MDFF - das Magdeburger Fussballforum



21.03.2020, 13:55
Wadenbeisser Abwesend


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Coronavirus
Magdeburgs Spieler appellieren an Fans
19.03.2020
Zitat:
Christian Beck

"In dieser Zeit müssen wir alle zusammen stehen. Auch wenn wir den Fußball vermissen, müssen wir uns gegenseitig helfen"

Magdeburg (dpa) l Mit einer Videobotschaft auf dem vereinseigenen Youtube-Kanal appellieren die Spieler des Drittligisten 1. FC Magdeburg in der Coronavirus-Krise an ihre Fans. "Bitte bleibt zuhause", forderte Mittelfeldmann Patrick Möschl in der am Donnerstag veröffentlichten Nachricht.
"In dieser Zeit müssen wir alle zusammen stehen. Auch wenn wir den Fußball vermissen, müssen wir uns gegenseitig helfen", sagte Torwart Morten Behrens an die Magdeburg-Anhänger gerichtet. "Helft euren Nachbarn bei der Kinderbetreuung, bei den Einkäufen". Nur gemeinsam könne man die schwere Zeit überstehen.

Am Montag hatten der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Vertreter der Clubs beschlossen, die Saison der 3. Liga aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. April zu unterbrechen. Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte die Entscheidung begrüßt. "Fußball ist zweitrangig", sagte der 54-Jährige. Es gebe wichtigere Themen und das sei die Gesundheit. Die Spieler haben für die Zeit zuhause Trainingspläne von Fitnesscoach Dirk Keller erhalten – unter anderem mit Beweglichkeits und Kraftübungen sowie intensiven Laufeinheiten. "Wir haben alle ein individuelles Programm bekommen, was es in sich hat", sagte Mittelfeldspieler Jürgen Gjasula. Kapitän Christian Beck sei sich sicher, dass die Mannschaft zur Stelle sei, wenn es weiter geht. "Wir bleiben fit und geben Gas."

Der Sportliche Leiter Maik Franz hatte zuvor gefordert, die Chance in der aktuellen Lage zu sehen. Für die Spieler sei die Pause von mindestens sechs Wochen die Möglichkeit, sich komplett zu fokussieren. "Denn eins wird klar sein: Es werden extrem viele Spiele in einem kurzen Zeitraum auf uns zukommen. Da müssen wir top fit sein - nicht nur körperlich, sondern auch mental", sagte Franz.




Fußball
Neuer FCM-Alltag im Home-Office
21.03.2020
Zitat:

FCM-Kapitän Christian Beck kümmert sich momentan von morgens bis nachmittags alleine um Tochter Melina. Foto: Beck

Wegen der Corona-Krise müssen fast alle Menschen ihren Alltag umstellen. Das gilt auch für Christian Beck vom 1. FC Magdeburg.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Vor ein paar Tagen war Christian Beck shoppen. Dabei ging es aber nicht etwa um Kleidung oder Schmuck. Der Kapitän des 1. FC Magdeburg kaufte für seine eineinhalbjährige Tochter Melina eine Schaukel und einen Sandkasten. „Da wir wegen der Corona-Krise momentan kaum das Haus verlassen, musste ich mir für Melina etwas einfallen lassen“, erklärt Beck.

Da in Magdeburg sämtliche Schulen und Kindertagesstätten geschlossen sind und der Spielbetrieb beim FCM bis mindestens 30. April ruht, ist der Stürmer in erster Linie in seiner Vaterrolle gefordert. Seine Freundin Paulin arbeitet nämlich bei der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt und muss dort vor Ort sein. Außerdem wohnen die Großeltern in Erfurt und somit nicht ums Eck. „Deshalb bespaße ich meine Tochter von morgens bis 17 Uhr alleine, bis Paulin nach Hause kommt“, sagt Beck.
Beck appelliert an die Vernunft

Und diese Aufgabe hat es durchaus in sich. „Melina sitzt nicht gerne still. Zum Glück haben wir einen kleinen Garten, können deshalb viel an die frische Luft. Ich gebe wie auf dem Rasen auch hierbei mein Bestes, spiele sehr viel mit ihr“, erzählt der 32-Jährige und lacht.


Christian Beck hält sich strikt an die Empfehlungen der Bundes- und Landesregierung und nimmt sie sehr ernst. „Es geht um die Gesundheit. Leute, die sich nicht daran halten und immer noch in Gruppen draußen unterwegs sind, kann ich nicht verstehen“, stellt er klar – und appelliert: „Jeder sollte momentan so gut es geht zu Hause bleiben. Wenn wir uns alle daran halten, können wir die Verbreitung des Virus eindämmen.“
Beck verlässt nur selten das Haus

Der Stürmer selbst verlässt das Haus nur, wenn es wirklich sein muss – zum Einkaufen oder für eine Laufeinheit. Sein Trainingsprogramm beginnt am Nachmittag, wenn Freundin Paulin ihn bei der Betreuung der gemeinsamen Tochter ablöst. „Wir haben ein individuell auf jeden Spieler zugeschnittenes Fitnessprogramm bekommen“, sagt Beck.Dies beinhaltet tägliche Läufe, die 45 Minuten bis eine Stunde dauern. Über eine spezielle Uhr, die jeder Spieler bekommen hat, kann FCM-Fitnesstrainer Dirk Keller nach den jeweiligen Einheiten schauen, ob die Vorgaben eingehalten wurden. „Bisher hat er noch nicht gemeckert“, sagt Beck und lacht. Und: „Klar ist, dass es für alle Spieler hart ist, nur ohne Ball trainieren zu können. Läufe mag eigentlich kein Fußballer.“ Gestern stand zudem noch ein großes Intervalltraining auf dem Programm.

Auch wenn dieses Training im Vergleich zum normalen Alltag eines Fußballers monoton ist: Beck ist bewusst, dass es dazu gerade keine Alternative gibt. Neben den Läufen steht auch Krafttraining auf dem Zettel. Dabei müssen die meisten Spieler improvisieren. „Ich habe beispielsweise keine Geräte bei mir zu Hause. Ich mache Liegestütze, Bauchmuskel- und Dehnübungen“, erklärt er.

Tochter Melina hat besonders an den Liegestützen Spaß, setzt sich dann auf den Rücken des Papas und feuert ihn an.
Wenig persönlichen Kontakt mit Spielern

Mit den Mitspielern hat Beck momentan kaum persönlichen Kontakt. „Das beschränkt sich vor allem aufs Telefonieren, wir schreiben uns häufig Nachrichten. Viel mehr ist aber wegen der Corona-Krise nicht möglich“, erzählt er.

Anfang der Woche gab es eine virtuelle Mannschaftssitzung – via Skype waren alle Spieler mit FCM-Trainer Claus-Dieter Wollitz und Sportchef Maik Franz verbunden. „Beide haben mit uns das aktuelle Vorgehen und das individuelle Training besprochen. Wir können gerade nur von Woche zu Woche planen“, betont Beck, der darauf hofft, dass es wie geplant am 30. März wieder auf den Trainingsplatz geht.
Rückkehr auf Trainingsplatz völlig unklar

Klar ist aber auch: Es ist völlig offen, ob und wann wieder trainiert beziehungsweise gespielt werden kann. Die 3. Liga hatte sich am vergangenen Montag zunächst darauf geeinigt, den Spielbetrieb bis zum 30. April auszusetzen. Die Saison soll verlängert und bestenfalls bis zum 30. Juni beendet werden. Wegen der verschobenen Europameisterschaft wäre im Sommer auch die benötigte Zeit dafür vorhanden.

Ob es dazu kommt, kann aber niemand wirklich seriös beantworten, weil sich die Prognosen rund um die Infektionsrate fast täglich ändern und angepasst werden. „Es wäre natürlich schön, wenn wir bald trainieren und dann auch spielen könnten. Das ist aber jetzt nur Nebensache. Wir alle hoffen in erster Linie, dass das Virus in den Griff bekommen wird“, betont Beck.

Momentan wird sein Alltag aber so oder so ordentlich ausgefüllt. „Melina verlangt mir alles ab. Ich bin abends schon ziemlich kaputt und falle recht früh ins Bett“, sagt er und schmunzelt.




24.03.2020, 11:10
Wadenbeisser Abwesend


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hmm
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Fußball
FCM beantragt Kurzarbeit
24.03.2020
Zitat:

In der 3. Liga geht die Angst um. Auch der 1. FC Magdeburg bereitet sich auf enorme Verluste vor. Archivoto: Peter Gercke/dpa

In der 3. Liga geht die Angst um. Auch der 1. FC Magdeburg bereitet sich auf enorme Verluste vor.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Die Corona-Krise macht insbesonderen den Fußball-Vereinen aus der 3. Liga zu schaffen. Über die Hälfte der Drittligisten hat bereits für Profis und/oder Angestellte Kurzarbeitergeld beantragt - der 1. FC Magdeburg gehört nun ebenfalls dazu. Doch der finanzielle Verlust, der dem FCM bei einer Annullierung der Saison droht, kann damit bei weitem nicht abgefangen werden, erklärt Geschäftsführer Mario Kallnik.




10.04.2020, 09:32
Wadenbeisser Abwesend


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Liga-Fortsetzung Mitte Mai? DFB prüft mehrere Modelle
Julian Koch 10. April 2020 um 07:59 Uhr



Zitat:

© imago images / MaBoSport

Neue Erkenntnisse brachte die Managertagung zwischen den 20 Vereinen und dem DFB am Donnerstag nicht, klar ist nur: Abgebrochen werden soll die Saison weiterhin nicht, anvisiert ist die Fortsetzung des Spielbetriebs. Mitte Mai könnte der Ball unter Umständen wieder rollen – zunächst wohl ohne Zuschauer.
"Momentan nur Planspiele"

Wer auf eine endgültige Entscheidung mit Blick auf Geisterspiele oder einen Abbruch der Saison gehofft hatte, muss sich weiterhin in Geduld üben. Doch eine seriöse Prognose zur weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ist zum aktuellen Zeitpunkt schlicht nicht möglich. Dennoch hoffen die Klubs, dass der Ball im Mai wieder rollen kann. Wie die "Bild" berichtet, soll das Wochenende vom 15. bis zum 18. Mai ein mögliches Datum für die Wiederaufnahme des Liga-Betriebs sein.

Ein Sprecher sagte dem Blatt: "Es gehört zur professionellen Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in den Spielbetrieb, dass man sich mit mehrere Szenarien beschäftigt. Dies sind momentan allerdings nur Planspiele, die von vielen äußeren Faktoren abhängig sind." Denn entscheidend bleiben die vorliegenden behördlichen Verfügungsgrundlagen – darüber besteht auch bei den Klubs Einigkeit. "Der einzige Fixpunkt ist momentan der Wunsch, die Saison bis zum 30. Juni zu Ende zu bringen."
Geisterspiele wohl unausweichlich

Die konkrete Frage: Sind bereits ab Mitte Mai Spiele ohne Zuschauer möglich? Die DFL erklärte zuletzt, ein Konzept für die Austragung von Geisterspielen mit möglichst geringem Personalaufwand in den Stadien erarbeiten zu wollen. Dass ab Mai schon wieder mit Fans gespielt werden kann, gilt dagegen als nahezu ausgeschlossen. Geisterspiele sind zwar weder von den Fans noch den Vereinen gewollt, scheinen derzeit aber die einzige Möglichkeit zu sein, um die Saison zu Ende bringen zu können. Auch der DFB und seine Klubs sind sich darüber einig, dass eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht zu Lasten der Allgemeinheit und des Gesundheitsschutzes gehen darf. "An erster Stelle steht klar die Gesundheit", betont der DFB. Ob in diesem Jahr überhaupt nochmal mit Zuschauern gespielt werden kann, ist offen.

Klar ist dagegen: Viel früher als am 16. Mai kann die Liga nicht wieder starten, da in einigen Städten sämtliche Sportplätze nach aktuellem Stand bis Ende April gesperrt sind – es droht eine Wettbewerbsverzerrung. Und auch die Teams, die aktuell schon wieder trainieren, können dies aufgrund den aktuellen Bestimmungen lediglich in Kleingruppen tun. Um aber auf die restliche Saison mit immerhin elf Spieltagen in wenigen Wochen vorbereitet zu sein, dürften mindestens zwei Wochen für eine richtige Vorbereitung nötig sein. Sollte dies allerdings nicht möglich sein, etwa weil die Bundesregierung das Kontaktverbot verlängert, dann wird auch über einen Abbruch der Saison diskutiert werden müssen. Wie dieser ablaufen könnte und wie die Saison anschließend gewertet werden könnte, darüber werden sich die Klubs und der DFB in den nächsten Tagen Gedanken machen müssen.



10.04.2020, 14:24
Magdeburg56 Abwesend


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Betreff: Re: Corona - Der Sport ist infiziert - mit und ohne FCM bezug ...
Ich bin auch für das Vortsetzen der Saison, auch mit Geisterspiele. Die Vereine können ja für ihre Begegnungen virtuelle Eintritskarten verkaufen! Mal sehen was für Fans die Vereine haben. Es müssen ja Aufsteiger und Absteiger ermittelt werden.
Auch die Übertragung der Spiele sollte ermöglicht werden außer bei Magenta
Der Osten rockt die Liga 3 - und der Dete ist auch mit dabei!

13.04.2020, 08:57
Wadenbeisser Abwesend


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Nachtrag

Fußball
FCM-Präsident Fechner fühlt mit Fans
11.04.2020

Zitat:

Foto: Eroll Popova
FCM-Präsident Peter Fechner findet es bedenklich, dass im Zuge der Corona-Krise möglicherweise auch in der 3. Liga, wie hier in der MDCC-Arena, die Stadiontore verschlossen bleiben und Geisterspiele stattfinden sollen.

Für Peter Fechner sind Geisterspiele eine bittere Vorstellung. Der FCM-Präsident findet, dass die Fans gerade zu wenig gehört werden.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Peter Fechner wird emotional, wenn er über die Fans des 1. FC Magdeburg spricht. Der FCM-Präsident ist in diesen Tagen ganz besonders begeistert vom Engagement der Anhänger. Am vergangenen Sonntag rief die aktive Fanszene sowie der Fanrat nämlich eine Spendenaktion ins Leben. In Anlehnung an den Europapokalsieg des FCM am 8. Mai 1974 in Rotterdam werden Tickets in drei Kategorien für eine fiktive Reise ins damalige Finalstadion De Kuip verkauft. Mittlerweile wurden bereits mehr als 3200 „Reisen“ gebucht.

Die Einnahmen sollen dem eingetragenen Verein, sprich der Basis, zugute kommen. Die Profimannschaft ist durch das weitsichtige Wirtschaften der vergangenen Jahr finanziell noch recht gut aufgestellt. „Das zeigt, dass unsere Fans enorm kreativ sind und uns toll unterstützen“, schwärmt der Präsident. Und: „Es geht bei dieser Aktion um den Zusammenhalt, der uns so oft ausgezeichnet hat.“

In der Corona-Krise wird einmal mehr deutlich, dass Fußballfans durchaus einiges bewirken können. Ob in Leipzig, Duisburg oder eben in Magdeburg – die Anhänger helfen ihren Vereinen so gut es geht. „Diese Unterstützung ist ein klares Signal, wie wichtig die Fans im Fußball sind“, betont Fechner.
Geisterspiele ein Dorn im Auge

Und nach dem Geschmack des FCM-Präsidenten wird der Einsatz der treuen Anhänger von vielen Verantwortlichen vor allem der Deutschen Fußball Liga (DFL), aber auch des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), zu wenig geschätzt. „Die Fans werden vergessen, wenn darüber diskutiert wird, wie es jetzt weitergeht“, ärgert sich Fechner. Besonders die geplanten Geisterspiele sind dem 65-Jährigen ein Dorn im Auge: „Es geht oft nur ums Geld, um zu viel Kommerz. Ich würde mir wünschen, dass die Fans mehr einbezogen werden.“

Gerade in der 3. Liga wehren sich momentan neben dem FCM viele Vereine wie der Hallesche FC und der FSV Zwickau gegen Spiele ohne Zuschauer. Kein Wunder: Die Fans spielen in der 3. Liga eine weitaus wichtigere Rolle als in den Bundesligen. Die Zuschauerzahlen machen schließlich einen erheblichen Anteil des Etats aus, während sich die beiden Top-Ligen vor allem über die TV-Gelder finanzieren. „Im Fußball darf man das Geld natürlich nie ganz außer Acht lassen. Es geht aber doch auch um die Gemeinschaft und darum, wie man jetzt damit umgeht, dass möglicherweise sehr lange Spiele ohne Zuschauer stattfinden könnten“, betont Fechner.
Fechner kritisiert Sonderrechte

Die Bundesligen hingegen verzichten meistens darauf, die Meinungen und Sorgen der Fans einzubeziehen. Im Gegenteil: Geisterspiele werden von der Mehrheit der DFL-Mitglieder akzeptiert, um sich das TV-Geld zu sichern. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sprach kürzlich davon, dass die Bundesliga ein Produkt sei und dass das allen bewusst sein müsse. Eine Aussage, die für viele Fans ein verbaler Schlag ins Gesicht war. „Außerdem haben die meisten Fußballvereine Ausnahmegenehmigungen beantragt, damit trainiert werden kann“, sagt Fechner. „Vielen Verantwortlichen würde es aber guttun, wenn sie sich nicht über die Gesellschaft stellen, wenn sie auf Sonderrechte verzichten würden.“ Denn durch solche Aktionen würde sich gerade der Bundesliga-Fußball von der Basis entfernen.

„Die vergangenen Jahre haben doch gezeigt, dass die beiden Top-Ligen viel zu sehr vom Geld geprägt sind. Ich hoffe durch die Corona-Krise auf ein Umdenken, denn momentan leidet an vielen Standorten die Identifikation mit Fans und Zuschauern“, sagt Fechner.
FCM würdigt Engagement der Fanszene

Vielen Drittligavereinen wird hingegen gerade vor Augen geführt, wie wichtig eine aktive Fanszene sein kann. „Durch die genannten Aktionen versuchen die Anhänger alles in Bewegung zu setzen, um den Vereinen wirtschaftlich zu helfen“, lobt Fechner. „Dieses Engagement wird beim FCM gewürdigt, es sollte aber auch in den Top-Ligen mehr Anerkennung finden.“


FCM-Präsident Fechner hofft auf "Umdenken" in der Krise
Max Handwerk 12. April 2020 um 08:21 Uhr


Zitat:

© imago images / Christian Schroedter
In der 3. Liga können sich viele Vereine gerade über jede Menge Unterstützung ihrer Anhänger freuen. Auch beim 1. FC Magdeburg sorgen die Fans für Freude – und sollten bei den Gedanken um die Fortführung des Spielbetriebs mehr einbezogen werden, findet FCM-Präsident Peter Fechner.
Fans sollen mehr einbezogen werden

Wie geht es in der 3. Liga weiter? Wird die Saison abgebrochen? Finden Spiele ohne Zuschauer statt? Viel wird aktuell diskutiert – auch und vor allem, weil es in den Profiligen des deutschen Fußballs um jede Menge Geld geht. Zu oft wird dieses Thema aber in den Vordergrund gerückt, findet FCM-Präsident Peter Fechner: "Es geht oft nur ums Geld, um zu viel Kommerz. Ich würde mir wünschen, dass die Fans mehr einbezogen werden", so Fechner gegenüber der "Volksstimme": "Die Fans werden vergessen, wenn darüber diskutiert wird, wie es jetzt weitergeht."

Dabei würden gerade die vielen Fan-Aktionen, die in der 3. Liga aktuell stattfinden, einen großen Zusammenhalt demonstrieren. Beim FCM etwa wurden fiktive Reisen nach Rotterdam angeboten – und trafen auf viel Zuspruch: "Das zeigt, dass unsere Fans enorm kreativ sind und uns toll unterstützen. Diese Unterstützung ist ein klares Signal, wie wichtig die Fans im Fußball sind", so Fechner.
"Identifikation leidet"

Man dürfe das Geld zwar nie ganz außer Acht lassen, es ginge "aber doch auch um die Gemeinschaft und darum, wie man jetzt damit umgeht, dass möglicherweise sehr lange Spiele ohne Zuschauer stattfinden könnten", findet der FCM-Präsident. Überhaupt wirkt die aktuelle Diskussion um die Wiederaufnahme schwierig – gerade in den zwei oberen Ligen: "Außerdem haben die meisten Fußballvereine Ausnahmegenehmigungen beantragt, damit trainiert werden kann. Vielen Verantwortlichen würde es aber guttun, wenn sie sich nicht über die Gesellschaft stellen, wenn sie auf Sonderrechte verzichten würden", so Fechner. Der Präsident hoffe durch die Krise auf ein "Umdenken": "Denn momentan leidet an vielen Standorten die Identifikation mit Fans und Zuschauern."




13.04.2020, 09:05
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Geisterspiele oder Abbruch? Ein Pro und Contra
Julian Koch 13. April 2020 um 08:43 Uhr
Zitat:

© imago images / Wedel
Geht es nach dem Großteil der Klubs, soll die Saison mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden – zumindest, sofern das mit Blick auf die behördlichen Vorgaben möglich ist. Falls nicht, dürfte es auf einein Abbruch der Saison hinauslaufen. liga3-online.de stellt die Pro- und Contra-Argumente beider Szenarien gegenüber.
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Bericht: 13 Drittligisten für Geisterspiele
Julian Koch 11. April 2020 um 09:30 Uhr
Zitat:

© imago images / MaBoSport
Die Saison in der 3. Liga soll bis zum 30. Juni zu Ende gespielt werden – das ist das Ergebnis der Managertagung am Donnerstag. Es läuft damit auf Geisterspiele hinaus. Ein Modell, für das sich die Mehrheit der Klubs ausgesprochen haben soll.
Abbruch wäre teurer

Wie die "Bild" berichtet, sollen 13 der 20 Drittligisten im Rahmen einer internen Abstimmung für Spiele ohne Zuschauer votiert haben. Ein Abbruch der Saison wird demnach nur von einer Minderheit präferiert – Zwickau, Halle und Jena sprachen sich zuletzt dafür aus. Eine endgültige Entscheidung ist am Donnerstag aber noch nicht getroffen worden,
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13.04.2020, 12:11
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Ich bin für Geisterspiele und somit für das sportliche Beenden der Saison. Die Vereine haben ja Dauerkarten verkauft und können natürlich auf ihre Fans bauenen indem sie virtuelle Eintritskarten verkaufen.

Sollte man aber die Saison abbrechen, gibt es nur dieMöglichkeit, man wertet die jetzige Tabelle mit den Auf- und Absteigern
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14.04.2020, 08:02
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Große Uneinigkeit über Fortsetzung der 3. Liga



Große Uneinigkeit über Fortsetzung der 3. Liga

Zitat:
Video direkt
"Am vergangenen Donnerstag hatte der DFB nach der Managertagung eine Erklärung im Namen aller Team-Vertreter der 3. Liga verschickt.
Doch ganz so harmonisch wie in der offiziellen Mitteilung ist die Lage nach MDR-Informationen nicht."




14.04.2020, 08:08
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Fußball
Ein schmaler Grat für den FCM
14.04.2020

Zitat:

FCM-Trainer Claus-Dieter Wollitz wartet gespannt auf die Entscheidung der Behörden, wann er mit seiner Mannschaft wieder auf den Trainingsplatz darf. Foto: Eroll Popova

Demnächst soll sich entscheiden, wann der 1. FC Magdeburg ins Training einsteigen kann. Der FCM steht vor großen Herausforderungen.
Von Manuel Holscher ›

Magdeburg l Bei Claus-Dieter Wollitz steht das Telefon in den Tagen der Corona-Krise kaum still. Der Trainer des 1. FC Magdeburg tauscht sich regelmäßig mit Sportchef Maik Franz aus, ruft außerdem häufig bei seinen Spielern durch. „Es ist in dieser Zeit besonders wichtig, den Kontakt zu halten, nach dem Wohlbefinden zu fragen“, betont er.
Zahlreiche Spiele von Mitte Mai bis Ende Juni

Schließlich weiß niemand,...

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14.04.2020, 18:09
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Kallnik für Abbruch: "Geisterspiele derzeit keine Lösung"
Julian Koch 14. April 2020 um 16:47 Uhr


Zitat:

© imago images / Schroedter

Die Saison soll zu Ende gebracht werden – das ist das Ziel der 20 Klubs. Auch der 1. FC Magdeburg spricht sich für ein sportliches Ende aus – allerdings nicht um jedem Preis. Geschäftsführer Mario Kallnik sieht in möglichen Geisterspielen die "wirtschaftlich unvernünftigste Lösung" – und plädiert daher für einen Abbruch der Saison.
"Abbruch würde uns weniger kosten"

Von Einigkeit unter den Klubs kann in der Krise keine Rede sein. 13 von 20 Vereinen sollen sich im Rahmen der Managertagung am Donnerstag dafür ausgesprochen haben, die Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu Ende zu bringen. Kallnik, der auch dem Ausschuss 3. Liga angehört, steht Geisterspielen dagegen kritisch gegenüber, wie er im Gespräch mit liga3-online.de erklärt: "Geisterspiele würden die Vereine deutlich früher in Insolvenz bringen. Daher wäre es die wirtschaftlich unvernünftigste Lösung." Der Grund: Bei Spielen ohne Fans müssten die Klubs die vollen Spieltagskosten tragen, während gleichzeitig die überlebenswichtigen Zuschauereinnahmen wegfallen.

Allein beim 1. FCM machen die Erlöse aus den Ticketverkäufen rund 30 Prozent des Gesamtetats aus. Entsprechend sieht auch Kallnik den FCM vor finanzielle Probleme gestellt, sollte die Saison ohne Zuschauer zu Ende gespielt werden: "Im Vergleich zu einem Saisonabbruch müssten wir etwa 800.000 Euro drauflegen. Zum einen, weil wir aus der Kurzarbeit müssten, zum anderen, weil jedes Spiel zusätzliche Kosten von 30.000 Euro verursachen würde", rechnet der FCM-Geschäftsführer vor. "Ein Abbruch würde uns weniger kosten." Den Klubs war das am Donnerstag anders aufgezeigt worden.

Den Verlust, der bei einem sofortigen Saisonende drohen würde, hatte Kallnik zuletzt auf 2,6 Millionen Euro beziffert. Allerdings war das die Worst-Case-Rechnung inklusive sämtlicher Regressforderungen. "Mittlerweile haben uns zahlreiche Sponsoren zugesichert, auf Rückzahlungen zu verzichten." Somit könnte der Verlust bei einem Abbruch geringer als die zuletzt genannten 2,6 Millionen Euro ausfallen. Was bleibt ist die Frage, wie die Saison bei einem Abbruch gewertet werden würde. Von einer Wertung der aktuellen Tabelle, über die Wertung der Rangliste nach der Hinrunde hin zu einer Annullierung scheint alles möglich.

Kallniks FCM-Rechnung

Verlust durch ….     Geisterspiele     Abbruch
Zuschauer     1 Mio. €     1 Mio. €
Mehraufwand     800.000 €     0 €
Zentralvermarktung     0 €     300.000 €
Sponsoren     0 – 300.000 €     0- 300.000 €
Summe:     1,8 – 2,1 Mio. €     1,3 – 1,6 Mio. €


Viele Unklarheiten

"Die Frage ist: Wollen wir so viele Vereine wie möglich über die Krise bringen? Oder wollen wir die Saison mit aller Macht zu Ende spielen, damit wir rein sportlich Auf- und Abstieg geklärt haben? Und am Ende verschwinden dann vielleicht einige Vereine von der Landkarte", sagt Kallnik und plädiert dafür, "alles zu prüfen. Momentan richtet es sich zu sehr auf die Fortsetzung der Saison aus." Dabei seien noch zahlreiche Fragen offen: "Wie soll eine Fahrt zum Auswärtsspiel aussehen? Reist jeder Spieler mit dem Auto an? Fahren wir mit vier Bussen? Müssen wir Einzelzimmer buchen und mehrere Meetings abhalten?" Bei Austragung von Geisterspielen sieht der FCM-Geschäftsführer "eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung ohne Ertragschance" aus den Club zukommen.

Eine Lösung: Kompensationszahlungen seitens des DFB, die aus Kallniks Sicht "sowohl für medizinisch, hygienische Maßnahmen als auch für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs" geleistet werden müssten. Bei direkten Zuschüssen und Darlehen sind dem DFB zwar aus rechtlichen Gründen die Hände gebunden, allerdings ließ Kallnik durchblicken, dass es möglicherweise andere Lösungen geben könnte.
Geisterspiele ab Sommer?

Gänzlich ausschließen will Kallnik Spiele ohne Zuschauer auf absehbare Zeit aber nicht. Schließlich ist unklar, ob in diesem Jahr überhaupt nochmal mit Fans gespielt werden kann. Gerald Haug, Präsident der Wissenschaftsakademie Leopoldina rechnet sogar damit, dass es "bis zu eineinhalb" Jahre dauern könne, bis wieder Spiele mit Publikum möglichen seien, wie er in den ARD-Tagesthemen am Sonntagabend sagte.

Auch Kallnik betont: "Wenn wir erst zu Beginn des neuen Jahres wieder mit Zuschauern spielen können, ist natürlich klar, dass wir irgendwann mit Geisterspielen auskommen müssten." Der Unterschied zur aktuellen Situation? "Wir könnten in der Vorbereitung der neuen Saison andere Maßstäbe ansetzen, um die Kosten zu managen. Man kann sich anders vorbereiten, wenn man weiß, dass man – vielleicht ab September oder Oktober – vier Monate ohne Zuschauer spielen muss." Doch mit Blick auf die aktuelle Spielzeit sieht Kallnik in Geisterspielen keine Lösungsoption für die 3. Liga.


oh man - ich bin gleichzeitig dafür und dagegen

och ich weß doch och nich

scheiß Situation

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