MDFF - das Magdeburger Fussballforum



14.11.2018, 14:00
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Der neue Trainer beim Club Michael Oenning
schaun mer mal

erst mal paar Rohdaten nur

Quelle Kicker.de

Zitat:
53-Jähriger trainierte zuletzt Vasas Budapest
Oenning übernimmt in Magdeburg

Michael Oenning übernimmt das Traineramt beim 1. FC Magdeburg und unterschrieb bis zum Ende der laufenden Saison. Die Sachsen-Anhalter stellten den gebürtigen Coesfelder am Mittwochmittag auf einer Pressekonferenz vor. Am Montag war bei dem Zweitliga-Aufsteiger die seit Juli 2014 andauernde Ära von Jens Härtel zu Ende gegangen.
Michael Oenning


Gibt ab sofort an Magdeburgs Seitenlinie die Kommandos: Michael Oenning.
© imago
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"Ich freue mich wirklich, hier zu sein, weil ich überzeugt bin, dass ich an der richtigen Stelle bin", sagte Oenning, der einen Vertrag bis 2019 unterschrieb. "Ich mag offensiven Fußball. Ich bin jemand, der agieren und nach vorne spielen lassen möchte. Es gründet sich alles auf einer soliden Defensive, aber wir wollen nicht feige sein, sondern mutig nach vorne spielen", verriet der 53-Jährige über seine Fußball-Philosophie.

Maik Franz, Leiter der Lizenzspielerabteilung beim FCM, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Coach: "Michael ist ein erfahrener Fußballlehrer, kann sehr gut mit jungen Spielern und spricht deren Sprache. Das Wichtigste ist, dass er sie auch weiterentwickeln kann." Genau das hat sich Oenning auch zum Ziel gemacht: "Ich will bei jedem Spieler herausfinden, wo seine Stärken sind, möchte diese herausstellen und weiterentwickeln."
Ein Trainer mit Bundesliga-Erfahrung

Oennings Einstieg in den Profibereich begann 2004 als Co-Trainer von Holger Fach bei Borussia Mönchengladbach, dem er auch ab Juli 2005 für einige Monate beim VfL Wolfsburg assistierte. Nach einem Intermezzo im Juniorenbereich des VfL Bochum 2007 begann er im Februar 2008 ein Engagement als Co-Trainer von Thomas von Heesen beim 1. FC Nürnberg, wo er im August zum Chefcoach aufstieg. Mit dem Club stieg er in die Bundesliga auf, wurde bei den Franken aber im Dezember 2009 beurlaubt.

Seine nächste Station war der Hamburger SV, zunächst erneut als Co-Trainer unter Armin Veh, der im März 2011 entlassen wurde. Zusammen mit Rodolfo Cardoso übernahm er das Team bis Saisonende und erhielt im Anschluss einen Zweijahresvertrag als Cheftrainer. Die Zusammenarbeit hielt jedoch nicht lange, schon im September 2011 musste er beim HSV seinen Hut nehmen.

Zuletzt trainierte er Vasas Budapest, wo er im Januar 2016 eingestiegen war. Sein Vertrag beim ungarischen Erstligisten endete am 30. Juni 2018.

cru/jch


Trainerstationen

Vereine
Verein    Spiele    Punkte    S        U        V
1. FC Nürnberg 28.08.2008 bis 21.12.2009541,44211518
Hamburger SV 13.03.2011 bis 19.09.2011150,80267
SC Vasas Budapest 02.01.2016 bis 30.06.2018851,26292036
Gesamt1541,17524161


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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 14.11.2018, 20:37 von armageddon.

14.11.2018, 17:24
fcm1965treue Abwesend
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Betreff: Re: Der neue Trainer beim Club
hm ich urteile sonst nie über neue leute beim verein weil erst sehen möchte wie es wird und läuft... aber bei ihn habe ich so meine sorgen ob das wirklich die richtige lösung war ? ob wir härtel nicht doch behalten hätten ? ich weiß nicht hätte mir wen anderes gewünscht :/

14.11.2018, 20:00
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Der neue Trainer beim Club
hm

ich werd mir den „ominösen“ Herrn Spielerverbesserer erst mal morgen beim Training anschauen

und eindrücke sammel

aber Hoffnung auf besseres hab ich nicht

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14.11.2018, 20:39
armageddon Abwesend
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Betreff: Re: Der neue Trainer beim Club Michael Oenning
Also ich kann mit dem neuen Trainer so erst mal nix anfangen.

14.11.2018, 21:07
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Der neue Trainer beim Club Michael Oenning


15.11.2018, 02:10
ManneZ Abwesend
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Betreff: Re: Der neue Trainer beim Club Michael Oenning
Kalle hat mit Petersen begonnen, hat Härtel geholt, gutes Händchen bis dato. Nu zwangsläufig eine Zäsur. Es geht erstmal nur um den Klassenerhalt. Ich vertraue zunächst auf Kalles Feeling.
Zugegebenermaßen habe ich bei Jens Härtel schon seit längerem kein gutes Gefühl mehr gehabt, seine Verdienste um die Aufstiege hin oder her. Die Spielweise der Mannschaft war in der 3. Liga noch ausreichend, um die Gegner zunehmend mit ihrer körperlichen Wucht niederzuringen. Begeistert haben dabei immer nur die Tore, der Rest war eher drögen. In der zweiten Liga reicht Wucht allein nicht mehr. Hier muss Wucht mit spielerischer Inspiration korrelieren. Das hat Härtel nicht hingekriegt. Er ließ zu ängstlich spielen, was sich auch zunehmend in den defensiven Mannschaftsaufstellungen manifestierte. Der Kommunikator war er im übrigen auch nicht gerade, was mehrere Spieler denn auch bestätigt haben. Oenning ist vielleicht wirklich in dieser Situation der richtige Mann zur rechten Zeit. Mehr, als den Klassenerhalt erwartet keiner von ihm. Schafft er das, hat er seine Aufgabe hervorragend erfüllt. Ich warte mal ab.
Maledictus piscies in tertia aqua.

15.11.2018, 09:16
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Der neue Trainer beim Club Michael Oenning
Question Question Question hm hmm

***Im Stehblock – Guidos Betrachtungen zum 1. FC Magdeburg***

oder jetzt "Neues vom Krügel-Platz"

mal hören was er/sie heut zu besprechen hat/haben

Folge 25 von "Neues vom Krügel-Platz"


"im Gespräch mit ..." [img]gast[/img]

ca. ... Minuten

Direkt
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Zitat:
Neues vom Krügel-Platz | Folge 25 FCM will von Oenning lernen

Die Beurlaubung von Jens Härtel macht Guido Hensch noch immer traurig. Vor allem eine Sache hat der FCM-Experte von MDR SACHSEN-ANHALT vermisst. Nachfolger Michael Oenning hinterließ jedoch einen guten ersten Eindruck.

von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT

Folge 25 von "Neues vom Krügel-Platz" in ... Schlagzeilen:
Zitat:


Weil es die Entwicklungen erfordern, müssen die FCM-Experten von MDR SACHSEN-ANHALT, Oliver Leiste und Guido Hensch bereits zum zweiten Mal in dieser Woche die aktuelen Entwicklungen beim 1. FC Magdeburg besprechen. Hensch ist traurig und enttäuscht, dass Jens Härtel als Trainer beurlaubt wurde. Das hat er auch Geschäftsführer Mario Kallnik mitgeteilt. Neben der Aufarbeitung der letzten Tage geht es aber natürlich auch um den neuen FCM-Trainer Michael Oenning.

Der Podcast in drei Schlagzeilen:
Loyalität ist auch ein Wert – ab Minute 2:40

Auf einer Pressekonferenz erklärte Mario Kallnik die Beweggründe für die Beurlaubung von Härtel. Dabei ging es auch sehr viel um die Werte des 1. FC Magdeburg. Einen Wert hat Guido Hensch dabei jedoch vermisst: "Ich finde Loyalität ist auch ein sehr schöner Wert. Das kam mir dann ein bisschen kurz. Auch wenn Kallnik sagt, dass die anderen Mannschaften da unten drin schon viel eher reagiert haben. Und dass er auch in der vergangenen Woche noch mal mit Härtel gesprochen hat, um einiges zu verändern. Man hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, ich habe trotzdem noch Schwierigkeiten, mich damit anzufreunden."
Um den Abschied betrogen – ab Minute 8:00

Nach einem schwierigen Beginn ist Magdeburg warm geworden mit dem Trainer Härtel. Deshalb war es für Guido Hensch wichtig, sich persönlich beim Trainer für seine Arbeit zu bedanken. Diese Chance hatten nicht alle, bedauert Hensch: "Es gibt viele, die sagen, das passte irgendwie. Als wir Jens Härtel kennengelernt haben, war er anfangs etwas unnahbar und schwierig. Die Mannschaft hatte auch anfangs ihre Probleme. So nach und nach haben alle gemerkt, wie er tickt. Als wir ihn hier im Podcast hatten, hat er einen Witz erzählt. Wer hätte das gedacht. Er ist etwas gewachsen in den letzten Jahren. Das größte Problem ist, glaube ich: Viele fühlen sich um die Chance betrogen, Jens Härtel würdig zu verabschieden."
Es könnte funktionieren – ab Minute 11:00

Bei manchen Trainerkandidaten dachte Guido Hensch nur "hoffentlich nicht". Bei Oenning ist er etwas optimistischer: "Ich finde die Begründung von Maik Franz, warum die Entscheidung für Oenning gefallen ist, relativ plausibel. Er kennt den DFB, hat im Nachwuchs gearbeitet, kennt die zweite Liga, kennt die erste Liga, war im Ausland unterwegs, hat mit Ab- und Aufstiegskampf zu tun gehabt. Der hat schon viele Aspekte kennengelernt. Vielleicht möchten die FCM-Verantwortlichen auch von ihm lernen. Denn die zweite Liga ist ja für alle hier in Magdeburg Neuland. Mit Maik Franz hatte Oenning schon mal zu tun und das war am Ende vielleicht das Entscheidende, dass man gesagt hat, es könnte funktionieren."




Podcast | 1. FC Magdeburg

15.11.2018, 09:28
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Der neue Trainer beim Club Michael Oenning


Neuer FCM-Trainer bekommt Vertrag bis Saisonende So tickt Oenning
Zitat:

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

von: Michael Nowack veröffentlicht am
14.11.2018 - 22:13 Uhr

Eine leise Vier-Minuten-Ansprache ans Team und dann ein lautes „Okay, auf geht’s“. Mittwoch, Punkt 14.20 Uhr begann in Magdeburg nach über vier Jahren Härtel-Ära eine neue Zeitrechnung. Und für Cheftrainer Michael Oenning (53, Vertrag bis Ende der Saison) die Mission „FCM-Rettung.“

Was ist das für ein Typ, der den Klub vor dem Absturz in die 3. Liga bewahren soll? Oenning trotz der brisanten sportlichen Situation und der explosiven Fan-Stimmungslage entspannt, souverän und mit Herz für seinen Vorgänger.

Der Ex-Bundesliga-Trainer (HSV und Nürnberg) erklärt: „Jens und Ronny haben hier Unglaubliches geleistet. Leider ist es in unserem Beruf oft so, dass man etwas anfängt, was dann ein anderer zu Ende bringt. Ich kann hier auf etwas aufbauen, was völlig intakt ist. Dafür Respekt an Jens.“

Doch seine Aufgabe wird brutal schwer! Er weiß das, hat aber klare Ziele: „Hier wird ehrlicher Fußball gelebt, hier ist ein gesunder Verein und hier ist eine hochmotivierte Mannschaft. Ein Prinzip meiner Laufbahn war immer, nie Projekte zu machen, von denen ich nicht überzeugt bin. Ich bin aber überzeugt, dass ich hier an der richtigen Stelle bin. Ich sehe mich als Spielerverbesserer, bin dazu da, das ganze Team weiter zu entwickeln.“

Und zur Zielstellung: „Wir hatten noch nie eine 2. Liga, die so stark war. Aufstieg und Abstieg wird für alle Teams ein Hauen und Stechen bis zum letzten Spieltag. Das ist eine große Herausforderung, aber auch eine Riesenchance. Fest steht aber. Wir müssen gewinnen. Und wir werden gewinnen.“

ich stell mich immer noch die frage

Oenning wer Question

15.11.2018, 09:35
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Der neue Trainer beim Club Michael Oenning






Fussball
Tag eins beim FCM für Trainer Oenning
15.11.2018

Zitat:

Michael Oenning leitete gestern erstmals das Training der FCM-Profis. Er legte dabei viel Wert auf die Arbeit mit dem Ball. Foto: Eroll Popova

Wie Trainer Michael Oenning den 1. FC Magdeburg zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga führen will.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Mit Jugendsünden ist es immer gleich. Irgendwann holt irgendjemand sie hervor. Das ist bei Michael Oenning nicht anders. Anfang der 90er Jahre nahm er als Kandidat an der ARD-Flirtshow „Herzblatt“ teil, die unter anderem von Rudi Carrell und Rainhard Fendrich moderiert wurde. Damals nannte er sich noch Mad, weil er den Film „Mad Max“ mochte. Und er eroberte sogar das Herz einer Kandidatin.
Oenning: Jugendsünde in TV-Show

Im Laufe der Jahre, Oenning stand als Trainer des Hamburger SV und des 1. FC Nürnberg immer mehr in der Öffentlichkeit, wurde er häufiger auf die Sendung angesprochen. Eine Jugendsünde, die im Rückblick vielleicht etwas peinlich ist, über die Oenning aber auch schmunzeln kann.

Michael Oenning ist ein authentischer Typ, das wurde gestern schon bei seiner Vorstellung im Rahmen der Pressekonferenz des 1. FC Magdeburg deutlich. Mit einem Lächeln reagierte er auf die Aussagen von FCM-Sportchef Maik Franz über Oennings Erfolge. „Es ist immer schön, wenn man hört, was man so geleistet hat“, sagte er.

In diesem Satz spiegelte sich aber weniger die Arroganz eines José Mourinho wider – der Trainer von Manchester United ist für provokante Aussagen bekannt. Vielmehr lächelte Oenning in sich hinein und auch mal über sich selbst.
Aussprachehilfe für den FCM-Coach

Er ist kein biederer, ernster Typ, sondern auch mal für einen Spruch zu haben. Das wiederum bedeutet nicht, dass er sich nicht ernsthaft auf seine neue Aufgabe vorbereitet hätte. Oenning achtet beispielsweise ganz penibel darauf, Magdeburg ohne das von den Bewohnern so verabscheute lange „aaaaaaa“ zu sagen. Allerdings kann er seine Herkunft dann aber doch nicht ganz verbergen. „Magdeburch“ sagt Oenning, so wie es im Münsterland üblich ist, dort wuchs er auf. Zur Sicherheit hatten ihn aber auch Maik Franz und Geschäftsführer Mario Kallnik vor der Pressekonferenz noch mal vor dem langen „a“ in Magdeburg gewarnt.

Authentisch ist Oenning auch, weil man ihm das Gesagte wirklich abnimmt. Das liegt daran, dass er seine Sätze nicht geschliffen wie nach einer Medienschulung herunterspult. Er antwortet ausführlich und geht auf den Gesprächspartner ein.
FCM-Trainer war TV-Experte

Nachdem es für ihn als Trainer des 1. FC Nürnberg mit dem Bundesliga-Aufstieg im Gepäck steil bergauf gegangen war, hatte er – wie viele Trainer vor und nach ihm – beim Hamburger SV keine gute Zeit. Danach verschwand Oenning aus der Öffentlichkeit. Was hat er von 2011 bis 2016, bevor er nach Ungarn ging, gemacht? „Nichts“, antwortete Oenning entwaffnend ehrlich. Denn: „Ich habe mir immer die Freiheit genommen, etwas zu machen, was ich wirklich machen will.“ Deshalb verließ er zwischenzeitlich die Seitenlinie, arbeitete viele Jahre als Kommentator-Assistent für Marcel Reif und Kai Dittmann bei einem privaten Fernsehsender. Ganz bewusst entschied er sich dann auch für ein Engagement im Ausland, in Ungarn. „Das war eine ganz wichtige Erfahrung, in einem neuen Land mit einer fremden Sprache.“

Wie Vasas Budapest ist auch der 1. FC Magdeburg ein Arbeiterverein. Die Magdeburger DNA, Kampf und Leidenschaft, will Oenning auch gar nicht verändern. „Das ist die Grundlage, sonst wird man nicht erfolgreich Fußball spielen können. Man muss aber auch Fußball spielen“, betont er. Im ersten Training wurde gestern deutlich, was der 53-Jährige meint. Fast über die gesamte Dauer, immerhin rund zwei Stunden, wurden Passformen trainiert. Alle Spieler waren permanent in Bewegung. Kurzpässe, auf engem Raum, im direkten Duell, ohne viel Druck auszuüben. Spiel mit dem Ball wird das genannt – und genau da hakte es beim FCM zuletzt. Die durchschnittliche Passquote von bisher nur rund 60 Prozent muss verbessert werden.

Oenning weiß das und nutzt die Zeit, um sofort und intensiv an Schwächen zu arbeiten. Am FCM schätzt er Werte, die er nach eigener Aussage auch lebt. „Das Ehrliche und Normale, das den Fußball so ausmacht, finde ich hier wieder.“ Deshalb findet er sich auch im Club wieder.
Oenning: FCM-Vertrag bis Juni 2019

Oenning, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 unterschrieb, ist aber auch klar, dass der FCM nach nur neun Punkten aus 13 Spielen vor allem eines braucht: Erfolgserlebnisse. Dabei ist dem Coach die Besonderheit der ersten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte bewusst. „Dass wir 2. Liga spielen dürfen als 1. FC Magdeburg, das sind eigentlich Feiertage. Die kommen nicht von selbst, die hat man sich erarbeitet“, betont er. Aber: „Diese Feiertage muss man auch leben. Wir dürfen nicht daran denken, was schiefgehen könnte. Natürlich müssen wir gewinnen und wir werden auch gewinnen. Wir müssen alle wieder nach vorne denken.“

Der 53-Jährige war früher Stürmer. „Auch wenn man mir das heute vielleicht nicht mehr ansieht“, sagt er in einem selbstironischen Ton. Doch viel wichtiger: Oenning will damit aber sagen, dass er Offensivfußball mag und diesen auch von seiner Mannschaft sehen will. „Ich habe eine klare Philosophie. Ich will Spieler besser machen.“

Er achtet aber auch ganz genau darauf, dass Vorgänger Jens Härtel nicht schlecht dasteht. Im Gegenteil: Oenning hebt die Verdienste von Härtel und Co-Trainer Ronny Thielemann hervor. „Sie haben Großartiges geleistet. Das gilt es zu würdigen. Ich habe das in meiner Trainerlaufbahn auch schon gehabt, weiß, wie schwierig es ist, wenn etwas zu Ende geht und etwas Neues entstehen muss“, sagt er. Denn: „Es ist leider so, dass wir immer etwas übernehmen, was ein anderer hinterlässt oder abschließt.“

Die Zukunft heißt beim FCM jetzt aber Oenning. Der Klassenerhalt ist das Ziel. Sportchef Franz erzählt, dass er sich mit dem neuen Trainer bereits vor eineinhalb Jahren mal ausgetauscht hatte. „Wichtig ist, dass wir den Spieler- und Trainermarkt kennen“, sagt er. Denn: „Es kann ja immer mal sein, dass uns mal ein Trainer verlässt oder krank wird, was wir natürlich nicht hoffen.“

Der FCM habe ein klares Trainerprofil, zu dem Oenning passt. „Er hat zuletzt in Ungarn gute Arbeit geleistet, junge Spieler weiterentwickelt. Wir glauben, dass er für uns genau der richtige Mann in dieser Situation ist“, sagt Franz, der Oenning noch aus gemeinsamen Wolfsburger Zeiten kennt. Und: „Er kommuniziert sehr viel und ist bodenständig.“

Oenning stellt sich der Herausforderung: „Wir können als Team hervorragend funktionieren, vorausgesetzt, dass wir alle in eine Richtung gehen. Es wird jetzt meine Aufgabe sein, alle auf unsere Ziele einzuschwören.“


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15.11.2018, 09:42
Wadenbeisser Abwesend


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Betreff: Re: Der neue Trainer beim Club Michael Oenning
Tipp kam von Paps (Jürgen)

Was erwartet den 1. FC Magdeburg mit Michael Oenning?
»Vergleichbar mit diCaprio«

Michael Oenning ist zurück, er unterschreibt in Magdeburg. Weshalb wir beim bekannten Blog »Das Oenning’sche Fußballprinzip« gefragt haben, was Fußballdeutschland erwartet.
Zitat:


Paukenschlag in der 2. Liga. Der 1. FC Magdeburg holt Michael Oenning als neuen Trainer. Ein Jahrhunderttransfer?
Hansa Rostock hat Jari Litmanen an die Ostsee gelockt, die Löwen haben Davor Šuker nach Giesing geholt, der VfB konnte sich die Dienste von Jon Dahl Tomasson sichern und der FC Schalke hat Edi Glieder zum Knappen gemacht. Alles beeindruckend, aber wenn der Name Oenning fällt, dann hat das eine ganz andere Dimension. Vergleichbar wäre es, wenn die Klasse 7b der Erich-Kästner-Schule Bitterfeld Leonardo DiCaprio für die Hauptrolle in ihrem Theaterstück engagieren würde.

Oenning war zuletzt Trainer von Vasas Budapest, spielte sogar um die ungarische Meisterschaft mit. Hätten nicht größere Vereine als ein Zweitligist Schlange stehen müssen?
Bei ManUnited, Real Madrid und den Bayern hat es in der letzten Zeit gekriselt. Wenn die Herren in den Führungsetagen nur einen Funken Fachkompetenz besitzen, haben sie sich dort auch mit der Personalie Oenning beschäftigt. Auf der anderen Seite haben insbesondere die Bayern in den vergangenen Jahren ein unglückliches Händchen bei Personalentscheidungen bewiesen. Wie kann man bitte einen Michael Rensing vom Hof jagen, aber an einem Manuel Neuer festhalten? Uli Hoeneß sollte das Ruder endlich an Christian Nerlinger übergeben.

Wieso wollte Magdeburg unbedingt Oenning - und nicht Holger Fach?
Zum einen kann das an seinem charmanten Lächeln liegen, zum anderen aber auch an der feschen Frisur. Seinen pfiffigen Kinnbart hat er ja leider nicht mehr. Vielleicht möchte der FCM aber auch lediglich einen guten Pianisten oder jemanden mit Herzblatt-Erfahrung in seinen Reihen wissen. Am Ende musste sich der Vorstand vermutlich zwischen Michael Oenning, Hans Meyer und Peter Neururer entscheiden.

Michael Oenning gilt als Innovator. Als einer, der den Fußball anders denkt. Worauf können sich die Fans in Magdeburg freuen?
Nicht nur die Fans, sondern ganz Fußballdeutschland kann sich auf das Oenning‘sche Fußballprinzip freuen. Also auf rustikalen, ehrlichen Fußball. Fußball ohne Schwalben und ohne Fortnite-Jubel, dafür aber mit Libero, Blutgrätschen, Rudelbildungen, technisch anspruchsvollen Stockfehlern und Spielern, die abends auch mal zwei bis zehn Bierchen an der Hotelbar trinken dürfen.

Der Verein ist mit nur neun Punkte aus 13 Spielen aktuell Tabellensiebzehnter. Kann Oenning auch Abstiegskampf?
Zunächst einmal gilt es, die Abwehr der Magdeburger zu stabilisieren. Am besten gelingt das natürlich mit einem Christian Wörns, der in den letzten Wochen eigentlich überragend gespielt hat. Sollte Magdeburgs Sportdirektor Maik Franz ihn nicht nach Sachsen-Anhalt lotsen können, muss Franz wohl selbst wieder seine Fußballschuhe schnüren.

Welche anderen »Team 2006«-Spieler sollte Oenning in der Winterpause verpflichten?
Wie bereits erwähnt: Wichtig ist, dass man den Laden hinten dicht hält. Ingo Hertzsch und Alexander Madlung kommen da spontan in den Sinn. Das sind »bullige Kerle«, um sich so gewählt wie der hochverehrte Fritz von Thurn und Taxis auszudrücken. Für die Kreativität könnte Thomas »Mozart« Broich sorgen, vorne könnten Enrico Kern und Rasenallergiker Mike Hanke auf Torejagd gehen. Aber auch Benjamin Auer käme für den Angriff in Betracht.

weiterlesen auf Seite 2: »Wir antworten nicht auf so eine Scheißfrage!«

...

Was erwartet den 1. FC Magdeburg mit Michael Oenning?
»Wir antworten nicht auf so eine Scheißfrage!«

Auer gilt seit 2005 als »Talent im Endstadium« (Auer über sich selbst). Könnte er beim FCM doch noch den endgültigen Durchbruch schaffen?
Auer und Benjamin Lauth prophezeien wir noch immer eine große Zukunft. In der deutschen Nationalmannschaft werden die beiden über kurz oder lang in die Fußstapfen von Paulo Roberto Rink und Sean Dundee treten. Beide Benjamins sorgen vorne für eine Menge Wirbel und kreieren durch ihre Dynamik immer wieder Situationen, die die gegnerischen Verteidiger verwirren. Für mehr Verwirrung sorgen sonst nur Sofian Chahed und Sofien Chahed von Hannover 96 bei der Passkontrolle.

Zurück zum 1. FC Magdeburg. Der Verein setzte nach dem Aufstieg auf einen bewährten Kader, holte nur wenige bekannte Namen. Fehlt der Starfaktor?
Michael Oenning hat unter anderem mit Marek Mintal, Ruud van Nistelrooy und Zé Roberto zusammengearbeitet. Ein Anruf in der Slowakei, in den Niederlande oder in Brasilien sollte genügen, damit die Jungs wieder auf der Matte stehen.

Hätte man sich um Marcel Schmelzer bemühen müssen?
Entschuldigung, wer?

Apropos Magdeburg. Wie stehen Sie eigentlich zu Chhunly Pagenburg?
Chhunly ist definitiv unser Lieblingskambodschaner. Genauso wie Michael Mifsud unser Lieblingsmalteser ist. Zumindest neben dem Hund unserer Nachbarin.

Nun aber mal ernsthaft. Was trauen Sie Michael Oenning und dieser Mannschaft zu? Seit dem Aufstieg mit dem 1. FC Nürnberg 2009 hat Oenning doch nichts mehr geleistet.
Wir antworten nicht auf so eine Scheißfrage! Wollen Sie andere Frage machen, antworten wir gerne.

Irgendwelche Wünsche?
Wir wünschen Herrn Oenning das Beste und hoffen, dass er den Klassenerhalt mit dem FCM packt und in drei Jahren dann im UI-Cup sein Können gegen ´algiris Vilnius oder den FC Dacia Chișinău unter Beweis stellen kann.

Abschließend die wichtigste Frage: Wie feiern Sie das Comeback von Michael Oenning im deutschen Profifußball?
Mit ‘nem Sekt… vielleicht.

---

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