MDFF - das Magdeburger Fussballforum



25.10.2018, 10:27
Wadenbeisser Abwesend


Avatar

Beiträge: 4.017
Dabei seit: 17.09.2015
Wohnort: zu Hause/nicht mehr in Block7
Betreff: 2. Bundesliga 2018/19
Zweitligaklubs sprechen sich für weitere Zerstückelung aus vogel



so jetzt noch Fans & Sympathisanten abschaffen

und nur noch „Eventis“ ins Stadion - und schon klappt das mit "Cleanwashing" und mit der Mehrkohle $$$

na dann prost mahlzeit

25.10.2018, 10:51
Berserker Abwesend
G-Mod,

Beiträge: 1.258
Dabei seit: 17.09.2015
Wohnort: -
Betreff: Re: 2. Bundesliga 2018/19
Das kann doch nicht wirklich der Wunsch der meisten Zweitligisten sein. Klingt irgendwie unglaublich.
Die Zerstückelung nervt so schon ohne Ende, mal sehen was danach kommt.
Wie steht der Verein zu diesem genialen Vorschlag, kann man das auch irgendwo in Erfahrung bringen?

25.10.2018, 15:29
Arpi Abwesend


Beiträge: 197
Dabei seit: 21.12.2015
Wohnort: -
Betreff: Re: 2. Bundesliga 2018/19
Zitat von Berserker:
Das kann doch nicht wirklich der Wunsch der meisten Zweitligisten sein. Klingt irgendwie unglaublich.
Die Zerstückelung nervt so schon ohne Ende, mal sehen was danach kommt.
Wie steht der Verein zu diesem genialen Vorschlag, kann man das auch irgendwo in Erfahrung bringen?

Na der FCM wird es begrüßen wie jeder Verein der 2.Liga. Heimspiel Samstag abend zur besten Zeit wenn ein Großteil der potenziellen Heimzuschauer nicht arbeiten muss oder selbst kickt, es gilt schließlich ein Stadion mit 30000 Plätzen zu füllen.

27.02.2019, 13:46
Wadenbeisser Abwesend


Avatar

Beiträge: 4.017
Dabei seit: 17.09.2015
Wohnort: zu Hause/nicht mehr in Block7
Betreff: Re: 2. Bundesliga 2018/19


Zitat:

Die Bundesliga setzt sich ab
Wachsende Kluft - wie die 2. Liga abgehängt wird

Von Frank Hellmann

Das rasante Wachstum im deutschen Profifußball nimmt die zweite Liga nur noch bedingt mit. Der wirtschaftliche Abstand zur Bundesliga wird größer, dabei ist das Unterhaus als Ausbildungsliga inzwischen sportlich immens wichtig. Eine Bestandsaufnahme.

Ansgar Schwenken macht aus seiner Verbundenheit zum Ruhrgebiet erst gar keinen Hehl. Wann immer der Direktor für Fußball-Angelegenheiten bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) in der Heimat weilt, bindet der 49-Jährige eigentlich einen Stadionbesuch beim VfL Bochum ein. Von 1996 bis 2014 hat er für den Klub gearbeitet, dem der Sänger Herbert Grönemeyer sein Herz und einen Vereinssong gewidmet hat. Logisch, dass das ehemalige VfL-Vorstandsmitglied Schwenken an der Castroper Straße noch viele Hände schüttelt. Und damit auch eine besondere Beziehung zur zweiten Liga pflegt: "Ich finde sie hochinteressant."

Als Schwenken in seiner Funktion als Mitglied der DFL-Geschäftsleitung am vergangenen Freitag (22.02.2019) den erstmals aufgelegten "DFL-Sportreport" erläuterte, war das Unterhaus naturgemäß ein Randthema. Es ging in erster Linie um den Leistungsstand der Bundesliga im internationalen Vergleich und was getan muss, um die Position unter den europäischen Top-Ligen, am besten unter den besten Drei, zu festigen.

https://www.sportschau.de/...n-100.html
https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/ondemand/weltweit/fsk0/184/1848657/1848657_21774439.mp3
Schwenken: "Zuschauer nehmen die 2. Liga mit viel Herzblut an"

Sportschau | 26.02.2019 | 00:35 Min.

Wichtige Funktion für deutsche Spieler

Im europäischen Vergleich ist die 2. Bundesliga jedoch alles andere als ein Schattengewächs, sondern die siebtgrößte Profiliga, die die ersten Ligen in Belgien, Österreich oder der Schweiz mit ihrer Schlagkraft teilweise sogar weit überholt hat. Beim Zuschauerschnitt (19.339 / Hinrunde 2018/2019) muss sie sich nicht mal gegenüber der Weltmeisternation verstecken. Zu einem Erstligaspiel in Frankreich (22.214) kommen gar nicht so viel mehr Besucher.

Und noch etwas fällt in Deutschland bei näherer Betrachtung auf. "Die zweite Liga ist eine gewisse Ausbildungsliga für die Bundesliga", sagte Schwenken. Während das Oberhaus nur noch 48,7 Prozent Profis aus dem Heimatland einsetzt, sind es darunter stolze 77,3 Prozent. Von den 510 gemeldeten Lizenzspielern der zweiten Liga kommen 395 aus Deutschland. 402 hat der eigene Verband ausgebildet. Will heißen: Der Ausstoß aus den Talentschmieden, sofern er nicht sofort in der Bundesliga unterkommt, findet dort ein ordentliches Auskommen.

So manche Karriere wird über diesen Umweg, und sei es ein Leihgeschäft, ins Laufen gebracht. Schwenken erklärt gegenüber sportschau.de: "Deutsche Spieler bekommen dort Einsatzzeiten, die für die Entwicklung des deutschen Fußballs bedeutsam sind. Das hat noch einmal zugenommen, seitdem wir zwei Prozent der TV-Erlöse nach diesem Schlüssel verteilen." Zur Erklärung: Mit einer so genannten Säule "Nachwuchs" werden zwei Prozent der Fernsehgelder proportional nach Einsatzminuten verteilt, die in Deutschland ausgebildete U23-Spieler absolvieren. Talententwicklung soll sich lohnen.
HSV und Köln sind nicht enteilt

Bundesliga und 2. Bundesliga liegen in wichtigen Kennzahlen gar nicht weit auseinander. Beim Toreschnitt (Bundesliga: 3,1/ 2. Bundesliga: 3,0), den Torschüssen (27/ 26,5) oder der Passquote (79,3/ 78,7) sind die Unterschiede gering. Allerdings geht es eine Liga tiefer rustikaler zu: Das zeigen die Quervergleiche bei Fouls (23,9 / 28) oder Gelben Karten (3,6/ 4,3) pro Spiel. Ein Merkmal ist die Ausgeglichenheit: Als Bundesliga-Absteiger galten der Hamburger SV und 1. FC Köln wegen ihrer finanziellen Übermacht als Topfavoriten, "trotzdem laufen sie nicht den anderen davon, was den hohen sportlichen Wert der zweiten Liga aufzeigt", so Schwenken.

Der häufige Vorwurf, die Bundesliga wäre mit der Neuverteilung der Medienerlöse - eingepflegt ist ein Puffer für lange erstklassige Vertreter - ein geschlossener Zirkel, sei nicht aufrechtzuerhalten, betont der DFL-Fachmann: "Die anderen Klubs sind wettbewerbsfähig. Wir dürfen nicht vernachlässigen: Die Klubs der Bundesliga bauen sich infrastrukturell und personell Strukturen auf, die bei Abstieg nicht komplett runtergefahren werden. Damit entsteht eine ganze Bandbreite an Kosten."
Sieben Teams mit Aufstiegsambitionen

Vor einer Closed-Shop-Strategie hat Andreas Rettig als Geschäftsführer des FC St. Pauli mehrfach gewarnt. Der ehemalige DFL-Angestellte plädiert auch deshalb vehement für den Erhalt der so genannten "50+1"-Regel, weil er ansonsten ein Abdriften der Bundesliga befürchtet, die in erster Linie die Gelder möglicher Investoren aufsaugen würde.

Für Rettigs Warnungen spricht: Die "Eindringlinge" SV Darmstadt 98 und FC Ingolstadt hielten sich zwar zwei Jahre in der Bundesliga (2015 bis 2017), sind aber derzeit dem Abstieg in die Dritte Liga näher als einer Bundesliga-Wiederkehr. Im Gegenzug konnten Hannover 96 und der VfB Stuttgart 2016 den Betriebsunfall eines Abstiegs umgehend korrigieren, dasselbe haben nun der Hamburger SV und der 1. FC Köln vor.

Und doch ist deren Wiederaufstieg längst kein Selbstläufer. Zwar stehen nach zwei Saisondritteln beide Bundesliga-Absteiger auf den direkten Aufstiegsplätzen, aber der Vorsprung ist marginal: Hinter dem Tabellenführer HSV (44 Punkte) und den am Mittwoch (19.30 Uhr) im Nachholspiel bei Erzgebirge Aue geforderten Kölnern (42) können sich mit Union Berlin (41), dem FC St. Pauli (40) sowie Holstein Kiel (39), dem FC Heidenheim (39) und dem SC Paderborn (38) fünf weitere Teams Hoffnungen zumindest auf den Relegationsplatz machen.
Ein Bundesligaspieler verdient das Siebenfache

Ein differenziertes Bild zeigt sich bei der wirtschaftlichen Bestandsaufnahme. Dort wird das Delta zur Bundesliga nämlich tatsächlich immer größer: Vom Gesamterlös des deutschen Profifußballs mit 4,42 Milliarden Euro (2017/2018) entfielen 608 Millionen auf die zweite Liga.

Deren Einnahmen lagen zwar im dritten Jahr oberhalb der 600-Millionen-Marke, stagnieren indes auf hohem Niveau - und bilden weniger als 14 Prozent vom Gesamtertrag ab. Zum Vergleich: In der Bundesliga erwirtschaften 17 der 18 Klubs einen Umsatz von mehr als 100 Millionen.

In der 2. Bundesliga weisen zwar 15 der 18 Vereine ein positives Ergebnis nach Steuern auf, aber nur, weil die Klubs sich Daumenschrauben angelegt haben. "Noch nie in der Geschichte der 2. Bundesliga gaben die Klubs so wenig Geld für die Gehälter der Profis und Trainer im Vergleich zu ihren Gesamteinnahmen aus wie in der Saison 2017/2018", heißt es im "Wirtschaftsreport 2019". Die Personalkostenquote ist auf einen historischen Tiefstwert von 31,5 Prozent abgesackt.

In dieser Kenngröße zeigt sich die gewaltige Kluft: An Gehältern schüttete die erste Liga in der Vorsaison insgesamt 1,31 Milliarden Euro aus, die zweite Liga begnügte sich mit 191 Millionen. Vereinfacht ausgedrückt: Ein Bundesligaspieler verdient im Schnitt fast das Siebenfache. Größter Ertragsposten für einen Zweitligisten ist die mediale Verwertung, die im Schnitt mehr als ein Drittel der Einnahmen ausmacht.
Abspaltung macht keinen Sinn

Dass es vor diesem Hintergrund immer wieder Stimmen gibt, die eine Abspaltung der zweiten Liga ins Spiel bringen, können die meisten Vereinsvertreter nicht nachvollziehen. "Das zu forcieren, wäre kein guter Weg, Wir sind gut beraten, erste und zweite Liga weiter gemeinsam zu sehen und zu vermarkten", betonte Rüdiger Fritsch, Präsident des Zweitligisten SV Darmstadt 98 kürzlich beim Sportbusinesskongress Spobis. Eine Haltung, die Schwenken nachvollziehen kann: "Der deutsche Fußball lebt sehr positiv davon, dass wir diesen Zusammenschluss haben, um die Einheit des Fußballs zu betonen."

In derselben Runde wurde allerdings kontrovers diskutiert, ob die zweite Liga wirklich gut beraten ist, in der nächsten Rechteperiode auf ihr Alleinstellungsmerkmal - das Montagsspiel - in fast schon vorauseilendem Gehorsam zu verzichten. Medienexperten halten das für eine achtlose Entscheidung. Ilja Kaenzig, kaufmännischer Vorstand beim VfL Bochum, bemerkte hingegen: "Wenn unsere Zukunft am Montagsspiel hängt, dann kann man die zweite Liga gleich zuschließen." Was dann nicht nur Ansgar Schwenken bedauern würde.

Stand: 27.02.2019, 08:30

Rot gekennzeichnet

Gott sei dank Daumen hoch

vor allem ich muss noch kein "Wörterbuch" mit ins Stadion nehmen

bzw. wo das endet sieht man(n) an der "hüstelhüstel* Nationalmannschaft "husthust"

zuschauen

Seiten (1): 1



Alle Zeitangaben in GMT +02:00.Aktuelle Uhrzeit: 16:04.