möchten wir gemeinsam mit Betroffenen Lösungen aus dieser Situation finden, die dazu führen, dass Betroffene einerseits nicht ausgenutzt und Fans andererseits nicht ausspioniert werden. Wir lassen es nicht zu, dass es der Polizei gelingt, Misstrauen zu säen und unsere Fanszene zu spalten. Solidarität, auch in schwierigen Fällen, ist unsere größte Waffe. Lasst sie uns nutzen!“, heißt es in der Mitteilung der Fanhilfe Magdeburg zum Thema. (Faszination Fankurve, 10.04.2017)



Liebe Clubfans,
bereits mehrfach hatte die Fanhilfe Magdeburg die Problematik V-Männer in der Fanszene, u.a. durch eine parlamentarische Anfrage, thematisiert. Wir möchten Euch an dieser Stelle darüber informieren, dass es zuletzt mehrfach Anwerbeversuche der Polizei, auch bei Fanhilfe-Mitgliedern, gegeben hat. Ziel dieser Anwerbeversuche war es, relevante Informationen aus der Fanszene bspw. über Treffpunkte für Spiele, Zugtermine u.ä. zu erhalten. Zum Glück informierten uns... Fanhilfe MD link zu facebook

Quelle faszination-fankurve.de


zuschauen

10.04.2017, 20:44
Magdeburg56 Abwesend


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Betreff: Re: Fanhilfe Magdeburg
...ich kenne die Fanhilfe nicht hmm
Der Osten rockt die Liga 3 - und der Dete ist auch mit dabei!

11.04.2017, 08:39
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: Fanhilfe Magdeburg
Ditt mit den V Männern ist schon ne dumme Angelegenheit

Aber es gibt eben auch Mittel und Wege dieser Sache recht eindeutig auf die Spur zu kommen
wir hatte ja beim DDR Bund auch die Möglichkeit raus zu finden wer da singt und wer dicht hält.

Wie das geht, darauf soll aber die Fanhilfe bitte schön allein kommen

10.05.2018, 08:26
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Fanhilfe Magdeburg
Fan Hilfe Magdeburg - Gestern stehste noch in Grimma, morgen fährste zum HSV



v up

17.11.2018, 10:28
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Fanhilfe Magdeburg




Fußball | Diskussion Pyrotechnik: Politik und Fans auf Konfrontationskurs
Zitat:
Im Vorfeld der Ende November in Magdeburg stattfindenden Innenministerkonferenz schlagen die Diskussionen um die Bestrafung von Pyrotechnik in Fußballstadien und Repressionen gegen Fußballfans hohe Wellen. Die Fronten auf beiden Seiten scheinen verhärtet.
Bildrechte: imago/Jan Hübner

Für Aufregung hatte erst kürzlich Hessens Innenminister Peter Beuth gesorgt. Der CDU-Politiker forderte, das Abbrennen von Pyrotechnik mit einer Gefängnisstrafe zu sanktionieren. "Wer rechtswidrig agiert, der muss damit rechnen, dass er hart bestraft wird", sagte Beuth in dieser Woche im Hessischen Rundfunk. "Wer in einer Menschenmenge mit Pyrotechnik umgeht, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch sein Umfeld."
"Vorschlag eines Innenministers unwürdig"

Faninitiativen wehren sich gegen geplante Verschärfung der Gesetze. Als Protest gegen die Pläne der Innenminister gründete sich in Magdeburg das Bündnis #unheimlichsicher, das am Donnerstag (15.11.2018) zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern von Faninitiativen und Amnesty International lud. Dort wurde der Vorstoß aus Hessen scharf zurückgewiesen. "Solch ein Vorschlag ist eines Innenministers unwürdig", sagt beispielsweise Thomas Gürke, der als Anwalt die Fanhilfe Magdeburg unterstützt. "Der Vorschlag kommt von jemandem, der von der Sache wenig Ahnung hat. Menschen für das Zünden von Rauchtöpfen ins Gefängnis stecken zu wollen, wäre so unverhältnismäßig, dass es überhaupt nicht im Einklang mit unserer Polizei steht."


https://odmdr-a.akamaihd.net/...ac6_e3.mp4

"Fußballfans Experimentierfeld der Polizei"

René Lau, ebenfalls Anwalt und Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Fananwälte vermutet hinter der Idee aus Hessen Kalkül. "Fußballfans sind das Experimentierfeld der Polizei. Fußballfans bekommen es als Erste zu spüren, wenn die Polizeigesetze verschärft werden", sagt der Berliner, der vermutet: "Die Verschärfung des Tons ist von der Politik gewollt."


https://odmdr-a.akamaihd.net/...ac6_db.mp4

Amnesty International fordert unabhängige Untersuchungen

Unterstützung bekommen die Fans von Amnesty International. Andreas Lohner von der Menschenrechtsorganisation hat beobachtet, dass "die Polizeiarbeit im Fußballbereich repressiv, teilweise aggressiv" ist und fordert daher eine "Kennzeichnungspflicht für Beamtinnen und Beamte und unabhängige Untersuchungen der Vorfälle."


https://odmdr-a.akamaihd.net/...ac6_e0.mp4

DFB-Vize Koch unterstützt Beuth

Während Faninitiativen vor härteren Strafen für das Abbrennen von Pyrotechnik warnen und auf andere Länder wie Dänemark verweisen, wo sogenannte Kaltpyro getestet wird, bekommt Beuth Unterstützung von DFB-Vizepräsident Reiner Koch. "Im Rechtsstaat darf es keine rechtsfreien Räume geben", sagte der Bayer Anfang November: "Der Einsatz von Pyrotechnik ist verboten. Es ist deshalb zu begrüßen, wenn der Staat Maßnahmen ergreift, die der Polizei und den Sicherheitskräften helfen, für Recht und Ordnung in den Stadienkurven sorgen zu können."

Beuth unterstrich seine Forderung mittlerweile und plädierte auch für Kollektivstrafen: "Wir müssen die ächten, die dem Fußball nichts Gutes wollen."
Lau: "Polizei muss sich verändern"

Lau reagiert auf solche Aussagen mit Kopfschütteln – und ebenfalls mit einer zugespitzen Forderung: "Die Politik sagt, die Fußballfans müssen sich verändern. Es ist genau andersrum, die Polizei muss sich verändern." Gürke ergänzt: "Da werden Begriffe verwendet, die aus der Militärberichterstattung kommen. Dabei ist Entschärfung angesagt."
Proteste während Innenministerkonferenz angekündigt

Die Fronten von Fans, Polizei und Politik scheinen verhärtet. Eine weitere Eskalation droht, wenn sich die Innenminister der Bundesländer vom 28. bis 30. November in Magdeburg treffen und tatsächlich die Verschärfung der Strafen beschließen. Die Fans haben für die Tage schon einmal Proteste angekündigt.


Hamburger Fans zündeten am 26. Oktober Pyrotechnik in Magdeburg. (Archiv) Bildrechte: imago/Jan Huebner

dh





17.11.2018, 21:45
Paps Abwesend


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Betreff: Re: Fanhilfe Magdeburg
Beuth unterstrich seine Forderung mittlerweile und plädierte auch für Kollektivstrafen: "Wir müssen die ächten, die dem Fußball nichts Gutes wollen."

Dann sollte man bei Infantino und Konsorten (DFB) mal anfangen. Über die Politik möchte ich gar nicht nachdenken.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 17.11.2018, 21:48 von Paps.

18.11.2018, 10:48
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Fanhilfe Magdeburg
Zitat von Paps:
Beuth unterstrich seine Forderung mittlerweile und plädierte auch für Kollektivstrafen: "Wir müssen die ächten, die dem Fußball nichts Gutes wollen."

Dann sollte man bei Infantino und Konsorten (DFB) mal anfangen. Über die Politik möchte ich gar nicht nachdenken.

Jürgen

Daumen hoch

19.11.2018, 10:02
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: Fanhilfe Magdeburg
Nun wenn man schaut was aus der WM 2006 => Affäre geworden ist, wo letztens erst die Germanische Justiz festgestellt hat, das man
den Deutschen ( Niersbach / Beckenbauer & co. zur WM Vergabe 2006 ) keinen Juristischen Vorwurf machen kann, als dort ein paar Millionen
unter fadenscheinigen Gründen den Besitzer gewechselt haben und sogar die Steuer umschifft wurde, Gott und alle Welt aber wissen das dort
Geschmiert und Betrogen wurde, der muss sich heute auch nicht wundern das die Koryphäen von UEFA / FIFA / und zuweilen auch vom DFB
unangreifbar in einem Parallel =>Universum leben. Wo für Gerechtigkeit kein Platz ist.

Das wird sich auch in dieser Geschichte manifestieren. Das System der vielen Kohle wird der Gewinner sein.

04.08.2019, 20:32
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Fanhilfe Magdeburg
ich haus mal hier mit rein

Zitat:
FCM-Fans mit Behinderung "Geh beiseite – ich will Fußball gucken!"

Das Miteinander von Behinderten und nichtbehinderten Menschen bringt Herausforderungen mit sich – auch beim Fußball, wo der Ton schon einmal rauer werden sein kann. Das ist die Geschichte von Gerald Altmann, dem Behindertenbeauftragten des 1. FC Magdeburg.

von Daniel George, MDR SACHSEN-ANHALT
Zitat:

Gerald Altmann vor dem neuen Wohnwagen der Fanbetreuung des 1. FC Magdeburg Bildrechte: MDR/Daniel George

Gerald Altmann kennt die Sprüche. Er geht seit 1971 in Magdeburg zum Fußball – und hat sie schon alle gehört. "Steh gefälligst auf, wenn du mit mir redest", fordere ein Kumpel bei fast jedem Heimspiel von ihm. Ein anderer, der habe ihn schon mal als "einbeiniges Arschloch" bezeichnet. Ironisch gemeint. Natürlich. Flachserei unter Freunden. Altmann lacht. Der Behindertenbeauftragte des 1. FC Magdeburg sagt: "Da gibt's den Konter zurück und gut ist."

Der Ton kann ein rauer sein am Rande eines Fußballspiels. Das musste auch Sabine Metzing erfahren. Während des ersten Heimspiels der neuen Drittliga-Saison gegen Braunschweig wurde sie angepöbelt. Die Anhängerin des FCM brach sich vor einiger Zeit den Knöchel und läuft aktuell noch an Krücken. "Deswegen bin ich nicht ganz so schnell vorwärts gekommen", erinnert sie sich an den Weg in die MDCC-Arena. "Dann ist so ein Typ an mir vorbeigelaufen und hat gefragt, was ich im Stadion zu suchen habe. Und dann hat er mir auch noch den Stinkefinger gezeigt."
Gerald Altmann – das Sprachrohr der Rollstuhlfahrer

Das Miteinander von behinderten Menschen und Nichtbehinderten bringt Herausforderungen mit sich – auch beim Fußball, auch beim 1. FC Magdeburg. Kaum jemand weiß das so gut wie Gerald Altmann. Von 2009 bis 2017 arbeitete der 57-Jährige ehrenamtlich als Behindertenbeauftragter beim FCM, seit zwei Jahren ist er nun festangestellt.

Altmann erinnert sich noch genau daran, wie er zum "Sprachrohr der Rollstuhlfahrer" wurde. "Zufall", sagt er. Während beim FCM die MDCC-Arena gebaut wurde, zog das Team ins Heinrich-Germer-Stadion um. "Uns Rollifahrern wurde zuerst gesagt, dass wir uns hinter das Tor stellen sollen. Bernd Hofmann war damals Manager beim FCM und hat uns dann aber über einen Mitarbeiter ausrichten lassen, dass wir nicht ins Bild passen und uns hinter die Werbebanden zurückziehen sollen." Und alle anderen zogen sich auch zurück. Nur Altmann blieb. Er habe dem Mitarbeiter gesagt: "Gut, du hast es mir ausgerichtet – und jetzt geh beiseite, ich will Fußball gucken!" Die anderen Rollstuhlfahrer kehrten hinter das Tor zurück – und Altmann war fortan ihr Ansprechpartner.

Das ist bis heute so. Auch an diesem Mittwochabend Ende Juli. Gerald Altmann schüttelt unzählige Hände. Drei Stunden vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen Waldhof Mannheim beginnt der Einsatz am Stadion für ihn und seine Frau Heike, die ihn bei der Fanbetreuung wie zahlreiche andere freiwillige Helfer unterstützt. "Damals, als er noch laufen konnte, habe ich ihn nach dem Fußball schon immer vom Bahnhof abgeholt", erzählt sie. "Irgendwann bin ich dann mitgegangen und war begeistert." 30 Jahre ist das jetzt her. Und seitdem sind die Altmanns immer überall dabei – ob auswärts oder daheim.


Nachträgliche Anmerkung des Autors:
Bildrechte: MDR/Daniel George

Sofort, als ich wieder rausgekommen bin, haben mich meine Kumpel angerufen und gefragt, ob sie mich zum FCM mitnehmen sollen.
Gerald Altmann, Behindertenbeauftragter des FCM, über die Zeit nach seinem Unfall vor 31 Jahre

Neues Zuhause für die Fanbetreuung

"Mensch, Gerald! Habt ihr ein neues Haus?", flachst ein Bekannter mit Fanschal und Trikot zur Begrüßung. "Na klar", entgegnet Altmann, "hier wohnen wir jetzt." Hier, damit ist der neue Wohnwagen der Fanbetreuung des 1. FC Magdeburg gemeint. Gesponsert wurde der vom Verein und feiert gegen Mannheim seine Premiere als Anlaufpunkt für die blau-weißen Anhänger. Heike Altmann verkauft dort Karten für das Landespokalspiel in Gerwisch. Ihr Mann ist derweil andauernd unterwegs. "Wenn ich Kilometergeld bekommen würde", scherzt Altmann, "würde ich so viel verdienen wie die Verantwortlichen oder Spieler."

Vorbereitung des Wohnwagens, Sicherheitsbesprechung vor dem Spiel, Updates währenddessen, Kontrolle der Situation für behinderte Fans im Gästebereich, Ticketübergabe, zwischendurch mit der großen Liebe auf dem Platz mitfiebern – Gerald Altmann und seine Helfer sind beschäftigt.

Und ihre Arbeit zahlt sich aus: Behinderte Menschen fühlen sich in der Regel gut aufgehoben beim FCM. Für sehbehinderte Fans bietet die Blindenreportage zum Beispiel einen festen Service, um das Spiel zu erleben. Der Behindertentag feierte im vergangenen Jahr seine zehnte Auflage. Mehr als 3.000 Fans mit Handicap wurden dazu eingeladen. Ein starkes Zeichen für Inklusion, das auch die Wirtschaftspartner und Fanclubs des Klubs unterstützen. "Wir wollen damit auch einfach mal Danke sagen", erklärt Gerald Altmann. Als die Idee zum Behindertag entstand, kamen etwa 20 Rollstuhlfahrer zu jedem Heimspiel – mittlerweile sind 64 Plätze vorhanden. Und: "Wir sind fast immer ausverkauft."

Natürlich: Kleine Probleme gibt es auch. Doch an denen wird gearbeitet. Vor den Plätzen für Rollstuhlfahrer unterhalb der Blöcke herrscht aktuell noch reger Zuschauerverkehr. Manche Fans holen sich während des Spiels ein Getränk und bleiben auf dem Weg zurück dann am Spielfeldrand stehen, falls auf dem Platz etwas passiert – und versperren damit den Rollstuhlfahrern die Sicht. "Im Zuge der Umbauarbeiten wird sich das aber ändern, unsere Plätze werden in den Innenraum verlagert", erzählt Altmann. Näher an den Rasen also, ohne Publikumsverkehr. "Ein bisschen so wie früher im alten Stadion auf der Aschebahn", sagt Altmann.


Nachträgliche Anmerkung des Autors:
FCM-Stadionerlebnis für Behinderte Fanradio lässt Blinde Fußball "sehen"

Für Blinde lohnt sich der Besuch eines Fußballstadions normalerweise kaum. Doch der 1. FC Magdeburg hat ein Angebot geschaffen, mit dem auch Sehbehinderte die Spiele des Drittligisten verfolgen können. MDR SACHSEN-ANHALT hat das Team vom Blindenradio und einen treuen Fan beim Spiel gegen Sonnenhof Großaspach begleitet.

von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT

"Das hat mir keine Ruhe gelassen"

Sabine Metzing, die Frau mit den Krücken, teilte ihr Erlebnis in einer großen Facebook-Gruppe über den 1. FC Magdeburg – und erhielt fast ausschließlich Zuspruch. "Wenn es ein Spaß, ein lockerer Scherz gewesen wäre, wäre das was anderes gewesen, aber so hat es mir einfach keine Ruhe gelassen", sagt sie. Denn: "Warum sollten behinderte Menschen im Stadion nichts zu suchen haben? Das geht nicht. So etwas macht man nicht. Wir sind doch alle Clubfans. Und sonst haben wir da ja auch noch nie Probleme gehabt." Ein unschöner Einzelfall also, der jedoch sensibilisiert.

Behinderte Fans sind beim 1. FC Magdeburg willkommen – daran besteht kein Zweifel. Gerald Altmann ist das beste Beispiel: Die glorreichen Europapokal-Zeiten seines Klubs erlebte der 57-Jährige noch abseits des Rollstuhls. Nach einem Unfall verlor er vor 31 Jahren das rechte Bein, verbrachte ein dreiviertel Jahr im Krankenhaus. Doch: "Sofort, als ich wieder rausgekommen bin, haben mich meine Kumpel angerufen und gefragt, ob sie mich zum FCM mitnehmen sollen." Natürlich: sie sollten. "Einer hatte einen Trabi. Damit haben sie mich abgeholt. Und dann ging das einfach wieder weiter."



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