MDFF - das Magdeburger Fussballforum



18.12.2019, 18:10
Wadenbeisser Abwesend


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oder jetzt "Neues vom Krügel-Platz"

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Folge 25 von "Neues vom Krügel-Platz"


"im Gespräch mit ..."

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Neues vom Krügel-Platz | Folge 25 FCM-Jahr 2019: Sieg beim HSV überstrahlt alles

Abstieg und anschließend Stagnation – das Jahr 2019 war für den FCM sportlich nicht das Beste. Doch der Sieg beim HSV ragt heraus. Guido Hensch und Oliver Leiste erinnern sich an die Höhe- und Tiefpunkte der Blau-Weißen.
von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT
von Daniel George, MDR SACHSEN-ANHALT

Folge 25 von "Neues vom Krügel-Platz" in ... Schlagzeilen:
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Mit dem Spiel gegen Münster beendet der 1. FC Magdeburg die Hinrunde in der 3. Liga und bestätigt bei der 0:2-Niederlage die wechselhaften Eindrücke der Vormonate. Guido Hensch erklärt, wo er die Ursachen für die fehlende Konstanz sieht. In der letzten "Neues-vom-Krügel-Platz"-Folge des Jahres blicken Hensch und Oliver Leiste zudem auf die Höhepunkte und Negativerinnerungen 2019 zurück.

Folge 25 in drei Schlagzeilen:
"Viel zu wenig, keine Konstanz" – ab Minute 7:15

Sieben Sekunden brauchte Maik Franz nach der Partie in Münster, um die Hinrunde des FCM zusammenzufassen: "Viel zu wenig, keine Konstanz. Ein gutes Spiel, dann ein durchwachsenes, dann ein schlechtes. Und dann wieder ein Gutes." Guido Hensch ergänzt: "Und dann in Münster wieder ein Schlechtes. Immer wenn man denkt, jetzt geht es los, wird der FCM wieder ausgebremst." Doch obwohl Hensch, genau wie viele andere, total unzufrieden mit der Punktausbeute ist, ist der Aufstiegszug noch längst nicht abgefahren. Hensch wünscht sich, dass der FCM in der Winterpause für eine positive Stimmung sorgt.
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"Gefühl, leichtfertig etwas verschenkt zu haben" – ab Minute 13:30

"Negativ hängen bleibt natürlich, dass man es nicht geschafft hat, irgendwie in der 2. Bundesliga zu bleiben", sagt Guido Hensch über das Jahr 2019. "Ich glaube, da hat nicht so viel gefehlt. Dieses Gefühl, etwas leichtfertig wieder hergeschenkt zu haben, dass ist das, was bei mir in diesem Jahr hängengeblieben ist", erzählt Hensch. Anschließend besprechen er und Oliver Leiste weitere Tiefpunkte und das absolute Highlight 2019. "Dieses Jahr wird überstrahlt vom Sieg beim HSV", so Hensch.
"So kann man kein Pressing spielen" – ab Minute 28:30

Zum Ende der Folge geht es die Bilanz des Trainers nach einem halben Jahr im Amt. "Wenn Stefan Krämer so spielen lassen würde, wie vor der Saison angekündigt, wäre ich ein noch größerer Befürworter", sagt Hensch. "Uns wurde ja mehr Offensivfußball und frühes Pressing versprochen. Dann kam Stefan Krämer und meinte, er ist ein großer Freund des 4-3-3. Doch das System, das in letzter Zeit gespielt wurde, ist ein anderes." Dabei hätte der FCM die richtigen Spieler, um so offensiv zu agieren, ist sich Hensch sicher.




Podcast | 1. FC Magdeburg

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10.01.2020, 14:28
Wadenbeisser Abwesend


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kommt hier mit rein

da es die Fortsetzung des Geschehens um Tainer Krämer/Wollitz ist

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Folge 18 von "Neues vom Krügel-Platz"


"im Gespräch mit ..."

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Neues vom Krügel-Platz | Folge 27 Die vielen Wirren der "neuen Zeitrechnung" beim FCM

Die Entlassung von Cheftrainer Stefan Krämer, sein umstrittener Nachfolger Claus-Dieter Wollitz, Kritik an den Verantwortlichen – der 1. FC Magdeburg durchlebt unruhige Zeiten. Der große Podcast zur Lage beim Drittligisten.
von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT
von Daniel George, MDR SACHSEN-ANHALT

Folge 27 von "Neues vom Krügel-Platz" in ... Schlagzeilen:
Zitat:


Im Spanien-Camp bereitet sich der 1. FC Magdeburg noch bis zum Wochenende auf die Rückrunde der dritten Liga vor. Am 25. Januar geht es mit dem Heimspiel gegen Zwickau in der Liga weiter. Bis dahin wird gelaufen, trainiert und getestet – so weit, so normal.

Doch in den vergangenen Wochen war wenig normal beim FCM. Bei den Blau-Weißen hat laut Manager Mario Kallnik eine "neue Zeitrechnung" begonnen. Die FCM-Experten Oliver Leiste und Daniel George analysieren die umstrittenen Personalentscheidungen im Podcast – und richten mit der Unterstützung zweier Gäste sogleich den Blick nach vorn.

Folge 27 von "Neues vom Krügel-Platz" in drei Schlagzeilen:
1.) "Der Druck ist jetzt groß" – ab Minute 00:15 und 33:00 und 1:12:00

Wie ist der Trainerwechsel konkret abgelaufen? War die Trennung von Stefan Krämer nachvollziehbar? Was für Folgen hatten die Personalentscheidungen für den FCM und sein Umfeld? Welche Rolle spielen jetzt die Fans? Und was passiert eigentlich, wenn Claus-Dieter Wollitz keinen Erfolg haben sollte? Das alles besprechen Oliver Leiste und Daniel George im Podcast.

https://www.mdr.de/...s-100.html


2.) FCM-Blogger: "Ich kann nicht sagen, wofür der FCM gerade steht" – ab Minute 00:15:38

Vier Trainer in anderthalb Jahren – viele Fans fürchten, dass der FCM das verliert, was ihn in den vergangenen Jahren so stark gemacht hat: Kontinuität. Sie sorgen sich um ihren Klub, der sich den Mechanismen des Profifußballs immer mehr anpasst – und dafür seinen Weg ein Stück weit verlässt. Ist der FCM bald nur noch ein Verein wie jeder andere?

Alexander Schnarr betreibt den FCM-Blog "Nur der FCM!". In dieser Woche veröffentlichte der langjährige Fan des 1. FC Magdeburg dort einen emotionalen Text namens "Entfremdung". Schnarr beschreibt darin, warum die Ereignisse der vergangenen Wochen seine Beziehung zum Verein verändert haben – und führt seine Gedanken im Podcast detailliert aus.


Bildrechte: MDR/Schnarr

Was passiert, wenn das jetzt schief geht? Wenn die ersten Spiele nicht so ertragreich sind? Dann wird die Unruhe im Umfeld noch viel größer. Diese Zeiten hatten wir in Magdeburg schonmal – und ich hatte gehofft, wir haben diese Zeiten hinter uns gelassen.
FCM-Blogger Alexander Schnarr

3.) Sportjournalist aus Cottbus: "Claus-Dieter Wollitz hat viele Facetten" – ab Minute 47:35

Die Verpflichtung von Claus-Dieter Wollitz hat für Kritik der Anhänger gesorgt. Dem 54-Jährigen eilt ein fragwürdiger Ruf voraus. Doch Wollitz überzeugte in seinen ersten Tagen beim FCM mit klaren Ansagen und Ideen.

Frank Noack ist Sportjournalist bei der Lausitzer Rundschau. Er hat die Arbeit von Wollitz bei Energie Cottbus – von 2009 bis 2011 und von 2016 bis Dezember 2019 trainierte Wollitz das Team – eng begleitet. Wie tickt der neue FCM-Trainer wirklich? Was für einen Fußball lässt er spielen? Und: Werden die Alphatiere Wollitz und Kallnik miteinander klarkommen? Noack liefert Antworten.


Bildrechte: MDR/ Frank Noack

Er ist mit Sicherheit ein sehr, sehr guter Trainer. Aber auch einer, der sich bisweilen zu Themen zu Wort meldet, die Energie kosten – und die auch ein bisschen vom Sportlichen ablenken.
Sportjournalist Frank Noack aus Cottbus




Podcast | 1. FC Magdeburg

von Oliver Leiste, MDR SACHSEN-ANHALT von Daniel George, MDR SACHSEN-ANHALT

11.01.2020, 17:16
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Betreff: Re: Halbserien Bilanz vom Podcast Team


Entfremdung

Zitat:
    

Entfremdung

Ein Satz, ein einziger Satz, hätte genügt.

“Leute, wir haben auch ein paar Fehler gemacht.”

Anstatt sich aber selbst in die “harte Analyse” der Hinrunde mit einzubeziehen, die in der Entlassung von Stefan Krämer als Cheftrainer mündete, entschied sich die Leitung der 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH zum Start in die Winterpause für einen anderen Weg: Via “Magdeburger Volksstimme” machte man den Ex-Chefcoach zum alleinigen Sündenbock für die sportliche Situation, zensierte mutmaßlich die öffentliche Unmutsbekundung des Kapitäns, verpflichtete mit Claus-Dieter Wollitz eine Person mit einem mindestens mal streitbaren Image als neuen Cheftrainer, erhöhte den Druck auf die selbst zusammengestellte Mannschaft und kommunizierte den Beginn einer “neuen Zeitrechnung”. Puh. Das waren schon einige größere Brocken, mit denen es über die Feiertage und den Jahreswechsel erst einmal klarzukommen galt.

Dementsprechend nachdenklich gestalteten sich die letzten Tage, in denen die Gefühlslage beständig zwischen Unbehagen, “Lasst mich in Ruhe mit Fußball” und “Ey, eigentlich bin ich ja im Urlaub und sollte vielleicht mal abschalten” hin- und herpendelte. Aus der Frage: “Was mache ich nun mit den ganzen, neuen Entwicklungen?” wurde relativ schnell ein “Was machen die ganzen neuen Entwicklungen eigentlich mit mir?” und beim Nachdenken darüber stellte sich immer stärker so ein dumpf-distanziertes Gefühl ein. Ich merk(t)e, dass ich mir nichts anschauen konnte und kann, was mit dem neuen Trainer zu tun hat, dass mich die Event-Berichterstattung aus dem Trainingslager eher nervt, als dass ich (wie eigentlich sonst) alles begierig aufsauge und dass ich einfach irgendwie traurig und enttäuscht bin.

Kurzum: Das Blog-Jahr 2020 startet mit der Erkenntnis, dass mich die sportliche Leitung mit ihren letzten Aktionen irgendwie verloren hat.

Um dahinter zu kommen, woran genau das liegt, musste ich ein paar Jahre zurückgehen und landete schließlich beim 10. Spieltag der Regionalliga-Saison 2014/2015. Der FCM verlor zuhause mit 1:2 gegen die TSG Neustrelitz, fand sich unter Neu-Trainer Jens Härtel mit elf Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz wieder und war vom Ziel, die Liga zu gewinnen, meilenweit entfernt. Als Reaktion auf die deutlich hörbaren “Härtel raus”-Rufe stellte sich Mario Kallnik seinerzeit demonstrativ hinter den vom ihm verpflichteten Trainer und erklärte, dass man sich eher von Spielern als vom Coach trennen würde. Zugegeben, ich hatte während der Neustrelitz-Partie auch wie ein Rohrspatz geschimpft (ohne freilich in die zitierten Sprechchöre einzustimmen) und war skeptisch, ob das wohl so funktionieren würde. Gleichzeitig beeindruckte mich aber die starke Haltung der sportlichen Leitung, die so ganz entgegen der “marktüblichen Mechanismen” handelte. Der Erfolg gab Kallnik schließlich recht, der Weg führte bis in die 2. Bundesliga. Möglich wurde das, da bin ich mir inzwischen sicher, auch durch ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl im ganzen Verein, das sich zumindest für mich auch aus so einer “Wir sind anders, wir gehen unseren eigenen Weg, wir bleiben ruhig und lassen uns nicht beirren, wir sind Magdeburg”-Mentalität-Haltung speiste. Den Verantwortlichen wäre ich in dieser Zeit in fast jede Schlacht gefolgt.

Dann kam das insgesamt schwierige Zweitliga-Jahr, in dem sich einiges veränderte. Maik Franz wurde vom Assistenten der Geschäftsführung zum Leiter der Lizenzspielerabteilung befördert, Jens Härtel im November entlassen und durch Michael Oenning ersetzt, die Mannschaft in der Winterpause namhaft verstärkt. Genutzt hat das alles nichts: Am Ende stand der sofortige Wiederabstieg, mit neuen Strukturen, dem gleichen Führungspersonal und ohne Trainer fand sich der 1. FC Magdeburg erneut in der 3. Liga wieder. Doof irgendwie, irgendwie aber auch kein Riesenbeinbruch: Es gab da ja noch den Bonus der letzten Jahre, das Wissen, dass der Club finanziell völlig solide dasteht und das Vertrauen, dass mit der entsprechenden Ruhe und einem planvollen Vorgehen sicher auch bald wieder sportlich bessere Zeiten anbrechen werden.

Vor dem Hintergrund dieses Vertrauensvorschusses habe ich mich von dem, was dann im Sommer passierte, tatsächlich auch noch ziemlich gut abgeholt gefühlt: Es wurden relativ bald Transfers verkündet, die vielversprechend aussahen, dazu (!) ein Trainer, der bei vorherigen Stationen bewiesen hatte, dass er erfolgreich arbeiten kann. Es gab die klare Ansage, erstmal 45 Punkte holen, sich kontinuierlich entwickeln und innerhalb der nächsten drei Jahre wieder in die 2. Liga aufsteigen zu wollen. Eine Ansage im Übrigen, die ja dann sogar während der Hinrunde noch unterstrichen wurde.

Und dann, 20 Ligaspiele später, ist Weihnachten, die Mannschaft hat von den mindestens 45 Punkten 27 eingefahren und entgegen der eigenen Verlautbarungen beschließt die sportliche Führung den “Reset”, entlässt den Trainer, kommuniziert neue Ziele und tut dann noch so, als hätten Medien und Umfeld da wohl was falsch verstanden. Gleichzeitig wird eine ähnliche Rhetorik bemüht wie seinerzeit 2014/2015: Die Mannschaft müsse nun gefälligst liefern, wer nicht mitzieht, darf gehen oder wird gegangen, es gibt keine Ausreden mehr. Damals allerdings hat die sportliche Leitung die Entscheidung für einen Trainer und einen entsprechenden Weg verteidigt. Nun verteidigt sie das eigene Handeln und legitimiert es nachträglich: Wir haben uns nichts vorzuwerfen, it’s the Mannschaft, stupid! Und außerdem: Mentalität! Mentalität für alle!

Wie gesagt, ein einziger Satz hätte genügt, um mich da (wenigstens noch halbwegs) mitzunehmen. Es ist zum Heulen.

Wenn Mario Kallnik nun sagt, beim Club hätte eine neue Zeitrechnung begonnen, dann stimmt das schon: Wenn man so will, ist die 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH endgültig im Profifußball angekommen. Wir können jetzt auch “hire and fire”, “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?” und “Schuld sind im Zweifelsfall die Anderen”. Was unterscheidet uns in diesem ganzen Zirkus jetzt eigentlich noch von den übrigen Akteuren? Von den Werten, die den Club in den vergangenen Jahren nach vorn gebracht haben, ist in meinen Augen jedenfalls nicht mehr allzu viel übrig: Demut, Geduld, Besonnenheit, dieses “Wir, die Größten der Welt, gegen den Rest der Welt”-Gefühl. Möglicherweise ist für diese Werte am Ende des Tages im Profifußball aber auch einfach gar kein Platz.

Und vielleicht ist das auch okay so. Vielleicht braucht es diese Haltung für den maximalen Erfolg in diesem Geschäft, den Mario Kallnik und Maik Franz, wenn ich das richtig verstanden habe, knallhart und bedingungslos anstreben und in dem nur Ergebnisse, Ergebnisse und nochmals Ergebnisse zählen. Und Mentalität. Und letztlich ist es vermutlich an mir, zu entscheiden, ob ich da Bock drauf habe oder der Entfremdung, die sich seit Weihnachten merklich breit zu machen beginnt, Raum geben möchte. Eventuell habe ich auch einfach nur Angst, dass alles schief geht und mein Verein wieder Zeiten entgegensteuert, von denen ich hoffte, dass wir die längst hinter uns gelassen haben. Kann auch sein.

Fakt ist jedenfalls eins: Vor den letzten 18 Spielen der Saison 2019/2020 steht der Club dank Maik Franz und Mario Kallnik nicht nur sportlich am Scheideweg, und das meine ich völlig wertfrei. Wohin die Reise geht, werden wir erst in zwei, drei Monaten wissen. Bis dahin, mindestens bis dahin, bleibt mein Unbehagen. Ich hätte mir irgendwie gewünscht, mit deutlich positiveren Gefühlen ins neue Jahr zu starten.

Alexander Schnarr
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