MDFF - das Magdeburger Fussballforum



12.01.2019, 13:03
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Betreff: Re: Dies, Das, Jenes aus Presse, Funk & TV in der Saison 2018/19 - Liga 2


Zitat:

Volksstimme-Reporter Manuel Holscher (l.) sprach im südspanischen Novo Sancti Petri mit FCM-Trainer Michael Oenning. Foto: Eroll Popova

Michael Oenning, Trainer des 1. FC Magdeburg, kehrt mit positiven Eindrücken aus dem Trainingslager in Spanien zurück.
Von Manuel Holscher ›

Novo Sancti Petri l Das erste Trainingslager mit Fußball-Zweitligist 1. FC Magdeburg hat dem Trainer Michael Oenning gefallen. Nicht nur die Anlage und die Bedingungen im spanischen Novo Sancti Petri, auch die Winter-Neuzugänge haben bei ihm einen positiven Eindruck hinterlassen. Im Volksstimme-Interview spricht der 53-Jährige, seit Mitte November in Diensten der Blau-Weißen, über die neuen Akteure, seinen Spielstil und den Abstiegskampf.

Volksstimme: Herr Oenning, der FCM hat sich im Trainingslager im spanischen Novo Sancti Petri vorbereitet. Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Michael Oenning: Viele Dinge sind so, wie ich sie mir erhofft habe. Wir haben das Glück, dass wir in Spanien eine stabile Wetterlage haben. Die Sonne hilft, eine ganz andere Grundmoral an den Tag zu legen. Dazu kommt, dass die Trainingsplätze sehr gut sind und wir logistisch gut aufgestellt sind. Die Testspiele haben wir so bestritten, wie ich es mir vorgestellt habe. Wir waren mutig und haben sie dann auch noch gewonnen.

Mit Jan Kirchhoff, Timo Perthel und Steven Lewerenz wurden drei Spieler verpflichtet. Welchen Eindruck haben Sie von den Neuen?

Wir haben versucht, uns gezielt zu verstärken. Ich denke, dass uns das gelungen ist, ohne den neuen Jungs gleich einen Rucksack aufschnallen zu wollen. Alle drei sind offen empfangen worden. Ich habe den Eindruck, dass sie sich wohlfühlen. Das sieht man auch auf dem Platz, weil sie sich gleich von Beginn an gut präsentiert haben. In unserer momentanen Lage gibt uns das noch mal einen Schub. Wir haben qualitativ auf jeden Fall zugelegt.
Bilder


Michael Oenning hat mit dem FCM ein klares Ziel. Am Ende der Saison soll der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga stehen. Am 29. Januar geht es zu Hause gegen Aue weiter. Foto: Eroll Popova

Trotz der schlechten Hinrunde wird auf dem Trainingsplatz wieder gelacht. Wie haben Sie das geschafft?

Es zeigt sich, dass wir innerhalb des Vereins intakt sind. Die Spieler und ich haben schnell einen Zugang zueinander gefunden. Wir haben vielleicht nicht die Ergebnisse, die wir uns erhofft haben. Wir haben aber nicht den Fehler gemacht, in einem Selbstzerfleischungsprozess zu landen. Im Gegenteil: Wir sind positiv und freuen uns auf die Rückrunde, weil wir mit aller Macht in der Klasse bleiben wollen.

Was kann die positive Stimmung bewirken?

Wenn wir es schaffen, mutig, mit der notwendigen Grundaggressivität und einem hohen Willen aufzutreten, dann können wir enorme Kräfte freisetzen. Gut ist, dass die Köpfe bei allen Spielern mittlerweile frei sind. Jeder trainiert mit einer hohen Motivation. Das war zu Beginn nicht der Fall. Als ich zum FCM kam, habe ich viel Unsicherheit, Frust und Angst gesehen.

Jan Kirchhoff spielte unter anderem bei Bayern München und beim FC Schalke. Welche Rolle soll er beim FCM einnehmen?

Bisher fühlen wir uns total bestätigt, dass es die richtige Entscheidung war, ihn trotz der fehlenden Spielpraxis zu uns zu holen. Jan kann sich als Glücksgriff erweisen, wenn er es schafft, stabil zu werden. Wenn er von Verletzungen verschont bleibt, können wir das Spiel um ihn herum gestalten. Er hat ein sehr gutes Auge für Spielsituationen. Von seiner Ausstrahlung her ist er ein absoluter Führungsspieler. Er kann den Jungs auf und neben dem Platz helfen, weil er schon viel gesehen hat.

Sie bemängeln, dass der FCM oft zu naiv war. Wie wollen Sie das ändern?

Wir haben im Trainingslager ganz bewusst das Spielsystem geändert, sind mit der Viererkette in der Defensive noch kompakter. Der nächste Schritt wird sein, dass wir innerhalb eines Spiels, je nach Situation taktisch umstellen können – ob auf 3-5-2, 4-1-4-1 oder 4-4-3. Wir wollen nicht so leicht ausrechenbar sein. Manchmal spielen wir noch zu schemenhaft. Es ist sicherlich noch nicht alles perfekt, da müssen wir uns nichts vormachen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.

In den fünf Spielen unter Ihnen gab es gute Ansätze, die Ergebnisse fehlten aber. Sind Sie nun auch als Psychologe gefragt?

Entscheidend ist, dass wir an dem Weg festhalten, mutig Fußball zu spielen. Der Schwerpunkt bleibt das Fußballspielen. All die anderen Tugenden wie Aggressivität, Einsatz, Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten waren vorher schon da. Wir führen im Trainingslager viele Gespräche. Wir müssen unbedingt effizienter vor dem gegnerischen Tor werden. Der Unterschied zu tieferen Ligen ist, dass wir in der 2. Liga weniger Torgelegenheiten bekommen. Außerdem dürfen wir uns in der Defensive kaum Fehler erlauben.

Mit Jasmin Fejzic und Mergim Berisha wurden zwei Spieler abgegeben. Warum hat es nicht gepasst?

Bei Mergim kann ich es gar nicht genau sagen. In der kurzen Zeit, die wir gemeinsam hatten, hätte er eigentlich merken können, dass ich auf ihn baue. Er hat sich aber relativ früh entschieden, dass er zurück will.

Wie war es bei Fejzic?

Ich habe sehr oft und lange mit ihm gesprochen. Wir hatten eigentlich einen klaren Plan, ihn wieder heranzuführen und im Winter-Trainingslager noch mal einen neuen Konkurrenzkampf im Tor zu entfachen. Für ihn hat sich aber eine Tür in Braunschweig geöffnet, mit der Perspektive nach der Karriere. Für ihn war es eine Lebensentscheidung. Deshalb kann ich ihn verstehen.

Werden Christopher Handke und Joel Abu Hanna den FCM noch im Winter verlassen?

Mit Christopher gibt es klare Absprachen. Er weiß, dass es für ihn in diesem Verein schwierig wird, Fußball zu spielen. Die Konkurrenz ist hoch. Wir werden ihn nicht wegschicken, er muss jetzt aber eine Entscheidung für seine Karriere treffen. Joel steht hingegen am Anfang seiner Karriere. Für ihn ist jetzt wichtig, dass er Spielpraxis bekommt. Bei ihm kommt für mich nur eine Ausleihe infrage, ich würde ihn nie komplett abgeben. Es liegt bei ihm, wie er damit umgeht. Ich habe aber den Eindruck, dass er dahin tendiert, sich ausleihen zu lassen.

Wann wird man Ihre komplette Handschrift beim FCM sehen?

Das dauert meistens bis zu einem Jahr, bis man sie ganz genau sieht.

Was macht die Oenningsche Handschrift aus?

Ich bin jemand, der versucht, das Spiel zu bestimmen. Es geht gar nicht darum, dass wir ex-trem lange den Ball haben. Ich möchte, dass wir immer wieder attackieren, immer wieder nach vorne spielen. Gerade zu Hause wollen wir einen Fußball spielen, der die Fans begeistert und mitnimmt. Das bedeutet allerdings auch, dass wir handlungsschnell sein müssen. Dafür muss ich den Spielern aber auch Vertrauen vermitteln, damit sie sich trauen, häufig ins Risiko zu gehen.

hmm

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13.01.2019, 10:56
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13.01.2019, 11:29
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MDR.DE Sachsen-Anhalt Sport

Trainingslager-Bilanz
Kirchhoff ist Inspiration für FCM-Spieler
Zitat:

Der FCM hat sein Trainingslager im Süden Spaniens verbracht. Bildrechte: MDR/Sabrina Bramowski
Wie ist dein Eindruck vom Trainingslager des 1. FC Magdeburg?

Sabrina Bramowski: Der Eindruck ist sehr gut. Die neuen Spieler haben sehr schnell in die Mannschaft gefunden. Die Prämisse des Trainingslagers lautete: Es ist kein Urlaub. Der Fokus wurde auf das Training gelegt und auf die Regenerationseinheiten danach. Viel mehr haben die Spieler in diesem Trainingslager nicht gemacht. Die Testspiele sind mit drei Siegen super gelaufen. Ein optimaler Start ins Jahr, nachdem die Mannschaft zuletzt nicht allzu sehr mit Siegen gesegnet war in der 2. Bundesliga.
Wo lagen die Trainingsschwerpunkte?

Am Ball! Im Gegensatz zu Jens Härtel hat Michael Oenning das Lauftraining etwas reduziert. Stattdessen hat er mehr Wert darauf gelegt, dass die Spieler ballsicherer werden und auch die Abschlüsse besser klappen. Da hat er immer Challenges einfließen lassen, wo die Spieler den Ball in eine Tonne oder eine bestimmte Stelle der Latte schießen mussten. So will er die Präzision beim Abschluss erhöhen.
Welchen Wert haben die Siege in den Testspielen gegen Gladbach, Shenzen und Karlsruhe?

Das haben wir uns auch gefragt. Es sind erstmal nur Testspiele, die im Prinzip gar nichts aussagen für die Liga. Für das Selbstbewusstsein und die Moral ist es extrem wichtig gewesen, dass sie gemerkt haben, sie können siegen. Da fällt natürlich besonders der Sieg gegen Gladbach – den Dritten der Bundesliga – ins Gewicht. Bei den anderen Spielen war das alte Problem zu sehen, dass der FCM zu viele Chancen braucht, um ein Tor zu machen. Daran müssen sie in den kommenden Wochen noch mal arbeiten.

Neues vom Krügel-Platz | Folge 34 FCM-Manager Mario Kallnik über Transfers, Trainer und Typen

Welchen Eindruck hattest du von den Zugängen Jan Kirchhoff, Timo Perthel und Steven Lewerenz?

Einen sehr guten. Zunächst sind die Spieler sehr professionell im Umgang mit uns Medien und sehr offen. Sie haben sich auch gut in die Mannschaft eingelebt. Nun hat Timo Perthel durch seinen Handbruch einen Rückschlag erlitten. Allerdings hat er gleich am nächsten Tag mit der bandagierten Hand einen Fallrückzieher ausprobiert. Er schreckt also vor nichts zurück.

Jan Kirchhoff ist Vollprofi. Bei ihm merkt man, dass er durch eine ganz andere Fußballschule gegangen ist. Er hat auch die interne Leitung im Team übernommen. Er gibt vielen Spielern Inspiration und leitet sie durch die Spiele.

Steven Lewerenz kam ja erst am Sonntag ins Trainingslager. Mit seinem ersten Tor gegen den Karlsruher SC hat er gezeigt, wie man es macht. Eine Chance, ein Treffer, optimal gelaufen.



Wer sind die Gewinner des Trainingslagers?

Die drei Zugänge gehören sicher zu den Gewinnern. Sie haben sich gut eingelebt. Ich glaube auch, dass es genau die Verstärkungen sind, die der FCM braucht. Aber auch Manfred Osei Kwadwo hat durch seine zwei Tore gegen Gladbach und Karlsruhe gezeigt, dass mit ihm in der zweiten Saisonhälfte zu rechnen ist. Ich glaube nicht, dass es für einen Stammplatz reicht. Aber als Joker ist er eine richtig gute Option.

Und wer extrem unauffällig im Alltag, aber extrem engagiert auf dem Platz ist, ist Tobias Müller. Der lässt hinten gar nichts anbrennen und war meiner Meinung nach der stärkste Mann im Trainingslager.



Wer waren die Verlierer?

Es gab keine Verlierer. Aber natürlich müssen sich einige Spieler, die zuletzt Stammplätze hatten, nun womöglich an eine neue Rolle gewöhnen. Ich denke da zum Beispiel an Björn Rother, der aufgrund der neuen Spieler wackeln könnte.
Was war dein persönliches Highlight im Trainingslager?

Schwierig zu sagen. Es waren vermutlich zwei: Das eine war der Strandlauf morgens um acht Uhr bei zwei Grad. Mein Kollege hatte mir gesagt: „Die laufen immer nach rechts.“ Also bin ich mit dem ganzen Kameraequipment über den Strand nach rechts gewatschelt. Dann kamen die Spieler raus und sind natürlich nach links.

Das zweite Highlight war das Testspiel gegen den KSC – mit Blick vom Stadion auf den Felsen von Gibraltar. Man steht auf dem spanischen Festland und schaut nach England. Wo hat man das schon, in welchem Stadion?


Vorne das Stadion, im Hintergrund der Felsen von Gibraltar – für Sabrina Bramowski eins der Highlights des Trainingslagers. Bildrechte: MDR/ Sabrina Bramowski





13.01.2019, 20:58
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14.01.2019, 10:41
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Zitat:

Michael Oenning blickt zufrieden aufs Trainingslager zurück Foto: Ronny Hartmann

von: MICHAEL NOWACK veröffentlicht am
13.01.2019 - 22:47 Uhr

Das FCM-Camp in Spanien ist vorbei. Der Heimauftakt gegen Aue in 15 Tagen wird gleich zum Endspiel.

Doch einer ist locker und entspannt wie nie: Trainer Michael Oenning (53). „Ich bin einfach in guter Stimmung. Weil die Dinge in Spanien so liefen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Uns ist bewusst, dass wir schnell erfolgreich sein müssen. Aber auch wenn wir einen Topstart haben, müssen wir es am Ende über die Ziellinie bringen. Da muss ich keine Endspielstimmung ausrufen.“

Sein Team hat in Andalusien einen großen Qualitätssprung gemacht. Des Trainers Fazit: „Wir haben eine klare Ordnung. Jeder weiß, was er zu tun hat. Wir machen kaum noch Fehler und stehen sicher, gerade bei Standards.”

Eine Leistungsexplosion, die auch eng mit den Neueinkäufen Jan Kirchhoff (28), Steven Lewerenz (27) und Timo Perthel (29) verbunden ist. Oenning: „Man muss nur ins Spiel reinhören. Der Name Jan fällt oft. Alle suchten Kirchhoff von Anfang an als die zentrale Person. Steven hat sich sofort eindrucksvoll gezeigt, zieht die Bälle an. Und mit Timo steht ein erwachsener Mann auf dem Platz.“

Laut Geschäftsführer Mario Kallnik (44) sind finanzielle Reserven da, um bis zum Ende der Transferperiode noch mal zuzuschlagen. Braucht der Trainer noch einen Neuen?

Er sagt: „Wir sind ja nicht naiv. Wenn ich die Chance hätte, einen Stürmer mit 15-Tore-Garantie zu bekommen, könnte ich das nicht ausschlagen. Und gute Spieler wissen mittlerweile, wo Magdeburg auf der Landkarte liegt.“

Einziges Problem: die Chancenverwertung. Bei den Tests in Cottbus am Samstag und gegen Zwickau (22.1.) kann er noch an der Abschlussschwäche schrauben. Oenning: „Diese Woche wird noch mal richtig wehtun, damit wir gegen Aue bereit sind.“



15.01.2019, 14:04
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Betreff: Re: Dies, Das, Jenes aus Presse, Funk & TV in der Saison 2018/19 - Liga 2
Information ich setze das nur rein wegen dem "ironischem/sarkastischem" Kommentar (s.g.u.)

außer dem hätte ich schon irgendwo (Trainerentlassung) das mit dem „Oenning'sches Fußballprinzip“ (dank an Jürgen "Paps") rein gestellt



MDR.DE Sachsen-Anhalt

Der FCM unter Oenning Mit dem Heilsbringer auf den Spuren der Nationalmannschaft

Zitat:
Wie entwickelt sich der 1. FC Magdeburg unter Trainer Michael Oenning? Die "Experten" der Satire-Seite "Oenning'sches Fußballprinzip" bei Facebook müssen es wissen! Sie haben für uns die Hinrunde zusammengefasst und eine Analyse abgeliefert. Ein Gast-Beitrag.

Bildrechte: imago/Jan Huebner

Dass Michael Oenning das Nonplusultra der Fußballlehrerbranche ist, hat er bereits beim HSV und beim 1.FC Nürnberg eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Dort formte der gebürtige Kinnbartträger aus maximal durchschnittlichen No-Name-Kickern wie Ruud van Nistelrooy, Marek Mintal und Zé Roberto Spieler internationalen UI-Cup-Formats. Als nun genau dieser Mann - mit seiner unvergleichlichen Expertise – am 14. November 2018 das Ruder beim 1.FC Magdeburg übernahm, kam dies einem Wunder gleich.

Von Manchester United, Real Madrid und Bayern München heiß umworben, entschied sich Oenning für die Feuerwehraufgabe an der Elbe. Nach dieser verheißungsvollen Meldung tanzten die Menschen in der Landeshauptstadt auf den Straßen, lagen sich in den Armen, verdrückten Krokodilstränen. Bilder wie beim Mauerfall. Der Erlöser war gekommen! Doch was bringt der Messias an der Seitenlinie, wenn sich seine Jünger auf dem Rasen schwerer tun als Lothar Matthäus mit einem englischen Hauptsatz? Nicht viel, möchte man meinen.
Lohkemper machte den Lahm

Ausgerechnet jedoch in der ersten Partie unter Oenning - beim Gastspiel des FCM im Fürther Playmobilstadion – bewies die Mannschaft, dass in ihr ein ungeahntes Potential schlummert. Zwar verlor die Oenning'sche Truppe unverdient in der Nachspielzeit mit 2:3, der dargebotene Fußball des FCM erinnerte zeitweise allerdings an die deutsche Nationalmannschaft bei der (durch dubiose Finanztransfers ins Land geholten) WM 2006.

Besonders die wieselflinken Flügelspieler versprühten einen Hauch von David Odonkor auf der Außenbahn und das zwischenzeitliche 2:1 für Magdeburg durch Lohkemper wies eine verblüffende Ähnlichkeit zu Philipp Lahms Traumtor im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica auf.


Bildrechte: imago/Eibner
Mit weißer Weste gegen ehemalige UEFA-Cup-Elf

Im zweiten Spiel unter der Regie Oennings, gegen den VfL Bochum, fehlten in der gegnerischen Hälfte zwar die kreativen Impulse aus dem Mittelfeld, die Magdeburger Abwehrreihe stand in dieser Saison jedoch ausnahmsweise stabiler als ein selbst zusammengezimmertes IKEA-Regal. Dank dieser eigentlich überragenden Defensivarbeit, die man so zuletzt von Christian Wörns und Robert Kovac beim BVB bewundern konnte, blieb die Weste von Keeper Brunst endlich mal wieder so weiß wie die Backpulvervorräte von Christoph Daum.

Off-Topic:
Über "Das Oenning'sche Fußballprinzip"
Hinter dem Namen "Das Oenning'sche Fußballprinzip" verbirgt sich eine Satire-Seite auf Facebook (und Instagram), deren Fokus auf durchschnittlichen Bundesligaprofis sowie Anekdoten der 90er- und 2000er-Jahre liegt. Gegründet wurde die Seite im Jahr 2015. Michael Oenning bezeichnete die Seite im Podcast des MDR (Folge 26) mit den Worten: "Ich finde das eigentlich lustig." Zweifelsfrei ein Ritterschlag.
Bildrechte: Das Oenning'sche Fußballprinzip


Der Endstand von 0:0 kann durchaus als echtes Erfolgserlebnis gewertet werden, wenn bedacht wird, dass Neururers Bochumer vor ein paar Jahren noch kurz davor standen, den UEFA-Cup zu gewinnen, wären sie nicht schon bereits vor der Gruppenphase wegen eines unglücklichen Schnitzers von Edu gegen Standard Lüttich ausgeschieden.
Nur ein Punkt in den letzten drei Spielen

Zum zweiten Heimspiel von Trainerkoryphäe Oenning war Union Berlin zu Gast. Die Bedingungen waren optimal: Ein prallgefülltes Ernst-Grube-Stadion, Fritz-Walter-Wetter und ein holpriger Acker, der wahrscheinlich sogar in der Kreisliga für Empörung gesorgt hätte. Nach Führung durch Angreifer Christian Beck, der in früheren Jahren unter dem Pseudonym Christian Beeck als Verteidiger von Energie Cottbus gegnerische Stürmer umtrat, konnten die Eisernen im zweiten Durchgang doch noch den Ausgleich erstolpern. Für besonders viel Unmut sorgte die vierte Partie unter Oenning gegen den FC aus Köln.

Der Grund dafür war recht simpel: Die Geißböcke ließen den gestandenen deutschen Nationalspieler Lukas Sinkiewicz auflaufen! Und das in der 2. Bundesliga. Das ist nichts weiter als unlauterer Wettbewerb! Da kann man auch direkt Robert Hoyzer pfeifen lassen. Ein waschechter "Skandal", um es mal in den Worten des Ex-Ulmers Janusz Góra auszudrücken. Weniger skandalös, dafür umso ärgerlicher war die daran anschließende Niederlage am Millerntor, die sich wohl am besten mit der Phrase "Stark begonnen, stark nachgelassen" subsumieren lässt.



Bildrechte: imago/Oliver Ruhnke
Mit absolut reinem Gewissen zum Klassenerhalt

Hat der FCM unter Oenning folglich so furios angefangen wie Deutschland bei der WM 2006, so beendete das Oenning'sche Team das Jahr 2018 genauso glanzlos wie "Die Mannschaft" die WM 2018 in der UdSSR. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass die DFB-Elf Letzter in ihrer Gruppe wurde, während der FCM zumindest auf dem vorletzten Platz überwintern kann. Nichtsdestotrotz muss die Mannschaft schnellstmöglich das Oenning'sche Fußballprinzip inhalieren, damit die Klasse gehalten werden kann. Nur wenn sich alle Spieler wirklich zu 100 Prozent mit dem FCM und Trainer Oenning identifizieren, kann jeder mit einem absolut reinen Gewissen in die verbleibenden 16 Pflichtspiele gehen.

Fest steht auf jeden Fall eines: Wenn es dieser Trainerfuchs und diese fanatischen Fans nicht schaffen, den aktuellen Spielern ausreichend Feuer unter dem Hintern zu machen, dann hilft nur noch eine Winterverpflichtung des 18-jährigen Supertalents Breno von Bayern München! Dass Oenning die Strahlkraft besitzt, um internationale Megastars nach Sachsen-Anhalt zu locken, hat er ja mit dem Transfer von Weltpokalsieger Jan Kirchhoff gezeigt.

Dies ist ein satirischer Gastbeitrag. Die Analysen und Einschätzungen des Autors spiegeln nicht die Ansicht der Redaktion wider. Unsere seriöse Sportberichterstattung finden Sie hier.


Nachträgliche Anmerkung des Autors:

3 Kommentare

15.01.2019 10:38 MLink-Berlin 3

Sarkasmus Ende :-)

14.01.2019 13:03 Axcel_BB 2

Nah - hier wurde falsch recherchiert: Die ersten Spiele unter Oenning sollten lediglich der Verunsicherung der Gegner dienen. MO, der Taktikfuchs, wollte so erreichen, dass der FCM in seinen letzten 16 Zweitligaspielen unterschätzt wird. Nur so können konsequent die 24 Punkte zum HSV geschrumpft werden, damit das Ziel, Meisterschaft, erreicht wird. Dass unter MO der FCM zurück zur Europapokalform gefunden hat, zeigt das internationale Testspiel. Der FCM ist wieder bereit für den Weltpokal – nur dank MO und das schätzen die Fans. War es früher die Ideologie „einmal immer“, die den FCM einzigartig in der Welt machte, ist es jetzt der Erfolg. Darauf hat Magdeburg so lange gewartet. Gut, dass die Vereinsführung das begriffen hat und Härtel freistellte. Wer braucht schon einen Trainer, der sich mit dem Verein identifiziert und hart arbeitet. Der FCM braucht jemanden der sich mit den Medien gut stellt, der viel spricht – so wie es sich für einen Trainer mit internationalen Format gehört.

14.01.2019 10:01 Fazzo 1

Zitat aus Fluch der Karibik:

Admiral James Norrington: "Ihr seid zweifellos der schlechteste Pirat, von dem ich je gehört habe!"

Jack Sparrow: ... Aber Ihr habt von mir gehört! "

Zitat Ende



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15.01.2019, 14:10
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Fußball
Neue Hierarchie beim FCM
15.01.2019
Zitat:

Sorgt für Schwung im Magdeburger Spiel: Jan Kirchhof (3. v. l.), gefeiert von Philip Türpitz, genießt eine hohe Akzeptanz bei den Blau-Weißen.Foto: Eroll Popova

Die drei erfahrenen Neuzugänge Jan Kirchhoff, Timo Perthel und Steven Lewerenz sollen beim FC Magdeburg eine wichtige Rolle einnehmen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Jan Kirchhoff kommt auf den Platz, er fordert sofort den Ball. Er bestimmt den Spielrhythmus, leitet Angriffe ein, wechselt mit einem langen Pass die Seite. Nach einer schwachen ersten Halbzeit wird das Spiel, ausgetragen während des Trainingslagers unter der spanischen Sonne in Novo Sancti Petri, nach seiner Einwechslung schneller. Der Club trifft beim 2:0 im Test gegen den FC Shenzhen spät – und einer der Schützen ist Kirchhoff.

Diese Partie belegt, dass Kirchhoff, erst seit Beginn der Winter-Vorbereitung in Magdeburg, beim FCM bereits eine hohe Akzeptanz genießt. Er wird auf dem Platz gesucht, führt auch neben dem Rasen viele Gespräche. Kirchhoff will sich einbringen. „Ich habe richtig Lust auf den FCM“, sagt er. Das gilt auch für Timo Perthel und Steven Lewerenz, die beiden anderen Neuzugänge. Sie zeigen auf der linken Seite, was mit ihnen möglich ist: Voller Einsatz, Zug nach vorne und gezielte Flanken.
Kallnik sieht neuen Schwung beim FCM

Kirchhoff, Perthel und Lewerenz sind zwar neu beim Club und trotzdem schon mittendrin. FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik spricht von einem neuen Schwung. „Die Truppe hat sich etwas vorgenommen. Es gibt eine ordentliche Hierarchie. Das wirkt sich auch auf dem Platz aus“, betont er.

Was Kallnik meint: Die erfahrenen Neuzugänge prägen bereits in Ansätzen das FCM-Spiel. Mit dem 28-jährigen Kirchhoff hat der Club einen Spieler verpflichtet, der durch seine bisherigen Stationen wie dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 niemandem mehr etwas beweisen muss.
Perthel weit vorn in der FCM-Hierarchie

FCM-Trainer Michael Oenning sieht ihn als Führungsspieler im defensiven Mittelfeld. In der teaminternen Hierarchie ist er weit oben eingestiegen. Auch der 29-jährige Timo Perthel wird wegen seiner 116 Zweitligaspiele respektiert. Dass er trotz eines Mittelhandbruchs gleich am nächsten Tag wieder ins Training eingestiegen ist, ist auch ein Zeichen: Perthel macht klar, dass er alles dafür tut, um einen Stammplatz zu bekommen. Der 27-jährige Lewerenz wiederum zeigte in den Testspielen sofort, dass er vorangehen will.

Für den FCM bricht damit im neuen Jahr eine neue Zeit an. Die bisherige Hierarchie hat sich hinter Christian Beck, der als neuer Kapitän weiterhin ganz oben steht, deutlich verschoben. Ein Blick auf den Mannschaftsrat im vergangenen Sommer verdeutlicht das: Ex-Kapitän Nils Butzen hat seinen Stammplatz vorerst verloren, Jasmin Fejzic mittlerweile den Verein verlassen und Tarek Chahed noch keine Zweitligaminute auf dem Konto. Zudem: Christopher Handke soll den Verein verlassen. Aleksandar Ignjovski fällt nach seiner Arm-Operation noch bis März aus, ist aber aufgrund seiner Erfahrung weiterhin gefragt.
Christian Beck ist weiter die Nummer eins

Neben Beck und Ignjovski stehen ein halbes Jahr nach der Wahl des Mannschaftsrats vor allem Spieler wie Kirchhoff, Perthel, Lewerenz und auch Abwehrchef Dennis Erdmann im Mittelpunkt. Sie stehen für den FCM des Jahres 2019. „Wer welche Position einnimmt, liegt ganz klar an den Jungs selbst“, stellt FCM-Sportchef Maik Franz klar. Und: „Der Trainer gibt allen eine Chance, das war im Trainingslager zu sehen.“ Franz sagt auch, dass die Neuzugänge einen ersten positiven Eindruck hinterlassen haben. Aber: „Sie sind auch erst seit Kurzem dabei.“

Trotzdem: Der Schwung, den sich das Team in Spanien geholt hat, hängt unmittelbar mit den Neuen zusammen. Die etablierten Spieler wurden wachgerüttelt, die Sinne bei allen noch mal geschärft. Zudem haben die Verantwortlichen die Qualität im Kader spürbar erhöht. „Timo, Steven und Jan gehen auf die Mannschaft zu, sie sind sehr offen“, lobt Franz. Und: „Sie bringen Erfahrung mit.“
FCM-Team sortiert sich neu

Fest steht: Die Mannschaft sortiert sich gerade neu. Dem Team kommt zugute, dass Trainer Oenning in den Wochen vor dem Jahreswechsel klargemacht hat, welche Vorstellungen er hat. Und welche Spieler er in der Verantwortung sieht. Seit dem Trainingslager ist klar: Oenning hat für die drei Neuen auf und neben dem Rasen prägende Rollen vorgesehen.


na dann schaun mer mal am 29.

wer da den Hut auf hat und Verantwortung übernimmt!

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16.01.2019, 09:55
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hm

sehr interessant für mich

1. FC Magdeburg im Trainingscamp Neuzugang Kirchhoff erklärt sein Asthma-Spray
Zitat:

Für mehr Luft nutzte Jan Kirchhoff sein Asthmaspray im Trainingscamp in Spanien direkt auf dem Rasen Foto: Ronny Hartmann

von: MICHAEL NOWACK veröffentlicht am
15.01.2019 - 22:22 Uhr

Profifußball auf höchstem Niveau und Asthma, wie geht das denn?

Magdeburgs Neueinkauf Jan Kirchhoff (28) ist allergischer Asthmatiker, leidet seit der Kindheit an der Volkskrankheit, bei der Atemnot durch Verkrampfung der Bronchialmuskulatur auftritt. Und hat es trotzdem bis zu Topklubs wie dem FC Bayern (2013-2014) und Schalke 04 (2014-2016) geschafft.

Er erklärt: „Das beeinträchtigt mich überhaupt nicht in meiner Leistung. Aber um absolut sicher zu gehen, habe ich immer etwas dabei.“

Zum Beispiel in der Sonne des spanischen Trainingscamps, wo selbst im Januar die Pollen fliegen. Bei Bedarf holte er sein Asthmaspray aus der Tasche. „Eine rein vorbeugende Maßnahme gegen Allergien“, so Kirchhoff. Und erklärt, dass Asthmaspray im Leistungssport keine Seltenheit ist. Vor allem im Radsport und beim Eisschnelllauf.

[img]Bild inner Bild[/img]

Im Abstiegskampf braucht der Neuzugang (2.v.l.) einen langen Atem Foto: Ronny Hartmann

akt ist: Kirchhoff ist in nur 13 Tagen zum Mittelpunkt des Teams gereift und bei der Mission Klassenerhalt die wohl entscheidendste FCM-Personalie. Doch für die 16 Endspiele braucht er einen langen Atem!

Gut, dass ihn da ab jetzt Freundin Ellen unterstützt. Die Engländerin ist bei ihm im Hotel eingetroffen. Er verrät: „Wir leben noch aus Koffern. Aber wir wollen uns jetzt was anschauen, wo wir gemeinsam wohnen werden. Dann wird auch sie endgültig nach Magdeburg kommen.“
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►Trainer Michael Oenning (53) meldete sich am Montag nach Laktat- und Sprinttest krank – Grippesymptome mit Schüttelfrost! Die Ärzte vermuten, dass er den Wetterumschwung zwischen Andalusien und Deutschland nicht verkraftet hat. Bis auf weiteres übernimmt Co-Trainer Silvio Bankert (33).




20.01.2019, 16:30
Geranobi Abwesend
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Gerade das gefunden dabei, geheim ..

https://www.bild.de/....bild.html

20.01.2019, 17:04
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nu Ramona

so is das mit dem Merchandising

aber das hatten wir ja nun schon mal - ne

jetzt verwundert mich der auftritt in Cottbus nicht

ps. wo warste U19 vs U19 HBS?

und wech ;)

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